#151 - „Ich bin nicht eure Feelgood-Managerin" – warum Mütter nicht für alle Gefühle verantwortlich sind
Shownotes
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Ich bin nicht mehr eure Feel-Good-Managerin – warum emotionale Arbeit uns erschöpft Warum sind so viele Mütter erschöpft – obwohl „eigentlich alles läuft“? In dieser Folge spreche ich mit Laura Fröhlich über ein Thema, das in so vielen Familien still mitläuft – und doch selten wirklich benannt wird:
👉 emotionale Arbeit.
Vielleicht kennst du das: Du organisierst nicht nur den Alltag, sondern spürst Stimmungen, regulierst Gefühle, denkst für alle mit – und bist am Ende des Tages einfach nur leer.
Und dann kommt dieser Gedanke: „Ich müsste doch besser klarkommen…“
Aber was, wenn genau das nicht stimmt?
✨ In dieser Episode schauen wir gemeinsam hin:
- Warum emotionale Arbeit so viel Kraft kostet
- Wieso Erschöpfung oft kein persönliches Problem ist
- Wie gesellschaftliche Erwartungen (gerade an Mütter) wirken
- Und warum du nicht für die Gefühle aller verantwortlich bist
Ein Gespräch, das entlastet, aufrüttelt und dir zeigt: Du bist nicht allein – und du musst das nicht alleine tragen.
💬 In dieser Folge erfährst du:
- Was der Unterschied zwischen Mental Load und emotionaler Arbeit ist
- Warum gerade Mütter so oft in die Rolle der „Feel-Good-Managerin“ rutschen
- Welche Rolle Scham, Erwartungen und Sozialisation dabei spielen
- Warum Einschulung für viele Familien ein emotionaler Ausnahmezustand ist
- Wie du erkennst, wo du zu viel Verantwortung übernimmst
- Und wie erste kleine Schritte raus aus diesem Muster aussehen können
💡 Zwei Fragen für dich:
- Hast du heute Ja gesagt, obwohl dein Körper eigentlich Nein gespürt hat?
- Gab es einen Moment, in dem du „nett“ warst – obwohl es sich nicht stimmig angefühlt hat?
👩💬 Über meinen Gast:
Laura Fröhlich ist Autorin und Expertin für Mental Load und emotionale Arbeit. Mit ihrem Buch „Ich bin nicht mehr eure Feel-Good-Managerin“ macht sie sichtbar, was viele Frauen täglich leisten – und zeigt Wege raus aus der Erschöpfung.
Instagram: https://www.instagram.com/mentalload_expertin
Website: https://www.froehlichimtext.de/
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Transkript anzeigen
00:00:00: Ich bin
00:00:01: nicht
00:00:01: mehr eure vielgut-Managerin.
00:00:03: Ich stand auf dem Familienforum bei uns hier in Hannover mit meiner wundervollen Nektorin und sie hat mir von diesem Buch erzählt, und ich wusste darüber möchte ich sprechen!
00:00:14: Das ist ein Thema das so häufig in meinen Beratungen vorkommt und die Eltern ja die Mütter oft fest daran gefangen sind ganz viel Energie kostet und oft Teil des Problemes sind auch wenn Sie mit einem ganz anderen Thema kommen.
00:00:29: Mein Kind ist immer so wütend.
00:00:30: Wie kann ich da besser ruhig bleiben?
00:00:32: Wie kann das und dass meinem Kind
00:00:33: erklären?".
00:00:33: Und dann kommen wir an das Thema Gefühle halten, Regulationen, Verantwortung übernehmen... ...und dann denken wir da oft, ach Mist!
00:00:42: Da habe ich wohl einen Fehler gemacht, da muss ich mich wohl verbessern.
00:00:45: Und nein, dass wir immer wieder in diese Rolle rutschen, viel gut Managerin zu sein, Pippe-Bließerin zu sein – es nicht dein persönliches
00:00:53: Problem
00:00:54: noch nicht meins.
00:00:55: Denn es hat Struktur.
00:00:57: auch darüber Schreibt Laura Fröhlich in ihrem wundervollen Buch.
00:01:01: Ich bin nicht mehr die viel guten Managerin, erschien bei Kösel und ich freue mich unglaublich dass sich jetzt gleich mit ihr sprechen kann!
00:01:08: Und es war ein tolles Gespräch wirklich ein tolles Gespräch.
00:01:12: wenn du mich sehen würdest meine Augen strahlen auch wenn man morgen gerade ganz schön anstrengend ist und ich hier gerade viel viel gut machen darf oder auch nicht.
00:01:20: Es war ein wunderschönen Gespräch und ich freu mich das ich dir dieses Geschenk schenken darf.
00:01:26: Du dich erkennen darfst aber auch, dass es nicht dein persönliches Problem ist.
00:01:29: Und ich möchte dir vor allem auch zeigen du musst damit nicht alleine bleiben.
00:01:33: man kann da raus und man muss nicht allein heraus.
00:01:37: In der Podcastfolge sprechen wir auch über ein Thema wo jetzt all das noch mal sehr sichtbar wird Thema Einschulung.
00:01:43: wenn bei euch im Sommer die Einschumung ansteht bin ich mir hundertprozent sicher, dass so krass viel emotionale Arbeit gerade leistest viele Gefühle regulierst und das ist gut zu.
00:01:54: ehrlich gesagt Das ist wichtig und wertvoll.
00:01:57: Und gleichzeitig ist da eine Riesen-Erwartungshaltung von allen Seiten, die führt zu Druck.
00:02:02: Da bin ich einmal sehr klar dieser Druck behindert gesunde Entwicklung.
00:02:07: Dieser Druck verhindert Wachstum, dieser Druck ver hindert dass dein Kind
00:02:11: wirklich
00:02:12: so vorbereitet wird wie es braucht.
00:02:15: Du brauchst dein Kind nicht mit Druck auf die Schule vorbereiten was dein Kind braucht das halt.
00:02:21: Und genau zu diesem Thema habe ich ein Geschenk für dich.
00:02:23: Ich liebe Geschenke, ich habe einen kostenfreies Video.
00:02:26: Den Link findest du hier auch in den Show Notes und wenn Du mehr möchtest findet am fünftzehnten April meinen Themenabend statt.
00:02:34: Gärtnern Stadt ziehen wie Du Dein Kind eben bindungsorientiert wirklich mit Nährboden auf die Schule vorbereitet ist und aussteigen kannst Aus diesen Mechanismen.
00:02:46: Und ich bin Ergotherapeutin, ich erzähle dir nicht entspann dich nur.
00:02:51: Sondern ich zeige dir was braucht es wirklich?
00:02:54: und was braucht das außerhalb von diesen sozialen Strukturen und Druck wo auch immer wir das mitbringen?
00:03:02: Ich freue mich melde Dich gerne an wenn ein Schulung bei Euch ansteht.
00:03:06: und jetzt liebe Laura!
00:03:08: Willkommen bei meinem Podcast Chaos Herz und Wachstum dem Familienpodcast rund um die Schulzeit.
00:03:16: Mein Name ist Kirin, ich bin Ergotherapeutin, Familienberaterin, ADHS-Trainerin, Embodiment Coaching und vor allem Mensch.
00:03:24: Und Mama von drei Kindern!
00:03:26: Mit meinem Podcast und meinen Beratungen bin ich dein Anker für stürmische Zeiten – und Leuchtturm um dein Kind und auch dich.
00:03:35: Bindungsstark durch die Wackelzahnprobertät und die Schulzeit zu begleiten.
00:03:39: Gerade auch wenn eure Divergenz bei euch in der Familie eine Rolle spielt.
00:03:44: Schön dass du da bist Liebe Frau Fröhlich, liebe vielgutmanagerin.
00:03:51: Liebe Laura oder liebe Frau Frölich du schreibst in dein Buch Dein Name war oder ist auch ein bisschen Programm fröhlich nett lächelnd ja niemand zur Last zu fallen und ich mag sehr wie dein buch aufgebaut ist weil Du hast kein Ratgeber geschrieben der uns Frauen sagt was wir jetzt noch alles besser machen sollen und uns weiter optimieren sollen, sondern du erzählst schon dir.
00:04:18: Du nimmst uns ganz viel mit als ja Preisträgerin in viel guter Management.
00:04:24: Erst mal herzlich willkommen!
00:04:25: Und was liebst du vielleicht auch daran?
00:04:28: Viel guter Managerin zu sein... Was ist das Gute daran?
00:04:31: Also schön, dass du mit so einer Frage startest.
00:04:34: Denn tatsächlich ist es diese emotionale Arbeit oder gute Stimmung zu verbreiten, es schönzumachen was sehr Wunderbares, was unser Leben auch bereichert.
00:04:44: und ich bin auch gern fröhlich.
00:04:46: also früher fand ich meinen Namen schrecklich als Kind aber heute mag ich den gern.
00:04:50: Ich bin auch sehr gerne gut gelaunt und bin glaube ich auch ein positiver Mensch.
00:04:55: Aber das ist der Punkt.
00:04:57: Ich kann und möchte das nicht immer sein.
00:05:00: Und fühle mich aber durch den Namen, durch die weibliche Sozialisation, durch diese Anforderung als Frau eben auch nicht wütend zu sein oft in so eine Rolle gedrängt.
