#148 - Pubertät und ADHS: Wie Eltern Teenager loslassen und gleichzeitig Halt geben – mit Expertin Melanie Klefeld
Shownotes
Pubertät & ADHS: Loslassen und Halt geben – im Gespräch mit Melanie Klefeld
💛 Diese Folge schenkt Wissen, Halt und Zuversicht – für dich und dein Kind
Pubertät und ADHS – eine Kombination, die sich für viele Familien anfühlt wie eine Fahrt durch hohen Wellengang. In dieser Folge spreche ich mit Melanie Klefeld, ADHS-Expertin, Autorin und selbst neurodivergente Mama, über genau diese intensive Lebensphase.
Es geht nicht um schnelle Lösungen oder neue Erziehungsregeln. Es geht um Orientierung, Beziehung und Zuversicht. Um die Frage, wie wir unsere neurodivergenten Teenager liebevoll begleiten können, ohne uns selbst zu verlieren – und warum Klarheit und Halt gerade jetzt so wichtig sind.
Melanie nimmt uns mit in kraftvolle Bilder: die Wolke, von der aus wir Abstand gewinnen – und das Familienboot, in dem wir gemeinsam unterwegs sind. Sie erklärt verständlich, was im pubertären ADHS-Gehirn passiert, warum Emotionen manchmal überrollen und weshalb viele Konflikte nichts mit „Wollen“ zu tun haben, sondern mit Neurobiologie.
Wir sprechen über:
- was Pubertät im neurodivergenten Gehirn verändert
- warum ADHS oft besonders in der Pubertät sichtbar wird
- wieso eine altersgerechte Aufklärung ein Schutz für den Selbstwert ist
- Meltdowns, Rejection Sensitivity und emotionale Überflutung
- Peergroup, Masking, Rückzug und soziale Herausforderungen
- warum Loslassen und Haltgeben kein Widerspruch sind
Im Mittelpunkt steht Melanies neues Buch 📕 Ich lasse dich los und gebe dir Halt – Teenager mit ADHS liebevoll und klar durch die Pubertät begleiten. Ein Buch, das Wissen, Herz und Alltag auf besondere Weise verbindet – und Eltern das Gefühl gibt: Ich bin nicht allein.
Diese Folge ist für dich, wenn du… • mit einem neurodivergenten Teenager lebst • dich manchmal hilflos, müde oder überfordert fühlst • Orientierung suchst, ohne Druck und Schuld • dein Kind bindungsstark begleiten willst – auch im Sturm
✨ Infos zu Melanie ✨
- Melanies Buch: Ich lasse dich los und gebe dir Halt - hier vorbestellen
- Website von Melanie
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⚓️ Ich bin dein Anker und Leuchtturm – mit Herz, Expertise und einer Prise Humor, wenn es wieder mal wild wird. Deine Kiran
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Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zur neuen Podcast-Folge.
00:00:04: Pubertät und ADHS.
00:00:06: Das könnte eine exklusive Kombination sein.
00:00:11: Stoff für eine spannende Schiffsfahrt.
00:00:14: Und gleichzeitig, ich bin ja mittendrin und voll dabei.
00:00:21: Es muss nicht exklusiv sein.
00:00:25: Es kann auch wundervoll sein, Wachstum zahlen.
00:00:28: Klar, Konflikte gibt es.
00:00:32: Und mit denen dürfen wir wachsen.
00:00:33: Damit dürfen wir Beziehung stärken.
00:00:36: Dadurch, ja, das kann uns reich machen.
00:00:38: Wir können gewinnen, wenn wir nicht gegen einen erkämpfen.
00:00:42: Willkommen
00:00:43: bei meinem Podcast Chaos, Herz und Wachstum.
00:00:48: Dem Familien-Podcast rund um die Schulzeit.
00:00:51: Mein Name ist Kieren.
00:00:52: Ich bin Ergotherapeutin, Familienberaterin, ADHS-Trainerin, Embodiment-Coachin und vor allem Mensch und Mama von drei Kindern.
00:01:01: Mit meinem Podcast und meinen Beratungen bin ich Dein Anker für stürmische Zeiten.
00:01:07: Und Leuchtturm.
00:01:08: Um Dein Kind und auch Dich.
00:01:10: Bindungsstark durch die Wackelzahnproportät und die Schulzeit zu begleiten.
00:01:14: Gerade auch wenn Eure Devergents bei Euch in der Familie eine Rolle spielt.
00:01:18: Schön, dass Du da bist.
00:01:22: Ich freue mich von Herzen, Euch zu diesem Thema ein wundervolles Gespräch.
00:01:28: Ihr Schenken zu dürfen.
00:01:30: Ich hab... mit Melanie Kleefeld gesprochen.
00:01:33: Sie schenkt uns ein wundervolles Buch, das ganz bald rauskommt und bestellt es euch unbedingt vor.
00:01:41: Ich lass dich los und geb dir Halt.
00:01:43: Teenager mit ADHS liebevoll und klar durch die Pubertät begleiten.
00:01:49: Passt auch super, wenn es nicht um ADHS, sondern um Autismus geht oder die Kommi beides.
00:01:55: Melanie ist absolute Expertin auf ihrem Gebiet.
00:02:00: Durch und durch.
00:02:01: Es gibt keine Studie, die sie nicht kennt.
00:02:03: Kein Wissen in diesem Bereich, was ihr nicht geläufig ist.
00:02:07: Und seit Jahren begleitet sie Familien, Fachleute, Schulen, Lehrkräfte, Arbeitsämter.
00:02:16: Superkompetent durch dieses Thema.
00:02:20: Sie ist nicht nur Expertin.
00:02:21: Oder warum ist sie die Expertin?
00:02:25: Weil es auch ihr Hyperfokus ist.
00:02:27: Melanie ist selbst ein eure Divergentis.
00:02:31: Gehirn, oder sie ist Neure Divergente, adiheis und Autismus und sie begleitet auch Neure Divergente Teenies.
00:02:40: Also durch und durch die Expertin.
00:02:43: und jetzt hat sie uns ein wundervolles Buch geschrieben und ich darf mich mit ihr über dieses Buch unterhalten.
00:02:49: und ich kann euch sagen, ich hatte Gänsehaut.
00:02:52: Ich bin berührt.
00:02:53: Vielleicht ist das Podcastgespräch auf jeden Fall im letzten Jahr das ja.
00:03:02: Ich kann es dir gar nicht in Worte fassen, aber es ist sehr berührbar und sehr an den Kern geht.
00:03:08: Ich freue mich sehr, euch dieses Gespräch schenken zu können.
00:03:13: Und ich mag dich einladen, wenn Pubertät oder andere Sachen ganz schön hart gerade für euch sind.
00:03:21: Und die Orientierung fehlt, pufft euch gerne eine ein zu ein Beratung.
00:03:25: Ich begleite euch durch.
00:03:27: Vielleicht ist Pubertät auch noch nicht das Thema.
00:03:31: Und er hat die Wackelzahnzeit und da mag ich euch unbedingt aufs Herz legen.
00:03:35: Jetzt bereitet euch vor.
00:03:37: Stärkt jetzt die Beziehungen.
00:03:40: Ich habe den Beziehungsbooster für euch, den Link findest du auch, den Show-Nutz.
00:03:44: Das macht genau Sinn, jetzt in der Wackelzahnpuppatät die Beziehung zu deinem Kind zu stabilisieren, um dann diese Stabilität, diesen Halt zu haben, weil sonst wird es zu spannend in der Puppatät.
00:04:00: Wenn ein Schubungthema bei euch ist, komm auf mein Newsletter.
00:04:03: Ich bin gerade dabei, tolle Sachen vorzubereiten.
00:04:05: Bald gibt's mehr Infos davon.
00:04:07: Also, lass uns jetzt eintauchen.
00:04:10: In dieses tolle Gespräch, Pubertät, A-R-H-S, Loslassen und Halt geben.
00:04:17: Liebe Melanie, ich freue mich von Herzen, dass du da bist.
00:04:21: Du hast mich gleich sofort mit deinem Buch gehabt.
00:04:24: Denn du arbeitest auch mit Metaphern und inneren Bildern.
00:04:28: Das machen wir Neurodivergenten-Gehörne ganz gern, habe ich beobachtet.
00:04:34: Du hast zwei Bilder gleich am Anfang in deinem Buch uns gegeben, die gegensätzlicher nicht sein können.
00:04:41: Die Wolke, auf der wir sitzen, mit dem Überblick über die ganze Sache.
00:04:47: Und das Boot, in dem Boot, in dem wir sitzen.
00:04:50: In dem ich auch sitze als neurodivergenten Mama von Neurodivergenten-Tinies.
00:04:54: In dem du auch sitzt, in dem viele von unseren Hörenden sitzen werden.
00:05:00: Nehmen uns doch mit einmal in diese Metaphern.
00:05:03: Ja, mache ich gerne.
00:05:04: Genau, das mit der Wolke, das kam mir so, weil ich ja auch gerade oft so in den Elterntrainings mit Elternsituationen bespreche, wo ich dann so ein, zwei Impulse nochmal gebe und die Eltern sagen, mein Gott, warum haben wir das noch nicht selber ausprobiert?
00:05:16: Warum sind wir da noch nicht selber draufgekommen?
00:05:19: Und ich bin ja nun selber Mama auch von zwei Teenagern, wo von einer eben auch Neure Divergent ist, doppeldiagnostiziert und Da, das kenne ich natürlich auch selbst von uns.
