#144 - Umgang mit Wut. ADHS besser verstehen. Wie du mit diesen 3 Schritten Eskalationen stoppst

Shownotes

Drei Schritte raus aus Hilflosigkeit & Eskalation bei neurodivergenten Kindern

Boah… immer wieder dieses „Nein“ – und der ganze Nachmittag kippt. Hausaufgaben werden zum Machtkampf, das Wochenendfrühstück endet im Streit, der Ikea-Besuch in Tränen. Viele Eltern kennen diese Hilflosigkeit. Besonders dann, wenn Neurodivergenz in der Familie eine Rolle spielt – und scheinbar keiner der gut gemeinten Tipps wirklich funktioniert.

In dieser Folge spreche ich genau darüber: über diese Momente, in denen wir innerlich auf die Palme gehen – obwohl wir es eigentlich ganz anders wollen. Und darüber, warum weder du noch dein Kind falsch seid.

✨ Zu Gast ist Anna-Maria Sander, ADHS-Expertin, Host des ADHS-Family-Podcasts und selbst Mama eines ADHS-Kindes, das heute erwachsen ist. Gemeinsam schauen wir auf typische Alltagssituationen, die immer wieder eskalieren – und vor allem auf das, was zwischen Eltern und Kind dabei passiert.

Im Zentrum der Folge steht ein einfaches, aber wirkungsvolles Modell: 👉 Die Drei-Schritte-Kommunikation

Denn Kommunikation – und Beziehung – läuft immer so ab: 1. Dein Kind zeigt ein Verhalten 2. Du reagierst darauf 3. Dein Kind reagiert auf deine Reaktion

Der entscheidende Punkt ist Schritt 2. Hier liegt deine Selbstwirksamkeit. Hier entscheidet sich, ob Druck, Schimpfen und Antreiben die Situation weiter verschärfen – oder ob Zugewandtheit, Klarheit und echtes Teamgefühl wieder Verbindung möglich machen.

Wir sprechen unter anderem über: • warum Hausaufgaben für ADHS-Kinder so herausfordernd sind • weshalb Aufräumen oft nichts mit „keine Lust“ zu tun hat • wie Morgenroutinen ohne Dauerstress gelingen können • warum Zugewandtheit nichts mit Grenzenlosigkeit zu tun hat • und wie Eltern Verantwortung übernehmen können, ohne sich selbst zu verlieren

Diese Folge ist für dich, wenn du spürst: 👉 So wie es gerade läuft, kostet es uns alle zu viel Kraft. Und wenn du dir wünschst, wieder mehr Beziehung, Ruhe und Handlungsspielraum im Familienalltag zu erleben.

🎙️ Hör rein, wenn du verstehen willst, warum dein Kind nicht „absichtlich schwierig“ ist – und wie du aus Hilflosigkeit wieder in Verbindung und Führung kommst.

ℹ️ Mehr Infos zu Anna Sander

Manchmal reicht Wissen allein nicht aus – besonders dann, wenn alte Muster, eigene Trigger oder Erschöpfung eine Rolle spielen. In meinen 1:1-Beratungen, Kursen, Themenabenden und Gruppencoachings begleite ich dich dabei, neue Wege wirklich im Alltag zu verankern.

⚓️ Ich bin dein Anker und Leuchtturm – mit Herz, Expertise und einer Prise Humor, wenn es wieder mal wild wird. Deine Kiran

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Transkript anzeigen

00:00:01: Boah, wenn das Kind nur einmal nicht schon wieder die ganze Situation sprengen würde.

00:00:05: Den Nachmittag wegen den Hausaufgaben.

00:00:08: Das schön gemütliche Frösche am Wochenende.

00:00:11: Oder den gemeinsamen Einkauf bei IKEA.

00:00:14: Kennst du das?

00:00:16: Diese Hilflosigkeit?

00:00:18: Boah!

00:00:20: Ich kenn sie noch.

00:00:21: Ich erinnere mich an eine Situation, wo ein Kind mit vier von mir, boah, sich morgens nicht angezogen hat.

00:00:29: Ich habe so gut erklärt, vorbereitet, Straßen, Spielstraßen gemacht.

00:00:35: Und ich sage einfach,

00:00:36: nein, mache

00:00:37: ich nicht.

00:00:37: Oder ich sage gar nichts beim Anziehen.

00:00:40: Boah, meine Hilflussigkeit.

00:00:44: Die ist mein Kind kaputt und ich kann nichts machen.

00:00:48: Woher anderen machen das in dem Alter?

00:00:50: Was ist mit meinem Kind los?

00:00:55: Kennst du das?

00:00:57: Gleichzeitig kann ich dir sagen, das muss so nicht sein.

00:01:03: Es geht auch anders.

00:01:06: Heute bekommst du in dieser Podcastfolge drei Schritte von uns, die dazu führen, dass dein Kind nicht mehr den ganzen

00:01:14: Nachmittag das Frühstück

00:01:17: Brennenbesuch bei IKEA

00:01:19: springt.

00:01:37: Vor allem

00:01:37: Mensch

00:01:38: und Mama von drei Kindern.

00:01:39: Mit meinem Podcast und meinen Beratungen bin ich dein Anker für stürmische Zeiten.

00:01:45: Und Leuchtturm.

00:01:46: Um dein Kind und auch dich.

00:01:49: Bindungsstaat durch die Wackelzahnproportät und die Schulzeit zu begleiten.

00:01:53: Gerade auch wenn Neure D'Avegens bei euch in der Familie eine Rolle spielt.

00:01:57: Schön, dass du da bist.

00:02:00: Vielleicht kennen alle Familien diese oder ähnliche Situation, doch ich bin mir sehr sicher, Familien bei denen Neure D'Avegens eine Rolle spielt.

00:02:07: kennen diese Situation noch in einem größeren Umfang.

00:02:12: Und dann verdammt.

00:02:14: bei euch funktionieren auch die einfach verdammt.

00:02:16: tausend Tipps, die man überall bekommt, einfach nicht.

00:02:20: Und hier kann ich dir sagen, weder du noch dein Kind ist falsch oder kaputt, sondern es liegt an den Tipps.

00:02:28: Die meisten Tipps, die es so auf dem Markt gibt, sind für neurotypische Familien.

00:02:32: Und die funktionieren einfach nicht für neurodivergente Familien.

00:02:37: Deshalb funktionieren sie eben auch nicht für euch.

00:02:40: In meiner Arbeit und in meinem Podcast gibt es diese Tipps nicht.

00:02:45: Denn ich denke Neure Divergents mit.

00:02:47: In meinen eins zu eins Beratungen, Themenabenden, Gruppencoachings, Kursen und Workshops.

00:02:53: Und ich plane schon wild fürs nächste Jahr.

00:02:56: Und ich kann dir sagen, es kommen spannende Themenabende und auch Gruppencoachings.

00:03:00: Zum Beispiel zum Umgang mit starken Gefühlen, auch zur Vorbereitung für die Schule und auch speziell Themen für eine redevergente Familie.

00:03:10: Und jetzt, jetzt freue ich mich, dass die Expertin bei mir zu Gast ist, Anna Maria Sander.

00:03:16: Sie ist Host des größten ADHS Podcasts, dem ADHS Family Podcast, der so ein Geschenk ist, weil er so hilfreiches Wissen und Schenkt.