00:05:10: Also das Schöne ist tatsächlich dass emotionale Arbeit wertvoll ist.
00:05:15: Aber eben und das ist so der Punkt, warum ich das Buch geschrieben habe.
00:05:19: Das auch ermüden kann und wir oft ganz schwer nur aus der Situation herauskommen.
00:05:26: Und das ist das Gemeinde, das Problem.
00:05:28: Ja
00:05:28: es wäre nämlich die Frage was ist der Preis dafür?
00:05:32: Was ist der Preis dafür immer für gute Gefühle zu sorgen?
00:05:37: Einerseits genau wie du sagst sehe ich auch so schönes.
00:05:39: Es ist sehr gut und es ist wichtig.
00:05:41: aber was ist so den Preis Dafür.
00:05:46: Also
00:05:47: der Preis ist, emotionale Arbeit kostet ja Kraft, mentale Kraft.
00:05:51: Ja ich stelle meine eigenen Bedürfnisse zurück Ich präge die Gefühle anderer positiv und das kostet eben Kraft Und es ist uns oft selbst gar nicht so bewusst.
00:06:01: Das heißt wir setzen ständig Kraft ein und sind auch oft gezwungen durch inneren Druck, durch äußeren Druck Gezwungen diese Kraft einzusetzen.
00:06:10: Der Preis dafür is dann eine Erschöpfung Und wir verstehen dann manchmal aber gar nicht, warum bin ich erschöpft?
00:06:16: Warum bin ich hütend?
00:06:18: Warum kann ich nicht mehr?
00:06:20: und wenn wir dann besser verstehen okay emotionale Arbeit auch die Last immer gut drauf zu sein.
00:06:27: Immer zu befrieden, die Superkollegin zu sein und was weiß ich noch alles das ist oft so.
00:06:33: das Problem und das kostet eben unheimlich Kraft
00:06:36: ja absolut Das kenne ich ganz selbst und das ist so häufig Thema auch in meiner Arbeit.
00:06:42: Wenn man ja aufs Gefühl hat, ich kümmere mich ein bisschen hier und mache ein bisschen da.
00:06:48: Und genau das eine Thema ist Mental Load wo du ja auch die Expertin bist und das Buch schon geschrieben hast und dort beschreibt Mental Load eben nur einen Teil dieser ungesehenen Belastung und diese emotionale Arbeit wie wir Frauen so oft leisten.
00:07:05: Genau kostet auch sehr viel
00:07:08: Und vielleicht noch kurz einzuhaken.
00:07:10: So kam ich von diesem Begriff mental load, der vor allem diese Organisationslast beschreibt nochmal auf so eine Unterarbeit eben dieser emotionale Arbeit.
00:07:20: denn auch gerade im Alltag merken Frauen das ist nicht nur die Alltagsorganisationen es auch bei der Fürsorge alle Themen rund um Kinder oder Angehörige sondern Es geht darüber hinaus.
00:07:32: Ich wende Arbeit auch an oder ich wende ich brauche meine Kräfte in meiner Rolle als Tochter, als die Superkollegin im Freundes- und Familienkreis.
00:07:42: Und dass das auch wichtig ist diese Arbeit sichtbar zu machen um nochmal diese Gesamtarbeit im Blick zu haben, die Frauen leisten.
00:07:51: Und da sind wir natürlich dann auch bei strukturellen Herausforderungen das viele Frauen darüber erschöpfen weil sie wie so eine Pipi-Plieserin immer auf andere eingehen aber für sich selbst wenig Raum haben und eben auch oft in diesen Erschöpfungskreislauf geraten.
00:08:06: und da ist es auch wichtig mal Stopp zu sagen.
00:08:08: und ich habe eben weil du auch sagtest kein Ratgeber für Frauen.
00:08:12: Ich möchte in keinesfalls so wieder diesen Anspruch erheben, mit meinem Buch gebe ich jetzt wieder Tipps wie Frauen ihr Leben gestalten sollen.
00:08:21: Deshalb ist die Ratgeber-Thema für Frauen schwierig und ich habe es dann für mich so gelöst dass ich von mir
00:08:27: erzähle
00:08:27: wie immer im ersten Buch Die Frau fürs Leben weil ich gemerkt hab Meine Geschichte, das was ich zu erzählen habe ist jetzt gar nicht so individuell.
00:08:35: Sondern viele Frauen kennen es können sich identifizieren und können dann sagen hey ich probiere es mal wie Laura oder auch ganz anders?
00:08:42: Ich finde den Impuls interessant aber würde denen jetzt nicht anwenden.
00:08:45: Ich hab aber vielleicht einen anderen Impuls von einer anderen Frau.
00:08:48: also soll Mut machen sich mit der Rolle auseinanderzusetzen.
00:08:51: was Frauen daraus aber mitnehmen was sie verändern ob Sie überhaupt etwas verändern dass darf jede Leserin selbst entscheiden und es geht vor allem aber drumzu verstehen.
00:09:01: Ah, deshalb bin ich so erschöpft.
00:09:03: Und das ist schon mal ein ganz, ganz wichtiger Schritt weil wenn wir es sichtbar machen verstehen wir auch besser unser eigenes Verhaltensmuster und können ab und zu dann meine Verantwortungslücke stehen lassen.
00:09:14: Mir fällt gerade sehr spontan ein lass uns doch mal ein Beispiel gehen wo wir das gucken.
00:09:19: was ist Mental Load?
00:09:20: Was ist die emotionale Arbeit genau und was erschöpf da eben auch jetzt hier Keine Ahnung, Thema bei meinen Hörnern ist auf jeden Fall Frühling Einschulung.
00:09:33: Vielleicht können wir das als Beispiel machen irgendwie?
00:09:36: Genau es ist jetzt März.
00:09:37: Wir sind sehr konkret.
00:09:38: unser Kind wird im Sommer eingeschult.
00:09:41: warum stressen wir Mütter uns jetzt schon wieder.
00:09:43: Was ist zum Beispiel Mental Load?
00:09:45: Was sind Mental Loads Geschichten, die uns Energie kostet?
00:09:48: Also beim Mental Load ist auch dieses Vorausschauende.
00:09:51: da hat ja auch eine Soziologin Die Allison Demminger herausgefunden dass gerade Frauen besonders häufig die Dinge vorausschauen betrachten.
00:10:00: also ich sehe das doch immer bei meinem Mann und mir morgens Kindergeburtstag Oh!
00:10:04: Wir müssen heute Abend noch ein Geschenk besorgen.
00:10:05: Ich bin da ganz anders unterwegs.
00:10:07: ich überlegt es in der Woche vorher Und genauso beim Thema Schule einiges, was es vorher zu bedenken gibt.
00:10:13: Also zum Beispiel welche Schule kommt für unser Kind infrage?
00:10:17: Gibt's da einen Termin wo wir uns die Schule anschauen?
00:10:20: wie schauts aus mit Schulranzen-Schulweg?
00:10:24: wer geht mit dem kind diesen Weg?
00:10:26: wer übt das ein?
00:10:27: Was für'n Schulranze ist wichtig?
00:10:29: weil unser Kind vielleicht eher schmal und klein?
00:10:33: Wie kann es mit Freunden und Freundinnen in den Schulweg laufen ohne dass denen da etwas passiert?
00:10:38: Es kann doch nicht gut Schere arbeiten, sollte ich da jetzt schon mal ein bisschen üben.
00:10:44: Das sind so Fragen rund um Schule und tatsächlich zeigen Studien das vor allem Mütter sehr gestresst sind beim Schulthema und dass es immer mehr wird weil wir sehen schon die Anforderungen an Eltern werden immer größer.
00:10:57: Das heißt Frauen fühlen sich eher verantwortlich als Männer für Fort und Weiterbildung des eigenen Kindes auch für die Frühförderung.
00:11:06: Und da nimmt der Druck zu, auch durch Social Media.
00:11:09: Das heißt es gibt natürlich ganz relevante Gedanken, die sich Eltern machen sollten.
00:11:14: aber durch Social media, durch die Erwartungen an Eltern wird das immer mehr und mehr.
00:11:19: also dieses typische muss ich jetzt mit meinem Kind mit der Schere üben usw.
00:11:26: Das macht viel Druck.
00:11:27: Der niemandem hilft in dem Sinne?
00:11:29: Genau,
00:11:29: der niemandem helft und vor allem aber Mütter abholt ja.
00:11:33: Väter sagen dann vielleicht eher meine Güte, dann kannst du halt mit der Schere nicht schreiben, da lernst es halt in der Schule!
00:11:39: würde ich sagen, ist eine realistische gute Einschätzung.
00:11:42: Aber Väter haben oftmals nicht diese Erwartungshaltung der Gesellschaft denn wenn was mit dem Kind nicht so rundläuft in Anführungszeichen es muss ja auch gar nicht alles rundlaufen aber dann heißt nachher das Kind kann er gar nicht mit der Schere üben.
00:11:53: haben sie als Mutter dass nichts zu Hause geübt?
00:11:55: da würde niemand auf die Idee kommen zu sagen hat der Vater der nie mit dem kind gebastelt.
00:11:59: Das heißt Erwartungen an Mütter?
00:12:01: Ja
00:12:01: absolut und das erlebe ich dann auch ganz häufig wirklich diese Einschulung also Man sich als Elternteil ja als Leistungsüberprüfung wahrnimmt.
