#146 - Wenn Kinder eskalieren - Ohne Machtkampf in Verbindung bleiben (meine Kundin Sandra berichtet)

Shownotes

🎧 Durch den Sturm – wie Halt, Orientierung und Zuversicht wieder möglich wurden

Diese Podcast-Folge ist eine ganz besondere. Sie markiert nicht nur den Start ins neue Jahr, sondern erzählt auch eine Geschichte, die vielen Eltern aus dem Herzen sprechen dürfte.

In dieser Episode ist Sandra zu Gast – Mama eines Kindes im Vorschulalter. Sie nimmt uns mit auf eine sehr persönliche Reise: von einem Familienalltag voller Stürme, Hilflosigkeit und Angst hin zu mehr Orientierung, Sicherheit und innerem Halt.

Sandra erzählt offen davon, wie sich ihr Alltag zeitweise angefühlt hat: wie offenes Meer ohne Kompass. Meltdowns ihres Kindes, die sie damals noch als „Wutanfälle“ verstand. Momente, in denen sie sich selbst nicht mehr wiedererkannte – und Angst bekam vor dem, was passieren könnte.

🌊 Wenn Meltdowns den Alltag bestimmen

Ein zentraler Punkt dieser Folge ist das Verständnis für Meltdowns. Sandra beschreibt, wie entlastend es war zu erkennen, dass ihr Kind nicht „absichtlich eskaliert“, sondern dass sein Nervensystem schlicht überfordert war.

Wir sprechen darüber: • warum Meltdowns keine Erziehungsfrage sind • weshalb Reden, Erklären oder „gut Zureden“ in diesen Momenten nicht hilft • und warum Co-Regulation, Schutz und Beziehung entscheidend sind

Dieses neue Verständnis brachte erstmals Ordnung in das Chaos – und gab Sandra wieder Handlungsspielraum.

🧭 Orientierung statt Machtkampf

Sandra teilt sehr ehrlich, wie sehr sie ihre eigenen Werte in der Elternschaft kennt: Augenhöhe, Bedürfnisorientierung, keine Strafen, echte Verbindung.

Und gleichzeitig spricht sie aus, was viele Eltern fühlen, aber selten laut sagen: Zwischen Haltung und Alltag klafft manchmal eine große Lücke.

In der gemeinsamen Arbeit ging es deshalb nicht darum, das Kind zu „verändern“, sondern darum, Sandra wieder steuerungsfähig zu machen – damit sie ihrem Kind Halt geben kann, auch wenn der Sturm tobt.

Die eigene Stärke wiederentdecken

Ein besonders schöner Moment der Folge ist Sandras Erzählung darüber, wie sie ihre eigene Stärke wiedergefunden hat: ihre Kreativität.

Aus scheinbar ausweglosen Situationen entwickelte sie gemeinsam mit ihrem Kind spielerische Wege, um Spannung abzubauen – ohne Machtkampf, aber mit klaren Regeln und Verbindung.

Diese Passage zeigt sehr eindrücklich: Es gibt nicht die eine Lösung für alle Familien. Aber es gibt individuelle Wege, wenn wir unsere Stärken wieder nutzen dürfen.

🧠 ADHS, Neurodivergenz & Zuversicht

Ein weiterer wichtiger Teil der Folge ist Sandras eigener Weg mit ihrer ADHS-Diagnose – und die Sorge, ob ihr Kind ebenfalls betroffen sein könnte.

Wir sprechen darüber: • warum eine Diagnose Angst machen kann • wie Wissen entlastet • und weshalb frühe Orientierung und Begleitung ein Geschenk sein können

Am Ende steht keine Gewissheit – sondern Zuversicht. Und das Wissen: Ich bin vorbereitet. Ich bin nicht hilflos. Mein Kind ist nicht allein.

🤍 Hilfe annehmen ist Stärke

Sandra richtet am Ende der Folge einen klaren Appell an alle Eltern: Wartet nicht, bis es brennt. Holt euch Unterstützung früher.

Diese Episode macht Mut, sich begleiten zu lassen – nicht aus Schwäche, sondern aus Verantwortung und Selbstfürsorge.

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Wenn starke Gefühle euren Alltag prägen und du dir mehr Sicherheit wünschst, lade ich dich herzlich ein:

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Ich bin ganz nah an deiner Seite und zeige dir, wie du euren Familienalltag auch im Sturm sicher navigieren kannst.

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🎧 Diese Folge ist für dich, wenn … • du dich in Meltdowns und Überforderung wiedererkennst • du Orientierung statt schneller Tipps suchst • du spüren möchtest: Ich bin nicht allein.

Schön, dass du hier bist. Schön, dass du zuhörst. Und vielleicht ist diese Folge genau der Leuchtturm, den du gerade brauchst. 💛

⚓️ Ich bin dein Anker und Leuchtturm – mit Herz, Expertise und einer Prise Humor, wenn es wieder mal wild wird. Deine Kiran

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Transkript anzeigen

00:00:00: Herzlich willkommen zu ersten Podcastfolge im neuen Jahr.

00:00:04: Herzlich willkommen zu einer ganz besonderen Podcastfolge in diesem Jahr.

00:00:09: Diese Podcastfolge ist auch ein großes Geschenk an mich.

00:00:13: Heute ist Sandra da.

00:00:15: Sandra ist eigentlich ein bisschen anders.

00:00:18: Sandra ist Mama eines Kindes im Vorschulalter und Sandra durfte ich begleiten vor einiger Zeit.

00:00:26: Und dann kam Sandra zu mir und meinte, du.

00:00:29: Das war so hilfreich und so gut.

00:00:33: Ich würde da gerne um das drüber erzählen.

00:00:36: Oder magst du was da drüber erzählen?

00:00:40: Ja, dieses Angebot habe ich dankt angenommen und Sandra hier in diese Podcastfolge eingeladen.

00:00:45: Und Sandra erzählt euch, auf welcher Reise ich sie begleiten durfte, von wirklich heftigen Sturmböen, Hilflosigkeit auf offener See bis hin zur Orientierung finden.

00:00:57: Halt und Orientierung.

00:00:59: Sie hat gelernt, die Segel zu setzen, wenn der Sturm aufkommt und konnte sozusagen den Sturm, der vorher ja oft den Alltag schwer gemacht hat, als ihre Kraft nutzen und ihre Stärke.

00:01:10: Willkommen bei meinem Podcast Chaos, Herz und Wachstum.

00:01:15: Dem Familien-Podcast rund um die Schulzeit.

00:01:18: Mein Name ist Kieren, ich bin Ergotherapeutin, Familienberaterin, ADHS-Trainerin, Embodiment Coaching und Vor allem

00:01:26: Mensch

00:01:26: und Mama von drei Kindern.