00:05:29: Also, dass man, wenn man mittendrin steckt in diesem ganzen emotionalen Chaos teilweise, in dem Drama, was man teilweise dann durchlebt mit seinen Kindern, auch wenn sie nicht neurodivergent sind, betrifft ja nicht nur uns, dann ist es eben oft so, dass wir da kaum noch klar sehen können, dass wir da teilweise ja ein bisschen betriebsblind werden.
00:05:48: Also, so ist es zum Beispiel bei mir selber.
00:05:51: Und dass wir manchmal einfach so ein Input von draußen brauchen, der wenig emotional vielleicht auch mancher in mancher Hinsicht ist, weil er eben gewissen Abstand zu unserer persönlichen verzweigten emotionalen Situation hat.
00:06:03: und deswegen lade ich ihm zu Beginn des Buches die Eltern oder den Lesenden ein mit mir auf dieser Wolke zu kommen und einmal von oben auf die Situation zu gucken.
00:06:12: Ja, voll schön.
00:06:13: Ganz ehrlich, manchmal mache ich das für mich.
00:06:15: Wenn ich hier als Mama manchmal mir die Haare raufe, überlege ich mir, was ich denn jetzt empfehlen würde in meiner professionellen Runde.
00:06:24: Ja,
00:06:25: manchmal gefällt mir das nicht.
00:06:26: Weil ich so in meinem Schudel bin und jetzt nicht so vernünftig reagieren möchte.
00:06:33: Aber ich werde mir das Bild deiner Wolke vielleicht dann doch manchmal mitnehmen.
00:06:36: Vor allem die Wolke ist so schön weich.
00:06:39: und gibt mir vielleicht auch erstmal Halt und Regulation, um dann eben aus der Perspektive drauf schauen zu können.
00:06:46: Ach ja,
00:06:46: genau.
00:06:47: Ja, das ist ja auch die Perspektive, die ich im Buch auch eingenommen habe, wo ich eben jetzt nicht nur in dem Sinne von ja, dein Kind hat dies und das und dann macht es dies und das und dann machst du dies und das und fertig, sondern wo ja auch, wo ich die ganze Familie im Blick habe.
00:07:01: Denn ein Kind ist niemals losgelöst von seiner Familie und das, was mit dem Kind gerade passiert, passiert mit der ganzen Familie und jeder erlebt das aus seiner eigenen Perspektive und gerade die Pubertät verändert oft die Familiendynamik.
00:07:14: Also es passiert so viel Bewegung, dass es es eben wichtig ist, nicht nur zu gucken, was braucht das Kind, sondern was brauche ich als Mutter, was brauche ich als Vater, als Oma, Opa, Lehrkraft und so weiter, um diesem Kind gerecht zu werden und mir selber dabei auch und mich selber dabei nicht zu vergessen.
00:07:30: Und diese Schiffsmitter?
00:07:31: Das Boot.
00:07:32: Ja, genau.
00:07:34: Ja.
00:07:34: Also erst mal klar, wir sitzen alle im selben oder in einem sehr ähnlichen Boot mit Teenagern in der Pubertät.
00:07:40: Gleichzeitig ist das auch so gedacht, dass wir als Familie auf unserem Familienchef quasi auf dem Ostseern schippern.
00:07:48: Und jeder hat da so seinen ganz speziellen Wellengang zu bewältigen.
00:07:51: Und was ich halt immer sage, ist, dass wir uns vorstellen sollen, dass wir als Eltern die Kapitäne sind.
00:07:57: Also unsere Kinder dürfen mit uns vorne stehen.
00:08:02: Lenkrad quasi am Steuerrad dieses großen Schiffs.
00:08:05: Sie sollten uns aber nicht mit beiden Händen so beherzt reingreifen unbedingt.
00:08:10: Das können Sie gerne machen, wenn das Fahrwasser ruhiger ist, wenn keine riesengroßen Themen da sind, die wir entscheiden müssen.
00:08:17: Sie können in der restlichen Zeit wirklich die Aussicht genießen, nach links und rechts gucken.
00:08:21: Sie können einzelne Inseln entdecken und Sie können auch sagen, dass Sie da gerne mal abbiegen wollen würden.
00:08:27: Aber ob wir das am Ende tun können oder ob auf dem Weg zwischen dem Schiff und dieser Insel vielleicht eine gefährliche Strömung lauert, die unsere Kinder nicht auf dem Schirm haben.
00:08:35: Das wissen wir am besten durch unsere Erfahrung, die wir eben haben, weil wir einfach schon viel länger am Leben sind als unsere Kinder.
00:08:42: Und da möchte ich durch mein Buch auch den Eltern diesen Mut geben, an entscheidenderen Punkten eben das Steuerrad fest um klammer zu halten und gleichzeitig auch die Gischt, die einem ins Gesicht spritzt, während die Kinder vielleicht am Toben sind, weil sie das gerade gar nicht so toll finden, was wir da entschieden haben, anzunehmen für den Moment, auch wenn das anstrengend ist, weil es sich langfristig lohnt.
00:09:07: Und das ist natürlich so ein großer Pain-Point, weil wir haben gerade in der Pubertät viele Themen mit unseren Kindern, wo wir nicht unbedingt immer einer Meinung sind.
00:09:15: Aber vieles lohnt sich einfach langfristig.
00:09:19: Ja.
00:09:20: Und ich finde es so schön, dass du sagst, ja, da kommt Gischt.
00:09:24: Und die dürfen wir aushalten oder auch halten.
00:09:29: Ich finde es ganz wichtig, dieses Bild, weil es geht nicht um Kampf oder Kämpfen oder dass die Kinder es akzeptieren müssen oder es gut finden.
00:09:37: Für mich war tatsächlich in meiner frühen Elternschaft.
00:09:40: Einglück.
00:09:40: schon vor Pubertät habe ich geübt, denn mit noch divergenten, wilden, starken Kindern ist man ja auch ganz gut im Training.
00:09:46: Zitat von Jesper Julek meint, wenn du deinem Kind vor dem Essen kein Eis geben möchtest, dann gebe ihm kein Eis.
00:09:54: Aber erwarte nicht, dass es das toll findet.
00:09:57: Und dieses zu halten und sagen, nein, mein Kind, du kriegst doch nicht Instagram.
00:10:04: Auch wenn das alle anderen in deiner Klasse bekommen.
00:10:08: Ich find es wichtig, ich möchte an dieser Stelle aufpassen.
00:10:12: Da darf Enttäuschung kommen, die dürfen die gestohlen.
00:10:15: Das ist scheiße, das ist unfair.
00:10:17: Und puh.
00:10:19: Und das darf ich halten.
00:10:21: Ja, ganz genau.
00:10:22: Und ich mein, ich kenne das ja.
00:10:24: eben, wie ich schon sagte, bin selbst Mama eines neurodivergären Kindes, dass natürlich diese Gefühlswogen, die da kommen können, die können eben heftig sein.
00:10:33: Und es ist auch normal, wenn wir Phasenweise sagen, ich kann nicht mehr, ich kann jetzt nicht noch einen Meltdown heute aushalten.
00:10:41: Und deswegen ist es eben auch so wichtig zu gucken, so im Sinne von Choose Your Battles, wo stecken wir die Energie hin?
00:10:47: Und da möchte ich einfach mit meinem Buch auch Orientierung geben.
00:10:50: Das machst du wundervoll.
00:10:52: Danke.
00:10:52: Dieses Buch präsentiert in dem Sinne keine fertigen Lösungen.
00:10:55: Es soll einfach ein Kompass sein, um sich eben auf diesem Meer noch besser zurechtfinden zu können.
00:11:00: Und deswegen fand ich diese Schiffsmitteil versuppassend.
00:11:03: Ja, ein Kompass und die Seekarte, die uns als Eltern nochmal Orientierung geben kann, um dieses Boot durch diese spannenden Wellen, A-DHS und Pubertät zu navigieren.
00:11:17: Du hast nämlich am Anfang einen Satz nennen Buch.
00:11:21: Sehr klar.
00:11:22: sehr gut.
00:11:23: Eine altersgerechte Aufklärung über diese andere besondere Funktionsweise des Gehirnes ist meiner Ansicht nach die Grundlage für ein gutes Selbstwertgefühl.
00:11:35: Ganz ehrlich, vor zehn Jahren hätte ich dir widersprochen.
00:11:40: Und ich arbeite auch oft mit Eltern zusammen, gerade die oft auch fachlichen Hintergrund haben, die sich damit auch sehr schwer tun.
00:11:52: Und ich kann das eben.
00:11:53: wie gesagt vor zehn Jahren hätte ich dir auch widersprochen.
00:11:56: und dieses jetzt habe ich hier ein Kind kurz vor der Pubertät und der Pubertät und es ist nicht leicht.
00:12:04: es zweifelt an sich es bekommt überall die Rückmeldung nicht okay zu sein.
00:12:09: und jetzt soll ich das Thema
00:12:10: ADHS
00:12:11: noch auf den Tisch
00:12:12: bringen.
00:12:16: und gleichzeitig heute bin ich sowas von.
00:12:19: also wie gesagt ich finde das wahnsinnig gut wahnsinnig wichtig gleich am Anfang diese Klarheit auf den Tisch zu legen.
00:12:28: Warum siehst du das so?
00:12:30: Ja, warum sehe ich das so?
00:12:32: Also einmal, weil ich ja selbst spätdiagnostiziert bin mit Mitte dreißig und eben aus eigener... Erfahrung am eigenen Leib und an der eigenen Seele weiß, was das mit einem machen kann, dann man erwachsen wird und diese Probleme, also viele individuelle Probleme eben schon in der Kindheit hat, in der Jugend hat.