00:12:11: Schaffe ich es, mein Kind gut genug darauf vorzubereiten?
00:12:14: Also das ist ein Leistungsnachweis!
00:12:16: Genau Das wird dann eher überprüft anhand der Mutter.
00:12:19: Und die bekommt diese Bullshit-Sätze, das Kind kann ja überhaupt nicht mit der Schere arbeiten.
00:12:25: Das Kind zappelt so viel!
00:12:27: Wie viel
00:12:28: YouTube darf es schon schauen?
00:12:30: Was machen Sie nachmittags?
00:12:31: Gucken sie auf das Kind, dass es nicht so viel YouTube
00:12:34: schaut?!
00:12:34: Das sind alles Sätze, die werden an die Mütter gerichtet.
00:12:37: Deshalb stehen dir auch viel stärker unter Druck und können eben nicht so leicht sagen ist doch nicht so schlimm wenn das Kind halt jetzt nicht mit einer Schere arbeitet.
00:12:44: Das heißt wir haben viel Stress, wir haben viele Druck Und Mantelode meint im Prinzip zum einen die ganzen Orga-Aufgaben, die ganzen Tudus, die abgearbeitet werden müssen.
00:12:52: Dann natürlich aber auch Stress und Druck besonders an Frauen gerichtet.
00:12:56: Jetzt kommt noch das Thema emotionale Arbeit!
00:12:59: Das wäre jetzt das Spannende.
00:13:01: Was ist jetzt die emotionale Arbeit?
00:13:03: Also zum Beispiel auch, oh mein Kind wirkt vielleicht noch nicht so als wär's schon schulreif.
00:13:10: Wie kann ich meinen kind fördern?
00:13:12: wie kann ich ihm die angst nehmen?
00:13:14: was könnte ich vielleicht tun damit wir uns da mit anderen Menschen nochmal zusammensetzen und überlegen soll das Kind wirklich jetzt schon die Schule oder stellen wir es nochmal zurück?
00:13:25: dann lese ich da vielleicht ein Buch zu.
00:13:27: Ich unterhalte mich mit meinem Kind, ich mache mir Gedanken, ich tröste es, ich spreche mit Freunden und Freundinnen Tromeratschläge
00:13:35: ein.".
00:13:36: Das ist die emotionale Arbeit ne?
00:13:38: Weil nur schlichtes Organisieren ist nur ein Teil des Mental Loads.
00:13:42: Es gehört einfach auch viel dazu Gefühle von Kindern zu begleiten aber auch die eigenen Gefühlen bearbeiten.
00:13:52: Also vielleicht auch als Mutter dann ganz explizit zu überlegen, wo mache ich mir berechtigt Sorgen?
00:13:59: Wo mache ich mehr so viele Sorgen und belaste vielleicht sogar noch mein Kind mit meinen
00:14:04: Sorgen?".
00:14:05: Und da tendieren Frauen dazu sowas eher zu bedenken, zu reflektieren.
00:14:11: Vielleicht sogar wenn die Angst groß wird eine Psychologin hinzuzuziehen nur mal so als Beispiel.
00:14:16: das alles kostet Kraft weil ich könnte einfach auch sagen wird schon alles Ja, muss ich mir keine Gedanken machen.
00:14:22: Das Kind kriegt es schon irgendwie hin.
00:14:24: Jetzt mache ich mir vielleicht gerade Sorgen aber dann trinke ich irgendwie ein Bierchen und dann sind meine Sorgen weg.
00:14:29: also es gibt ja auch verschiedene Rauschmittel mit denen ich Ängste dann wegdrücken kann.
00:14:33: Aber sich damit auseinanderzusetzen das alles ist emotionale Arbeit Und die betreiben nicht nur Frauen will's gar nicht sagen Männer machen sowas gar nicht.
00:14:41: Aber und es ist der Hintergrund, Frauen werden ja schon früh sozialisiert sich mit Gefühlen auseinanderzusetzen.
00:14:46: Sie werden auch eher darin bestärkt als Jungs.
00:14:49: Ja das ist nämlich auch ein Problem dass Jungs Gefühle abgesprochen werden oder Männer da oft beschämt werden wenn sie viele Gefühles zeigen.
00:14:56: Das heißt Frauen sind dann generell in der Gefühlsarbeit besser, kompetenter.
00:15:03: Erlauben sich eher, sich Hilfe zu holen haben damit aber auch oft wieder die emotionalen Tudus auf der Liste.
00:15:09: und das ist jetzt wieder das Ursprungsproblem dass Frauen eben mit dieser emotionalen Arbeit dann oftmals überfordert sind weil sie auch wieder das Gefühl haben wenn ich das jetzt nicht mache tut es niemand.
00:15:20: und jetzt weil wir noch mal auf die Schule zurückkommen in diesem Fall ist es eben auch ganz wichtig sich nur die Alltagsorganisation zum Beispiel gemeinsam anzuschauen, wenn Eltern schon gemeinsam erziehen.
00:15:31: Sondern auch diese Entwicklung die emotionale... Sache da mit in den Blick zu nehmen und zu überlegen, wie können wir unser Kind gemeinsam begleiten?
00:15:39: Und vor allem ist es eben so wichtig dass sich auch Männer damit auseinandersetzen.
00:15:42: Und eben in der emotionalen Arbeit gerade Söhne ein gutes Vorbild sind.
00:15:46: das heißt ich kann als Mann Gefühle regulieren Ich darf sie ansprechen!
00:15:50: Ich darf Sie zeigen!
00:15:52: So nehmen Männer auch Frauen ein Stück weit von der Last sich immer damit beschäftigen zu müssen und das wäre jetzt auch ein großes Ziel.
00:16:00: im Buch geht's aber schon eher darum Frauen zu zeigen, wie könnt ihr Männer einbinden?
00:16:05: Wir haben so langsam Leid.
00:16:07: Sondern es geht eher darum, wie kann ich mal eine emotionale Lücke stehen lassen nicht jetzt in erster Linie in Bezug auf mein Kind und sondern eher auch sonst im Alltag weil ich bin ja nicht nur als Mutter die Gefühlsmanagerin, sondern in vielen Fällen wo's um Erwachsene geht und diese sind im Prinzip ihre Gefühle selbst zuständig.
00:16:25: jetzt anders noch als Kinder
00:16:27: Ja, und auch das finde ich sieht man an dem Einstiegensbeispiel.
00:16:30: Oma hat die Idee, Tante hat noch die Idee.
00:16:33: Onkel hat noch diese Idee.
00:16:35: Schwiegermutter sagt noch das und das.
00:16:37: Auch das sind Themen, die ich aus meiner Arbeit kenne, die immer noch Beispiele haben oder dann nochmal eine Erzieherin kommt dazu.
00:16:43: Also es ist ja nicht nur eben Mutter-Kind wo wie du sagst schon wichtig ist dass wir diese emotionale Arbeit machen aber Nicht zuständig, dass Oma ein gutes Gefühl für die Einstuhlung hat.
00:16:58: Das ist der wichtige Punkt, genau.
00:17:00: Und das ist auch der Unterschied bei emotionaler Arbeit hin zum Kind.
00:17:04: da sind wir als Eltern Mutter Vater einfach auch in der Verantwortung weil Kinder können ihre eigenen Gefühle noch nicht so regulieren.
00:17:12: aber wie du gerade gesagt hast muss ich jetzt meiner vielleicht macht sich die Oma des kindes sorgen muss ich deren Sorgen übernehmen und Frauen haben dann oft das Gefühl Ich muss vielleicht noch in die Richtung regulieren.
00:17:23: Dann muss ich meinen den vater des Kindes noch mehr einbinden ihn animieren Dann muss ich im beruflichen Alltag irgendwie auch noch die Kolleginnen und Kollegen abholen, die gerade schlecht drauf sind.
00:17:35: Und muss mich im Familienchat um die ganzen Belange von Onkel Tante und Co.
00:17:40: kümmern.
00:17:40: Im Freundes-Chat muss sich auch Veranstaltung koordinieren.
00:17:45: Da ist wieder der Punkt, fand ich übrigens auch die Let Them Theorie von Mel Robbins sehr hilfreich.
00:17:51: also dieses Erwachsene Menschen sind für ihre Gefühle selbst verantwortlich.
00:17:57: Aber, und da geht es jetzt auch wieder im Buch drum... Ich hab dann auch das Gefühl ich muss mal fragen, sag mal bist du sauer auf mich oder was ist denn mit dir los?
00:18:05: Kann ich dir irgendwie etwas Gutes tun?
00:18:07: Auch gerade Hinweg auf die eigenen Eltern ist immer sehr schwierig auch manchmal die Beziehung zu gestalten.
00:18:13: aber auch die Frage warum fühlen sich gerade Töchter vor allem auch älteste Töchter immer verantwortlicher Beziehungen
00:18:20: zu
00:18:21: bauen, zu knüpfen, Konflikte anzusprechen.
00:18:24: Sich zu sorgen?
00:18:26: und warum ist es so schwer aus dieser Rolle rauszutreten?
00:18:28: Das ist nämlich eine ganz interessante Frage denn tatsächlich auch unsere Eltern sind für ihre eigenen Gefühle verantwortlich auch als Kinder verantwortlich für die Eltern.