00:01:28: Mit meinem Podcast und meinen Beratungen bin ich dein Anker für stürmische Zeiten.

00:01:34: Und Leuchtturm.

00:01:35: Um dein Kind und auch dich.

00:01:37: Bindungsstark

00:01:38: durch die Wackelzahnpubatät und die Schulzeit zu begleiten.

00:01:41: Gerade auch wenn eure Däver Gänze bei euch in der Familie eine Rolle spielt.

00:01:46: Schön, dass du da bist.

00:01:49: Ich habe jetzt in den Weihnachtstagen noch ein Geschenk bekommen.

00:01:52: Auch eine Rückmeldung.

00:01:54: von einer Mutter, die ich begleiten durfte, rund um die Einschulung und ein bisschen drüber hinaus.

00:02:00: Ich lese ein paar Zeilen daraus vor.

00:02:05: Deine Arbeit begleitet mich immer noch und so würde ich dir gerne tausend Dinge erzählen, die bei uns so passiert sind.

00:02:11: Aber eigentlich kann ich es auch ganz kurz machen.

00:02:14: Ich bin dir unendlich dankbar für deine Unterstützung.

00:02:17: Ich bin inzwischen ganz sicher auf einem guten Weg zu sein, auch im Alltag, in herausfordernden Situationen.

00:02:23: Und ich spüre täglich, dass sich meine Beziehung zu meinem Kind sehr vertieft hat.

00:02:28: Tausend Dank, ohne dich wäre das nicht passiert.

00:02:32: Und das in meinem Herz einzulassen, das macht mich froh.

00:02:37: Dieser Punkt, Eltern dabei zu unterstützen, wirklich die Beziehung und Vertrauen in die Beziehung zu ihrem Kind zu vertiefen.

00:02:47: Das ist ein Geschenk, das ich euch dabei begleiten darf.

00:02:51: Und ja, die Weihnachtsfeiertage.

00:02:53: Ich kann mich nur an früher erinnern.

00:02:55: Holla, die Waldfee.

00:02:56: Da kann ja manchmal ganz schön Seegang sein.

00:02:59: Ich weiß nicht, wie das bei euch war.

00:03:01: Ich bin tatsächlich da auch sehr, sehr dankbar, dass wir da ordentlich gelernt haben, unsere Segel zu setzen in den richtigen Zeitpunkten.

00:03:08: Bei uns war es spannend und aufregend und auch sehr schön.

00:03:11: Wir haben in alter Konstellation einige Tage verbracht und hatten die Segel da gut gesetzt und sind jetzt auch wieder in unserer inzwischen gewohnten Konstellation und starten in das neue Jahr.

00:03:24: heute, wo ich den Podcast aufnehme an dem Tag, den übergangenden Alltag und auch hier bin ich so, so froh.

00:03:32: Orientierung, halt, starke Gefühle, aller die Waldfee.

00:03:36: Doch wir wissen, wie wir mit diesen Gefühlen umgehen können.

00:03:40: Wenn auch du neue Segel Sicherheit und Orientierung haben möchtest, bei eurem Wellengang, dann melde dich sehr gerne.

00:03:48: Ich begleite dich nicht dabei, dein Kind zu verändern, sondern dabei selbst steuerungsfähig zu werden, auch im Sturm.

00:03:56: Wenn du magst und starke Gefühle euer Thema sind, fängt am achtentzwanzigsten Januar mein Gruppencoaching zum Thema starke Gefühle, starke Heiz, Selbstregulation für mein Kind und mich an.

00:04:11: Wir werden fünf Abende tief eintauchen in einer kleinen vertrauten Gruppe.

00:04:16: Du bekommst Wissen und Input und vor allem bin ich an deiner Seite und zeige dir konkret, wie das gelingen kann in eurem Alltag.

00:04:26: Meldet dich an, sichert dir noch einen Platz, das wird toll.

00:04:30: Und dann ab dem Februar ungefähr geht es dann hier auch wieder um die Schulthemen und es wird einige Sachen zu Schulthemen geben und natürlich stehe ich euch mit Eins zu Eins Beratungen zur Seite.

00:04:41: Liebe Sandra, ich freue mich von Herzen, dass du da bist.

00:04:45: Danke für dein Vertrauen.

00:04:47: Lass uns gleich starten, reingehen, wenn du an die Zeit vor unserer Zusammenarbeit denkst.

00:04:54: Wie hat sich euer Familienalltag auf jeden Fall streckenweise angefühlt?

00:04:58: War das eher ruhiges Fahrwasser?

00:05:01: Oder gab es dann und wann doch mal Stürme und Gewitterwolken?

00:05:06: Ja, es hat sich so angefühlt, als wie ich aufs offene Meer segle, ohne Leine in der Hand vom Segel, also wirklich der Wessel auf hoher See.

00:05:15: Und ich hatte wirklich irgendwann die Kontrolle verloren.

00:05:18: Also es war wirklich sehr stürmisch und ich war außer mir.

00:05:22: Mal wieder, ja.

00:05:24: Was waren es denn für Situationen, die da ... Ja.

00:05:29: die dich aus der Balance oder euch aus der Balance gebracht haben.

00:05:32: Also bei meinem Sohn, zu dieser Zeit dachte ich immer noch, es wären ganz krasse Wutanfälle.

00:05:38: Da hatte ich noch nicht das Verständnis, woher die kommen, dass es Meltdown sein könnten.

00:05:44: Und das war für mich dann so der Gedanke, diese andauernden kommenden Wutanfälle, wie ich sie damals nannte, die waren halt... immer häufiger.

00:05:55: Und ich verstand nicht genau, woraus die entstanden.

00:05:58: Und das war für mich dieses Unverständnis und die Unwissenheit, was dahinter steckt.

00:06:04: Und die arteten so aus, dass ich war nicht mal bei mir, ich konnte meine Rolle als Mutter nicht mehr so ausführen, wie ich sie wollte, war auch gerade Ja, oft so nah dran, mal die Hand etwas fester zu drücken.

00:06:19: bei meinem Kind, als normal mache ich ja so Sachen nie, aber da war ich so kurz davor.

00:06:26: Und als ich das bemerkte, dass ich da so hilflos in dieser Situation war, waren das für mich so wirklich Angstmomente, die sich in mir auslösten, dass ich da alleine mit meinem Kind bin, in diesem Meltdown im Nachhinein gesehen.

00:06:40: Und ich hatte keine Chance, mich da irgendwie durchzukämpfen.

00:06:46: Wie oft ich weinend am Boden saß und ich auch ... Ja, in einer gewissen Art und Weise artete sie auch so aus, dass ich mich in Gefahr gefühlt hatte.

