#153 - Zwischen Nein und Nähe – Bedürfnisorientiert bleiben in stressigen Alltagssituationen - im Gespräch mit Romina Al

Shownotes

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Wir wollen es anders machen. Bedürfnisorientiert. Bindungsstark. Auf Augenhöhe. Und dann gibt es diese Momente….in denen alles kippt. 😔

In dieser Folge spreche ich mit der Soziologin und Autorin Romina Alberti darüber, warum genau das so oft passiert – und weshalb der Wunsch, es „anders zu machen“, im Alltag manchmal nicht ausreicht.

Wir schauen gemeinsam dahin, wo es wirklich herausfordernd wird: in die Situationen, in denen dein Kind nicht mitmacht, du an deine Grenzen kommst und alte Muster plötzlich wieder ganz nah sind.

Romina teilt in dieser Episode nicht nur ihre Perspektive aus ihrem Buch buch 📕 „Zwischen Nein und Nähe“, sondern auch ganz ehrliche Einblicke in ihren eigenen Familienalltag. Es geht um Überforderung, um dieses ständige „Ich will es doch gut machen“ – und darum, wie wir aus diesem Strudel wieder herausfinden können.

Diese Folge ist für dich, wenn du spürst:

👉 Ich will es anders machen – aber ich weiß manchmal nicht wie 👉 Ich schwanke zwischen Nachgeben und Grenzen setzen 👉 Ich verliere mich im Alltag zwischen den Bedürfnissen aller

💛 Darum geht’s in dieser Folge

✨ Warum „anders machen“ oft nicht reicht ✨ Wieso viele Eltern zwischen Kontrolle und Selbstaufgabe pendeln ✨ Was wirklich hinter Konflikten mit deinem Kind steckt ✨ Warum deine eigenen Bedürfnisse eine zentrale Rolle spielen ✨ Wie du einen inneren Kompass für schwierige Situationen entwickelst ✨ Und weshalb Verbindung nicht Perfektion braucht

Ein zentraler Gedanke aus der Folge

„Anders machen heißt nicht, alles richtig zu machen. Es heißt, immer wieder zurückzufinden – zu dir und zu deinem Kind.“

👩‍🏫 Über meinen Gast

Romina Alberti ist Soziologin, Autorin und eine klare, zugleich sehr nahbare Stimme für Eltern, die spüren, dass sie mit ihren Kindern einen anderen Weg gehen möchten – und dabei immer wieder an ihre eigenen Grenzen stoßen.

Mit ihrem Buch „Zwischen Nein und Nähe“ zeigt sie, wie herausfordernd es sein kann, zwischen den eigenen Bedürfnissen und denen des Kindes zu navigieren – und warum genau darin echte Beziehung entsteht.

⚓️ Ich bin dein Anker und Leuchtturm – mit Herz, Expertise und einer Prise Humor, wenn es wieder mal wild wird. Deine Kiran

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Transkript anzeigen

00:00:01: Willkommen

00:00:02: bei meinem Podcast Chaos,

00:00:04: Herz

00:00:05: und Wachstum.

00:00:06: Dem Familienpodcast rund um die Schulzeit!

00:00:09: Mein Name ist Kieren.

00:00:10: ich bin Ergotherapeutin, Familienberaterin, ADHS-Trainerin, Embodiment Coaching Und vor allem Mensch und Mama von drei Kindern.

00:00:19: Mit meinen Podcasts und meinen Beratungen Bin ich dein Anker für stürmische Zeiten und Leuchtturm Um dein Kind und auch Dich

00:00:29: Bindungsstark

00:00:29: durch die Wackelzahnproportät und die Schulzeit zu begleiten.

00:00:33: Gerade auch wenn eure Divergents bei euch in der Familie eine Rolle spielt, schön dass du da bist!

00:00:41: Es anders machen zu wollen bedürfnisorientiert auf die Beziehung schaut Ich glaube das kennen wir alle diesen Wunsch.

00:00:49: deswegen hörst du diesen Podcast.

00:00:51: Deswegen mache ich diesem Podcast.

00:00:54: Und doch...ich erinnere mich noch so gut an eine Situation.