00:18:39: Aber eben und das Problem ist, wenn die Erwartung so ist dass gerade auch die Töchter immer zuständig sind, immer ansprechbar, immer zu belastbar... Wir sind dann, kenne ich von mir selbst auch in dieser Super hochfunktionale Rolle, die kriegt das schon alles hin.
00:18:55: Die ist immer für alle da.
00:18:57: Die macht es ja mit Leichtigkeit und dann habe ich aus meiner eigenen Perspektive erzählt nach außen sieht so aus als wenn wir das alles schaffen.
00:19:06: Kennst du sicher auch als Mutter?
00:19:08: Als Alleinerziehende Mutter als Selbstständige?
00:19:11: Mensch, die macht es super!
00:19:12: Die kriegt ja alles hin.
00:19:14: aber in unserem Inneren ist es manchmal so dass dieses Hochfunktionale uns selbst richtig auslaugt Und aber dieses Bild von uns für die anderen so klar ist, dass sie dann manchmal richtiggehend erschrocken sind.
00:19:28: Wenn Mama sagt ich will nicht ich kann nicht Ich bin erschöpft Aber wie?
00:19:31: du kannst doch sonst alles sagen.
00:19:32: was ist mir jetzt auf einmal mit dir los waren wüssten Du so aggressiv wo?
00:19:35: ich denke ich bin nicht aggressiv ich bin kaputt Ich bin erschöpft, ich kannte nicht mehr.
00:19:39: Aber dafür interessiert sich kein Mensch weil ich nach außen hin ja immer die große Performerin
00:19:44: bin.
00:19:44: Eine Erwartung einfach.
00:19:45: und der Preisenbuch!
00:19:47: Ich habe gerade in Vorbereitung auf unser Gespräch geguckt und ich hatte gestern ein Erlebnis wo ich auch denke Heide Nei kack aus Patriarchat.
00:19:57: welche Erwartungen?
00:19:58: Ich bin mit dem Fahrrad gefahren und ein gut aussehender schicker Mann kurz vom Bahnhof macht die Tür auf und steigt aus.
00:20:07: Ich muss volle Pulle auf die Bremse steigen, damit ich da nicht rüber kippe.
00:20:12: Tatsächlich ist bei mir auch so mein Kopf... Also wenn mir das gerade passieren würde als selbstständige Mutter von drei Kindern alleine erzielt es halt richtig scheiße!
00:20:21: Mein Nervensystem ist richtig hochgefahren und ich habe auf die bremse gedrückt Und ich habe diesen Feder von diesem Menschen ausgebügelt und es ist nichts passiert.
00:20:29: Und ich war in dieser Energie und hab gesagt hey halt stopp!
00:20:34: Dann meinte er seien sie nicht so unfreundlich zu mir.
00:20:37: Wahnsinn, ja!
00:20:38: Gutes Beispiel.
00:20:40: Und dann habe ich gesagt hier ist eine Entschuldigung fällig.
00:20:44: Sie haben hier gerade fast ein richtig schlimmer Unfall verursacht.
00:20:47: Nicht wenn sie so mit mir sprechen.
00:20:50: Ja, das ist ein sehr gutes Beispiel.
00:20:53: Ich
00:20:54: war bis zu dem Punkt nicht unfreundlich.
00:20:55: Ich war einfach sehr klar Er hat Mist gebaut?
00:20:59: Ich hab einen Riesenschreck gekriegt Ich war vor meinem Nervensystem.
00:21:02: Einen Glück ist mein Nervenystem hochgefahren weil wenn ich total sanft bin, dann wäre ich jetzt im Krankenhaus.
00:21:11: Also das ist ein sehr gutes Beispiel, warum auch unsere Erfahrungen meine oder deine nicht so individuell sind wie wir dann manchmal im Alltag als Frauen denken.
00:21:21: und vielleicht sagen wir mal im schlimmsten Fall.
00:21:25: Ich denke mein Jüngeres ich wenn dem was dir passiert ist hätte ich noch eine halbe Stunde darüber nachgedacht was ich hätte anders machen sollen langsamer fahren ihn freundlicher ansprechen wie auch immer
00:21:37: ganz viel emotionale Arbeit wieder ja absolut
00:21:40: Genau.
00:21:41: Und vor allem das Schlimme, was du jetzt da auch erzählst ist und ich kann es teilen.
00:21:46: Wir sagen ja nicht nur Stopp wir könnten auch völlig neutral Wütenstopp sagen weil da hat jemand anders ein Fehler gemacht der uns in große Gefahr bringt.
00:21:54: Da sind schon Menschen bei ums Leben gekommen wenn in so einer Aktion.
00:22:00: Aber dann ist ja wie Du grad gesagt hast man is ja wirklich im Alarm Modus und reagiert dann laut Und dann wird als Frau das sofort als Aggression und Angriff, nicht passendes Verhalten umgedeutet.
00:22:18: Das ist eben echt problematisch vor allem auch für junge Frauen oder in solchen... In solchen schlimmen Situationen, was du ja machst ist eigentlich nur kurz mal dieses Stopp.
00:22:30: Ich bin genau völlig konfuß gerade weil gerade so eine schlimme Situation entstanden ist und dann reagiert dieser Mensch der selbst ein Fehler gemacht hat und wirft sozusagen wie so ne Umkehr Jetzt bist du das Problem, weil du bist hier so aggressiv auf der Straße und Frauen die eben Wut zeigen.
00:22:46: Die Grenzen zeigen, die werden oft so aggressif geframed Es wird ihnen die Schuld wieder einfach zurückgespiegelt.
00:22:53: Und das ist auch der Grund warum dann viele Frauen eher sagen Oh Gott was habe ich falsch gemacht?
00:22:59: Das hast du auch gesagt dieser große Gut aussehen.
00:23:01: Also vielleicht will er schon nicht auch ein Mensch der einfach Wirkung hatte.
00:23:05: Ja leider sind wir ja da auch so mit optisch und groß und und es imponiert dann.
00:23:10: Und dann ist man schon dreimal klein und denkt sich, dieser große starke tolle Mann, der ist wahrscheinlich auch ein Host hier.
00:23:17: Was habe ich falsch gemacht?
00:23:18: Das ist das Problem daran, dass wir uns dann eher wieder sagen, ich ducke mich, ich mache mich klein.
00:23:25: Ich darf auf jeden Fall nicht wütend sein weil das kenne ich auch, dass man dann als aggressiv geframed wird und wir Menschen möchten ja nicht aggressiv auftreten.
00:23:32: Das Gemeine ist, wir zeigen eine Grenze aggressiv auf der Straße unterwegs.
00:23:40: Und er hat gesagt, so von wegen wenn du nicht so aggressiv wärst dann hätte ich meine Tür nicht so aufgerissen.
00:23:45: fast klingt so es ist ja total absurd aber schönes Beispiel dafür warum es auch nicht so leicht ist als frau grenzen zu setzen.
00:23:53: bei
00:23:54: man muss ja dann auch dastehen und da drüber stehen und ich weiß nicht wie's dir geht.
00:23:57: du hast das jetzt in diesem fall sicherlich auch gemacht.
00:24:00: Vielleicht wär's mir ähnlich ergangen, aber zehn Jahre früher und da hätte ich erst mal geweint und mir einen Tag lang überlegt.
00:24:06: Warum mich so aggressiv durch die Straßenrumpel?
00:24:08: Anstelle zu sagen hier der Typ hat das Problem.
00:24:11: Ja also tatsächlich ist für mich der absolutes Embodiment ja mein Weg gewesen über den Körper, über das Spüren und dann eben auch spüren.
00:24:18: Also
00:24:19: ja
00:24:19: Ich habe kurz ganz kurz war ich auch so Hätte ich es freundlicher gesagt sich nicht entschuldigt.
00:24:29: Und diese Klarheit, diese Reaktion die war wichtig und gut.
00:24:33: aber das ist wirklich etwas wie du sagst über die Jahre habe ich das gelernt zu spüren und hab da vielleicht auch tatsächlich... Ich hatte eine Mutter die es sich auch schon mit auf den Weg gemacht hat und so.
00:24:46: also ich musste nicht die Arbeit von tausend Großeltern machen sozusagen.
00:24:51: Also meine Mutter ist da schon los gegangen aber ich kenne sie eben ganz häufig dass ich dann eben dieses Poem bekomme.
00:24:59: Dass ich zu laut bin, dass ich ... Ich weiß noch eine Diskussion zwischen meinen Eltern.
00:25:06: Da saß ich ... Rundstuhlalter!
00:25:11: Und sie haben sich gestritten, dass nicht wie ein Mädchen da saß, weil ich meine Beine so weit auseinander hatte.
00:25:18: Ich saß da halt gemütlich und hab den Rock- und Wollstrumpfhose an.
00:25:23: Und die haben sich gestritten, ob das jetzt Mädchen-mäßig war oder so.
00:25:27: Also solche Erwartungen und wenn wir uns für unsere Gefühle einstehen, dass das dann als negativ gefilmt wird und dass das ja Patriarchalator ist.
00:25:42: So absolut!
00:25:43: Ich fand was du auch noch mal geschrieben hast und da habe ich auch noch einmal gedacht also genau, dass Charmea oft ein Antreiber ist Schämen etwas Unmögliches nicht zu schaffen.