00:06:56: Das heißt, das Kind hatte so krasse Wutanfälle oder Meltdowns, es hat dann angefangen auf mich zuzuschlagen, große Steine zu nehmen und sie in meiner Richtung zu werfen, wo ich dann einfach nur dachte, wow.

00:07:11: Also jetzt ist, so kann es nicht weitergehen.

00:07:14: Also das war einfach so auch zum Hilferuf an mich, dass ich mich einfach nicht mehr sicher fühle in so Momenten.

00:07:20: Ja,

00:07:20: danke für dein Vertrauen, das irgendwie auch so zu erzählen.

00:07:24: Ich bin ganz sicher, ich weiß es auch genau.

00:07:26: Du bist da nicht alleine und viele Eltern stecken da auch so drin und kennen das, dass das Kind ja erst mal genau ganz plötzlich oft oder unberechenbar aus der Haut fährt, Dinge tut und sagt und macht.

00:07:42: Man selber probiert und tut und macht und ist es einfach nur Hilflosigkeit da.

00:07:47: Ja, und in diesen Momenten denkt man auch, man ist alleine damit.

00:07:51: Alle anderen Kinder, die machen so was nicht, natürlich nur mein Kind.

00:07:55: Bei meinem Kind eskaliert es so, weil ich meine, das haben viele Eltern sicher das Gefühl, dass nur beim eigenen Kind das einfach so ist.

00:08:05: Und auch ich hatte damals einfach auch diesen Gedanken, weil die Umgebung, die lässt oft auf anderes schließen und da einfach auch die Gewissheit mal zu haben, nee, es geht vielen anderen so.

00:08:16: Und auch da eine Lösung zu finden oder sich Hilfe suchen zu können.

00:08:20: Einfach mal hinzuschauen, ja.

00:08:22: Eine starke Kompetenz auch von dir zu sagen, dass du aus dieser Hilflosigkeit dann eben den Schritt gegangen bist.

00:08:30: Ich hol mir Hilfe.

00:08:31: Du hast gerade auch schon gesagt, genau, du hast Dinge getan oder fast getan, die du eigentlich nicht tun wolltest.

00:08:41: Was sind so Werte oder Orientierung eigentlich auch für dich in deiner Elternschaft?

00:08:46: Auch wenn wir jetzt das mehr anschauen, was sind eigentlich Orientierungswerte für dich?

00:08:52: Was ist dir wichtig im Umgang mit deinem Kind?

00:08:54: Was ist wichtig in Bezug auf Elternschaft für dich?

00:08:58: Also in meiner Elternschaft.

00:09:00: ist mir ganz wichtig, Kinder auf Augenhöhe zu sehen.

00:09:03: Also das heißt, es gibt ja den Begriff Adultismus, wo man als erwachsene Kinder, wie sagen wir es genau, weniger ... gleich behandelt, nur weil sie Kinder sind.

00:09:14: Und für mich ist das wirklich Normalität, also da fühle ich mich wirklich ganz zu diesem Thema hingezogen, dass ich sage, das Kind gehört für mich auf der gleichen Augenhöhe wie ein Erwachsener.

00:09:24: Ich versuche es gleich zu behandeln.

00:09:27: Ich setze es auf keine Stufe tiefer wie mich.

00:09:30: Ich versuche, Kompromisse, Lösungen zu finden, in Verbindung zu sein.

00:09:34: Genau, also diese Bedürfnisorientierte Verbindung, die man zum Kind hat.

00:09:41: und auch nicht die älterliche Macht auszunutzen bei gewissen Themen, keine Strafen zu verwenden, einfach andere Lösungen in Verbindung zu finden.

00:09:51: Also diese Themen sind mir ganz wichtig und die sind auch stark in mir.

00:09:56: Es klappt ja auch nur so ein Umgang, wenn man die wirklich innerlich in sich hat, also innerlich überzeugt ist.

00:10:04: Das fällt mir ganz oft auf, denn es gibt oft zum Beispiel meine Mama, die hat dieses innere Verständnis nicht zu dieser bedürfnisorientierten Haltung.

00:10:15: Und sie macht das dann nur oft, weil man es halt so machen müsste, aber das klappt dann auch nicht.

00:10:21: Das heißt, man braucht wirklich diese innerliche Haltung aus Überzeugung.

00:10:26: Die Überzeugung ist wichtig, dass das Kind wirklich auf gleiche Augenhöhe ist.

00:10:31: Und auch eine authentische Mama, genau.

00:10:33: Also ich darf mal Wütend sein, ich darf mal Frau rumlegen.

00:10:37: Also ich bin wirklich authentisch und nicht perfekt.

00:10:40: Das ist auch so, mein Credo.

00:10:42: Ja, wie schön, genau.

00:10:44: Aber das heißt auf jeden Fall genau, du hast dich viel auch mit Elternschaft auseinandergesetzt.

00:10:48: Du hast deine Werte, du hast ja deine Orientierung und dein Halt und hast dann eben gemerkt, obala.

00:10:55: Die sind ja irgendwie... Die sind theoretisch da, aber wie kann ich das in der Praxis leben?

00:11:02: Ja, und gleichzeitig waren sie ja sozusagen wichtige Orientierung, weil du gemerkt hast, ich kann das so nicht leben.

00:11:07: Und dann bist du sozusagen den Schritt gegangen, um zu gucken, was brauche ich wieder, um Orientierung auf meiner offenen See dazu bekommen.

00:11:18: Du hast grad schon ein bisschen genau das Umfeld auch angesprochen.

00:11:24: Vorher auch schon so ein bisschen genau, wenn dann die starke Wut kam, Und die Hilflosigkeit so bei euch war, wie ging es dir denn mit eurem Umfeld, oder wie ging es im Umfeld mit euch, wenn ihr da auf offener See im Sturme wart?

00:11:40: Natürlich ein großes Thema bei jedem.

00:11:42: Also grundsätzlich... Da, wo ich meine Stärke habe, muss ich sagen, wenn das Kind auf offener Straße einen Wutanfall bekommt oder im Geschäft, da bleibe ich so was von ruhig und mir ist einfach egal, was alle anderen dazu sagen, wie sie hinschauen.

00:11:57: Also da bin ich außergewöhnlich, das ist mir alles schnurzegal.

00:12:01: Natürlich, wenn es im engeren Umfeld ist, zum Beispiel Mama, Schwester und so weiter, da wird es dann schon kritischer.

00:12:09: Da habe ich bemerkt, ich kann besser in Verbindung zu meinem Kind sprechen und meine Werte vermitteln, wenn ich alleine bin.

00:12:17: Weil sobald die engeren Angehörigen im Umkreis sind, ja, vielleicht fühlt das auch jeder, da ist man einfach, weiß nicht mehr unter Kontrolle, da kann man sich nicht so aber verhalten wie sonst.