00:03:28: Liebe Anna, du bist absolute Fachfrau, die Expertin für ADHS und du bist auch Mama von einem ADHS-Kind, das jetzt schon erwachsen ist.

00:03:36: Kannst du dich noch erinnern?

00:03:38: Vielleicht dann eine ganz konkrete Situation oder ein ganz konkretes Beispiel aus eurem Alltag früher, an dem dein ADHS-Kind dich sozusagen richtig schön auf die Palme gebracht hat.

00:03:50: Das ist eine gute Frage.

00:03:51: Da kann ich mich nicht nur an eine Situation erinnern, sondern an Tausende.

00:03:56: Ich würde jetzt mal sagen, so eine typische Situation war natürlich die Hausaufgabensituation, die ja bei ... Neurotypischen Kindern schon nicht einfach ist, aber bei den meisten oder fast allen ADHS-Kindern eine wirkliche Herausforderung ist und dieses nicht anfangen, dass wenn man dann endlich mal angefangen hat, dieses nicht weiter tun, hundertmal aufstehen vom Tisch beim Fenster raus schauen, dann habe ich doch noch Durst, da muss ich doch noch aufs Kio, es geht nichts weiter.

00:04:24: Also das war wirklich, wirklich anstrengend und das hatte man natürlich fast tagtäglich.

00:04:29: Kannst du dich noch erinnern, wie du dich da auch gefühlt

00:04:32: hast?

00:04:33: Na ja, sehr, sehr unmächtig und verzweifelt und natürlich ungeduldig.

00:04:38: Ich selbst habe ja auch ADS.

00:04:41: Das heißt, das Wort Geduld gibt's in meinem Wimpelbuch eigentlich nicht.

00:04:48: Also es war eine wirkliche Challenge, muss ich sagen.

00:04:51: Da wirklich immer die Nerven zu behalten, ist mir auch nicht immer gelungen.

00:04:57: Aber hat dann in Summe, wenn ich ... wenn ich unfreundlich geworden bin oder Druck gemacht habe oder wirklich knackig war, natürlich die Situation nicht verbessert, brauche ich nicht sagen.

00:05:10: Ja, absolut.

00:05:11: Aber genau das, was du geschreibst, ich kenne das als Mama auch und ja, kennen wir beide aus unserer Arbeit sehr, diese Hilflosigkeit, die wir als Eltern oft haben, wenn unsere Kinder, unsere neurodivergenten Kinder einfach nicht in die Pötte kommen oder wenn sie dann ja auch oft ... nicht sehr freundlich äußern, dass sie jetzt keine Lust auf Hausaufgaben haben.

00:05:34: Genau, nicht sehr freundlich äußern.

00:05:35: Das hast du jetzt gerade sehr freundlich ausgedrückt, aber da gab es dann oft Wörter, die man gar nicht wiederholen möchte.

00:05:42: Ja, und die einen selber dann wahnsinnig auf die Palme bringen.

00:05:47: Du hast genau da eine Dreischritte-Kommunikation sozusagen, habe ich genau bei dir im Podcast gehört und finde ich so toll und habe dich dafür sozusagen auch eingeladen.

00:05:57: Um genau aus diesem Muster herauskommen zu können, dieses Hilflosigkeitsgefühl, als Mama und Papa auf der Palme zu sein, wenn das Kind nicht anfängt, nicht das tut, was wir wollen und dabei vielleicht nicht mal freundlich ist.

00:06:15: Was ist diese drei Schritte?

00:06:17: Kommunikation?

00:06:21: Es läuft ja in unserem Leben, egal ob wir jetzt mit unserem von ADHS betroffenen Kind kommunizieren oder mit unserem Chef oder mit unserem Partner eigentlich mit jedem gegenüber, Kommunikation im Grunde genommen in drei Schritten ab.

00:06:37: Und wenn ich jetzt sage Kommunikation, meine ich nicht nur Kommunikation, sondern vielleicht den Schritt Nummer eins, auch Handeln.

00:06:44: Vielleicht versuche ich das mal ein bisschen aufzutröseln.

00:06:47: Also in Schritt Nummer eins sind diese drei Schritten, und da helfe ich das immer gerne nenne.

00:06:52: Und da komme ich jetzt aber schon wieder auf die ADHS-Interaktion, also auf die Interaktion zurück, die wir mit unseren ADHS-Kindern haben.

00:07:01: In Schritt Nummer eins handelt das Kind oder gibt eine Äußerung von sich und aufgrund der ADHS natürlich oft etwas, das sehr herausfordernd ist für uns als Eltern.

00:07:15: In Schritt Nummer zwei reagieren wir dann darauf, auf diese Äußerung, auf diese Handlung.

00:07:21: Und ich sage es jetzt schon, Spoiler Alarm.

00:07:23: von diesem Schritt Nummer zwei hängt alles ab, wie es dann weitergeht.

00:07:27: Ich komme dann gerne auch noch zu Beispielen.

00:07:30: Und im Schritt Nummer drei ist es dann so, dass das Kind auf unsere Reaktion in Schritt Nummer zwei reagiert.

00:07:42: Das klingt jetzt mal sehr ... theoretisch.

00:07:45: Und deswegen lass mich da vielleicht einmal ein Beispiel geben, um wieder auf diese Hausaufgabensituation zurückzukommen.

00:07:51: Total

00:07:52: gerne.

00:07:53: Ja, also ich bin jetzt hier genau, ja, nee, ich habe keine Lust oder Hausaufgabe oder keine Ahnung.

00:08:02: Wir haben ausgemacht um setzten Uhr, fängt das Kind an Hausaufgaben zu machen, aber es fängt jetzt nicht an, sondern liegt mit dem Handy auf dem Bett.

00:08:11: Was?

00:08:12: Was kann ich jetzt da machen?

00:08:13: Außer hilflos auf meine Palme steigen und meckern.

00:08:18: Außer hilflos auf meine Palme steigen.

00:08:20: Also ich würde jetzt mal gar nicht schon in dem Zustand sehen, sondern eigentlich ist so in etwa, sagen wir jetzt mal fiktiv, fünfzehn Uhr Hausaufgabenzeit und das Kind ... Sollte beginnen, beginnt vielleicht auch.

00:08:34: Es weiß Mutter und Kind wissen, aber um siebzehn Uhr ist das Fußballtraining.

00:08:39: Es ist eine halbe Stunde Hinfahrtzeit.

00:08:41: Das heißt, es muss um sechzehn Uhr dreißig weggefahren werden.

00:08:43: Die Fußballtasche muss auch noch gepackt werden.

00:08:45: Das heißt, wir haben jetzt genau in Nektorzeit eine Stunde fünfzehn.

00:08:48: Und das Kind sitzt vielleicht schon bei Tisch, tut aber nicht weiter.

00:08:53: Und je öfter ich als Mutter da auf die Uhr schaue, und das ist jetzt Schritt Nummer eins, Kind tut nicht weiter, je öfter ich als Mutter auf die Uhr schaue, umso ungeduldiger werde ich, weil ich merke, es geht immer mehr auf sechzehn nur fünfzehn zu.

00:09:07: Und die Hausaufgaben gehen sehr, sehr schleppen voran und das geht sich nie im Leben aus.

00:09:14: Was passiert dann?

00:09:16: Wie reagieren wir dann oft in diesen Situationen?