00:25:58: Alle immer glücklich machen, krasse Leistungen zu haben, super dabei auszusehen, immer lächeln und am besten auch noch freundlich und nett alle grenzen so dass der Mann oder unser Gegenüber sich auch noch gut dabei fühlt?
00:26:15: Ja das.
00:26:15: und deshalb ist ja also... Und wie kriegen wir das alles hin in dem wir dazu dafür sorgen, dass Frauen sobald sie ihre natürlichen Grenzen schützen würden sofort ein Schamgefühl empfinden.
00:26:28: Und deshalb auch dieser Hinweis nochmal auf dieses Blöde, diesem blöden Posi-Albumspruch sei wie ein Feichen im Mose einfach bescheiden und rein.
00:26:36: Ich habe auch beschrieben, wie ich zwar schon als Kind diesen Spruch doof fand aber irgendwie hat es mir trotzdem so einen Stempel aufgedrückt das Frauen dann gut sind wenn sie eben einfach Bescheiden oder Rein sind.
00:26:47: und nicht die Angeberinnen, die Egoisten die immer sauer wird, sondern wir wollen immer unkompliziert sein.
00:26:55: Das fängt schon an.
00:26:56: auch als junge Frau wollte ich immer die Unkomplizierte sein, auch hinsichtlich zu Männern.
00:27:02: Wenn ich mal einen ersten Freund hatte, wollte ich immer unkomplizierte Freunden sein die nicht rumstressen.
00:27:07: Die irgendwie locker mit auf den Fußballplatz geht.
00:27:09: aber ich war nicht die die gesagt hat kommt doch mal mit mir zu einem Konzert von meiner Lieblingsband.
00:27:14: welchen genau wusste denn hätte mein freund damals gesagt auf keinen Fall schreckliche Musik.
00:27:17: Aber ich bin überall mitgegangen.
00:27:19: ja also dieses dass wir uns anpassend unkompliciert sind und gefühle positiv prägen auch in Beziehungen gerade auch in heterosexuellen Beziehung das Frauen dazu animiert werden immer die Gefühle der Männer denken.
00:27:32: Ja,
00:27:32: und
00:27:33: was du jetzt auch beschreibst?
00:27:34: Und das ist eben tatsächlich ein sehr gewaltsames Problem!
00:27:39: Du hast gerade Dinge beschrieben die sehr gesund sind auf eigene Bedürfnisse zu achten, eigene Wünsche zu äußern, Grenzen wahrzunehmen ja sich auch im Blick zu haben.
00:27:52: Das wird dann aber ganz schnell als eben egoistisch gefremd.
00:27:56: ich bin gestern als aggressiv gefreumt worden.
00:27:59: Ich habe stopp gesagt, da war eine gefährliche Situation in der ich gut reagiert habe.
00:28:16: Das Beispiel, was du auch im Buch hattest jetzt hier gerade fand ich so schön.
00:28:20: mit der Bravo erzählen nochmal.
00:28:21: Ja, ich
00:28:21: erinnere mich daran früher wir haben halt die bravo girl gelesen Die Brigitte Young Miss und Popcorn und diese ganzen Zeitschriften, die früher Social Media ersetzt haben.
00:28:33: Und da gab es die Mädchenzeitschriftungen und die Jungszeitschriften.
00:28:36: Die Mädchen-Zeitschriften haben sich wieder mit Gefühlsarbeit beschäftigt.
00:28:39: Da ging's um verliebt sein.
00:28:41: wie kann ich irgendwie meinen Boyfriend an mich binden ihm nicht zu sehr auf die Pelle rücken aber Zuneigung zeigen.
00:28:46: Also dieses Ganze, wie man sich als Frau verhalten soll und krass ist immer wenn wir es dann auch von der anderen Seite anschauen.
00:28:53: die Jungs haben bravo Sport gelesen ihre Idole Wettkampf Sport Hobby.
00:28:59: da ging's darum da gings aber nie um Frauen.
00:29:02: Und ich habe Mary Street zitiert, die so schön gesagt hat Frauen lernen, die Sprache der Männer zu sprechen.
00:29:08: Aber Männer lernen nicht die Sprach der Frauen zu sprechen und daran sehen wir schon dieses Ungleichgewicht.
00:29:16: Das ist das was im Buch auch finde ich eine Rolle spielen soll wie ungerecht und gemein es ist.
00:29:21: Warum ist aber gleichzeitig verständlich?
00:29:23: Ist warum viele Frauen in so ne Pipelbliserenrolle kommen.
00:29:25: also sind nicht selbst schuld sondern das Patriarchat macht sie zu diesen Pipelbliserinnen und hält sie auch darin, weil wenn wir dann mal sagen ich gehe heute Nachmittag raus und trink ein Kaffee.
00:29:36: Und meine Familie kann ihr Essen selber kochen sitzen viele da und trauen sich vielleicht haben dann aber Schuldgefühle.
00:29:43: Oh Mensch die Armen jetzt haben die vielleicht nur ein trockenes Brot hätte ich nicht doch lieber.
00:29:47: und das heißt bringen die Schuldgefühl uns dazu, dass wir beim nächsten Mal sagen kommen nachmittags Kaffee trinken macht mir eh keinen Spaß.
00:29:54: Ich fühle mich dann so schlecht da mache ich lieber wieder Mittagessen.
00:29:57: Das heißt man wird so gehalten in diesem Thema und deshalb ist es wichtig sich diese Scham-und-Schuld anzuschauen Die schon auch daher rührt an der Sozialisation als Frau.
00:30:06: Wir erwarten von Frauen das sie sich anpassen, dass sie sich gefügig machen, dass Sie freundlich sind nicht wütend werden Ja häuslich sind sich für Kinder interessieren.
00:30:15: Und wenn sie diesen Rahmen sprengen bekommen sie zu spüren, in dem wir sagen wie du willst keine Familie gründen.
00:30:21: Aber Kinder machen doch so glücklich oder bei dir ist so chaotisch sag mal.
00:30:25: Du findest doch Zuhause wahrscheinlich gar nix.
00:30:27: und Frauen schämen sich dann.
00:30:29: manche haben Kraft und sagen es mir wurscht.
00:30:31: also es gibt auch Frauen die finden sich in diesen Rollen die ich beschrieben habe gar nicht wieder.
00:30:36: Die haben eine gewisse Kraft sie haben sicherlich auch Vorbilder das auch ein Persönlichkeitsmerkmal.
00:30:40: also nicht alle Frauen sind Pipi Bliserin aber allein schon die Kraft die diese Frauen ständig aufbringen müssen ist schon wieder ätzend, im Beruf zu sagen ich bin stolz auf das was ich leiste und ich muss immer wieder über diese Hürden gehen.
00:30:53: Also auch das kostet Kraft
00:30:55: und es ist eben dann doppelt der Arbeit.
00:30:56: also ich sage wir dreifache Arbeit nicht aus der Vergangenheit.
00:31:01: also ich will sagen nur eine berufliche Weiterbildung nicht mal für Knügen.
00:31:08: Also organisiere ich wie dass ohne mich laufen kann.
00:31:12: mache ein Essensplan koche vielleicht vor Dann plan ich, wie ich da hinkomme.
00:31:17: Weißt du was?
00:31:19: Ich freue mich auf dieses Event und gleichzeitig braucht es viel emotionale Arbeit um eben nicht in diese Schuldspirale zu gehen.
00:31:26: oder wenn ich dann da bin und merke die Schuldspierale mich zu fragen hätte der Vater der Kinder die gleichen Gefühle?
00:31:32: und all das.
00:31:34: Da habe ich ganz schön viel Arbeit, wenn ich mich eigentlich nur mit einer Freundin auf den Kaffee trinken will und ein bisschen entspannt.
00:31:39: Genau!
00:31:39: Wir gucken immer zu den Männern hin nicht um zu sagen die sind das Problem oder so sondern eher wo empfinden die?
00:31:46: oder wie empfinden sie anders?
00:31:47: Die würden sich diese Gedanken gar nicht machen weil sie auch nicht so Angst vor dieser Scham haben.
00:31:53: Bei Männern gibt es trotzdem auch diese Beschämung, wenn sie ihrer Rolle nicht entsprechen.
00:31:58: Also ich denke da können auch Männern Lied von Singen, die zum Beispiel Gefühle zeigen, die in Teilzeit erwerbstätig sind bei sich um Kinder oder Angehörige kümmern, die sich mit
00:32:07: Freunden
00:32:08: über Gefühlen austauschen, die einfach dafür sorglicher sozialisiert sind oder sich geben.
00:32:15: Die werden dann beschämt von solchen Sätzen wie was bist du für ein Mann?
00:32:20: Oder wieso willst du denn keine Karriere machen?
00:32:22: bei uns in der Firma, weil wenn du jetzt länger in Elternzeit gehst kannst du das vergessen.
00:32:26: Die werden auch beschämt in den Erwartungen, die wir an Männer haben.
00:32:30: Deshalb wäre da auch noch mal wichtig hinzuschauen jetzt in unserem Fall.
00:32:34: Wir Frauen sind nicht verantwortlich, die Scham von Männern aufzuarbeiten.