00:12:31: Und da war ich schon immer im Schussfeuer, also da.

00:12:35: kam auch nur blöde Kommentare.

00:12:37: Also du wirst schon sehen.

00:12:39: Früher oder später wird das Kind ja also zum Tyrande.

00:12:45: Also da kam immer nur solche Gegenangriffe.

00:12:48: Warte ich auch irgendwann keine Lust mehr mich dagegen zu wehren.

00:12:52: Ich habe gelernt, Abstand zu halten.

00:12:55: Das heißt, wenn das Kind ein Wutanfall hatte, dann ging ich von der Situation raus, ging mit meinem Kind an einen sicheren Ort und hab's dann alleine geregelt bekommen.

00:13:03: Weil das Umfeld ist eher noch, das macht noch mehr Druck.

00:13:08: Weil man sich immer wieder die Frage stellt, was ist, wenn Sie recht haben?

00:13:12: Wir haben zusätzlich noch mal verunsichert.

00:13:14: Es war jetzt kein Halt vom Ufer aus, sondern die haben noch Steinchen reingeschmissen in den Sturm.

00:13:19: Ja, ja.

00:13:22: Ich bin mir auch nicht sicher.

00:13:23: Ich meine, ich bin Mama.

00:13:24: Ich war noch nie in meinem Leben Mama zuvor.

00:13:27: Ich weiß ja auch nicht, ob ich alles richtig mache.

00:13:30: Und was ist, wenn Sie wirklich recht haben und ich in zwanzig Jahren sage, so vielleicht ... Ja, man zweifelt, man fängt an zu zweifeln und das ist eigentlich schade, dass sie dich ins Zweifel bringen.

00:13:41: Ja,

00:13:41: und das braucht man, wenn der Sturm weht, gerade ganz bestimmte Sturmwellengang und dann werden Steinchen und Zweifel reingeschmissen.

00:13:50: Ganz genau.

00:13:52: Ich denke, das kennt auch jeder daheim, der zuhört.

00:13:56: Ja,

00:13:56: der eine oder der andere kennt das bestimmt.

00:13:59: Ja, wenn du jetzt an unsere Zusammenarbeit denkst.

00:14:04: Was hat dir denn da geholfen, das Steuer wieder zu übernehmen oder die Orientierung in diesen Sturm zu bekommen?

00:14:13: Was waren da wichtige Punkte?

00:14:15: Ja, also das Wichtigste, was ich jeden sagen kann, ist einfach, sich Hilfe holen.

00:14:20: Also schon alleine der Gedanke, dass ich mir Hilfe holen konnte.

00:14:25: und das auch zugelassen habe, hat schon alleine das sehr viel verändert.

00:14:30: Ich kann es gar nicht in Worte fassen, also das waren jetzt nicht, wie sagt man, kleine Dinge, die ich dann, ich habe natürlich Dinge auch vereint, aber allein die Tatsache, dass ich jemand hatte zum Sprechen, zum Austauschen, der mich versteht, der hingeguckt hat, zusammen mit mir, schon alleine das... hat einfach sehr viel verändert, sich Hilfe holen zu können.

00:14:51: Nicht zu wissen, ich bin nicht alleine.

00:14:53: Weil der Partner, der hat bei mir eine andere, ja, der reagiert anders bei Wutafall.

00:14:58: Da musste ich selber schauen, dass er nicht noch einen Wutafall zum Kind dazubekommt.

00:15:01: Da bin ich die, die da alleine da sitzt, mit Kind und schaut, dass das alles wieder gerade läuft.

00:15:07: Und wenn man da jemand hat, zum Erzählen und zuhören, das ist einfach eine wertvolle Hilfe.

00:15:14: hin zu gucken, warum passiert das, auch wenn man nicht gleich eine Lösung hat.

00:15:18: Und das geht es auf gar nicht einfach.

00:15:20: Dazu sagen mit jemanden, diese schweren Zeiten durchzustehen.

00:15:23: Ja, und das ist ja auch eine hohe Kompetenz, die du sozusagen auch mitgebracht hast.

00:15:28: Und also das erlebe ich auch tatsächlich häufig, das sind oft.

00:15:32: Ja, tatsächlich auch Führungskräfte, Fachkräfte, die das auch aus dem beruflichen Kontext kennen, wie hilfreich das ist, oder eben auch tatsächlich Fachkräfte, Pädagogen, Therapeuten, die das auch wissen, spüren aus dem anderen Kontext oder auch wissen, wie hilfreich das genau ist, dass es ja das Gegenteil von Versagen ist.

00:15:50: Also manchmal gibt es so Zweifel, ich müsste das alleine können, aber es ist ja eine große Kompetenz zu sagen, hey, Hier meine Werte, so irgendwie der Sturm, die Hilflosigkeit, so möchte ich das nicht.

00:16:05: Also gehe ich los und suche mir Orientierung halt Navigation durch den Sturmgebiet sozusagen.

00:16:16: Ein Punkt war ja auf jeden Fall auch, das hattest du ja vorher auch gesagt, am Anfang waren es ja unberechenbare Wutanfälle.

00:16:24: Und ich erinnere mich an eine der ersten Stunden auf jeden Fall, wo wir sehr einfach verstanden haben, was passiert da?

00:16:30: Dass die Reizverarbeitung deines Kindes zu verstehen, was ein Meltdown überhaupt ist, was der Unterschied ist und was da ein Handlungsspielraum wann und wie und wo ist bei einem Meltdown.

00:16:42: Das waren so erste Schritte, die wir gegangen sind.

00:16:45: Genau, weil ich schon mal den Unterschied zu kennen zwischen Meltern und Wutanfall, Wutausbruch in dem Sinn, weil ich habe dann im Nachnamen mit meinem Kind darüber noch, also mein Kind ist jetzt nicht der große Redner, sagen wir so, also der Austausch über Gefühle, so wie es in den Lehrbüchern steht, das ist bei mir, habe ich nicht das richtige Kind dafür wahrscheinlich.

00:17:05: Ja, ich habe es dann halt,

00:17:08: das ist aber so schön, das kenne ich auch, dann steht da alles so toll und dann...

00:17:13: Man versucht natürlich trotzdem.

00:17:15: Man setzt sich hin, versucht mal, klar, block gleich ab.

00:17:19: Und dann habe ich versucht, die Nachhinein über diesen Wutausbruch mal zu sprechen und habe gesagt, ja, ist in Ordnung, das zu wütend bis, wie können wir das nächste Mal machen?

00:17:27: und versucht auch mal in den Boden zu stampfen oder so Strategien.

00:17:31: Aber natürlich, die haben alle nicht geklappt, aber auch aus dem Grund, weil es ja kein Wutausbruch war.