00:12:52: Es wird nicht unbedingt einfacher damit, wenn man die nicht versteht.
00:12:55: Also es ist ja so, man bekommt.
00:12:57: negatives Feedback in der Schule.
00:12:59: Man bekommt negatives Feedback eventuell zu Hause, weil die eigenen Eltern das nicht einordnen können, weil sie selber hilflos sind.
00:13:06: Und so geht es eben einfach vielen Familien.
00:13:09: Und wenn man dann diesen Kind oder diesen Teenager, der sowieso ja in der Pubertät auf Suche nach sich selber ist, wenn dieser Mensch dann keine Orientierung findet in der Frage, warum bin ich so, dann kann das natürlich die Selbstzweifel noch mal massiv verstärken.
00:13:28: Und das soll jetzt gar nicht so rüber kommen, als wenn das alles mit der Diagnose steht oder fällt.
00:13:33: Trotzdem ist die Diagnose eine frühzeitige Diagnose aus meiner Sicht wirklich ein großer Schutzfaktor einfach für das Selbstwertgefühl.
00:13:41: Weil wenn wir früh im Leben verstehen, warum wir so handeln, wie wir handeln, warum wir manchmal Meltdowns haben, warum wir manchmal Gerüche nicht ertragen können, auch wenn andere dann sagen, was hast du denn jetzt schon wieder, dann wissen wir aber in uns drin, ja, ich weiß, warum das bei mir so ist.
00:14:01: Dann reicht es, wenn die anderen an uns zweifeln, dann brauchen wir das nicht selber auch noch machen.
00:14:05: Und von daher finde ich schon, dass das etwas ist, wo man jetzt nicht einfach nur sagen sollte, na ja,
00:14:12: das ist jetzt
00:14:13: noch ein Stempel oben drauf, sondern oft ist es so, dass die Stempel und die Label, die kommen, Ganz von alleine, von außen.
00:14:20: Und das auch häufig schon früh.
00:14:21: Zappel, Philipp, Stören, Fried, Heulsuße, empfindliche, kleine Maus, Sensibelchen.
00:14:27: Na, du übertreibst.
00:14:28: Ach, was hast du jetzt schon wieder?
00:14:30: Und diese ganzen Bewertungen von außen kommen ja sowieso.
00:14:33: Und dann hat nicht mal man selber einen Plan, warum das so ist.
00:14:36: Ja, ich habe auch sehr eindrücklich auch eine Familie, die ich begleitet habe.
00:14:41: wo die auch eben bis kurz vor der Pubertät gewartet haben und das Kind nicht diagnostiziert werden wollte und es wirklich nicht so leicht war.
00:14:47: Und so ein halbes Jahr nach der Diagnose Stellung, das Kind dann auch gesagt hat, das war doof, dass ich da die Diagnose, das hat mir gar nichts gebracht.
00:14:58: Es gibt nur eine Sache.
00:14:59: Ich weiß jetzt, dass ich nicht dumm bin, sondern ADHS hab.
00:15:04: Und wie wertvoll.
00:15:05: Wie wertvoll das zu wissen.
00:15:08: Also das war eben sehr Pubertät her so.
00:15:11: Ich hab lose nochmal Kontakt gehabt mit der Familie, so ein, zwei Jahre später das Kind.
00:15:16: Es hat einfach sehr viel gebraucht, um da auch anzukommen.
00:15:19: Und das war ein erster Schritt da anzukommen.
00:15:22: Ja, absolut.
00:15:23: Und wenn wir jetzt so klassisch auf alle HS gucken, genau, ist ja öfters, genau, Zappelfillep, Stirnfried und wenn die Kinder dann auch in der Schule vielleicht leistungsschwach sind und so, da ist manchmal so ein deutlicher Nied, okay.
00:15:41: Schule klappt nicht mehr, jetzt müssen wir uns auch damit auseinandersetzen.
00:15:45: Jetzt gibt es ja aber auch häufig die weiblich-sozialisierten ADHS-Lerinnen, die schaffen die Schulleistung noch.
00:15:58: Die machen da noch mit, das sind aber vielleicht danach völlig erschöpft, entwickeln komische Ängste, Ticks, aber sie schaffen die Leistungen auch, sind angepasst, sind freundlich, sind nett.
00:16:11: Sollt mit denen das auch antun oder nicht noch abwarten, solange sie die Schuhe beschaffen ist doch eigentlich noch alles nicht so schlimm, oder?
00:16:23: Ja, das ist ja immer so eine Abwägungssache.
00:16:25: Also eine Diagnose alleine, die kann eben schon einfach das eigene Erleben und das Erleben der Familie in eine Relation sitzen kann.
00:16:34: Vieles eben einfach schon erklären.
00:16:36: Trotzdem ist das natürlich nicht der einzige Faktor, weil wichtig ist dann, dass das Umfeld eben auch noch dementsprechend sich schlau macht und beliest und das Kind unterstützt.
00:16:46: Und da kann natürlich auch die Diagnose ein Stück weit einfach ein großer Türöffner sein, weil man dann natürlich auch konkreter mit Schule reden kann mit den Lehrkräften, worüber ich ja auch geschrieben habe im Buch.
00:16:56: Und gerade bei den Mädchen.
00:16:57: häufig ist es so, ich sage zu den Eltern, es geht natürlich.
00:17:03: Wenn man so unsicher ist, machen wir das oder machen wir das nicht, dann sollte man schon überlegen, was zahlen wir als Familie mittlerweile den Preis?
00:17:11: Also wie hoch ist der Preis, den wir zahlen, dafür, dass unser Kind im Außen so perfekt und unbeschwert wirken kann?
00:17:18: Dann häufig ist es so, je unauffälliger gerade die Mädchen in der Schule sind, je angepasster, je mehr Lob und Komplimente sie kriegen für ihre schulische Leistung und für ihr Auftreten und Sozialverhalten und so weiter, umso heftiger ist das bei vielen.
00:17:33: Also das sind oft wirklich Mädchen und Teenie Mädchen, die nach Hause kommen und in dem Moment eigentlich zusammenbrechen.
00:17:40: Die Nachmittags kaum noch aus ihrem Zimmer rauskommen und nicht nur weil sie eben in der Pubertät sind und niemanden sehen wollen, sondern weil sie niemanden mehr ertragen.
00:17:48: Auf einer ganz anderen Ebene noch.
00:17:50: Weil sie keine Anforderungen mehr ertragen, weil sie niemanden mehr haben wollen, der ihnen sagt, dass sie jetzt auch noch Hausaufgaben machen müssen oder sonst irgendwas ansteht und sei es nur in Anführungszeichen Zahnarzttermin.
00:18:01: Also, da ist oft in einer Familie kaum noch ein wirkliches Familienleben möglich, das höre ich halt auch immer wieder in den Eltern-Trainings.
00:18:08: Und das ist natürlich auch schon was, wo eine Diagnose dann einen Beteiligten nochmal beim Verständnis eben helfen kann, warum das so ist, um dann eben auch entlastene Maßnahmen zu finden, um das Mädchen morgens vielleicht auch schon wirklich in der Schule zu entlasten, dass das nicht mehr alles so extrem anstrengend sein muss.
00:18:25: Absolut.
00:18:26: Und auch das Betiteln, also zum Beispiel auch das Wissen über Maitdowns.
00:18:30: Ich bin ja auch spätdiagnostiziert.
00:18:32: Und ich hatte, glaube ich, das Glück, dass ich ziemlich bedürfnisorientiert so durch Schulzeit und Jugend begleitet worden bin.
00:18:41: Und tatsächlich einige Sachen so nicht zu gründen.
00:18:44: Also ich habe mich immer wohlgefühlt in meiner krassen Gemeinschaft.
00:18:47: Meine Mutter hat mir schon so Dinge gesagt, wie, hey, du bist mit einer Wut, okay, ja, wir streiten uns, wir müssen aber einen Umgang damit finden, irgendwie so.
00:18:55: Also ich hatte an vielen Stellen ... Glück, so von diesem Selbstwertgeschichten.
00:19:01: Gleichzeitig.
00:19:03: Ich habe ja dann als Ergotherapeutin sehr viel ADHS Trainings gegeben für ADHS Kinder.
00:19:08: Und ich muss sagen, die haben mir sehr viel gebracht.
00:19:12: Also es hätte mir einfach, also damit habe ich es gelernt.
00:19:15: Ich war in der Schule mittelmäßig und dann ... Nachdem ich Ergotherapeutin war und diese Strategien, da war ich dann immer sehr, sehr gut in den Dingen.
00:19:22: Weil der Kopf hat gut funktioniert, die Struktur noch nicht.
00:19:25: Und kein Lehrer, die haben das nicht geblickt.
00:19:27: Die haben gesagt, ja, die hat was auf dem Kasten, aber irgendwie eben bringt sie es noch nicht aus Papier.
00:19:32: Sie haben da nicht so viel Druck gemacht, das war so, also mein Selbstwert litt da nicht so.
00:19:36: Aber hey, es ist schön, wenn ich meine PS sozusagen auf die Straße bringen kann.
00:19:40: Das ist ein gutes Gefühl, selbst wenn ich nicht diesen Druck bekommen habe.
00:19:44: Was aber schon war, ist, dass ich rückblickend regelmäßig Meltdowns hatte, wenn ich nach Hause gekommen bin.