00:09:20: Wir fangen an das Kind an zu treiben, wir beginnen zu schimpfen, wir äußern einfach unseren Unmut auf verschiedene Arten und Weisen.

00:09:29: Wir sagen dann solche Sachen wie, wenn du jetzt nicht weiter machst, wir kommen zu spät zum Fußballtraining und wenn du gar nicht fertig wirst, dann brauchen wir es gar nicht losfahren, weil zu spät kommen möchte ich auch nicht.

00:09:39: Das heißt, wir fangen dann an, Druck aufzubauen beim Kind und das ist eben dieser Schritt Nummer zwei.

00:09:45: Wie reagieren wir auf dieses Verhalten, das wir als belastend empfinden?

00:09:52: Und je nachdem, wie wir in diesem Schritt Nummer zwei reagieren, reagiert das Kind wieder darauf.

00:09:57: Wenn wir so sehr ungeduldig sind, wenn wir all das sagen, was ich jetzt gerade aufgezählt habe, dann wird es wahrscheinlich zu einer Explosion kommen.

00:10:06: Oder vielleicht ist es auch so, dass das Kind ganz einfach komplett zu macht und in so eine Art Starre verfällt und gar nicht mehr weiter kann, weil eigentlich bemüht sich es ja zumindest an seinem Standard gemessen kommt, aber trotzdem nicht voran, weil die Hausaufgaben einfach so überfordern.

00:10:22: was ich genau an diesem punkt ja auch kennen was du sagst die die mama jetzt in diesem beispiel die eben ja auch im kopf hat diese bilder dass man es nicht schafft.

00:10:31: also es erlebe ich sehr häufig im coaching jetzt auch zum beispiel gerade rund um die einschulung dass wir eltern ja unsere sorgen sozusagen oder größere bilder im kopf haben und die machen ja dann auch wieder diesen druck und die lassen uns so hilflos wirken.

00:10:46: also finde ich hast du hier sehr schön beschrieben dass auch diese Hilflosigkeit da eben rauskommt.

00:10:52: Wir schaffen es nicht.

00:10:53: Wenn mein Kind sich jetzt nicht verändert, dann schaffen wir das nicht.

00:10:57: Wenn mein Kind jetzt hier so und so sich verhält, dann schaffen wir es nicht.

00:11:03: Und darauf reagiert das Kind ja dann wieder.

00:11:05: Ganz genau.

00:11:06: Und wenn wir dann in Schritt Nummer drei eine Reaktion uns vom Kind wünschen, die wir leichter nehmen können, dann müssen wir an das Ganze anders rangehen.

00:11:17: Dann gehen eben Drängen, Schimpfen, generftes Ermahnen, nicht Druck machen, nicht?

00:11:22: Sondern wir könnten ja beispielsweise sagen, ich sehe, du kommst nur langsam voran, aber wir müssen bald zum Fußballtraining los.

00:11:29: Kann ich dir irgendwo helfen?

00:11:30: Oder ich hab so das Gefühl, du bist schon so müde, dich belasten diese Hausaufgaben so.

00:11:35: Gibt's irgendwas, was dir helfen würde, dass du schneller fertig wirst damit?

00:11:40: Oder wenn das Kind vielleicht doch noch etwas ein Energie ... Übrig hat, das ist ja auch immer so ein Hinspüren, dass ich sage, ich sehe schon, es geht sich nicht aus.

00:11:50: Was ist, wollen wir ein Wettrennen machen?

00:11:52: Wer ist schneller?

00:11:53: Ich pack deine Fußballtasche schon mal, damit es sich doch noch rausgeht und du machst jetzt noch den Rest schnell fertig.

00:11:59: Oder vielleicht müssen wir dem Kind sogar anbieten, dass es eben nach dem Fußballtraining, die Hausaufgaben erst fertig gemacht werden, dass man sagt, dass man sagt, ich sehe Du bist einfach jetzt zu müde, aber vielleicht schaffst du es dann nach dem Fußballtraining, weil da hast du dich bewegt, vielleicht ist es dann wieder ein bisschen besser mit der Konzentration.

00:12:17: Ich muss aber dazusagen, es müsste schon noch vor der Medienzeit erledigt werden, dass das Kind schon weiß, es gibt klare Regeln.

00:12:24: Aber es wird jetzt in seiner momentanen Überforderung und in dem momentanen Gefühl, ich schaffe das nicht ernst genommen und ich kann es nachher machen.

00:12:33: Und wenn ich es nachher nicht mache, dann wird es von meiner Medienzeit abgehen.

00:12:37: und wenn ich nachher dann, ich weiß es nicht, das wäre vielleicht noch eine Stunde.

00:12:40: Zeit übrig und ich brauche dann wieder vierzig Minuten, dann habe ich halt nur noch zwanzig Minuten für meine Medienzeit.

00:12:47: Das heißt, wir müssen schon klar und sollten schon klar in diesen Anforderungen bleiben, aber immer in diesem, ich spüre dich, ich verstehe, was in dir vorgeht und überlegen wir uns jetzt gemeinsam, wie könnte man es lösen?

00:12:58: Ja.

00:12:59: Das ist total schön, dass wir sozusagen in diesem zweiten Schritt ja auch all unsere Selbstwirksamkeit wieder haben.

00:13:06: Es ist nicht unbedingt leichter, dass wir sozusagen, wenn wir jetzt hier ja auch bei mir geht es auch viel um die Regulation, dass wir als Eltern hier in diesem zweiten Schritt diese Regulation brauchen, um in unsere Verantwortung gehen zu können und dass wir da ganz viel Kraft haben, um die Situation steuern zu können, um aus dieser Hilflosigkeit ja auch rauskommen zu können.

00:13:27: Ganz genau, richtig, darum geht's.

00:13:29: Weil in dem Moment, wo ich mich dem Kind freundlich, aber sehr klar zuwende, aber es eben in seiner Gefühlswelt, in seiner Verzweiflung abhole und vielleicht auch noch die eine oder andere Lösung für diese Situation biete, ist dieses Wutpotenzial, das bei Druck und Schimpfen ja sofort angezündet wird.

00:13:51: Das verschwindet.

00:13:53: Das heißt noch lange nicht, dass die Hausaufgaben angenehm werden.

00:13:56: Aber sie werden noch unangenehmer.

00:13:58: Absolut.

00:13:59: Ich glaube auch, ja, genau.

00:14:00: Sie werden nicht noch unangenehmer.

00:14:02: Und ich habe da auch ganz gerne dieses Bild, dass ich mich sozusagen mit ins Team meines Kindes, also dass in diesem zweiten Schritt einfach klar sein darf, hey, wir sind ein Team.

00:14:13: Wir haben ja Hausaufgaben, die mögen wir beide nicht.

00:14:16: Aber lass uns gucken, wie wir die zusammenrocknen können.

00:14:20: Ganz genau, richtig.

00:14:21: Immer dieses Gemeinsam, wir sitzen im selben Boot.

00:14:24: Das ist so wichtig für Kinder, dass wir nicht nur Regeln und Grenzen aufstellen, Anforderungen haben und dem Kind nie Möglichkeiten geben.

00:14:33: Wie sollst du das überhaupt schaffen?

00:14:35: Sondern immer lass uns gemeinsam überlegen, was kann funktionieren.

00:14:39: Das sind eigentlich für mich diese zwei Dinge.

00:14:44: Ich hol das Kind in seiner Gefühlswelt ab.