00:17:36: Es war einfach eine totale Überreizung des Nährungssystems, was nichts mehr mit ... der wo zu tun hat irgendwie und das alleine zu verstehen wie es auch dazu kommt also mit dem ich kann mich erinnern wie wir im coaching besprochen haben der stress rucksack da kann ja positiv gepackt sein aber auch negativ.

00:17:56: auch das habe ich ganz stark beobachtet dass einfach natürlich diese meldans in den vollgepackten rucksack nach solchen situation einfach häufiger ausbrechen und dann waren es richtige meldans keine Wutausbrüche, die wirklich auch eine Stunde dauern bei uns.

00:18:13: Ja, genau.

00:18:14: Und da hat dieses Verständnis und auch dieser Punkt, den du eben gesagt hast, der auch normal entscheidend für dich war, dass eben auch positiver Stress dazu führen kann.

00:18:22: Also wenn ihr schöne Dinge gemacht habt, irgendwie Dinge, die ihr sich gewünscht hat oder dein Kind sich gewünscht hat, dann war doch alles schön und gut und dann kam der Wutanfall des Jahrhunderts.

00:18:33: Und um das einordnen zu können, das hat schon mal viel Orientierung gegeben.

00:18:37: Ja, ich wusste nicht, dass der Stressrucksack auch positiv gepackt werden kann.

00:18:44: Nee, war mir vorher nicht klar, aber auch das zu wissen.

00:18:47: Ja, es hat einfach viel Verständnis geschaffen und auch in diesem Moment zu sagen, okay, es passiert jetzt, ich kann eher einordnen, warum und ich kann besser damit umgehen.

00:18:57: Das hat jetzt nichts mit einem krassen Wutanfall zu tun.

00:19:00: Es ist einfach totale Überreizung des Nervensystems und da ... Funktioniert auch, wie gesagt, das haben wir auch besprochen.

00:19:07: Kein Sprechen, keinen guten Zureden.

00:19:10: Keine Gefühle, beschreib einfach nur da sein, sich hinsetzen.

00:19:15: Ja, und dabei sein emotional und im Herz dabei sein.

00:19:21: Ja, wie wertvoll.

00:19:22: Da konntest du genau entwickeln, da wirklich Halt zu geben in den Situationen, wo er haltlos war.

00:19:29: Und das hat euch Orientierung gegeben, dass du eben erst mal die Orientierung hattest und aus der Hilflosigkeit rausgekommen bist und kannst ihm dann halt Orientierung geben.

00:19:39: Was das ist, ist effektiv nicht, weil man weiß ja nicht, aber die Orientierung, was passiert da und was kann ich tun oder auch nicht tun.

00:19:49: Manchmal muss man ja gar nicht viel tun, außer es eskaliert total und ich musste mich wirklich körperlich auch dann abgrenzen und schützen.

00:19:58: Ja, aber genau dieser Schritt sozusagen nicht zu tun.

00:20:02: Also ich mag das gar nicht, nicht zu tun zu sagen, weil es ist sehr viel, was du da machst in der Situation.

00:20:07: Es ist nur nicht das Klassische, was man vielleicht denkt oder was man auch einfach manchmal in Büchern oder einen schlauen Insta-Tipps hört.

00:20:14: Sag das und dein Kind macht das in dem Melddown halt dann nicht mehr.

00:20:23: Wir haben Situationen verstanden.

00:20:27: Du hast die Situation aus dem Alltag mitgebracht, die wir gemeinsam verstanden haben.

00:20:31: Strategien entwickelt haben und sehr schnell auch auf deine Stärken gestoßen sind.

00:20:39: Deine Kreativität.

00:20:41: Du hast einen wunderbaren Ansatz gefunden, wie du den Meltdown die Kurve bekommst.

00:20:51: oder wie ihr sozusagen mit kleineren Stürmen umgehen könnt oder Unruhen, kleinen Meeresunruhen, dass du da deine Stärke voll ausspielen konntest.

00:21:04: Vielleicht magst du da auch noch mal etwas dazu erzählen.

00:21:08: Ja, das war eine Situation.

00:21:11: Mein Kind bekommt ab und zu... So Phasen, da balte sich auf, wird so nicht mehr spielerisch, sondern eher fast schon gewalttätiges Arter dann aus.

00:21:23: Und ich sehe ihn dann oft so, als wie er so ein Held ist oder so ein Held, der jetzt alles kaputt machen muss und wirklich da in dieser Rolle drin ist.

00:21:33: Und dann haben wir darüber gesprochen.

00:21:36: Was kann das bloß sein?

00:21:37: Wie komme ich da raus?

00:21:38: Wie schaffe ich es, dass er mir nicht die Wohnung tot schlägt und auf mich zu rast und mich schlägt und haut?

00:21:45: Und dann habe ich ihm gesagt, ich sehe ihm... dass er so eine Rolle nachspielt, so ein Held, so wie ihn vom Fernsehen, dass er vielleicht hat einmal was gesehen und er möchte das nachahmen.

00:21:57: Und dann haben wir, weiß ich, noch lang darüber nachgedacht und wir waren beide anfangs mal so beim Grübeln, was wir da machen könnten.

00:22:05: Und dann habe ich irgendwie aus dem Nichts so, weil wir darüber gesprochen haben, wenn man es abrupt stoppen will, die Situation, dann klappt es meistens nie.

00:22:13: Das habe ich mir gemerkt.

00:22:15: Und dann habe ich für mich noch mal so nachgedacht, was könnten wir da, welche Ideen haben.

00:22:19: Und da ich wirklich sehr kreativ bin und auch lösungsorientiert und da auch super Strategien entwickeln kann, habe ich dann die Idee gehabt, dass ich mich dann selber als Superheld, ich sag mal, ja in die Rolle schlüpfe, als Superheld und zusammen mit meinem Sohn ein geregelter Superheld spielen können, dass ich sage, so, ich bin jetzt die Supermama oder die ... Ja, weiß Gott was.

00:22:47: Und wir laufen jetzt drüber mit, keine Ahnung, was wir halt gerade in der Hand hatten.

00:22:51: Aber es gibt Regeln, es darf nichts kaputt gehen und wir dürfen uns nicht weh tun.

00:22:55: Aber los geht's auf in den Kampf und dann ging das so los.

00:22:59: Und dann hast du damals gesagt, ja, wenn du das schaffst, da noch in diese Rolle zu schlüpfen, dann habe ich dir gesagt, ja, ich probiere es mal aus, ich kann ja nicht schief gehen.

00:23:08: Und dann war es effektiv mal so, dass eine Situation kam und ich habe es einfach mal probiert.

00:23:14: Und er war ganz verblüfft.

00:23:16: Was macht die Mama jetzt?

00:23:17: Und es kam super an.

00:23:20: Ich will jetzt alles zerstören und die Mama hauen.