00:19:51: Und meine Mutter hat es mir nicht die Schuld in die Schuhe geschoben, sondern war das schon in der Verantwortung, aber sie hat das auf die Beziehung zu sich gelebelt.
00:20:01: Also sie hat gedacht, ich war eben so ein fröhliches Kind nach außen, ich war überall beliebt.
00:20:06: Die Lehrer konnten sich das nicht vorstellen, was meine Mutter manchmal erzählt hatte.
00:20:10: Dass ich dann eben von so tollen Tagen ausflügen und so nach Hause gekommen bin und erst mal einen Meltdown hatte.
00:20:15: Und sie hat halt gedacht, in unserer Beziehung stimmt irgendwas nicht.
00:20:18: Aber im Gegenteil, sie war meinen Hafen sozusagen.
00:20:23: Und was ich eben im erwachsenen Leben mit ADHS-Wissen, mit Regulationen einfach gelernt habe, meine PS zu steuern und nicht immer wieder gegen die Wand fahren.
00:20:34: Zumissen irgendwie so, aber das ist ... Und wenn man weiß, okay, dieser Meltdown, der sagt nicht über die Qualität unserer Beziehung.
00:20:42: Und das ist so schwierig, es jetzt sozusagen mich als kleines Rennautochin durch die Pubertät zu bringen.
00:20:47: Dass das wahnsinnig anstrengend ist, ist nicht, dass sie eine schlechte Mutter ist oder ich ein doofes Kind, sondern das ist einfach eine Herausforderung, so ein noch revigentes Flitzeauto.
00:20:58: Ja, absolut.
00:21:00: Ja.
00:21:01: Sehr wertvoll.
00:21:02: Und so geht es zu vielen Müttern, die dann auch zu mir sagen, ja, was haben wir falsch gemacht?
00:21:05: An welcher Stelle waren wir nicht streng genug?
00:21:07: An welcher Stelle haben wir zu viel durchgehen lassen?
00:21:10: Sie muss doch mal irgendwo merken, dass sie so nachmittags hier nicht auftreten kann.
00:21:14: Was braucht sie von uns?
00:21:16: Ja, was macht mir falsch genau?
00:21:18: Und ich erlebe eben sehr häufig, dass die Eltern von lauter veganen Kindern auf eine sehr hohe Kompetenz haben.
00:21:25: und schon wahnsinnig viel ausgleichen.
00:21:27: Und dann die Frage, die du vorher gestellt hast, welchen Preis zahlen wir als Familie, die Eltern dann denken, ach, ich schaff alles.
00:21:34: Hauptsache, mein Kind geht's gut.
00:21:36: Nie, wir brauchen jetzt keine Diagnostik.
00:21:38: Ich kann mich ja nun noch mehr anstrengen.
00:21:40: Dann geht das schon gut.
00:21:43: Und ich finde tatsächlich die Frage gerade für uns eher sehr funktionelle ADHS-Lerinnen und ADHS-Ler die Frage, zu welchem Preis.
00:21:54: Ja, wir schaffen viel.
00:21:55: Ja, unsere Kinder schaffen auch viel.
00:21:58: Aber zu welchem Preis?
00:22:00: Immer wieder versuchen, ja, den Lebens wegzurennen.
00:22:05: Das ist so.
00:22:06: Und das ist ja auch immer, das ist jetzt ähnlich wie bei der Frage Medikation, ja oder nein, wo ich, wo ich ja auch oft gefragt werde, ja, geht's der Neon?
00:22:13: Und wo ich sage, na ja, es geht in Anführungszeichen immer ohne.
00:22:17: Man muss gucken.
00:22:19: Wie viele extra Meilen muss mein Kind dafür laufen?
00:22:21: oder wie viele extra Meilen muss ich oder wir als Familie dafür laufen, dass das irgendwie geht.
00:22:27: Also irgendwie geht es ja immer, aber die Frage ist, ist das so schön?
00:22:30: Ist das angenehm?
00:22:31: Ja.
00:22:32: Und zu welchem Preis?
00:22:33: Tatsächlich.
00:22:37: Pubertät und ADHS.
00:22:40: Eine spannende Kombi.
00:22:41: Eine tolle Kombi.
00:22:44: Nehmen wir uns mal ein bisschen mit ins Gehirn.
00:22:47: Mir hilft ja Wissen und Verstehen und Orientierung immer ganz schön viel.
00:22:52: Nehmt uns gerne mal ein Stück mit, was passiert da in den Neurodivagenten?
00:22:58: Also was in allen Pubertätsgehörn passiert, ist eben ein massiver Umbau im Gehirn.
00:23:04: Das heißt alte Verknüpfung, die in der Kindheit ja nicht wahnsinnig doll gebraucht worden sind, fliegen raus, neue Verknüpfungen entstehen und vieles davon betrifft vor allem den präfrontalen Cortex, also unseren Stirnhirnbereich, wo wir eben unsere Impulskontrolle und unsere gesamte Gefühlsregulation mehr oder weniger, die Selbstorganisation, Selbststruktur, den rationalen Verstand sage ich auf gerne, wo wir das alles begründet haben, das Zeitgefühl, also wo das zu Hause ist.
00:23:33: Und das ist insofern
00:23:35: ein
00:23:36: Zeitgefühl.
00:23:38: Und das ist insofern in der Pubertät dann nochmal sehr interessant.
00:23:41: Die ADHS-Thematik spielt sich eben auch zu einem sehr großen Teil im präfrontalen Quotex ab, wo wir eben auch, was ja bekannt ist, schon in vielen Bereichen eine Reifungsverzögerung haben.
00:23:54: Das heißt, dieser PFC, Präfrontale Cortex, der Reif bei ADHS.
00:23:58: Verzögert daran im Vergleich zu neurotypischen Kindern, was ja eben nach Russell Bargley so mitbringt, dass man, das ist jetzt zwar jetzt nicht so eine Pauschalregel, aber man kann ja bei vielen Kindern so grob, twenty-fünf bis vierzig Prozent, durchschnittlich dreißig Prozent von ihrem echten Alter abziehen, um ihr wahres socioemotionales Entwicklungsalter zu ermitteln und ihrer maximale Konzentrationsspanne und wie gut sie sich eben selbst regulieren können.
00:24:23: Hängt natürlich noch von vielen anderen Faktoren ab, aber das ist so.
00:24:26: Na ja, kann man, kann man so sagen.
00:24:28: Und gut, dieser Bereich ist eben bei ADHS quasi dann sowieso schon ein bisschen vorbeeinträchtigt in dieser Hinsicht.
00:24:36: Und dann findet da eben privatitätsbedingt noch dieser Umbau statt.
00:24:40: Das heißt, die Lücke wird da oft noch größer und das merken viele Kinder in der Pubertät.
00:24:45: Also ich persönlich habe das früher total gemerkt, dass gerade in der Pubertät ich gedacht habe, was ist auf einmal mit dem Rest meiner Klasse los?
00:24:53: Warum reden die auf einmal von Jungs und Disco und dem und dem?
00:24:58: Und ich saß zu Hause und irgendwann wurde mir bewusst, Moment mal, wenn zwanzig Leute auf einmal sich irgendwie thematisch umorientieren und ich alleine nicht, dann muss das nicht unbedingt an denen liegen, sondern es ist bei mir vielleicht irgendwas anders.
00:25:10: Und da habe ich wirklich ganz massiv gemerkt, dass ich mich im Kopf gefühlt habe wie neun, während alle anderen irgendwie vierzehn waren.
00:25:17: Das heißt, die Kinder merken das natürlich oft selber, dass sie irgendwie dahinter herhängen in gewissen Bereichen.
00:25:23: Zudem ist es so, dass das Belohnungssystem schneller voranreift, das führt zu oft einem stärkeren Fokus auf schnelle Belohnung, also dass sie eben besonders in der Pubertät so ihren eigenen Vorteilen, eine schnelle Belohnung für sich selber vor allem im Blick haben.
00:25:40: Dann kommen eben die Hormonschwankungen dazu und die Dopaminschwankungen in Kombination, was dann zunehmend zu emotionaler Instabilität führen kann.
00:25:49: und was diese Exekutivfunktion, also diese Selbststeuerungsfunktion angeht, da kann es eben tatsächlich auch sein, dass die Eltern das Gefühl haben, das Kind macht gerade Rückschritte.
00:25:58: Also dass selbst Sachen, die eigentlich schon ganz ging oder seit ein paar Wochen ganz gut ging, dass sie auf einmal nicht mehr möglich sind.
00:26:07: Das ist eben was, wo man durchaus auch Geschlechtsunterschiede feststellen kann.
00:26:11: Bei jungen haben wir eben auch so Schubweise, diese Testosteronproduktion, die ja schon mit neun und zehn Jahren anfängt, ordentlich anzulaufen.
00:26:21: Das ist immer so Schubweise.
00:26:22: Das steigt nicht so exzessive, sondern eben Phasenweise, wo Eltern dann häufig eine starke Impulsivität bemerken, eine höhere Reizbarkeit.
00:26:30: Und dann nach vierzehn Tagen beruhigt sich das auf einmal wieder, um dann drei Wochen später von vorne los zu gehen.
00:26:36: Und bei Mädchen in dem Moment, wo eben der Zyklus so langsam in Aktion kommt und die ... Ästrogenschwankungen hinzukommen, merkt man dann häufig auch stark zyklusabhängig, die wir schwerden.