00:00:58: Mein Kind ungefähr drei Jahre alt ähm Wollte auf den Trampolin, es war Frühling

00:01:04: ungefähr die Jahreszeit

00:01:05: jetzt.

00:01:06: Die Wiesen waren total nass und ich wollte natürlich nicht dass mein Kind krank wird und habe ... Ich wollte das mein Kind Gummistiefeln anziehen.

00:01:12: Mein Kind wollte aber keine Gummestiefeln und ich hab das nett und freundlich im Säuselton und könntest du bitte uns schauen mal und weiß was ich weiß?

00:01:19: Ähm, dann kam ... Genau.

00:01:21: Der Papa des Kindes noch und hat mitgemischt.

00:01:23: Ich glaub, der hat sogar angefangen und hat es mir nicht gut genug gemacht.

00:01:26: Ich hab dann gemischt!

00:01:28: Auf jeden Fall wollte ich das auf eine wahnsinnig nette Bedürfnisorientierte lebevolle Art machen.

00:01:34: Mein Kind wollte davon nichts wissen von dem Ergebnis.

00:01:37: Ehesstreit, frustriertes Kind, weinendes Kind.

00:01:44: Vielleicht kennst du das auch?

00:01:46: Und gerade rund um die Schule ist das häufig so.

00:01:50: Die Schule, so wollen wir das eigentlich nicht für unser Kind.

00:01:54: Vielleicht ist unser eigener Schulrucksack noch ganz schön gefüllt mit Erlebnissen die wir so nicht für unsere Kinder wollen und wir wollen es anders für unser kind.

00:02:03: doch wie können wir es machen?

00:02:04: gerade dieser Druck von außen und gefühlt haben wir ja so wenig Handlungsspielraum.

00:02:11: Wenn du möchtest, dass dein Kind eine bindungsstarke Schulzeit erleben kann und sehen kannst was du konkret machen kannst dann lade ich dich ein.

00:02:19: Im Mai startet mein Vertiefungsworkshop Schulstart Bindungsstark.

00:02:23: alle weiteren Infos findest Du hier im Link.

00:02:27: Und jetzt freue Ich mich wahnsinnig auf Romina Alberti.

00:02:30: Sie ist Soziologin und Autorin.

00:02:32: Und du kennst sie vielleicht von Insta, dort inspiriert sie ja unter Andersmachen seit vielen Jahren auf eine ganz wundervolle Art Menschen die sie lesen.

00:02:43: Ich kenne Romina schon eine Weile.

00:02:45: wir begleiten uns.

00:02:45: Wir sind in der Mastermind zusammen.

00:02:47: Wir sind auch hinter den Kulissen sozusagen verbunden mit den Höhen- und Tiefen des ja Unternehmern seins und Autoren in sein.

00:02:54: Lieber Romina ich freue mich total dass Du hier bist!

00:02:56: Ich freue mich auf unser Gespräch.

00:02:59: Wir begleiten uns ja auch schon so immer mal wieder, kennen uns ganz gut.

00:03:03: Und jetzt zu Deine Buch.

00:03:04: zwischen Nein und Nähe sprechen wir... Ich habe es gelesen!

00:03:08: Es hat sehr viel Spaß gemacht.

00:03:12: Du inspirierst ja seit vielen Jahren über Insta wirklich mit tollen Texten, mit tollem Impulsen zum Denken.

00:03:19: ohne uns die Lösung vorzukauen finde ich immer sehr schön.

00:03:24: anders machen.

00:03:25: Wir wollen's mit unseren Kindern anders machen.

00:03:28: Ich glaube, viele würden dem übereinstimmen.

00:03:31: so doch anders machen.

00:03:33: Reicht es?

00:03:34: Oder warum hast du jetzt noch ein Buch geschrieben?

00:03:36: Weil eigentlich anders machen sagt ja alles!

00:03:38: Wir wollen's anders machen!

00:03:40: Warum reicht anders machen?

00:03:42: nicht unbedingt oder wo merkst du das auch immer

00:03:44: wieder?!

00:03:45: Ja, vielen Dank.

00:03:46: erst mal dass wir sprechen dürfen.