00:23:22: Aber außer Rand und Band.

00:23:25: Das war ein Prob zu Ende.

00:23:26: Und da tauchte mein spielerischer Helden da sein ein.

00:23:30: Wo er trotzdem diese Gefühle rauslassen kann.

00:23:35: Aber zusammen mit mir in einem sicheren Rahmen.

00:23:39: Das war ein toller Prozess.

00:23:42: Ja, total schön.

00:23:44: Genau, das ist so eure Stärke.

00:23:45: Also, da kann ich auch noch mal ganz von mir sagen, für mich wäre das niemals eine Strategie.

00:23:49: Ich habe diese Kreativität nicht.

00:23:51: Also, das ist, ich habe da nicht die Lösung für alles, sondern das war ein sehr schönes Beispiel, wie wir sozusagen im gemeinsamen Prozess gesehen haben.

00:24:01: Genau, das ist wieder ein Zustand.

00:24:04: Du wirst ärgerlich.

00:24:06: Er ist kognitiv nicht mehr zu erreichen.

00:24:08: und dann... waren das Machtkampfsituationen, wo wieder Hilflosigkeit als Ergebnis war und du konntest deine Stärke, deine Kreativität voll einsetzen und bist in Verbindung mit deinem Sohn gegangen und konntest dann in Verbindung sein auf seiner Sprache sozusagen mit deiner Stärke, mit deiner Kreativität und ihr habt da wunderbar euren Ausgang sozusagen, euer Miteinander dann gefunden, wie ihr konstruktiv mit der Situation umgehen konntet.

00:24:35: Das ist auch ein sehr schöner Prozess gewesen.

00:24:39: Wenn du noch an unsere Zusammenarbeit denkst, wir haben jetzt so inhaltlich ein bisschen gesprochen, was wir gemacht haben, wie hat sich das so angefühlt auch?

00:24:48: Du hattest vorher auch schon gemeint, es war einfach gut, einen Ort zu haben, wo man Fragen stellen konnte, wo man verstanden geworden ist.

00:24:54: Vielleicht gibt es da noch mal, ja, kannst du noch mal was dazu sagen oder gibt es was, was?

00:25:01: Du so in Erinnerung hast.

00:25:02: Also ich habe mich bei dir von Anfang an wohlgefühlt.

00:25:05: Ich habe dich ja auch deswegen ausgesucht, weil ich dich ja schon kannte von dem Podcast.

00:25:10: Ich kam ja zu deinem Podcast wegen Schulthemen, Einschulungen und dann kam ich so in die Richtung eben zu deinem Podcast, wo ich dann ab und zu immer mehr Podcasts hörte.

00:25:22: Ich habe ja nicht geplant gehabt, so ein Coaching zu machen.

00:25:25: Aber dann hast du mal am Ende vom Podcast erzählt, dass du auch eins zu eins Coachings machst.

00:25:30: Und dann, glaube ich, war das genau zu diesem, wo ich diese vielen Melddowns hatte mit meinem Sohn.

00:25:36: Und du warst mir einfach gleich von der Stimme.

00:25:39: Man kennt ja den Menschen dahinter nicht.

00:25:40: Man hat nur eine Stimme, hat kein Gesicht dazu.

00:25:43: Aber man spürt halt gleich eine Verbindung, ob man sich wohlfühlen könnte, ob die Chemie stimmt.

00:25:51: Und das hat Bei uns oder auf meiner Seite hat die Chemie gestimmt und ich habe mich immer sehr wohl gefühlt.

00:25:58: Einfach mal in diesen, in diesen fünfzig Minuten, die wir hatten.

00:26:02: Ja, einfach gehört und gesehen.

00:26:04: Ja, sehr schön.

00:26:05: Was du beschreibst, das ist tatsächlich auch eine Beobachtung eben, dass Menschen, die über den Podcast kommen, wir tatsächlich woanders anfangen, weil es da hat sozusagen schon gemetscht.

00:26:16: Du hast mich auf eine Art schon kennengelernt und hast die Entscheidung sehr bewusst getroffen.

00:26:21: Das ist, wenn Menschen über Empfehlungen kommen oder über die Google suche, sozusagen fängt man oft zwei Schritte vorher an, dann kommt das so.

00:26:30: Und wenn aber genau das so ist, man hört den Podcast, nimmt sich daher schon viel mit.

00:26:37: Und dann ist es oft eben so nochmal okay in Feinschliff, nochmal die individuellen Themen da drauf bringen.

00:26:43: Und jetzt bist du selber in dem Podcast.

00:26:45: Ja, das erste Mal heute ist lustig.

00:26:49: Voll spannend.

00:26:51: Super spannend.

00:26:53: Du hast erwähnt, dass du ja auch mal einen Onlinekurs gemacht hast.

00:26:55: Gab es da noch einen Unterschied für dich?

00:26:58: Ja, also Onlinekurse.

00:27:00: sind natürlich ein großer Unterschied.

00:27:02: Also da hört man viele Inputs.

00:27:04: Natürlich einiges kann man herausnehmen, aber wie gesagt, ich habe halt nicht das Kind das überall so mitmacht, wie ich es mir wünsche und wie es auch dann in den Kursen und in den Büchern so gelehrt wird.

00:27:16: Und natürlich hier ist eine eins zu eins Beratung, so ein Coaching, eine ganz andere Liga.

00:27:21: Man wird wirklich mit persönlichen Dingen Emotionen besser begleitet.

00:27:27: Natürlich, wenn die Situation nicht so klappt, wie sie vom Kurs gelehrt wird, dann kann man auch darüber noch mal sprechen, warum klappt das bei meinem Kind nicht?

00:27:34: Warum haben diese Lehrbücher, die Dinge lehren, wie sie bei ... Bei vielen Kindern sicher funktionieren.

00:27:47: Da kann man viel besser im Coaching darüber sprechen, warum das bei uns nicht so klappt.

00:27:52: Was kann man verändern und tun?

00:27:54: Und dem Kurs, da hat man keinen Ansprechpartner, mit dem man vielleicht sich über eine Situation austauschen kann.

00:28:00: Und natürlich dann Coaching auch mit jemandem eins zu eins, auch wenn es nur über Computer ist, aber dann auch jemand zu haben, wo man Gesicht dahinter steht.

00:28:12: Das natürlich ist sehr wertvoll.

00:28:14: Ja, genau, ein Gesicht mit auch einer Geschichte.

00:28:22: Du hast jetzt genau öfters gesagt, genau die Tipps, die man so liest und so umsetzen und so.

00:28:29: Ein Teil der Eltern wird sich da besonders gut wiedererkennen.