00:14:46: Ich sage okay, ich sehe schon, das ist wahnsinnig unangenehm für dich.

00:14:50: Oder bei einem Verbot, ich kann mir vorstellen, das ist nicht unbedingt, was du dir jetzt wünschen würdest, aber anders geht es leider nicht.

00:14:56: Das heißt, ich hol das Kind dort ab.

00:14:59: wo es gerade gefühltmäßig steht.

00:15:00: Und ich bitte an, wie kommen wir da jetzt raus aus der Situation?

00:15:04: Was hilft dir?

00:15:05: Ja, man hat diese Brücke sozusagen.

00:15:07: Und dann kommt jetzt Schritt drei.

00:15:09: Kannst du vielleicht hier diesen Schritt drei nochmal erläutern?

00:15:12: Vielleicht auch so im Gegensatz, so wie wir es bleiben, der Antreiber?

00:15:16: Oder wir sitzen halt mit im Boot von dem Kind?

00:15:20: Ja, Schritt drei hängt ganz davon ab, wie wir in Schritt zwei agieren und reagieren.

00:15:25: Wenn wir mit Druck und Schimpfen und ermahnen, wenn wir jetzt wieder auf diese Hausaufgabensituation zurückkommen, auf das Kind versuchen einzuwirken, damit sechzehn Uhr fünfzehn noch eine Zeit ist, die wir schaffen, dann wird in Schritt drei die Explosion des Kindes folgen oder wie gesagt die Schockstarre oder sonst eine sehr ungünstige Reaktion folgen.

00:15:45: Ich kenne im Grunde genommen kaum ein Kind mit ADHS, dass dann aufgrund dieses Drucks sich denkt, okay, ja, ich muss einfach.

00:15:52: Also das ist oft in sehr, ich sage jetzt mal in Familien, wo dann wirklich böse Konsequenzen führen würden, vielleicht mal eine momentane oder eine... augenscheinlich funktionierende Lösung, die kurz funktioniert, vielleicht schaffen wir ein Sechzehn oder Fünfzehn, dann aber die Beziehung und die Bindung zum Kind leidet natürlich unendlich darunter.

00:16:15: Das heißt, sie ist im Grunde genommen ja auch dann keine Option.

00:16:18: Aber wenn ich in diesem zweiten Schritt sehr gefühlsaufwangend und wir sind ein Team, also und und vermittelt, dass wir ein Team sind, wenn ich so reagiere, dann wird in Schritt drei natürlich auch nicht das Kind gleich den Füllhalter zur Hand nehmen und sagen, ja okay, wir bauen jetzt Und es ist in zehn Minuten alles Erlebung.

00:16:36: Und

00:16:36: ADHS ist geheilt und alle Herausforderungen, die man mit ADHS hat.

00:16:40: Genau, das natürlich auch nicht.

00:16:43: Aber dennoch wird das auf alle Fälle eine gangbare Lösung sein.

00:16:48: Es gibt ja hunderte Beispiele, die ich da nennen könnte, wo ich sagen könnte, so wäre es ungünstig und so wäre es ein bisschen günstiger.

00:16:59: So könnte das Ganze günstiger verlaufen in diesem Schritt drei.

00:17:03: Genau, das Kind ist sozusagen explodiert, verweigert oder ja, man findet gemeinsam da eine Lösung.

00:17:12: Genau, das Hausaufgaben ist auf jeden Fall eine Situation, die viele kennen.

00:17:17: Ich würde noch mal, vielleicht können wir noch auf eine andere klassische Situation eingehen.

00:17:21: Ich hatte jetzt so was gedacht, wie Zimmeraufräumen kenne ich so.

00:17:25: Privat wie beruflich öfters mal ist ein Thema.

00:17:28: Mit Nachrichtenkindern.

00:17:30: Ja, ganz genau.

00:17:32: Wir erwarten ja von unseren Kindern immer, dass sie ihr Zimmer aufgeräumt halten, was bei Kindern mit ADHS nahezu unmöglich ist, weil sie einfach wahnsinnig chaotisch sind, aber nicht weil sie sich in der Unordnung am wohlsten fühlen.

00:17:44: Sie würden sich in einem ordentlichen aufgeräumten Zimmer eigentlich deutlich wohler fühlen, weil vor allem diese Ordnung im Außen Ordnung für dieses Chaos im Inneren gibt, beziehungsweise wie so ein Balsam für das Chaos im Inneren ist.

00:17:58: Sie schaffen es aber nicht, diese Ordnung herzustellen.

00:18:01: Und wir als Eltern brauchen es natürlich auch, dass das Zimmer aufgeräumt ist.

00:18:06: Das heißt, was passiert oft im Zusammenhang mit dem Zimmer aufräumen?

00:18:11: Das Kind wird aufgefordert, das Zimmer aufzuräumen, dann komme ich nach einer halben Stunde rauf, sitze drinnen, spielt Lego.

00:18:18: Oder das Kind sagt gleich von vornherein, Mö, ich habe keinen Bock, dauernd dieses blöde Aufräumen, das ist mein Zimmer, ich habe keine Lust, das zu machen.

00:18:27: Und dadurch, dass wir die Ordnung wollen und wir auch natürlich an uns den Anspruch haben, wir müssen unserem Kind beibringen, dass man Ordnung hält.

00:18:37: Und das soll es jetzt mal schön im Kleinen, nämlich in seinem eigenen Zimmer üben, wo es auch weiß, wo die Dinge hingehören.

00:18:42: Da verlangen wir das natürlich auch.

00:18:44: Und das ist ja auch gut so.

00:18:46: Unsere Kids müssen ja auch Ordnung halten und uns schaffen lernen.

00:18:51: Aber es fragt sich natürlich wiederum, wie geht's?

00:18:54: Oder wie kann jetzt in so einer Situation diese drei Schritte Modell zur Anwendung kommen?

00:18:58: Ja, absolut.

00:18:59: Und ich finde auch hier eben schon mal total wichtig, wie du in die Situation gerade eingeleitet hast, was uns eben auch für diesen entscheidenden zweiten Schritt sehr wichtig ist.

00:19:11: Es geht nicht darum, dass das Kind jetzt hier seine Grenzen testet und deswegen jetzt sich da nicht mit Begeisterung anfängt, aufzuräumen, sondern dass uns eben auch bewusst ist, dass genau, wir hatten es vorher bei den Hausaufgaben jetzt beim Aufräumen, dass ja auch Situationen sind, die aufgrund des ADHSes besonders herausfordernd sind.

00:19:31: Diese Struktur finden, dieses Ordnung in das Chaos bringen, das ist ja nicht die Kernkompetenz von uns ADHSler.

00:19:39: Nicht wirklich, ganz genau.

00:19:42: Also anstatt jetzt dann sozusagen, also der erste Schritt wäre hier, in diesem drei-Schritt-Modell, der erste Schritt ist, dass ich das Kind auffordere, das Zimmer aufzuräumen.

00:19:52: Und das Kind es aber nicht macht.

00:19:54: So, und wie reagiere ich da jetzt darauf, in Schritt Nummer zwei?

00:19:58: Ich kann entweder sagen, jedes Mal dasselbe Theater, jedes Mal, wenn ich dir sag, dass du es aufräumen, haben wir diese Diskussionen, oder du gehst, dann machst du es ja doch nicht.