00:26:47: Also, dass es eben im Zyklusverlauf zunehmend zur Reizbarkeit, also Richtung der Instruktion kommen kann, dass die Konzentration da total den Bach runtergeht.
00:26:57: und auch Mädchen, die vielleicht
00:26:59: ... Aber ja, andere Medikamente dann teilweise.
00:27:01: Also, ich merke die ... Genau,
00:27:02: wollte ich gerade sagen?
00:27:03: Ja.
00:27:03: Mhm,
00:27:04: genau.
00:27:04: Also, ich ... Ich wollte gerade sagen, so Mädchen, die vorher schon eine Medikation hatten, also die schon eine Diagnose haben, da ist es dann häufig so, dass die Eltern merken, dass in der Woche vor Demonstration, dass das Mädchen da gar keine Wirkung mehr von spürt.
00:27:16: Und alle anderen eben auch nicht so.
00:27:18: Und dass da eventuell dann auch abgestimmt werden könnte mit dem behandelnden Arzt oder der Ärztin, ob da eine Dosisanpassung in diesen Zyklusphasen erfolgt.
00:27:26: Das sind so grob die Änderungen auf Gehirn-Eben.
00:27:29: Und die ziehen natürlich sehr, sehr viele ... Sachen nachts, die ich eben im Buch auch näher auseinander gedrüsselt habe.
00:27:37: Ja, absolut spannend.
00:27:38: Also ich finde es auch da eben nochmal sehr wichtig, was du sagst, eben generell.
00:27:42: Also als ich das, ich habe das eben viel später verstanden, dass ja gerade Neure Divergents und Zyklus besonders empfindsam ist und es besonders schädlich ist, glaube ich, gleichbleibend versuchen zu funktionieren.
00:28:00: Also ich hab lange gebraucht, aber ich bin jetzt echt okay mit meinem Zyklus, weil ich die Wellen sozusagen reiten.
00:28:07: Und die Kraft nutze und manchmal akzeptier, wenn die Kraft nicht da ist.
00:28:13: Ja, das ist der beste Weg.
00:28:16: Ja, und das zu wissen und dass wir dann unsere Mädchen da schon begleiten dürfen auf diesem Wege.
00:28:23: Und ja, was ich so absolut aus meinem Alter kenne.
00:28:26: wo teilweise kognitiv so starke Kinder dann für zwei Wochen, wo ich denke, welchen Umbauarbeiten geschlossen, und ich stehe dann manchmal davor und denke, Halle, Lulia, wo ist das denn hin?
00:28:40: Und ich mich da wirklich auf diese Wolke katapultieren muss, weil es bringt nichts, wenn ich in diesen zwei Wochen muss.
00:28:46: ausgeschaltet ist an die Decke G und Schimpfe und Schimpfe.
00:28:49: Ich habe es getestet für euch.
00:28:52: Macht es sich schneller.
00:28:54: Super.
00:28:57: Sondern dass wir dann wirklich... Einer hat mit Ausatmen und zwei Wochen später funktioniert es dann wieder für zwei Wochen.
00:29:06: Ja, und das ist für die Kinder ja auch so das Fiese.
00:29:08: Sie sind ja oft kognitiv, wirklich fit, was die Intelligenz angeht.
00:29:12: Und dann ist es ja dieses große Missverständnis, dass sie jetzt zurückgemeldet kriegen, sag mal.
00:29:17: Also, letzte Woche ging es doch auch, ne?
00:29:18: Du weißt doch genau, wie XY jetzt funktioniert.
00:29:21: Mensch, was ist denn heute wieder los mit dir?
00:29:23: Ach, haben wir wieder Zickenmodus, ne?
00:29:24: Und all diese Bewertung von außen und alleine ... Das sind ja so auch diese Feinheiten im Alltag.
00:29:30: Wenn man dann aber weiß, was Sache ist und man beobachtet das bei seinem Kind, dann weiß man, jetzt kommt die anstrengende Woche wieder, ist okay, ich kann es jetzt zuordnen.
00:29:39: Und schon erspart man sich und seinem Kind, dieses Gemäckere, dieses Mensch, was ist denn schon wieder los mit dir?
00:29:45: Und ich fand ja diese Untersuchung so toll, wo man so grob geschätzt hat, dass Kinder mit ADHS bis zum zehnten Geburtstag, zwanzigtausend negative Kommentare mehr zu hören.
00:29:57: bekommen als neurotypische Kinder.
00:29:59: Und deswegen kommt es wirklich auf jeden einzelnen Kommentar, an den wir nicht geben.
00:30:03: Also von daher ist es doch schön, wenn man an der Stelle auch eben durch die Klarheit einer Diagnose, dann weiß alles klar, das ist jetzt so, es nervt tierisch.
00:30:13: Ich atme das jetzt weg oder ich gehe jetzt fünf Minuten an die Luft, bevor ich hier selber explodiere, um sein Kind und sich vor diesem Stress zu bewahren, das jetzt wieder zu kommentieren.
00:30:23: Weil das ist ja eben keine Willenssache.
00:30:25: Ja, und was sie mir hier gerade auch noch aufblopp, zusätzlich eben, dass die Kinder so viel negative Feedback bekommen, beschreibst du ja auch in deinem Buch.
00:30:37: Ich und Fachausdrücke das Phänomen eben von dieser Empfindsamkeit Kritik gegenüber.
00:30:41: Ach so.
00:30:42: Rejection Sensitivity isphoria.
00:30:44: Ganz genau.
00:30:45: Sag's nochmal hier.
00:30:46: Ja, ich hab's euch gerade verhaspelt.
00:30:47: Rejection Sensitivity isphoria heißt das.
00:30:50: RSD.
00:30:51: Genau, das ist diese starke Zurückweisungsempfindlichkeit, die viele Gehirne bei ADHD eben auch noch mitbringen.
00:30:57: Bei Autismus häufig auch.
00:30:59: Und das kickt dann natürlich doppelt und dreifach.
00:31:01: Ja, das das Gehirn einfach anders funktioniert und eine... Hier, keine Ahnung, kannst du den Teller bitte darüber stellen und nicht hier.
00:31:10: Kann auch mal zu sehr starken Gefühlen führen, weil es zum richtigen Zeitpunkt, am richtigen Ort das Gehirn genau oder ganz empfindlich, sozusagen reagiert.
00:31:23: Und das Kind stellt sich nicht an oder macht kein Theater, sondern das Gehirn funktioniert halt einfach so in dem Moment.
00:31:29: Ja.
00:31:29: Es fühlt sich in dem Moment genau so heftig an, wie es nach außen dann wirkt.
00:31:33: Also das erkläre ich ja auch sehr differenziert, auch dieses Phänomen und auch, wie das überhaupt zustande kommt.
00:31:39: Das Badeherr ist eben der häufig der Fokus so auf dem Negativen liegt.
00:31:44: Also von den Menschen mit Badeherr ist selber, dass sie Sachen sehr schnell als Kritik auffassen, die eigentlich gar nicht so gemeint war und auch Kritik rein, ja, oder Wittern in Situationen, wo wirklich gar keiner überhaupt irgendwas gesagt hat, sondern wo man nur davon auf... ausgeht, dass das wieder gleich einen blöden Kommentar geben könnte.
00:32:01: Und das hängt eben viel mit dieser negativen Verstärkerbilanz zu tun, also mit diesem überbordernenden negativen Feedback, was viele Kinder mit ADS schon zu erhören bekommen.
00:32:11: Und das liebe ich an deinem Buch.
00:32:14: Das ist so vielfältig.
00:32:15: Du arbeitest mit diesen Bildern, die uns wahnsinnig mitnehmen und du arbeitest aber eben auch so.
00:32:21: Du bringst die Studien mit rein, bringst diese kleinen Detailwissen rein.
00:32:25: Also, es ist wirklich ein... Ein Wert vor der Schatze auf ganzer Bandbreite.
00:32:31: Man merkt es ist, du bist durch und durch Expertin und du bist Betroffene oder was Betroffene, also genau, aber du bist ADN.
00:32:39: Du bist ein neurodivergentes Gehirn und du weißt, was es bedeutet, neurodivergente Miniboot hier.
00:32:48: durch den Sturm der Pubertät zu begleiten und das alles und unsere neue Defekte in Hirnen lieben ja auch gerade nochmal so Detailwissen, was da immer wieder da rein ist.
00:32:58: Genau beides, diese inneren Bilder, aber auch dann wieder wie krass, wie geil irgendwie auch zu wissen, dass das Gehirn grad mit Kritik nochmal anders funktioniert.
00:33:06: und das ist an ganz vielen Stellen, dass es eben hilft auch immer wieder auf diese Wolke da hoch zu kommen, um aus dieser Perspektive dann handeln zu können und dieses Steuer von dem Familienboot verantwortungsvoll navigieren zu können.
00:33:22: Ganz genau.
00:33:23: Ja, und da hilft es mir halt enorm, dass ich eben ja aus diesen vielfachen Perspektiven da drauf gucke.
00:33:28: Also dass ich eben ja selber so ein Gehirn habe, dass ich ein Kind habe, ein Teenie habe mit ADHS und auch Autismus, dass ich auch das fachliche dazu habe und auch zwei Jahre an der Grundschule gearbeitet habe, wo ich ja auch gerade in so den vierten Klassen eben so diese vorpuppateren Züge schon mitbekommen habe.
00:33:45: Das hilft mir wahnsinnig.
00:33:47: Also in meiner täglichen Arbeit und beim Buch natürlich doppelt und dreifach.
00:33:55: Ein ganz spannendes Thema.