00:28:34: Und wir sind auch auf unserer Reise sozusagen gemeinsam, oder ich glaube auch, du bist bei mir auch angedockt, weil wir beide ja sozusagen auch eine Gemeinsamkeit haben, die wir auf der Landkarte sozusagen für die Seekarte auch verstanden haben, eben genau.

00:28:48: ADHS, Neure Divergenz.

00:28:51: Auch das ist so ein Schritt oder so ein Punkt.

00:28:55: Mama mit ADHS.

00:28:58: Was macht das normal für dich aus?

00:28:59: Oder was war da auch normal in unserer Zusammenarbeit wichtig für dich?

00:29:05: Ja, also ich bin ja auch erst sehr spät diagnostiziert, wie so viele halt.

00:29:09: Auch habe ich auch von einem Podcast mitbekommen.

00:29:11: Erst seit einem Jahr habe ich die Diagnose erhalten.

00:29:14: War nichts zu überraschen, das alles so.

00:29:16: wäre komisch gewesen, wenn es nicht so gewesen wäre, so.

00:29:18: eigentlich finde ich es mittlerweile recht angenehm auch darüber zu sprechen, weil es hat ja auch viele positive Dinge, die es mit sich bringt.

00:29:28: Natürlich auch Herausforderungen, aber auch das Thema ADHS natürlich auch es ist vererbbar, das weiß man ja mittlerweile.

00:29:36: und auch das haben wir uns angeschaut im Podcast, nicht im Podcast, im Coaching, weil als wir das Coaching begonnen haben, habe ich wirklich innerlich so eine Anspannung gehabt, dass ich dachte, oh Mann, was ist, wenn mein Kind auch ADHS hat?

00:29:54: Das war für mich wirklich so ein schlimmer Moment, die die Verbindung zu haben.

00:29:59: Weil natürlich, ich hab den Vorteil, ich hab meine Kindheit, ich war undiagnostiziert, ich war halt der Zappel Philipp, ich war unkonzentriert im Unterricht, ich hab wirklich die ganzen Dinge miterlebt.

00:30:11: Und ich weiß auch, was es für mich bedeutet hat.

00:30:15: Ich hab darunter gelitten.

00:30:16: War da so eine starke Angst auch, was ist, wenn mein Kind das jetzt auch hat und mein Kind das jetzt auch erleben muss?

00:30:24: Genau, du beschreibst genau dieses ungute Gefühl, diese Sorge auch vor diesem Etikett und eben auch den Weg oder die Erfahrung, die du erlebt hast.

00:30:33: Wenn du ans Ende unserer Zusammenarbeit denkst, war die Angst da auch noch so

00:30:41: stark?

00:30:43: Nee, also ... Das war auch das Endergebnis beim Coaching.

00:30:46: Das war für mich wirklich, anfangs bin ich gekommen mit der Angst.

00:30:49: Auch Adi heißt bei meinem Kind.

00:30:51: Und nach dem Coaching habe ich wirklich eine Gelassenheit gehabt und auch eine Zuversicht, dass alles gut sein wird.

00:30:59: Denn ich habe es einfach so gesehen, dadurch, dass ich ja weiß, welche Hürden und Schwierigkeiten ich damals hatte, kann ich viel besser meinen Kind auf diesem Weg dahin begleiten, weil ich es ja selber kenne.

00:31:13: wo er Schwierigkeiten hätte.

00:31:14: und auch das Thema Schule haben wir auch angesprochen, ob ich eine Testung machen soll, ob ich so lange warten soll, bis von der Schule vielleicht eine Rückmeldung kommt oder ob ich selber vielleicht schon vor Schulbeginn eine Testung machen lasse, um schon vorab einfach mit dem Lehrpersonal vielleicht besser in Austausch zu sein, um auf die Schwierigkeiten besser hinzuarbeiten und ihm besser zu unterstützen zu können.

00:31:39: Denn das hätte mir als Kind ... viel bedeutet, wenn ich in meiner Situation nicht alleine gelassen würde.

00:31:49: Ja,

00:31:49: wie schön.

00:31:50: Also, dass du sozusagen die Orientierung auch in diesem Bereich, ja, die erarbeitet hast, wir gemeinsam erarbeitet haben, dass du halt Orientierung geben kannst und dass dein Kind nicht alleine in der Situation ist und dass du ja jetzt ... Handwerkszeug hast für Situationen, die dir Sorge machen, dass du es Sicherheit hast?

00:32:14: Ja, dass es eigentlich ein Vorteil ist, wenn man eine Diagnose hat.

00:32:18: Und davor hatte ich eben Angst, eine Diagnose zu machen, dass dann schwarz auf weiß stehen zu haben.

00:32:23: Aber die Diagnose ist ja... Wenn das Kind ADHS hat, dann hat es ja sowieso.

00:32:27: Ob die Diagnose da ist oder nicht.

00:32:30: Aber mit der Diagnose hatte ich wirklich meine Probleme.

00:32:33: Also wir haben noch nichts diagnostiziert, aber ich bin jetzt wirklich voller Zuversicht.

00:32:37: und auch wenn er ADHS hat, dann werde ich sicherlich im Regenaustausch sein mit der Schule und werde mich auf alle Fälle dafür einsetzen, dass es so gut wie möglich, dass er so gut wie möglich unterstützt wird.

00:32:52: Ja, immer wertvoll und gleichzeitig genau auch, ja, wie schön du dich da genau auf den Prozess einlassen konntest und die Sicherheit da gefunden hast.

00:33:02: Und da jetzt da stehst sozusagen und sagst, okay, die Orientierung ist wieder da und ja, Schule kommt und ja, ADHS kann ein Thema sein.

00:33:12: Wir gehen es an.

00:33:13: Ich hab die Sicherheit, ich brauch für die nächsten Schritte.

00:33:17: Wo in eurem Alltag, wo in deinem Alltag merkst du denn konkret?

00:33:21: dass es jetzt Orientierung gibt.

00:33:24: Dieser Stressrucksack ist mir immer wieder präsent.

00:33:29: Er hat auch gelernt mittlerweile, das auszudrücken.

00:33:33: Nein, das mache ich jetzt nicht mehr, es ist mir zu viel.

00:33:36: Und alle Heißler sind ja einige.

00:33:38: Ja, es geht noch eins mehr und noch eins und das schaffen wir auch noch.

00:33:42: Und da mal auch aufs Kind zu hören und zu sagen, okay, er hat es geäußert.

00:33:46: Vielleicht sollte ich es auf ihn hören und mal wirklich runter.

00:33:50: gehen auf die Bremse.

00:33:52: Also einfach zu sehen, ja, jetzt könnt's zu viel werden.

00:33:55: Jetzt ist es wichtig, auf gewisse Dinge zu achten.

00:33:59: Weil ich er weiß, wenn das nicht so ist, dann kann es wirklich zu einem totalen Überreizung kommen.