00:20:07: Und das wäre dann eine ungünstige Reaktion in Schritt Nummer zwei.

00:20:10: Was wäre eine günstige?

00:20:12: Ich könnte zum Beispiel zum Kind sagen, ich sehe das Zimmer ist ja noch gar nicht aufgeräumt.

00:20:16: Hast du es jetzt vergessen oder hast du gar nicht gewusst, wo du anfangen sollst?

00:20:19: Wär es dir lieber, wenn wir es gemeinsam machen?

00:20:22: Also wiederum.

00:20:23: Hilfeamt bieten, ganz wichtig.

00:20:26: Klar, in der Sache bleiben, aber zugewandt und konstruktiv die Sachen formulieren.

00:20:32: Ganz genau.

00:20:33: Und vor allem auch wiederum Verständnis signalisieren.

00:20:35: Ich verstehe das Thema aufräumen ist total langweilig oder ich verstehe, das ist wirklich herausfordernd für dich, aber es muss wieder Ordnung rein.

00:20:42: Schau, ich helfe dir gerne, magst du dich um den Müll und die Schmutzwäsche kümmern und ich verstehe mal alles dort, was hingehört.

00:20:49: Das heißt, Ich helfe, ich biete meine Hilfe an und ich sage aber auch, mit dieser magst du lieber das machen und ich mag lieber das oder machen wir es umgekehrt.

00:20:59: Mit diesem Angebot mache ich gleichzeitig auch sehr klar, es passiert jetzt was, wir machen das jetzt.

00:21:04: Also aber ich biete dem Kind eine Alternative, das heißt ich sage nicht, du machst das jetzt, sondern ich biete eine Alternative.

00:21:11: Und nochmal, Schritt Nummer drei, auch wenn ich so zugewandt reagiere soll ich dir helfen.

00:21:19: wie teilen wir es uns auf?

00:21:21: muss noch lange nicht sein dass das kind sagt ja jubil und wir fangen jetzt an sondern es wird in Schritt Nummer drei nur verhindert dass diese situation völlig eskaliert weil wenn wir diesen druck machen in diesem zweiten Schritt.

00:21:35: Wie oft habe ich schon gesagt und fange jetzt endlich an.

00:21:37: Und wenn du nicht anfängst, dann ist eine Woche Medienverbot

00:21:39: etc.,

00:21:40: etc.,

00:21:41: dann wird es zu so einer Eskalation kommen, weil sich das Kind überfordert fühlt, kritisiert fühlt in einer Sache, wo es sich denkt, ich kann es einfach nicht.

00:21:50: die Situation so dermaßen eskalierend, dass sowieso das Kind in keinem Zustand mehr ist, dieses Zimmer jetzt aufzuräumen.

00:21:56: Das heißt, ich hab mein Ziel ja sowieso nicht erreicht.

00:21:58: Absolut.

00:21:59: Ich sehe das auch manchmal, dieses Bild von einem Ball, also in Schritt eins schmeißt uns das Kind sozusagen ein Ball zu.

00:22:07: Nicht besonders geschickt.

00:22:09: Nee, ich hab keinen Bock auf das Aufräumen.

00:22:13: Und dann haben wir aber den Ball.

00:22:15: Und wir haben die Entscheidung, ob wir diesen Ball genau gleich ... Pfeffern irgendwie in die Ecke und dann hat das Kind aber auch überhaupt keine Chance diesen Ball wieder adäquat zurückzupeffern, wenn wir den so echt wieder mit Power und Wucht und ja Konflikt potenziell zurück schmeißen.

00:22:34: Oder wir haben halt in Schritt zwei die Möglichkeit den Ball einmal bei uns zu haben, einmal innen zu halten und den Ball so zurück zu schmeißen, dass das Kind die Möglichkeit hat diesen Ball aufzufangen und den dann zu haben.

00:22:47: Das ist ein wunderschönes Bild und ich spreche eigentlich auch immer sowas von dieser Pink-Punk-Mentalität, aber dein Bild noch schöner, weil es geht uns auffangen des Balls.

00:22:57: Genau.

00:22:58: Und da haben wir dann die Macht und da haben wir aber auch die Verantwortung, finde ich, immer für die Beziehungsqualität.

00:23:04: Das ist unsere Verantwortung.

00:23:06: Wir können unser ADHS-Kind nicht so steuern, dass es jetzt alle diese Herausforderungen nicht mehr hat in den ausführenden Komponenten.

00:23:15: Ja, dieses Strukturieren, dieses Anfangen und all dieses Mögliche.

00:23:19: Aber wir haben sozusagen die Macht und die Verantwortung diesen Ball zu lenken, wie wir in der Beziehung sind, wie wir in der Qualität der Beziehung sind.

00:23:29: Ganz genau, und das ist ein Prinzip, das zieht sich ja durch die gesamte Begleitung in diesen ersten zwei Lebensjahrzehnten wie ein roter Faden durch.

00:23:37: Es gibt so viele Dinge, die bei Kindermitade her ist, anders laufen, ungünstiger laufen, sage ich jetzt mal.

00:23:43: Es gibt auch einige, die besser laufen, aber trotzdem eine wirklich große Anzahl von Dingen, die ungünstiger laufen.

00:23:49: Dieses ewige Verlieren, Vergessen, nicht zuhören, sich gegen alles wehren, verschieben.

00:23:53: Also ich brauch's ja gar nicht aufzielen.

00:23:55: Wir wissen es ja und das kriegen wir nicht weg.

00:23:59: Das versuchen wir natürlich in diesen zwanzig Jahren gut zu begleiten, damit es besser wird.

00:24:05: Aber wir kriegen es nicht weg und deshalb, um es besser zu machen, wird es nur die Möglichkeit geben, das Kind einfach sehr zugewandt zu begleiten, damit es auch seinen Selbstwert behält.

00:24:18: Weil das ist ja das nächste.

00:24:19: Wenn wir in Schritt Nummer zwei sehr viel Druck machen und immer muss ich dir sagen und nie machst du, die verlieren sowieso so viel von ihrem Selbstwert.

00:24:28: diese Kinder, dass wir wirklich als Eltern versuchen sollten, da nicht auch noch oben eins drauf zu legen.

00:24:33: Ja, genau.

00:24:35: Und gleichzeitig, bei meinem Gehirn macht es gerade ganz, ganz viel Bling und ich habe einige Familien, vor Augen, wie das wirklich dann auch ein Schlüssel ist für eine Veränderung, weil sich auch die eigenen Bilder verändern.

00:24:49: Und wo man vorher achte, das Kind macht nie was und ist immer dagegen.

00:24:54: Es wird nicht in der Schule zurechtkommen.

00:24:56: Ich habe jetzt gerade eine Familie vor der Einschulung im Kopf.

00:24:59: Die kam zu mir so ein paar Monate vor der Einschulung.

00:25:02: Das Kind hat Immer alles vergessen, hat seine Sache nicht umgesetzt, ist dann frech geworden.

00:25:08: Und das war so eine Spirale.

00:25:09: Nie kannst du und immer musst du.

00:25:12: Und dann genau hier an diesem Punkt in die Verantwortung kommen und diesen Ball auffangen und diesen Ball bewusst führen.

00:25:19: Und nachher die Einschulung, die lief so super gut, weil sich auch der Blick dadurch ein bisschen verändert hatte aus dieser Negativspirale, sondern hin zu diesen Möglichkeiten.