00:33:56: Du hast es vorher schon so ein bisschen angesprochen.
00:33:59: Pubertät, Bierkub, ADHS.
00:34:04: Magst du uns da auch gerade nochmal ein bisschen mitnehmen?
00:34:09: Ja, die Pubertät ist ja so ein Zeitpunkt, wo man eben sich auf die Reise begibt, auf die Suche nach sich selber und auch nach seinem Platz in der... Also, wo, mit wem bin ich befreundet?
00:34:22: Wie steht der zu mir?
00:34:23: Wie steht die zu mir?
00:34:24: Jetzt haben sich die wieder verstritten.
00:34:26: Okay, dann will der wieder nicht kommen.
00:34:28: Wenn die anderen da sind, also diese ganze Situation, diese ganzen sozialen Kontakte, das wird wieder, was heißt wieder, es wird viel komplexer, als es vorher war in den meisten Fällen.
00:34:39: Und gleichzeitig werden aber unsere Steuerungsfunktion und die Selbstkontrolle in Bezug auf Emotionen erst mal instabiler.
00:34:48: Und das kann eben dazu führen, da die Peer Group ja in der Pubertät häufig wichtiger wird als die Familie zu Hause, dass die Kinder natürlich mehr außer Haus sind, mehr unterwegs sind oder eben auch natürlich in der Schule sowieso mit anderen Teenager zu tun haben.
00:35:03: Und da treten bei ihnen eben folgende Punkte häufiger auf.
00:35:07: Also sie sind eben deutlich impulsiver tendenziell als andere in dem Alter.
00:35:12: Sie neigen dazu auch Dinge emotionaler zu bewerten und zu verarbeiten, das führt zu schnellerer Überforderung bei vielen.
00:35:18: Und gleichzeitig haben sie eben der geringere Frustrationstoleranz.
00:35:22: Und das bringt verschiedene Risiken mit, wie zum Beispiel, dass soziale Situation häufig von den anderen Jugendlichen fehlinterpretiert werden.
00:35:32: Aber eben auch von ihnen selbst.
00:35:33: Also, dass es da häufiger zu Missverständnissen kommen kann, zu schnelleren sich angegriffen führen.
00:35:38: Zum Beispiel, da waren wir ja gerade auch bei dem Thema schon.
00:35:41: Das kann eben zu Konflikten führen, zu Ausgrenzung, zu Grenzüberschreitungen oder eben auch zu gesteigerten Masking.
00:35:49: Also, dass sie eben versuchen, ihre ADHS-Züge oder auch autistische Merkmale immer mehr zu verbergen, weil sie einfach selber merken, boah, hier gibt es irgendwie Abweichungen.
00:35:59: Aber ich will in diese Gruppe mitgewaltigen.
00:36:01: reingehören.
00:36:02: Und das ist, ja, in der Jugend fühlt sich das ja überlebenswichtig an.
00:36:06: So, und dann biegen sie sich zurecht, aber das geht dann natürlich auch nur in gewissen Zeitraum und das kann eben auch dann wiederum nachmittags sich in stärkeren Zusammenbrüchen zu Hause äußern.
00:36:17: Das sind so die Kernthemen.
00:36:19: Ja, genau.
00:36:20: Und auch, wenn ich noch mal so aus der Elternperspektive, also für mich als Mama ist eben gerade auch da deinen Buchtitel nochmal so wertvoll loslassen und halt geben und gleichzeitig auch mich ernst nehmen.
00:36:38: Also, wenn ich dein Buch titled das allererste Mal so ganz grob und ich sage, ah, ja, spannend.
00:36:45: Also, dieses halt geben ist wieder total wertvoll.
00:36:50: Ich erlebe es, es ist mir selber als Mama schon passiert und ich Erlebe es ganz oft, dass es Beratungsmütter von mir auch hören, wo es dann heißt, ja, du musst dich nur mal entspannen.
00:37:01: Lass dein Kind doch mal, entspann dich noch mal.
00:37:06: Wo ich eben auch ganz klar sagen will und ganz ehrlich, ich bin tatsächlich eine relativ flügelgebende Mama und ich bin relativ entspannt.
00:37:14: Und ich weiß aber halt einfach, wo mein Kind, mein neure defektes Kind, wo es nicht darum geht, loszulassen.
00:37:22: Unter anderem meine ich einfach genau, dass die Erfahrungen gemacht haben, weil es für manche Sachen braucht es dreißig Prozent länger Zeit, um sich da zu regulieren.
00:37:30: Und da ist es sozusagen, da darf und muss ich mich einstehen, dafür einstehen.
00:37:35: Und dann geht es nicht, oder auch manchmal dieses einfache, ihr musst ja nun bei einem besser Grenzen setzen.
00:37:42: Wenn es
00:37:43: so einfach wäre.
00:37:47: Ehrlich gesagt, also wenn das die Lösung wäre, ein bisschen eine Kretze zu setzen, würde ich das auch machen.
00:37:51: Aber es ist halt nicht die Lösung.
00:37:53: Aber genau so in dieses immer wieder auch im Außen und aber auch mit der Piercoup, ja, ihnen auch die Erfahrung geben lassen.
00:38:04: Manchmal auch das, ach, was weiß ich was, was habe ich schon mit meinem Neurotivergentenkind.
00:38:09: Ach, ich habe gedacht, ich gehe jetzt doch nochmal Döner essen.
00:38:12: Das war so schön.
00:38:14: Ach, es ist dreiundzwanzig Uhr.
00:38:16: Ach, das habe ich gar nicht gemerkt.
00:38:19: Ja,
00:38:20: Zeitgefühl.
00:38:21: Morgen ist Schule.
00:38:22: Ach, ja.
00:38:25: Ach, dir Bescheid sagen stimmt, Mama.
00:38:28: Ja, ist nix.
00:38:28: Mal denke ich vielleicht dran.
00:38:31: Ja, man erlebt schon was.
00:38:34: Genau.
00:38:35: Und das ist Teil davon.
00:38:36: Das ist... Genau.
00:38:38: Ich bin inzwischen übrigen.
00:38:39: Ich kann da manchmal lachen.
00:38:41: Wir können fürs nächste Mal Lösungen versuchen.
00:38:43: Ich kann ein bisschen hoffen und jedes Mal wird es ein bisschen besser und dann wird es wieder drei Schritte zurück.
00:38:49: Und das eben ja immer wieder, glaube ich, auf diese weiße Wolke zu gehen, um drüber zu gucken, nochmal verstehen.
00:38:57: Ja, Pirkup ist wahnsinnig wichtig.
00:38:59: Gleichzeitig genau auch mein Kind begleiten.
00:39:01: Also es ist dann schwierig manchmal neben sie eben... wieder typisch ein bisschen weiß, die Mädels, die Mädchen, die sehr Masking-Strategien an Jungs manchmal dann auch destruktive Strategien fangen an, irgendwie herum zu ärgern oder extra diesen Klassenclown zu machen, weil sie merken, irgendwie krieg ich es... So ganz wie die anderen kriege ich nicht hin, dann mache ich halt den Clown oder ich ärger ein bisschen irgendwie.
00:39:28: Und wenn wir da auch als Eltern das nochmal vielleicht feindfühlig sind und auch erklären und verstehen wollen, vielleicht ärgert mein Kind die anderen und möchte eigentlich damit sagen, es will Teil der Gruppe sein, weil es eben so wichtig ist, da Teil der Gruppe sein zu wollen.
00:39:44: Also ich hab natürlich auch mit Filmen von mir zu tun, wo sich die Teenies sehr, sehr schwer tun.
00:39:48: Irgendwie generell soziale Kontakte.
00:39:51: Und wenn es nur einer ist.
00:39:52: Also viele haben nicht mal wirklich eine Person.
00:39:55: Auch das Thema hab ich ja im Buch nochmal aufgegriffen, was man da tun kann und was eben nicht.
00:40:01: Und das ist natürlich auch, so wie mich früher Jugendliche gibt, die damit auch vollkommen fein sind.
00:40:08: Weil sie haben ja auch gerade im Schulalltag schon sehr viele soziale Kontakte, denen sie nicht ... entweichen können.
00:40:14: Also da sind sie ja gezwungen in dieser Institution und dazu sein, auch wenn sie oft überfordert.
00:40:20: Und viele Eltern machen sich dann aber Sorgen, weil sie sehen natürlich die Nachbarsjungs, die sind alle unterwegs oder die Mädels oder die ganzen Gruppen und ziehen um die Häuser und mein Kind hockt wieder zu Hause.
00:40:30: Deswegen werde ich ja ganz aufgefragt, was können wir tun, dass unser Kind endlich sich irgendwie da anschließen kann und so weiter.
00:40:36: Und deswegen war mir das auch noch mal wichtig aufzugreifen.
00:40:39: und eben das Thema Mobbing auch, weil da sind eben Jugendliche mit ADHS oder auch Kinder mit ADHS deutlich häufiger Mobbing-Opfer, aber tatsächlich auch häufiger Mobbing-Täter, das wissen auch ganz.
00:40:49: viele nicht.
00:40:50: Und diese beiden Dynamiken greife ich eben auch auf und was man jeweils dann da tun kann.
00:40:55: Super wertvoll.
00:40:56: Und was da ja auch kommt, manchmal Täter manchmal auch.
00:40:58: Also einfach auch hier wieder kennst du ein ADHS-Kind, kennst du ein ADHS-Kind ein bisschen.
00:41:03: Also das kann, wie du sagst, es kann, also erlebe ich in meiner Arbeit mit Familien eben sehr unterschiedlich.