00:03:47: Ich freue mich auch sehr darüber.

00:03:49: ja das ist eine gute frage weil ich glaube erstmal dieses gefühl Wir wollen es anders machen Das ist ein Gefühl was ganz viele von uns auch teilen.

00:03:58: wir wollen irgendwie eine gute Beziehung zu unseren Kindern haben wir wollen ihn nahe sein wir wollen Ja nicht auf erziehungsmethoden zurückgreifen die sich nicht gut anfühlen und gleichzeitig kommt dann ja aber immer dieser dieser moment finde ich bei ganz vielen wo sie merken Ja, aber was jetzt?

00:04:13: Also was mache ich denn dann in der konkreten Situation wenn es schwierig wird und das Kind nicht aus dem Haus möchte.

00:04:20: Wenn das Kind sagt nö, keine Ahnung finde ich jetzt irgendwie aber blöd oder dann zum Wundersten mal den Becher runterschmeißen sich nicht weckern lässt also all diese Themen die auch immer wiederkommen auch wenn die Kinder älter werden Das sind diese Momente ist es einfach schwierig, dann das was man sich vorgenommen hat auch umzusetzen.

00:04:37: Das war oft ein Feedback von meiner Community und Gesprächen mit anderen Mamas.

00:04:43: Was ich selbst immer wieder erfahren habe, reicht nicht zu sagen ich möchte es anders machen sondern man muss irgendwie wissen wie geht ich das denn jetzt an?

00:04:49: Wie kann ich das umsetzen so dass mir selbst eben auch gut geht

00:04:52: noch?

00:04:52: Ja absolut also ich kenne es ja... Ich bin ja sehr nah an den Eltern dran, wurde dann sogar auch die Schule noch mal wieder.

00:04:58: Nächstes Thema Erwartungen von außen.

00:05:00: und ganz viele haben das so im Gefühl ich will dass mein Kind eine andere Schulzeit erlebt wie ich es habe und erlebe da dann auch manchmal zwei Punkte die einen die dann vor allem schützen wollen und auf gar keinen Fall irgendwie eine Struktur rund um Hausaufgaben haben wollen und eher so genau ganz viel Schutz aufbauen wollen aus diesem Andersmachen heraus.

00:05:25: Und manchmal ist das aus dem Andersmachen heraus auch, dass man ja dann selber ganz doll über seine eigenen Kranzen geht und platzt und macht und tut.

00:05:36: Das war so eine Szene von dir.

00:05:40: Vielleicht magst du uns da gerade noch mal mitnehmen?

00:05:42: Auch wir kennen diese Situation glaube ich!

00:05:45: Ja, total.

00:05:46: Genau ich hab da auch beschrieben bei uns war das immer so ein Thema mit dem ... mit den Pfannkuchen machen weil ich selber das noch so bisschen aus meiner Kindheit habe und es ist irgendwie für mich so was, hat sowas heimeliges, ist irgendwie schön so Pfannenkuchen zu machen Und ich hab das aber irgendwie immer dann in Situationen gemacht in denen eh eigentlich alles gerade zu viel wurde Weil ich dann so das Bedürfnis hatte jetzt machen wir irgendwas Schönes und vielleicht dafür die Kinder irgendwie noch etwas Schönes hinterher und eigentlich war bei ihr alles schon zu vielen.

00:06:11: Es wurde so ganz eng ganz auf der Skaliat einfach, weil ich eigentlich was Gutes machen wollte.

00:06:18: Was Gutes tun wollte aber dann ja war es einfach too much.

00:06:22: Und genau eine ähnliche Situation muss ich grad dran denken, beschreibe ich auch im Buch mit dem Lastenrad fahren und mit dem Eis essen.

00:06:28: Das ist bei uns auch zum Thema gewesen.

00:06:30: Eine Kind wollte ein Eis.

00:06:31: Dann hab' ich noch ja gesagt, obwohl ich wusste, dann wird aber das Baby auch ein Eis wollen und alle schreien.

00:06:36: Das Lastenrat ist am Ende zugeschmiert mit Eis und mir geht's überhaupt nicht gut.

00:06:40: Aber ich möchte ja so gern was Gutes für mein Kind machen!