00:32:38: aber ich möchte trotzdem nochmal darauf hinweisen dass Männer die Schamen grundsätzlich schon kennen nur eben nicht in diesem häuslichen fürsorglichen und emotionalen Bereich Und da können sie sich einfach viel leicht davon abgrenzen weil die sich abends nicht dafür schämen müssen.
00:32:51: das Sie irgendwie sich jetzt nicht genug Gedanken um die Kinder gemacht haben Wirklich auch leichter sagen, jetzt kann er halt nicht mit der Schere arbeiten.
00:33:00: Ist doch egal am Ende kommt es da auch nicht drauf an.
00:33:03: Das finde ich ist ein gesunder richtiger Gedanke.
00:33:05: dem würde ich auch absolut bestätigen.
00:33:07: darauf kommt's wirklich nicht an.
00:33:08: aber die Sorgen und Ängste gerade was die Entwicklung des eigenen Kindes angeht Die wird den Müttern auch mit der Erwartung von außen eben mit in die Wiege gelegt Und das ist unheimlich unfair grad wenn wir uns jetzt diesen Elternbereich anschauen.
00:33:20: Ja absolut genau.
00:33:23: Ich finde es total wertvoll, dass du das nochmal sagst.
00:33:25: Aus diesen patriarchalen Strukturen auszusteigen ist für beide Geschlechter auch mit Charme bedeckt und gleichzeitig auch die Klarheit wo wir Frauen wieder sagen dürfen ja es ist so Und es aber auch hier ein Zutrauen ist, dass wir das nicht auch noch managen müssen.
00:33:42: Dass wir jetzt auch nur den Vielgutmanager machen müssen.
00:33:47: Was du dir in dem Buch schreibst.
00:33:48: und was für mich tatsächlich vor einigen Jahren bei dem Buchen Mythos Mutterinstinkt genetischen Voraussetzungen haben wir gleich.
00:33:57: Das ist Sozialisation.
00:33:59: Es gibt kein genetisches Gen Was sagt, dass wir da voll den Vorsprung haben?
00:34:05: Sondern das ist diese Erziehungs-Sache.
00:34:07: Diese Erwartungssache und dann haben sozusagen die, die da sehr rein männlich
00:34:14: sind,
00:34:16: sozialisiert sind wirklich die Wahl.
00:34:21: Du schreibst auch so einen Satz in deinem Buch und das merke ich eben auch sehr doll in meinen Beratungen beide.
00:34:27: Ich bin halt dem Gefühl nicht so gut Musst du es besser machen?
00:34:30: Ich kann dafür das Auto schrauben.
00:34:32: Da übernimmt man sich absolut aus der Verantwortung.
00:34:35: oder ob man eben sagt, ja spannend ich bin mutig und gehe in ein Bereich, indem ich nicht in meiner Kompetenz bin sondern bin bereit dazu zu lernen ohne dass meine viel guten Managerin mich tausendmal dabei lobt und ich die Wertschätzung bekomme, dass ich der tollste von uns zubinde weil ich mich jetzt auch noch mit Gefühlen beschäftige.
00:34:59: Ja, deshalb war mir auf dieses Kapitel die Männerversteherin nochmal so wichtig.
00:35:03: Dass es jetzt eben auch wie gesagt finde ich nicht wieder Sache der Frau ist, Männern zu erklären was ist emotionale Arbeit?
00:35:09: Wie kann ich dich mehr einbinden?
00:35:11: Wie kannst du darin wachsen?
00:35:13: sondern ganz ehrlich Ich habe überhaupt gar keine Lust jetzt Männern zur Kompetenzen zu verheben anders und passiert das ja auch nicht.
00:35:20: Und tatsächlich da sind Männer auch finde ich selbst verantwortlich und deshalb brauchts finde ich ja auch eine Revolution von Männerseite wirklich toxischen Männlichkeitsidealen verabschieden wollen, die gerade aber aktuell grad auch junge Männer eher so durch traditionelle Rollenbilder da wieder so reingezogen werden.
00:35:38: Also es gibt natürlich einfach ein Backlash auf jeden Fortschritt.
00:35:41: Gibt es auch wieder einen... Nee wir müssen wieder zurück!
00:35:43: Da war's leichter besser.
00:35:44: ja, da wussten wir was ist ein richtiger Mann?
00:35:46: Was ist eine richtige Frau?
00:35:47: Also da haben wir auch grade das Problem.
00:35:49: Aber gut, da müssen wir so grad mit feministischen Themen einfach mit rechnen und trotzdem weiter nach vorne gehen weil am Ende wie du gerade sagst, wir gewinnen alle davon.
00:35:59: Das heißt wenn Frauen auch mal oben nochmal zusammenzufassen sagen, wenn Frauen Verantwortungslücken stehen lassen dann haben Männer ja auch die Chance reinzuspringen.
00:36:07: und noch einmal ganz konkret Wenn ich als Frau sage Ich bin in meinem beruflichen Kontext nicht mehr die Vielgutmanagerin.
00:36:13: Ich bekomme dann vielleicht mal so ein Spruch wie hey lau was mit dir los?
00:36:16: Du bist zurzeit immer so aggressiv oder schlecht gelaunt Ja klar
00:36:20: okay.
00:36:20: Und dann kann ich immer
00:36:21: noch sagen
00:36:22: Halt dich das aus Oder füge ich mich dann doch der Rolle, was ja auch völlig verständlich ist.
00:36:28: Aber vielleicht lasse ich hier und da mal eine kleine Lücke und lass auch mal den Männern die Chance da reinzutreten.
00:36:33: oder lasst vielleicht auch hinsichtlich der Familie meine Lücke organisieren.
00:36:36: nicht in die nächste Betriebsfeier.
00:36:38: oder kann es mein Cousin oder meinen Bruder machen?
00:36:40: Oder sie machen's eben auch nicht.
00:36:41: aber Ich bin eben nicht die vielgut Managerin und springen jede Lücke rein sondern schütze auch meine Zeit und Ressourcen.
00:36:47: Und diese Scham ist nach wie vor da.
00:36:50: Und darum ist, glaube ich ein ganz wichtiger Hebel dass wir Frauen uns da unterhaken und sagen hey ich weiß genau wie du dich fühlst Pass mal auf, so habe ich das gemacht.
00:36:59: Oder hey komm!
00:36:59: Ich stärk dir den Rücken damit du da nein sagen kannst.
00:37:02: oder hey komm.
00:37:03: wir gehen am neunten März auf die Straße zum großen Frauenstreik und sagen wir machen das alles nicht mehr mit.
00:37:09: also dass ist glaube ich ein ganz wichtiger Hebel, dass Frauen sich zusammenschließen auch über dieses toxische Konkurrenzverhalten hinaus was uns auch so vom Patrarch hat mitgegeben wird.
00:37:18: Strauchelt die einen?
00:37:19: Ist das ein Gewinn für dich?
00:37:20: ja?
00:37:21: So eine fiese Botschaft.
00:37:22: und zu sagen ne Moment Mal Ich schaffe es vielleicht gerade nicht, diese Verantwortungslücke stehen zu lassen.
00:37:28: Aber ich höre mir andere Frauen an!
00:37:29: Wir haben dies gemacht und lass mich davon inspirieren.
00:37:33: Lass mich aber nicht unter Druck setzen.
00:37:35: eben möchte auch mit dem Buch Nicht Andere Frauen Unterdruck setzten dass sie sich ändern müssen.
00:37:40: Frauen müssen überhaupt gar nichts.
00:37:42: Aber ich merke einfach bei meinen Vorträgen manchmal so ganz kleine Alltagsbeispiele.
00:37:46: Es kann eine stille, leise Revolution sein, dass ich nicht mehr die Toilettenpapierrolle immer wieder neu auffülle und austausche und einkaufe, sondern meine Familie auch mal mit so einer Lücke konfrontiert und sagt, ich mache das alles nicht mehr.
00:37:59: Absolut!
00:38:00: Und mir kommen zwei Punkte gerade noch.
00:38:03: Einer ist... Das spricht das Thema Charme an?
00:38:07: Und ich finde, bei Thema Scham ist Toene Brown.
00:38:10: Bei mir total stark.
00:38:12: Verlässlichkeit macht es stark.
00:38:14: Also gerade mit der Scham zeigen wir uns... Ich habe aufgehört und gerade im Stress bin ich nicht immer ganz so konsequent aufzuräumen bevor Freundinnen kommen.
00:38:29: Wir bestehen uns auch nur ständig selber!
00:38:31: Dann denken wir wieder, wir sind nicht gut, also was sagt, räume ich auf?
00:38:34: Und die andere fühlt sich schlecht, weil es bei ihr vielleicht nicht so aufgeräumt ist irgendwie.
00:38:38: Und ja
00:38:39: manchmal stehe mich mich da auch ein bisschen und ich hätte es ganz ehrlich gesagt an manchen Stellen studiert.
00:38:47: und ich sage manchmal liebe Schwieger dann wenn du mir zuhörst Ich sag manchmal im nächsten Leben möchte ich so ein schönes Wohnzimmer haben wie ihr's habt.
00:38:57: Und ich höre es gerade nicht.
00:38:58: das ist wieder dieses unmögliche was ich in meinem Pensum habe.
00:39:01: ich setze grad andere Prioritäten Ja,
00:39:05: Lücke, die
00:39:06: eben auch.