00:41:09: Ich erlebe es selbst als Mutter.
00:41:11: Zwei meiner drei Kinder sind in der Pubertät und die sind komplett unterschiedlich mit der Piercoup.
00:41:17: so wie sie da ihre Rolle finden, welche Wichtigkeit das hat.
00:41:20: Für einen hat das wirklich eine geringe Wichtigkeit, für das andere Teenigkind hat das eine enorm hohe Wichtigkeit.
00:41:26: Und dieser Preis, dieser Piercoup, da vergisst das Kind, ich überziehe es ein bisschen, das Atmen, aber es vergisst sehr viel sozusagen, um in diesem Piercoup-Dingame mitzuspielen.
00:41:43: So, und ja, das... beides okay ist und wir beidem aber auch feinfühlig dran sein dürfen.
00:41:50: Also das ist, glaube ich, generell auch, wenn wir eben auch eher an die angepassten Neurodivigentengehirne gucken.
00:41:58: Vielleicht ist es erstmal herausfordernd, ein Neurodivigentes Kind zu haben, was über Tische und Stühle geht.
00:42:04: Und gleichzeitig, wenn wir eine eure divergentes Kind haben, das jeden Morgen Bauchschmerzen hat, sich in den Fluren nicht mehr von A nach B traut, nicht auf Toilette geht, nachts nicht einschrafen kann, weil es die Hausaufgaben vielleicht nicht optimal perfekt gelöst hat.
00:42:20: Da kriegen wir nicht so viel negative Rückmeldung aus der Schule, aber auch da ist es sehr wichtig, dass wir hingucken und hinfühlen und handeln.
00:42:27: Ja, absolut.
00:42:29: Genau.
00:42:30: Also gerade aus meiner eigenen Geschichte kann ich ja sagen, ich war ja nun auch in der Schule gar kein Kind, was über Tische und Bänke gegangen ist im Gegenteil.
00:42:38: Also ich habe wirklich ab der Grundschulzeit von meiner damaligen Klassenlehrerin, die war so bemüht, aber sie hat sich so viel Sorgen gemacht, weil ich war halt so diese kleine, sensible Maus und ich habe so viel geweint und ich wollte einfach nur meine Ruhe haben.
00:42:49: Ich habe mir so gewünscht, dass ich einfach in der Pause mal hätte drin bleiben können in der Klasse, in der ruhigen Klasse ohne andere Kinder, weil ich so überfordert war und ich habe mir halt Ab der Grundschulzeit immer die Wangen blutig gekaut, weil ich nicht wusste, wohin wird meine inneren Kribbeligkeit.
00:43:04: Das hat man nach außen gar nicht so gesehen.
00:43:06: Da hat man eben nur diese Überforderung gesehen.
00:43:09: Da hieß es aber, ja, manche Kinder sind eben so.
00:43:13: Ich war auch in der Schule ziemlich gut.
00:43:15: Also das war jetzt auch nie so das Thema, dass ich da irgendwie ganz, ganz doll auffällig war.
00:43:19: Klar, Mathe, also eine Fünfe auf dem Abschlusszeugnis.
00:43:22: Wollen wir jetzt nicht mehr darüber reden.
00:43:24: Aber ansonsten lief das.
00:43:25: Also es war jetzt nicht so, dass ich da Leuten Probleme gemacht habe in dem Sinne.
00:43:29: Und deswegen habe ich eben nach außen ein relativ heiles Bild abgegeben soweit.
00:43:34: Vor allem dann in den höheren Klassen.
00:43:36: Aber mit der Zeit sah es innerlich halt immer schlimmer aus.
00:43:40: Du bist jetzt selber sozusagen ins Thema reingegangen und das ist auch, auch was mich noch mal so berührt hat.
00:43:45: Du nimmst uns da ja in dein Buch auch sehr mit eben über die, ja mit in die Welt der kleinen Melanie, die nach außen hin so halbwegs funktioniert hat und sich auf jeden Fall immer ganz tapfer Mühe gegeben hat und es doch eher so viel.
00:44:01: nimmst uns mit auf diesen Schmerz auch.
00:44:03: und genau Kindergarten.
00:44:05: wo du beschreibst, dass du bis zum Ende nicht eingewöhnt warst, was die Schule und so bedeutet hat.
00:44:11: Und gleichzeitig, genau, wir haben uns ja vor ein paar Monaten im Oktober live gesehen und du hast einen Vortrag auf einem großen Konkretz gehalten.
00:44:21: Ich konnte leider nicht mit dabei sein, aber als die Türen aufgegangen sind, sind so viele begeisterter Menschen rausgekommen.
00:44:32: Es war so, ich war nicht dabei und trotzdem habe ich das so spüren können, dass du mit deiner Expertise, mit deiner Menschlichkeit, mit deiner Klarheit so viele Menschen berührt und bewegt hast und wir alle, die sich auf Insta kennen und in den Podcast und so wissen, also auch da, ich bin nur auch so ein sehr haptischer Mensch daher, ist dieses Gefühl da auf diesem Kongress und wirklich, wie die Türen aufgegangen sind und alle irgendwie begeistert und oh, war das gut und so inspiriert rausgekommen sind.
00:45:09: Ja.
00:45:11: Und ich bin mir ganz sicher, dass wird mit diesem Buch jetzt auch passieren.
00:45:13: Du hast mir gerade erzählt, ich bin einer der Ersten, die dieses Geschenk hatte, da schon rein zu gucken.
00:45:19: Ich war so, für mich war es jetzt selbstverständlich, dass es einfach richtig, richtig gut war, weil ich auch diese anderen Punkte habe.
00:45:24: Aber ich bin mir ganz sicher, dass das jetzt auch passieren wird, wenn dieses Buch rauskommt.
00:45:31: Was ist da passiert auf diesem Weg?
00:45:34: Ja, das frage ich nicht manchmal selber.
00:45:39: Ja, das frage ich mich, weil ich war tatsächlich selber.
00:45:41: Also ich muss sagen, das war... Gut, ich bin aufgewachsen.
00:45:45: Ich hatte wirklich eine tolle Familie.
00:45:49: Die hat mich immer wirklich in allem unterstützt.
00:45:51: Und auch in den Zeiten, wo ich selber das Gefühl hatte, es ist jetzt bald vorbei, ich kann nicht mehr.
00:45:57: Da waren immer Menschen, die mich geglaubt haben.
00:45:58: Und das ist eben so, dass die Grundbasis davon gewesen, dass ich überhaupt so an den Punkt kommt, wo ich heute bin.
00:46:05: Auch mein Mann, wirklich, der ist immer an meiner Seite.
00:46:08: Und ich glaube einfach, Diese Biografie, die ich so hinter mir habe, diese Schule, das... war natürlich eine Zeit, die war extrem belastend und die habe ich und dann mache ich auch kein Geheimnis draus.
00:46:19: Da habe ich lange aufgearbeitet.
00:46:21: Also ich habe selber mehrere Jahre Therapie hinter mir, was für mich ein großes Geschenk war, weil ich glaube, dadurch bin ich erst in der Lage auch anderen Menschen helfen zu können, weil ich eben mit mir selber vollkommen im Reihen bin und durchreflektiert von oben bis unten.
00:46:36: Natürlich gibt es immer noch mal so ein paar Punkte, wo man vielleicht sagt, okay, da habe ich auch noch mal einen wunden Punkt, aber ansonsten habe ich wirklich einmal ausgeräumt.
00:46:44: wirklich alles in der Therapie gut verarbeiten.
00:46:46: Und ich hatte halt, seit der Kindheit, allen Spezialinteresse oder zwei, und das war Medizin und Psychologie.
00:46:53: Also ich habe wirklich so mit sechs, sieben, acht Jahren, habe ich es immer vorgezogen, allein in meinem Zimmer über mit einem Medizindexikon zu sitzen, als rauszugehen und mit anderen um die Häuser zu ziehen.
00:47:04: Und deswegen habe ich ja auch eine medizinische Ausbildung gemacht und habe dann als mein Sohn die Diagnosen bekommen hat.
00:47:12: Da hab ich mich dann so in das Thema noch weiter reingefugst, was mir vorher schon absolut geläufig war, auch aus beruflicher Sicht.
00:47:19: Aber da war ich irgendwann so ... Tief drin.
00:47:23: Das hat mich gar keine Mühe gekostet.
00:47:24: Es war so ein Selbstläufer irgendwie.
00:47:26: Und dann wurde ich immer mal gefragt von Bekannten und konnte denen auch so gut helfen.
00:47:31: Und das hat mich so bestärkt, dass ich dachte, ich will nichts anderes mehr machen.
00:47:35: So, dann habe ich eben diese Fachqualifikationen noch gemacht und eben auch die Arbeit mit Familien gestartet, die Fortbildung gestartet, nach und nach alles aufgebaut.
00:47:44: Und durch dieses Feedback, was dann so kam, bin ich dadurch so innerlich nochmal gehalten.
00:47:51: Also kann ich gar nicht auf Worte fassen.
00:47:53: Das heißt, diese Familie im Hintergrund, meine Therapie, ich bin meiner Therapeutin unfassbar dankbar, dass sie mir wirklich so diese Türen gezeigt hat.
00:48:02: Und das versuche ich halt auch, meinen Klienten gegenüber diese Haltung mitzubringen.
00:48:08: Ich gebe ihnen Denkanstöße, aber durch die Türen gehen sie selber.