00:06:45: Wie komme ich da jetzt raus aus der Nummer?

00:06:48: Das kennen glaube ich unglaublich viele.

00:06:51: Ich bin diesen Weg gegangen auf jeden Fall und eben in dem Beratungskontext kommt das so häufig vor.

00:06:56: Und ich glaube, dass es auch noch mal gut und wichtig zu wissen, wir sind damit nicht alleine.

00:07:03: Und aber auch eben man kann sich verändern.

00:07:05: Man kann lernen.

00:07:06: jetzt würde ich gerade gerne noch einmal anders machen.

00:07:10: Sind wir ja Fan von warum?

00:07:13: Warum ist es wichtig dies anders zu machen, anders in dem Sinne von wenn wir von fünfzig Jahren denken Es war wichtig Kinder zieht man, aber hört man nicht.

00:07:23: Sind diszipliniert, gehorchen... Also in diesem Sinne anders machen.

00:07:28: Warum ist das wichtig?

00:07:30: Ja also ich finde am Ende geht es immer wieder darum ganz einfach dass Kinder Menschen sind so und einfach Rechte haben.

00:07:39: und das ist für mich immer die Basis weil natürlich Gibt es noch ganz viele andere Dinge, die da mit rein spielen?

00:07:44: Dass man sagen kann ja aber wenn man dann irgendwie straft.

00:07:46: Dann macht das Kind das nicht mehr aus einer intrinsischen Motivation heraus und so.

00:07:50: Und das ist deswegen nicht gut.

00:07:52: Es gibt immer ganz viele Gründe auch, die ganz klar aufzeigen warum es irgendwie nicht cool ist zu strafen, aufgehorsam zu gehen.

00:07:58: Aber am Ende finde ich geht's immer wieder darum... Dass Kinder einfach Menschen sind und dass wir uns ja auch eine gute Beziehung zu ihnen wünschen.

00:08:05: Und es nicht darum geht, das Kind soll funktionieren, was ich will, sondern eigentlich möchte ich diese Menschen ja nahe sein.

00:08:12: Auch wenn er älter wird, möchte ich eine gute beziehung haben.

00:08:15: Ich finde da ist es eben wichtig, dass wir sagen, wir wollen dem Kind so begegnen wie sich das eben gut anfühlt.

00:08:21: in unseren Lärden entspricht auch.

00:08:23: Ja, Kinder sind Menschen, ganz schön krass die Aussage!

00:08:28: Ja, aber es ist glaube ich immer noch so.

00:08:30: dieses Gefühl von ... Das sind ja auch oft wirklich Ängste, glaube ich dann.

00:08:34: Also diese Angst was ist aber wenn ich das jetzt nicht mache und das lasse ich jetzt durchgehen?

00:08:39: Und bei dem Schulthema wird mein Kind in der Schule überhaupt nicht mehr mitkommen.

00:08:43: Wenn sich das nicht mit vier Jahren die Schuhe alleine anzieht oder so, geht das alles nicht.

00:08:50: Das sind ganz oft zu Ängsten dahinter stecken.

00:08:53: Ich glaub, dass ein bisschen aufzulösen ist halt so die Voraus, zu gucken okay dass wir da irgendwie gemeinsam einen guten Weg finden und das anders machen können.

00:09:02: Und eben ja, Rauch ist aber natürlich auch ein bisschen schon so eine Rückendeckung weil diese alten Ideen doch noch oft in uns sind die vor fünfzig Jahren geherrscht haben.

00:09:11: Auch wenn wir denken naja eigentlich ne ich will kein Gehorsame, ich will keine Disziplin, das sagen wir nicht.

00:09:16: Aber trotzdem kommt dieses Gefühl dann ja auf.

00:09:18: Wir nennen es dann halt Kooperation, die wir wollen Obwohl wir eigentlich so ein bisschen das gleiche meinen.

00:09:22: noch

00:09:22: Ja absolut.

00:09:24: oder was du sehr gut beschreibst Dann, wenn Druck steigt was eben zum Beispiel um die Einschulung ist oder die Schwiegermutter dann noch nochmal irgendwas sagt.