00:39:07: Dann zeige ich mich verletzlich!
00:39:09: Dann zeig ich mir verletzlich dass ich es auch gerne anders hätte.
00:39:15: und dann entsteht wahnsinnig viel schöne Verbindung und Bestärkung und dann können wir hingucken das macht stark, das macht uns stark Das macht weiblich stark aber das können Männer genauso.
00:39:28: also da braucht man wieder nicht die Hormone zu.
00:39:33: Und gleichzeitig mit Hormon, das muss ich tatsächlich sagen.
00:39:37: Das finde ich ganz cool!
00:39:38: Ich merke tatsächlich so rund um den vierzigsten Geburtstag dass da diese Kuschelgeschichten ein bisschen weniger geworden sind.
00:39:44: Es fällt mir leichter die Schritte zu machen, dass da wirklich doch ein ganz bisschen schon mit die Hormone dabei sind und es fällt mir leichter an manchen Stellen.
00:39:56: und natürlich, die Kinder sind auf andersem Alter.
00:39:58: Die sind nicht mehr im Tragetuch und ich kann den Kindern zutrauen sich das Spiegel drauf zu machen um jetzt nicht das perfekte Gemüse-Eiweißverhältnis zu haben.
00:40:10: Da spielt sicher auch eben die Lebenserfahrung eine Rolle.
00:40:13: Also ich muss auch sagen, ich kann mich auch leichter abgrenzen als noch vor zehn, fünfzehn Jahren.
00:40:18: Auch als Mutter kann ich mich leichter abbrennen.
00:40:21: und was du jetzt noch angesprochen hast also da könnte man wahrscheinlich auch mit einer entsprechenden Expertin eine weitere Folge machen mentale Ressourcen und Hormone.
00:40:29: wie spielen die zusammen?
00:40:31: Also wann habe ich mentale ressourcen oder wann eben auch nicht?
00:40:35: Wann fühle ich mich gut und wann eben was ja absolut damit zusammenspielt.
00:40:41: Also dieses ganze Thema ist superspannend, man kann es noch von vielen Seiten beleuchten.
00:40:46: Da gibt's sogar eine Partnersfolge dazu?
00:40:49: Sehr perfekt!
00:40:50: Also alle die jetzt zuhören du wirst das vielleicht direkt noch verlinken weil das hier absolut perfekt.
00:40:56: insofern das Thema einfach super spannend und hat ganz viel ganz viel wissen, dass das da noch auch ans Tageslicht gehört und hat am Ende des Ziels, dass wir besser verstehen warum handeln wir wie?
00:41:10: Woher kommt der Druck?
00:41:11: Wo herkommt die Scham.
00:41:12: Und dann wenn ich besser verstehe, warum verhalte ich mich wie kann ich auch besser mehr wieder Kontrolle darüber erlangen ob ich das jetzt tue oder nicht?
00:41:21: aber wie du schon gesagt hast an manchen Tagen Räume ich dann vielleicht doch auf, weil ich mich sonst so sehr schäme und das ist auch in Ordnung.
00:41:28: Ja, aber dann weiß ich auch warum ich mich schäbe?
00:41:30: Warum mir da so ein Hausfrauenbild aufgedrückt wird?
00:41:33: Dann kann ich sagen okay heute schäm' ich mich, ich räume auf!
00:41:35: Und dass es auch in ordnung war.
00:41:37: Ich weiß ja woher's kommt.
00:41:38: Es liegt nicht an mir, dass ich irgendwie einen Putzfimmel habe sondern es liegt an der Erwartungshaltung von außen und auch das ist völlig in Ordnungen.
00:41:44: also auch das kann eine Selbsterlaubnis sein zu sagen ok ich weiß warum ich es tue und ich kanns jetzt gerade nicht anders und ich hab grad nicht die Kraft zu meinem Chaos zu stehen, also auch das ist in Ordnung.
00:41:56: Absolut!
00:41:57: Ich bin gerade im Hintergrund in meinen Gedanken.
00:42:00: Mental load, nee nicht mental load, emotionale Arbeit ist total spannend.
00:42:04: ich beobachte grad ein Phänomen dass mir wahrscheinlich mit einem Mann nicht passieren würde.
00:42:09: wir haben vorher gesprochen dass sich nach vierzig Minuten circa Schluss machen würde.
00:42:12: spätestens.
00:42:14: Ich beobachte
00:42:15: glaube ich, dass du das auch im Blick hast.
00:42:17: Weißt du was wie interessant es ist?
00:42:19: Es ist so eine Beobachtung und ich kann dir auch ganz ehrlich sagen warum.
00:42:22: Das kennen wahrscheinlich viele die zuhören.
00:42:24: auf meinem Telefon hat eine unbekannte Nummer angerufen Und das passt da genau zu unserem Thema, denn tatsächlich ist es so dass wenn was mit den Kindern ist wird immer ich angerufen.
00:42:38: Jetzt ist es in dem Fall sehr wahrscheinlich irgendein Kunde oder wie auch immer sonst wäre da direkt nochmal angerufen worden.
00:42:47: aber und das ist wieder emotionale Arbeit Ich bin schon Mit meinen Gedanken oh je wer hat er angerufen?
00:42:53: Ist es wichtig?
00:42:54: Ist irgendwas mit der Familie?
00:42:56: Es ist eine Nummer mit Stuttgarter Kennzeichen Vorwahl.
00:43:01: könnte das ein Lehrer meiner Tochter sein.
00:43:03: Muss ich da zurückrufen?
00:43:05: Und deshalb
00:43:06: ist es
00:43:06: schön, du siehst sofort
00:43:08: Du spürst
00:43:08: bei mir Ich guck so auf die Uhr!
00:43:10: Ich bin schon wieder so abgelenkt Es ist emotionale Arbeit.
00:43:13: Ich habe im Blick wie reagiert.
00:43:14: Die Laura fühlt sich wohl oder will die zum Ende kommen?
00:43:17: Du spürest es total.
00:43:18: Ich schon denkt wiederum Hoffentlich ist nichts mit den Kindern und Das ist wiederum eigentlich schön dass wir jetzt so ein menschliches Beispiel haben für genau das, was Frauen im Kopf haben.
00:43:29: und du hast so schön gesagt.
00:43:30: Es gibt sicher auch Männer die das im Kopf waren, was wir jetzt besprechen.
00:43:34: aber wir wissen schon dass der Großteil sagen würde hier die sitzt in meinem Podcast und ob sie Schluss machen will oder nicht ist mir doch wurscht.
00:43:40: ich ziehe meine Fragen durch ja?
00:43:43: Oder die würden sagen jemand der angerufen hat und es wichtig war wird sich noch mal melden is mir doch Wurscht.
00:43:48: Ich konzentriere mich auf den Podcast Und deshalb sind wir oft erfasert und können nicht mehr.
00:43:53: und ich finde es sehr schön angesprochen hast, weil ich glaube wenn wir über sowas reden Dann hören wieder viele zu und sagen, ach krass!
00:44:02: Die erzählen jetzt so ein bisschen aus dem Backoffice was da so vor sich geht.
00:44:06: Und zeigen damit eigentlich genau auch das Problem dass man nicht nur einen Podcast macht sondern dass in unseren weiblichen Köpfen schon wieder
00:44:14: x
00:44:14: andere Dinge vonstatten gehen und dass das eben erschöpfend ist weil es super schwer ist sich auf eine Sache zu konzentrieren wenn hier das Handy bimmelt Wenn mal da merkt die Person ist ein bisschen unaufmerksam.
00:44:25: Insofern finde ich haben wir doch am Ende schön bewiesen
00:44:29: Ja, genau.
00:44:30: Was einfach die Arbeit ist?
00:44:31: Ich glaube was einfach der Arbeit ist und das Problem daran ist also nicht dass es diese Arbeit gibt.
00:44:37: Das ist wertvoll und ist total wichtig, dass wir emotionale Arbeit machen.
00:44:40: Und ein Großteil der emotionalen Arbeit ist ja Korregulation und dafür stehe ich hier.
00:44:45: Dafür habe ich einen Buch geschrieben und ich erzähle immer wieder wie wichtig es ist.
00:44:49: Das Thema ist, dass wird als Ungesehen sehen Ganz viele in meinen Beratungen müttern, ja von was bin ich erschöpft.
00:44:56: Von was sind wir hier erschöpf?
00:44:57: Ja weil wir diese emotionale Arbeit die ganze Zeit machen und dass diese emotionelle Arbeit eben sehr häufig auf unseren Fulton abgelagert ist und dann die Charme mit rein spielt.
00:45:12: Und eben ein Punkt den wir vorher auch noch mal hatten und das ist damit arbeite ich so häufig Ja, Müttern sind dran.
00:45:20: Dass wir diese Korregulation und diese emotionale Arbeit mit unseren Kindern machen ist wichtig.
00:45:26: dafür bledier ich total.
00:45:27: Und wir dürfen aber dann auch loslassen weil unser Job als Mütter es nicht so sehr die viel Gutmanagerin zu sein dass unsere Kinder sich vierundzwanzig sieben glücklich sind sondern auch unsere Kinder dürfen in diesem sicheren Rahmen die Erfahrung machen von all den Gefühlen.