00:25:31: Und wir dürfen ja eines nicht vergessen, wenn wir wirklich mal diesen Punkt erwischen oder diese ein, zwei Situationen schaffen, wo wir zugewandt reagieren und nicht uns wieder in diesen ewigen Negativ-Dynamikstrudel reinziehen lassen, dann merken wir, um wie viel besser das geht.

00:25:48: Und das kostet die ersten ein, zwei, drei Mal wahnsinnig viel Energie, weil wir uns von diesen alten Mustern loslösen müssen.

00:25:55: Aber wenn wir das einmal geschafft haben, dann merken wir, um wie viel besser es dann läuft und wie viel auch wie sehr beziehungsfördernd und bindungsfördernd das ist und wie auch viel bessere Ergebnisse, messbare Ergebnisse erzielen.

00:26:11: Und dann fällt es uns wirklich leicht dazu geworden zu reagieren.

00:26:14: Wie schön,

00:26:15: ja absolut.

00:26:16: Und du sagst, ja es kostet verdammt viel Energie manchmal diesen Ball nicht zurück zu pfeffern und gleichzeitig werden wir dann fremdenken der Machtkampf danach.

00:26:25: Wenn wir ihn einfach nur zurückpfeffern, der kostet auch immer sehr viel Energie.

00:26:29: Also manchmal ist die Frage, wo setzen wir die Energie ein?

00:26:32: Ganz genau, weil wenn wir den Ball zurückpfeffern und es ist ein Ball, den wir ganz dringend brauchen, wir pfeffern ihn so stark, wie wir das dann in diesen Situationen oft machen, dass er irgendwo durchs Fenster fliegt und wir finden ihn gar nicht, weil wir ihn aber so sehr brauchen, dann haben wir uns jetzt eigentlich keinen Gefallen getan damit, weil die Situation plötzlich unlösbar wird.

00:26:52: Ja, ganz schön.

00:26:56: Ich liebe diese drei sehr konkreten Schritte von dir.

00:26:59: Vielleicht können wir zum Abschluss noch eine Situation, die auch sehr typisch ist, ein neues divergentes Kind morgens aus dem Bett zu bringen.

00:27:08: Ganz genau.

00:27:09: Bootspferd, die Schule fängt an.

00:27:11: Wir kommen zu unserem Kind oder wir rufen vielleicht unser Kind.

00:27:15: Kommst du?

00:27:16: Schule fängt an.

00:27:17: Ein Kind sagt, nee.

00:27:19: Oder?

00:27:20: Murkelt sich gar nicht oder es passiert gar nichts.

00:27:22: Genau, wenn ich natürlich aus vielen Situationen, aus vielen Schilderungen, die mir die Eltern, die meinen Eltern-Training-Schildern, ist immer wieder das Gleiche.

00:27:31: Weil man muss sich jetzt mal vorstellen, was geht bei diesen Kindern, wenn sie wissen, sie müssen jetzt aus dieser kuscheligen Decke raus, aus diesem kuscheligen Bett raus, die wissen schon ganz genau, was kommt.

00:27:40: Langweilige Szene putzen, umziehen, wo ist vorne, wo ist hinten, wo ist innen, wo ist außen.

00:27:45: Ich soll was essen, hab gar keinen Bock, warte, zwei, drei Sachen müssen.

00:27:50: Was war das noch mal?

00:27:51: Dann ist die Streit mit den Geschwistern im Flur, Geschubse, wo sind meine Schuhe, wo sind deine, wo ist meine Mütze, muss ich eine Kappe oder eine Mütze aufsetzen.

00:27:59: Das klingt für jemand, der neurotypisch ist und erwachsen ist, so nach dem Motto, naja, das ist ja alles kein Ding, aber für Kinder mit ADHS ist es wahnsinnig belastend.

00:28:10: Und aus diesem Grund heraus, und das sind erst mal die ersten fünfzig Minuten des Tages, und dann fängt die Schule an und das wissen die ja.

00:28:16: Dann geht es in die Schule und das ist ja noch schlimmer.

00:28:19: Und dann wollen die natürlich nicht aus dem Bett.

00:28:21: So, und jetzt kann ich natürlich sagen... Wenn das Kind nicht aufsteht, war jeden Tag dieses Getröle.

00:28:27: Du weißt ganz genau, du kommst dann wieder zu spät.

00:28:29: Mir ist das jetzt egal.

00:28:30: Ich fühle dich sicher nicht in die Schule.

00:28:31: Wenn du den Bus verpasst, musst du schauen, wie du zur Schule kommst.

00:28:35: Oder in deinem Alter müsste man aber endlich mal.

00:28:38: Ganz genau, auch so eine typische Sache.

00:28:40: Oder noch viel schlimmer.

00:28:41: Deine Schwester ist zwei Jahre jünger und die ist schon angezogen.

00:28:44: Oh ja, der ist gut, der ist mir auch schon passiert.

00:28:47: Also ganz, ganz schlimm für die Kids, ja, immer wieder um die Nase gerieben zu kriegen, dass sie es nicht drauf haben, dass sie es nicht können.

00:28:55: Die anderen können es doch sogar die Jüngeren können schon.

00:28:58: Und das macht natürlich ... Das ist natürlich furchtbar.

00:29:01: Also ganz ungünstige Reaktionen in Schritt Nummer zwei und in Schritt Nummer drei.

00:29:06: Absolutes Gezäter.

00:29:07: Ich gehe nicht in die Schule.

00:29:09: Manche Kinder sagen ja, aber ich habe so ein Bauch wie jeden Tag natürlich dann.

00:29:12: Manche haben es tatsächlich.

00:29:13: Aber jedenfalls es wird nicht zu diesem gewünschten Ergebnis führen, dass mein Kind einigermaßen flott die Dinge des Morgens erledigt und dann Frühstück und dann aus dem Haus ist.

00:29:23: Das heißt, wie könnte ich in diesem zweiten Schritt zugewandt reagieren?

00:29:28: Ich kann alles Mögliche machen.

00:29:29: Ich kann das Kind wachkitzeln, ich kann es wach küssen, ich kann es wach kuscheln.

00:29:34: Ich kann die Füße massieren und sagen, ich hab so das geschönt.

00:29:36: Du magst gar nicht aus den Federn.

00:29:38: Warte, ich massiere dir kurz die Füße.

00:29:39: Ich graue dir kurz den Kopfkorn.

00:29:42: Ich gebe mir eine feste Umarmung.

00:29:43: Ich zieh dich da jetzt raus.

00:29:45: Ich helfe dir auch beim Umziehen.

00:29:47: Das ist das Nächste, dass die Kinder oft alleine gelassen werden mit diesen Morgenroutinen.

00:29:51: Weil das Kind ist doch schon acht Jahre und muss sich doch anziehen können.

00:29:54: Ja, natürlich kann es das.

00:29:56: Aber es ist wahnsinnig anstrengend.

00:29:57: Deswegen sage ich immer, die Kinder, solange sie das wirklich brauchen, begleiten.

00:30:02: Und auch wenn ich dem Achtjährigen noch in die Hose reinhelf, ich mach's einfach.

00:30:06: Absolut, bin ich ganz deiner Meinung.

00:30:08: Und hab auch da tatsächlich noch mal eine Extra-Podcast-Folge für die Morgenroutine.