00:34:05: Einfach diese Antennen ein bisschen besser ausgestreckt zu haben.

00:34:09: Ja, spannend.

00:34:10: Du hast es eben auch erwähnt.

00:34:11: Also du hast dich und dein Gehirn nochmal genauer beobachtet.

00:34:15: So dein ADHS-Gehirn, genau, und sein.

00:34:18: Gehirn, wie es ist und wie der Reizdruck sagt, da Regulation und Orientierung hast du.

00:34:23: Und dass ihr ganz konkret im Alltag deutlich weniger Meltdowns habt und mit denen du jetzt eben deutlich sicherer umgehen kannst.

00:34:32: Ja, also Meltdowns haben wir eigentlich schon lange nicht mal gehabt.

00:34:36: Also wirklich so diese Krassen, wo ich mich in Gefahr gefühlt habe, wirklich, wo ich anfangs zu dir kam, ja, die sind ne Weile her, muss ich sagen.

00:34:45: Ja, ja, wow.

00:34:49: Ja, ich danke dir, Sandra.

00:34:51: Ich danke dir für diesen tollen Prozess, den ich mitbegleiten durfte und jetzt auch für deine großes Vertrauen und Offenheit darüber zu sprechen.

00:35:00: Ja, hat sehr Spaß gemacht.

00:35:02: Auch für mich das erste Mal ein Podcast zu sein und zusammen mit dir natürlich so eine Reise nochmal durchzumachen.

00:35:11: Gibt es noch was, was ich jetzt vielleicht nicht gefragt habe?

00:35:16: was du vielleicht auch gern gehört hättest von einem halben Jahr oder so in dem Podcast.

00:35:24: Vielleicht noch so ein Abschlussabwälfe für alle Zuhörer, die draußen zuhören, dass man sich einfach braunen soll, sich Hilfe zuholen.

00:35:32: Also, man wartet ja immerhin schon viel zu lange, bis man sich Hilfe holt.

00:35:36: Also, man wartet, bis es brennt und einfach schon einen Schritt davor zu sagen, so.

00:35:42: So kannst du nicht mal weitergehen.

00:35:44: Ich bin nicht alleine, ich darf mir Hilfe holen und sich auch braun.

00:35:47: Es passiert nichts.

00:35:48: Also es kann nur besser werden.

00:35:50: Also da kann ich jeden wirklich gut zusprechen und ja, kann ich wirklich empfehlen.

00:35:56: Ja, das ist auch noch mal ein wichtiger Punkt, den du sagst, dass dieses, ich probiere doch noch was.

00:36:02: Ich muss mich noch ein bisschen mehr anstrengen.

00:36:04: Oder, ah, jetzt habe ich gerade keine Zeit für, dass das nicht der Weg ist, aus dem Sturm rauszukommen.

00:36:12: dass das die Wellen eher höher schlagen lässt und dass, wenn man möchte, die Orientierung wieder haben und dass die sehr ruhiger wird, dass man da lieber einen Schritt vorher sich die Unterstützung holt.

00:36:26: Genau, sich einfach traut.

00:36:28: Meistens ist dieser Impuls, dass man sich einfach nicht traut, diesen Schritt zu wagen.

00:36:37: Ganz ehrlich, ich mach das auch als Mama.

00:36:39: Ich hab als Mama auch Räume, wo ich mich reflektiere, wo ich immer wieder gucke.

00:36:44: Bin ich auf Kurs, bin ich auf der Orientierung.

00:36:46: Denn genau, hier bin ich Coach und Raumhalterin.

00:36:50: Zu Hause bin ich Mama und weiß eben, wie wertvoll das ist, da regelmäßig draufzuschauen und profitiere da als Mama.

00:36:58: Und ich glaub, meine Kinder profitieren da auch ganz schön von.

00:37:05: Ja, hier vielleicht deutlich wurde in der Arbeit mit mir ... Ich habe nicht diesen einen Tipp, der für alle funktioniert.

00:37:13: Oder, dass dein Kind nie wieder wütend ist.

00:37:16: Sondern ich zeige dir, wie du euren Sturm navigieren kannst.

00:37:20: Wie es sich anfühlt, Sicherheit und Orientierung zu haben.

00:37:24: Auch auf einem Meer.

00:37:26: Auch mit den Herausforderungen, die Elternschaft nun mal bedeuten.

00:37:30: Ganz besonders rund um die Schulzeit.

00:37:33: Und das genau kann sehr viel verändern.

00:37:36: Im Hinblick auf euer Familienleben.

00:37:38: Aber auch auf den Hinblick... in Zusammenarbeit mit Institutionen wie der Kita der Schule und gerade auch wenn es um die Einschulung geht und dadurch, dass ihr halt Sicherheit und Orientierung habt, gebt ihr das eurem Kind weiter und könnt es so unterstützen eine gesunde Selbstregulation zu lernen.

00:37:58: Schell dir mal vor, wie wäre euer Alltag, wie wäre dein Alltag, wenn diese eine Sache die immer so anstrengend ist.

00:38:06: Vielleicht ihr magst er morgen, vielleicht sind es auch die Wutanfälle, wie hier in dem Podcast, wenn es die nicht mehr gibt.

00:38:13: Wenn du hier wie Sandra sagen kannst, meld daumen, das ist echt lange her.

00:38:20: Stell dir mal vor, stell dir vielleicht auch vor wie sie es anfühlen könnte, wenn du diese Zuversicht hast.

00:38:29: Wenn du, ja dich fragst, ob zum Beispiel eine Diagnostik für dein Kind Sinn macht oder wenn du auf die kommende Einschulung blickst und dir auch diese Zusversicht wünscht.

00:38:41: Und ja, vielleicht hast du das ein oder andere, aber Sandra hatte da einen guten Tipp, konnte aus ihrer Erfahrung sprechen.

00:38:49: Los gehen sich die Hilfe holen.

00:38:51: Das lohnt sich.

00:38:53: Gerne auch Bei dem Gruppencoaching, das jetzt am XXI.

00:38:58: Januar startet, starke Gefühle, starke Halt, Selbstregulation für dein Kind und dich.

00:39:03: Ich begleite dich ganz konkret in einer kleinen Gruppe an fünf Abenden in einer Gruppe von Gleichgesinnten.

00:39:09: Und ich freue mich schon unglaublich auf diese Arbeit, auf die Nähe.

00:39:15: Ich bin ganz nah dran, wir sind im Austausch.

00:39:17: Und ja, zu erleben, wie diese Familien,

00:39:21: ja, wie es leicht hat

00:39:22: im Alter.

00:39:23: Wie halt entstehen kann, darauf freue ich mich.

00:39:26: Und wenn du dabei bist, freue ich mich sehr auf dich.

00:39:29: Bis bald.

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