00:48:10: Und oft gucken wir dann zurück, auch gerade mit den Erwachsenenklienten, mit denen ich zusammen arbeite, mit eigener Adhers und eigenem Autismus häufig.
00:48:17: Und wo wir dann so rekapitulieren und sie feststellen, das habe ich ganz alleine geschafft.
00:48:22: So, ne?
00:48:22: Da war jemand an meiner Seite, aber ich habe das ganz alleine geschafft und das macht mich so glücklich.
00:48:27: Ich könnte echt nicht sagen, also ich wüsste nicht, was mich glücklicher machen könnte als das.
00:48:32: Und das ist sicherlich nicht alles gut.
00:48:35: Voll schön.
00:48:36: Ja,
00:48:36: also aber ich muss ganz ehrlich sagen, meine... Also als spätdiagnostizierte Frau hat man ja auf den Rucksack wirklich voll mit Vordiagnosen, bis man dann irgendwann ADS und Autismusdiagnostiziert bekommt, wie in meinem Fall.
00:48:51: Ich hab da ja auch sämtliche Diagnose mitgenommen, aber das waren irgendwie so Bezeichnungen, da dachte ich, ja, okay, okay, gut, so, dann ist es das wohl.
00:49:00: Aber am Ende zu wissen, okay, ich bin Autistin und ich hab ADS, das hat nochmals so ... eine Befreiung mitgebracht, weil ich da wirklich auch nicht nur gedacht habe, ja, meine Wahrnehmung wird schon immer richtig gewesen sein, sondern ich habe es dann gefühlt.
00:49:16: Ich habe dann gefühlt, okay, alles klar, das ergibt so viel Sinn.
00:49:21: Und auch wenn heute noch immer nicht alles ich in Ordnung ist und ich meine, in welchem Leben ist es das schon?
00:49:28: Kann ich aber heute trotzdem sagen, ich verstehe jetzt, was los ist.
00:49:32: Ich verstehe an manchen Tagen meine Überforderung.
00:49:34: Ich verstehe, warum ich meinen Mann so angezickt habe.
00:49:38: Ich verstehe, warum ich abends um neunzehn Uhr keine Nerven mehr hatte, um ganz geduldig meinem Kind zu sagen, dass wir jetzt bitte Zähne putzen gehen.
00:49:46: Das verstehe ich jetzt und dadurch kann ich so viel Nachsichtiger mit mir sein.
00:49:50: Und das alleine ist so viel wert.
00:49:52: Die innere Stimme wird also anfter.
00:49:55: Mit diesem Wissen und dem Verständnis.
00:49:57: Ja.
00:49:58: Voll schön und ich bin sehr, sehr berührt.
00:50:01: Und ich glaube, das ist das, was du gerade erzählt hast, was wir als Orientierung und Halt in unserem Boot brauchen.
00:50:11: Als Eltern von neuer und divergenten Kindern diese Zuversicht.
00:50:15: Ja, wir erleben Wellen und unsere Kinder erleben Wellen.
00:50:18: Und da kann ich auch ganz persönlich als Mama sprechen.
00:50:21: Ich würde manches... Gischt aus dem Gesicht meines Kindes fernhalten und hätte ihm gerne oder ihr einiges erspart.
00:50:30: Und gleichzeitig diese Zuversicht, dass genau diese Stärke drin ist und dass wir gemeinsam dieses Boot so navigieren können, dass mein neure defektes Kind, meine neure defekten Kinder so im Leben dann ankommen, wie du das beschreibst.
00:50:47: Mit dem Rucksack und ja, Rucksäckel kann man aufräumen.
00:50:49: Ich bin ein größter Fan auch von Rucksäcken aufräumen.
00:50:52: Das ist ein großes Geschenk, was meine Mama mir gemacht hat.
00:50:55: Die hat nämlich auch angefangen, Rucksack aufzuräumen.
00:50:58: Die war auch bei Weitem nicht perfekt, aber ich seh an so vielen Stellen in meinem Leben, wie toll es ist, dass ich eine Mama hatte, die angefangen hat, in Therapie zu gehen.
00:51:06: Und ja, ich bin auch häufiger mal in Therapie.
00:51:11: Und es ist ein großes Geschenk so und das können unsere Kinder auch und mit all diesen Wellengang so im Leben anzukommen, so in seiner Stärke zu sein, dass
00:51:23: das,
00:51:24: ja, ich habe dich nicht gesehen, als die Türen aufgegangen
00:51:27: sind,
00:51:29: was die Menschen aus diesem großen Saal da oben rausgebracht haben.
00:51:34: Das können unsere Kinder auch.
00:51:37: Ob das jetzt Dünnen sein müssen, ob das andere... Wie kennen die Spezialinteressen unserer Kinder?
00:51:44: Wie kennen ihre Kraft und ihren Fokus und ihren Sturz und ihre Genialität?
00:51:54: Oh Gott, ja.
00:51:56: Ja, definitiv.
00:51:58: Liebe Melanie, wir haben völlig überzogen und es war ein grandioses Gespräch.
00:52:02: Haben
00:52:03: wir.
00:52:03: Ich habe die Zeit vergessen.
00:52:05: Ich hab immer wieder drauf geguckt, hab gesagt, scheißegal.
00:52:09: Ich liebe es, mich mit dir zu unterhalten.
00:52:11: Ich glaube,
00:52:11: diese Podcast-Folge
00:52:14: gibt einiges mit und vor allem, liebe Leute, dieses Buch.
00:52:18: Ich lass dich los und gebe dir halt Teenager mit ADHS liebevoll und klar durch die Probität begleiten.
00:52:25: Gibt uns halt, halt für unsere wundervollen, noch divergenten Teenies zu geben und sie loszulassen.
00:52:33: ihnen diese Flügel zu geben, damit sie wie Melanie auf Bühne stehen und Bücher schreiben
00:52:36: können.
00:52:37: Das ist mein größter Wunsch, dass ich diese Orientierung geben kann.
00:52:43: Danke Melanie.
00:52:43: Danke dir.
00:52:50: Ich mag euch so gerne diesen Weg von Melanie mitgeben, der uns Kraft und Zuversicht geben darf.
00:52:57: Und genau das, liebe Mama, lieber Papa, das gibt Halt.
00:53:01: Das gibt unseren jugendlichen Kindern.
00:53:05: Halt, denn die brauchen sie.
00:53:06: Denn der Ja dieser Wellengang.
00:53:09: Mit Neurutter Wegeentseckern kann ganz schön heftig manchmal sein.
00:53:13: Oder nicht nur manchmal.
00:53:15: Und da die Zuversicht manchmal unter dem Wellengang verloren geht.
00:53:19: Das kommt vor.
00:53:20: Und doch, ich mag dich so sehr erinnern.
00:53:23: Schau dein Kind an.
00:53:25: Fühle es, spüre es und hab diese
00:53:29: Zuversicht
00:53:29: in dir.
00:53:31: Es wird seinen Weg gehen.
00:53:33: Und du kannst... dann im Kind gut genug den Halt geben.
00:53:37: Ich hatte tatsächlich neulich auch mit meinem ältesten Norre der vergenden Kind ein Gespräch darüber.
00:53:42: Und ich kann dir sagen, wir sind Wellengang erprobt.
00:53:49: Ich spreche nicht nur von Theorie, sondern ich spreche auch von der Praxis.
00:53:53: Und gerade auch aus dieser Praxis kann ich dir eben sagen, wie sehr sich diese Zuversicht lohnt und was für tolle Menschen ich da ins Leben begleiten kann.
00:54:02: Und ich kann dir sagen, diese Zuversicht Die habe ich, die habe ich Einglück schon ganz schön lange und die trägt und die hält.
00:54:10: Dafür mag ich euch auch unbedingt Melanie's Buch ans Herz legen, loslassen und halt geben für unsere popatierenden adhs-Kinder.
00:54:20: Er scheint auch bei meinem Verlag, beim Küselfallag bestellt es unbedingt vor und oder eben danach.
00:54:28: Einfach jetzt, wenn ihr den Podcast hört, bestellt das Buch.
00:54:30: Es ist richtig, richtig gut.
00:54:33: Wenn euch gerade das Loslassen, Schwerfeld, das Halt geben und die Zuversicht ein bisschen verschüttes.
00:54:42: Holt euch Orientierung mit ins Board.
00:54:46: Gerne begleite ich euch im eins zu eins, den Link findet ihr in den Show Notes.
00:54:49: Auch Melanie begleitet Familien, gibt Kurse, hat ein wertvolles Angebot.
00:54:55: Und wenn Pubertät noch nicht das Thema ist, sondern die Wackelzahn-Pubertät, dann nutzt unbedingt mein Beziehungsbooster.
00:55:03: Den findet ihr auch in den Show-Notes, den Link dazu.
00:55:06: Und genau, Schulthemen, Einschulungsthemen kommen ganz bald.
00:55:11: Alle Infos gibt's im Newsletter.
00:55:13: Auch da findest du den Link in den Show-Notes.
00:55:17: Liebe Mama, lieber Papa, diese Zuversicht.
00:55:24: Und das ganze Fachwissen.
00:55:26: Nimm es mit in den neuen Tag, in den nächsten Beziehungsmitteln mit deinem Jugendlichen.
00:55:32: Unsere neue Defekten, Kinder sind... Wundervoll.
00:55:37: Und gleichzeitig, ja, ich weiß, es ist eine große Herausforderung, sie zu begleiten.
00:55:43: Und wir machen das gut.
00:55:46: Bis bald.
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