00:30:12: Da haben wir auch sehr viel selbst, also genau, was brauchen unsere Kinder wirklich und was geht es auch am Morgen?

00:30:18: Und da hat sie auch viel mit Regulation noch mal zu tun.

00:30:21: Ganz wichtig, dass du das sagst.

00:30:23: Ganz genau.

00:30:23: Und was mir auch noch ganz wichtig ist, loszuwerden, dass Kinder mit ADHS wahnsinnig viele Unterstützung brauchen.

00:30:29: Ich habe da einen extra Podcast dazu gemacht, weil die Kids einfach in ihren ganzen Exekutivfunktionen hinten nachsehen.

00:30:38: Und sie brauchen länger Unterstützung.

00:30:39: Und bitte lasst euch nicht von Dante Alma oder von der Schwiegermama oder von sonst irgendjemandem einreden.

00:30:44: Du wirst ihm oder ihr mit zwanzig noch die Schleife an den Schoen binden.

00:30:49: Nein, das werdet ihr nicht.

00:30:50: Spürt hin, was brauchen.

00:30:52: eure Kinder und unterstützt sie genau dort.

00:30:54: Danke

00:30:54: Anna.

00:30:56: Ganz wichtig.

00:30:56: Danke, dass du genau das nochmal so sagst.

00:30:58: Hoch

00:30:59: auf euer Bauchgefühl.

00:31:00: Ihr seid die Spezialisten für eure Kinder und nicht die anderen.

00:31:04: Ja, genau.

00:31:05: Also Schritt zwei.

00:31:07: Wie reagieren wir mit diesem Kind, was eben nicht aus dem Bett kommt?

00:31:12: Genau.

00:31:12: Entweder nicht zugewandt mit Druck machen oder eben zugewandt mit Rauskitzeln.

00:31:17: Das Kind dann auch weiter begleiten, dass das Kind weiß, Mama und Papa sind da.

00:31:21: Das heißt, wiederum keinen Druck machen.

00:31:24: Und in Schritt drei wird sich das Kind wahrscheinlich viel eher von uns begleiten lassen, Bitschama ausziehen lassen, ins Bad führen.

00:31:32: Komm, jetzt ist Szene putzen dran, etc.

00:31:34: Also wenn wir diesen schrecklichen Druck in Schritt zwei machen und das Kind die ganze Zeit nur abwerten, eben mit solchen Dingen wie deine Schwester ist schon angezogen und du liegst immer noch im Bett.

00:31:44: Absolut, ja.

00:31:45: Und dann hat das Kind auch Möglichkeiten zu kooperieren und eben mit seinen Herausforderungen umzugehen.

00:31:55: Ich habe noch einen Punkt, den ich immer wieder im Coaching und Beratung merke, dass wir manchmal diesen Druck bei Schritt zwei ja auch haben, weil uns besonders wichtig ist, dass unsere Kinder zum Beispiel ja immer alle Hausaufgaben haben, pünktlich zur Schule kommen und um Druck rauszunehmen aus Punkt zwei, ja auch dazugehört.

00:32:22: Gerade wenn jetzt vielleicht Ende der Grundschulzeit ist und die Kinder dann doch ein Ticken mehr Verantwortung übernehmen, dass ein Kind vielleicht auch mal zu spät zur Schule kommt, da eigene Erfahrungen macht, auch eigene Lernprozesse.

00:32:37: Wie würdest du das da gerade nochmal einordnen, auch in die Dreisschritte?

00:32:40: Das kommt immer ganz drauf an, wo das Kind Entwicklungsmäßig steht.

00:32:45: Es gibt auf alle Fälle Situationen, die auch ADHS-Lern zugemutet werden müssen.

00:32:52: Damit sie lernen, so kann das nicht weitergehen.

00:32:55: Und da muss man eben, wie gesagt, als Mama, als Papa, hinspüren.

00:32:59: Würde das Kind aus der Situation lernen, es kommt jetzt tatsächlich diese zehn Minuten zu spät und hat dann am nächsten Tag das Bild noch im Kopf und das Gefühl noch im Kopf und denkt sich, ich muss jetzt Gas geben, weil ich mag nicht wieder zu spät kommen.

00:33:14: Oder ist das Kind einfach selbst noch gar nicht im Stande so sehr auf die Zeit zu achten?

00:33:19: Und diese Lernerfahrung wäre gar keine Lernerfahrung.

00:33:23: Ich muss Gas geben am nächsten Tag, sondern wäre einfach nur etwas sehr beschämendes, etwas, das dem Kind wiederum zeigt.

00:33:30: Ich habe es nicht geschafft.

00:33:31: Alle anderen sind da.

00:33:32: Ich komme zu spät.

00:33:34: Das muss wirklich ganz individuell entschieden werden.

00:33:36: Ich weiß, das ist ein Satz, den hört man nicht gerne, weil man gerne so vorgefertigte, maßgeschneiderte Tipps hätte.

00:33:43: so wie es ist, wir haben das Gefühl für unsere Kinder.

00:33:46: Ja, mir kommt gerade nochmal das Bild, so wie du das beschrieben hast, ist eben die Frage, hat das Kind schon das Handwerkszeug, es zu verändern?

00:33:53: Weil nur pünktlich sein oder nur mehr Anstrengung, darum geht es ja nicht.

00:33:57: Das wissen wir ADHSler so oft, wie oft hören wir, du musst dich ja nur anstrengen, darum geht es überhaupt nicht.

00:34:03: Aber hat das Kind sozusagen die Handwerkssachen, da dann selber sozusagen ein bisschen auszuprobieren, was brauche ich, um pünktlich zu sein?

00:34:12: Aber eben da sehr, sehr, sehr genau zu gucken.

00:34:14: Ist das eine Überforderung mit Ansage?

00:34:16: Dann lassen wir es.

00:34:18: Oder ist es ein Bereich, wo unsere Arte-Hesslerinnen ja auch Selbstwirksamkeit spielt, ja auch eine große, große Rolle.

00:34:24: Und manchmal brauchen sie dann auch einen Bereich der Selbstwirksamkeit.

00:34:28: Und wir brauchen diesen Punkt der Regulation, unseren Kindern auch eigene Fehler und Lernerfahrungen zurückzustehen.

00:34:37: Ganz genau.

00:34:37: Und dieser Grad zwischen ich überfordere das Kind.

00:34:41: Und ich gebe dem Kind eine Chance, seine Selbstwirksamkeitsbereich zu erweitern.

00:34:46: Der ist so schmal und da machen wir Fehler als Eltern.

00:34:50: Das ist nun mal so.

00:34:51: Aber aus denen können wir lernen und beim nächsten Mal machen wir es besser.

00:34:54: Pa!

00:34:56: Fehler.

00:34:57: Fehler machen wir alle.

00:34:59: Ist das schlimm, Anna?

00:35:00: Nein, ich finde, das ist nicht schlimm.

00:35:02: Was schlimm ist, ist, wenn wir unsere Fehler nicht reflektieren, wenn wir sie vor dem Kind auch noch rechtfertigen, warum wir gerade ausgetickt sind, weil du Kind hast doch gerade, wenn wir tatsächlich das Kind in irgendeiner Weise ... Ich sag jetzt mal in Schritt zwei, nicht Wertschätzen begleiten, sondern wirklich austicken.