00:45:43: Die Lieblingspizza ist nicht da.
00:45:45: der Freund hat mich enttäuscht Der Lehrer war blöd, das müssten wir nicht alles wegmachen.
00:45:50: Und dieses Vielguts oder diese Korrigulation...
00:45:54: Wir dürfen
00:45:56: die in Freundschaften machen!
00:45:57: Wir dürfen sie in unserer Paarbeziehung machen.
00:46:00: Wir dürfen das auch mit unseren Eltern und so machen aber es ist nicht für unsere Verantwortung.
00:46:06: Wir durften da genauso sagen du heute nicht
00:46:10: oder
00:46:10: du deine Sorgen um die Einschulung meines Kindes sind deine Sorben Du, ich geh gerade zu dem Coaching.
00:46:17: Ich mach Therapie, willst du auch?
00:46:18: Ja genau das ist es!
00:46:20: Dass wir auch sagen können nein hier an dieser Stelle möchte ich das nicht und das ist eben oft gar nicht so leichtes.
00:46:25: aber dass während Ziel, um wirklich mental gesünder zu sein.
00:46:28: Dass ich mich abgrenzen darf.
00:46:30: und jetzt nochmal dass wenn jemand anders gerade hier so ein Mann der da auf der Straße steht einen Fehler macht das der sich entschuldigt und die Größe sagt es war mein Fehler und völlig normal akzeptabel und sogar auch an der genau richtigen Stelle dass hier jemand auch ganz knaller hat sagt stopp!
00:46:47: Hier ist was richtig schief gelaufen.
00:46:49: du hast mich in Angst und Schrecken versetzt
00:46:51: Und in Gefahr Ganz konkret.
00:46:53: Und in Gefahr, genau!
00:46:55: Dass so was akzeptiert wird und dass Frauen eben auch wütend sein dürfen – das finde ich auch noch mal schön, dass du jetzt zum Ende nochmal auf die Kinder eingehst.
00:47:03: Denn ich denke gerade auch für Kinder ganz speziell für Mädchen ist es ganz wichtig, dass sie mit Müttern tanten Großmüttern Wir auch immer, wie wir für Kinder sind.
00:47:14: Für junge Mädchen sind Aufwachsenen die sich selbst Zeit nehmen und sich Grenzen setzen weil wir sind da schon auch immer ein Vorbild.
00:47:22: Es ist, habe ich das Buch auf meiner Tochter und meinen anderen Patentöchtern gewidmet Weil natürlich wenn ich keine Grenzen setze dann lernt meine Tochter okay Meine Mama setzt keine Grenze.
00:47:33: Ich bin auch wie sie eine Frau.
00:47:35: Ich muss also auch so grenzenlos sein wie sie.
00:47:39: Und deshalb ist es auch für unsere Kinder ganz gut, dass wir Grenzen für uns setzen weil wir können am besten was weitergeben indem wir's vorleben.
00:47:48: Laura!
00:47:49: Wir könnten noch schon lang sprechen
00:47:51: Ja Alter, das hätte ich ja wusste schon.
00:47:53: Dass wir kein Ende finden weil es so viel Interessantes zu beraten gibt Weil sich unsere Arbeit auch an vielen Stellen kreuzt.
00:48:00: Insofern danke ich dir ganz herzlich dass du mich eingeladen hast Ich über mein neues Buch sprechen durfte.
00:48:05: Danke dir sehr und Wir haben vorher.
00:48:07: heute am Podcast Aufnahmetag kam die Spiegelbestsellerliste raus Und Laura, ich gratuliere dir richtig richtig doll.
00:48:16: Einerseits für dich als Autorin Und zweitens aber auch für dieses Thema war's so wichtig.
00:48:23: Auf der Liste
00:48:24: ist, dass es diesen Kleber gibt.
00:48:25: Und dieses Buch wirklich ... Es ist wunderbar und kann weitergehen.
00:48:32: Dieses Buch ist wirklich toll!
00:48:34: Ich habe gerade ganz schön viel um die Ohren, aber ich hab's geliebt, die letzten Tage da reinzulesen.
00:48:39: Tolle Beispiele.
00:48:40: Toll nimmst du uns einfach mit.
00:48:43: Was ich besonders mag auch ist... Du gehst nicht in diesen defizitären Blick?
00:48:48: wo wir schon wieder nur missbauen, du erzählst von dir und du zeigst auch was für eine Stärke das ist.
00:48:54: Was wir da haben!
00:48:57: Welche Kompetenzen Frauen besitzen?
00:48:59: Das ist eigentlich der Hammer.
00:49:01: Danke Laura.
00:49:02: Sehr gerne ich danke dir.
00:49:04: Was für ein Gespräch.
00:49:05: Ich strahle noch.
00:49:06: Ich habe ein gutes Gefühl in meinem Körper Und das ist ja mein Weg mit diesem vielgutmanagement umzugehen und meinen Weg zu finden, meinen Körper mit hinzuzunehmen.
00:49:17: Embodiment mit dazuzunehmen.
00:49:19: Denn ja, es ist mein Job meine Kinder zu regulieren aber das ist nicht mein Job, dass sie sich hier in den Jahr zweizig Sieben wohlfühlen.
00:49:26: wie kann ich das halten?
00:49:28: Wie kann ich halt geben meinen Kindern um ihnen auch eben nicht dieses Vorbild zu geben,
00:49:34: dass
00:49:35: alle anderen Gefühle außer viel gut gefühl wegzumachen sind?
00:49:39: und vor allem für wen trage ich keine Verantwortung?
00:49:42: Ich trage keine Verantwortung für vielgut von meinem Partner, meinen Eltern oder meinen Freundinnen.
00:49:47: Ich kann es anbieten, ich habe die Fähigkeit.
00:49:48: Ich bin gut darin.
00:49:50: Doch ich bin nur so lang gut darinnen, solange auch meine Ressourcen und meine Kraft haben... ...und auch Menschen auf meine Gefühle Rücksicht nehmen.
00:50:00: Das Ding ist kein einseitiges Ding Und das ist total wichtig dass wir das eben gerade in Beratung und Coaching auch im Blick haben.
00:50:07: So oft wird in Therapie und Coaging das normalisiert.
00:50:10: Die Frau kann das halt besser.
00:50:11: Dann komme ich als Therapeuten oder Coaching schon an.
00:50:14: mein Ziel Möchte ich hier nicht.
00:50:19: Und ich möchte dir gleichzeitig sagen, das ist ein Riesenthema!
00:50:23: Das sind strukturellen Geschichten und wir können
00:50:26: mit
00:50:26: ganz kleinen Schritten anfangen.
00:50:28: und vor allem wir müssen nicht alleine anfangen.
00:50:30: Auch dass es so ein patriarchales Ding muss sich allein schaffen.
00:50:33: Nein, bitte von uns Unterstützung holen.
00:50:35: Ich bin ein Halt wo du die Unterstützung holend darfst in ganz unterschiedlichen Themen und natürlich auch rund um die Einschulung und ich möchte Dir einfach ja zwei Fragen vielleicht heute mitgeben Hast du heute schon einmal Ja gesagt?
00:50:50: Obwohl dein Körper eigentlich Nein gespürt hat, kannst du auch jetzt im Nachhinein nachspüren.
00:50:57: Oder gab es diese Woche einen Moment in dem du nett warst?
00:51:02: aber nett sein vielleicht gar nicht.
00:51:05: die Reaktion deines Nervensystems war wie eigentlich da war und auch gerade im Kontext Schule Erlebe ich das so häufig, dass gerade durch die Dinge, die wir in unserem Rucksack haben – die wir unsere Erfahrungen haben und die wir sozialisiert sind – nicht für unsere Grenzen einstehen.
00:51:23: Wir können zugewandt für Grenzen entstehen, für Bedürfnisse!
00:51:28: Doch das braucht ja auch einen Weg.
00:51:30: Auch das zeige ich dir und ich zeige dir vor allem wie du aus diesem Druck aussteigst der aller Entwicklung behindert.
00:51:38: Meldet dich an, dann kriegst du mal ein kostenfreies Video.
00:51:41: Geschenke finde ich immer gut!
00:51:42: Du hoffen Dich auch?
00:51:44: Du brauchst kein Druck machen.
00:51:45: Du darfst Halt geben.
00:51:47: und um die Einschulung.
00:51:47: Und der Themenabend da gehen wir genauer rein.
00:51:50: Gärtnern stattziehen was braucht dein Kind wirklich um gut vorbereitet zu sein.
00:51:55: Da bin ich als Ergotab heute hin und eben als Embodiment Coach.
00:52:00: Um da wirklich Halt zu haben und selbst vertrauen.
00:52:03: Meldete dich an.
00:52:04: Ich freue mich auf Dich und nehm Dir mit die emotionale Arbeit Die wir machen, die kostet Energie.
00:52:09: Und du versagst nicht, weil du am Ende des Tages verobest und es ist eine wunderbare Fähigkeit, die wir haben.
00:52:16: Doch!
00:52:16: Wir müssen sie nicht machen.
00:52:17: Wir dürfen Sie machen.
00:52:18: Es ist wichtig dass wir Vorwälder sind
00:52:20: und ja oder nein sagen
00:52:22: dürfen Schritt für Schritt.
00:52:24: Viel Spaß dabei.
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