00:35:22: Dann wäre es wahnsinnig heilsam für die Beziehung und vor allem auch für die Seele des Kindes, das Kind am Abend noch einmal in den Arm zu nehmen und zu sagen, du, es tut mir so leid, dass ich heute so ausgetickt bin.

00:35:34: Aber ich hatte solchen Hunger.

00:35:36: Ich habe beim Nachhausefahren auch noch ein Strafzettel gekriegt.

00:35:39: Du konntest da gar nichts dafür.

00:35:40: Das war wirklich nur ich.

00:35:42: Und beim nächsten Mal kriegen wir das besser hin.

00:35:44: Das ist so heilend für das Kind.

00:35:46: zu erfahren, okay, es ist nicht an mir gelegen.

00:35:49: Ja,

00:35:49: vielen Dank, finde ich nochmal ganz schön.

00:35:51: Wir dürfen auch unperfekt sein, wir sind auch unperfekt, aber wir nehmen die Verantwortung dafür und gehen in Beziehung.

00:35:59: Ach, wie schön.

00:36:01: Gibt es noch eine Botschaft, ein oder was wünscht du dir vielleicht in ein, zwei, drei Punkte, was sollen sich Eltern rausnehmen aus dem... worüber wir heute gesprochen haben.

00:36:15: Was ist dir am wichtigsten?

00:36:17: Haben wir was vergessen zu besprechen, was dir noch wichtig ist?

00:36:20: Also, gefehlt hat mir eigentlich nichts.

00:36:23: Ich würde einfach nur noch gerne ein weiteres Mal betonen, dass es so wichtig ist, den Kids und auch den Jugendlichen natürlich zu vermitteln, ich spüre dich, ich verstehe dich.

00:36:38: Das ist immer das Erste, das nimmt schon mal Druck raus.

00:36:41: Und dann im zweiten Schritt, wenn die Möglichkeit besteht, Hilfe anzubieten, wenn es jetzt gerade um Hilfestellungen geht.

00:36:48: Und dann im dritten Schritt aber sehr wohl bei dem bleiben, was man gerade gefordert hat.

00:36:54: Es sei denn, es ist wirklich, wo man drauf kommt, naja, das wäre jetzt eigentlich gar nicht notwendig gewesen.

00:36:58: Kann man auch einmal zurück rudern.

00:36:59: Aber was ich damit sagen will, die Botschaft ist nicht unserem unseren Kindern alle Wege zu ebnen, keine Anforderungen mehr an sie zu stellen und alle ihre Bedürfnisse zu befriedigen.

00:37:10: Also das geht gar nicht und das geht auch ganz furchtbar schief.

00:37:13: Das werden die meisten von euch ohnehin wissen, aber das möchte ich noch mal extra betonen.

00:37:17: Es geht eigentlich darum, die Kinder wirklich lebensfähig zu machen, aber in einer sehr, sehr zugewandten Art und Weise.

00:37:24: Super,

00:37:25: danke Anna.

00:37:27: Anna, du hast ganz, ganz viel für uns ADHS-Familien.

00:37:33: Wo gibt's mehr?

00:37:34: Anna, wie kann man mit dir zusammenarbeiten und wo unterstützt du Familien?

00:37:39: Also zunächst mal in meinem ADHS Family Podcast, da kann man sich ganz viele Informationen zum Thema ADHS holen.

00:37:47: Aber ich sage immer so, wie du das auch in deinem Buch, das du ja gerade herausgegeben hast, erwähnst, dass es einen Unterschied gibt zwischen, okay, ich hab die Informationen, ich wüsste eigentlich, was zu tun ist und ... Wie setze ich das jetzt eigentlich im stressigen Alltag um?

00:38:04: Und deswegen rate ich wirklich allen Eltern von Kindern mit ADHS ein gutes Elterntraining zu besuchen, um das, was man eigentlich wüsste, was wie es gehen würde, auch umsetzen zu können.

00:38:17: Und ja, das mache ich schon eben seit vielen Jahren, dass ich eben mit Eltern ein Elterntraining mache.

00:38:23: für Eltern von Kindern mit ADHS in Super-Eltern-Training.

00:38:26: Tatsächlich einige meiner Kundinnen haben das bei dir auch gemacht und sind da sehr begeistert von.

00:38:32: Das freut mich sehr.

00:38:34: Liebe Anna, ich danke dir total, dass du mal wieder da warst.

00:38:38: Du warst ja auch schon mal auch da.

00:38:40: Ich danke dir sehr, sehr für deine große Expertise zum Thema ADHS und deinem wundervollen Podcast und Bücher hast du ja auch.

00:38:48: Also, wenn jemand im Thema ist, bist du es?

00:38:52: Genau, liebe Anna, ich danke dir von Herzen für dieses Gespräch.

00:38:56: Vielen Dank, liebe Kiran, für die Einladung war wie immer ein Volkswest für mich.

00:39:00: Und an die die Hörenden würde ich gerne nochmal an dich, der zuhört in diesem Podcast, einfach eine Frage auch an dich geben.

00:39:10: Welche Gedanken sind es vielleicht, die dich... auf die Palme schicken oder dich dazu führen, diesen Ball so zurück zu pfeffern.

00:39:18: Also welche Gedanken in deinem Kopf machen dir diesen Schritt zwei so schwer?

00:39:24: Und was hilft dir ganz unabhängig davon, wie dein Kind reagiert, was dein Kind macht, bei Schritt zwei nicht auf die Palme zu steigen?

00:39:34: Dass wir unsere eigenen Gefühle und unsere eigenen Gedanken vielleicht ein bisschen in der Hand haben, unabhängig vom Kind.

00:39:48: Kinder zugewandt, warm und voller Vertrauen ins Leben zu begleiten.

00:39:53: Und ihnen gleichzeitig Herausforderungen und eigene Scheitererfahrung zuzutrauen.

00:40:00: Auf der einen Seite ist ihm nichts hinzuzufügen.

00:40:04: Und auf der anderen Seite, ja, es ist leichter gesagt als getan.

00:40:09: Denn ja, das sind dann auch noch unsere eigenen Themen, die uns berühren.

00:40:13: Das eigene innere Kind, Verletzungen und Herausforderungen.

00:40:20: die wir den Kindern nicht einfach so in ihren Rucksack packen wollen.

00:40:26: Und nein, die Lösung ist jetzt nicht, dass du dich einfach nur mehr anstrengen musst.

00:40:31: Und auch Wissen ist vielleicht nicht immer der Punkt, der dir hier weiterhilft.

00:40:36: Es gibt gute Büfer, ja.

00:40:38: Teilweise habe ich sie ja selbst geschrieben.

00:40:40: Zum Beispiel mein Konfliktebuch, Konflikte nutzen statt vermeiden.

00:40:43: Oder mein Gefühlebuch, starke Gefühle, starke Halt, Selbstregulation für dein Kind und dich.

00:40:50: Manchmal braucht es etwas anderes.

00:40:53: Manchmal braucht es einen Raum, eine Person an deiner Seite,

00:40:59: einen Mensch,

00:41:02: der mit dir drauf schaut, der deinen Prozess hält.

00:41:06: Und gerne mache ich das in meinen Eins-zu-Eins-Beratungen, in meinen Kursen Themenabenden und im Gruppen-Curching.

00:41:12: Den Link zum Buchen findest du in meinem Zoom-Luz.

00:41:15: Ich freue mich auf dich.

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