00:09:33: Oder wenn das Kind dann halt doch nicht... Wenn man super nett bittet es macht.

00:09:39: also wenn dann der Druck nochmal steigt und da das ist ja das schöne auch an deinem Buch zwischen Nein und Nähe ist heißt er dann nicht let it go!

00:09:48: Also wenn wir jetzt hier eine Einschülung du möchtest nicht in die Schule dann musst du auch nicht.

00:09:55: Das muss ja da nicht die Lösung sein, sondern wir gucken was sind unsere Ängste?

00:10:00: Was sind unsere Themen?

00:10:00: Was braucht unser Kind?

00:10:02: aber eben auf dieser wie du sagst das ist ein Mensch.

00:10:06: ich kann ja auch meiner Partnerperson gegenüber Ängsten haben.

00:10:09: weißt du es?

00:10:09: ich weiß da würde ich aber auch nicht so mit diesen Strafen und Vorwürfen händeln.

00:10:15: also ich habe es neulich auch gerade im Beratungskontext noch mal gesagt Ein Kind von mir hatte eine Zeit lang, da hat es sehr regelmäßig Schlüssel verloren.

00:10:24: Das hat mich sehr herausgefordert und da meine normalen netten freundlichen Erklärungen haben ein bisschen gehalten und dann war der Schlüssel wieder verloren.

00:10:33: Und dann hatte nicht funktioniert so wie ich es mir vorgestellt habe.

00:10:37: überlegt welche Konsequenzen?

00:10:39: Wie merkt das mein Kind?

00:10:41: Dann hab' ich in der Zeit mich mal selber ausgeschlossen und musste zu diesem Kind die Schule bitte Schlüssel holen Und dann hätte ich da Vorwürfe und Konsequenzen von außen gekriegt.

00:10:53: Musst du doch lernen, an deinen Schlüsse dranzudenken?

00:10:56: Dann musst du jetzt das... Das wäre keine mir nahe Person gewesen!

00:11:02: Das hätte mir nicht gut getan.

00:11:05: Und erst mal dieses Mitgefühl zu haben, es war dann tatsächlich, ich hatte ein Treffer, war durcheinander, dann habe ich gesagt, ist mehr auch mal passiert.

00:11:13: Das war so gut.

00:11:16: Die Annahme, weil ich Verständnis für bekommen habe, dann regelmäßig mein Schlüssel vergess.

00:11:22: Was denkt man?

00:11:24: Also beim Kind denkt man dann wenn ich verständnisvoll bin ... Dann wird es immer ein Schlüssel vergessen!

00:11:31: Ich kann sagen...

00:11:33: Ich

00:11:34: vergesse aus eigenem Antrieb ungern den Schlüssel.

00:11:38: und natürlich gucken wie finde ich eine Lösung?

00:11:41: die nächsten Schritte können sein aber das ist eben dieses anders machen.

00:11:46: Ich muss nicht abgewehrt werden, ich brauche keine Strafen, weil ich den Schlüssel vergesse und dass die Annahme das besser lernen

00:11:52: würde.".

00:11:53: Ja total, das ist ein guter Beispiel dafür auch ja.

00:11:57: Ich brauchte es immer wieder für mich zum Beispiel um dann eben nicht dieses ständige Schlüssel vergessen oder verlieren.

00:12:05: also es war ja immer verloren.

00:12:06: Also ich habe ihn vergessen mein Kind hat ihn immer wieder verloren.

00:12:11: Du hast einen Fahrplan entwickelt Ein Fahrplan für uns Eltern, wenn es trubelig ist um nicht orientierungslos zu sein.

00:12:22: Genau ich versuche ja in dem Buch auch ein bisschen anhand von eben so konkreten Konfliktsituationen aufzuzeigen was wir tun können weil das für mich einfach immer sehr hilfreich ist sowas Konkretes an der Hand zu haben.

00:12:35: Und es ist natürlich schwierig, weil ... na klar, wir haben gesagt Kinder sind Menschen so und da ist es immer schwierig auch sozusagen alles klar wenn X dann machst du Y das ist ja nicht die Idee.

00:12:44: aber trotzdem möchte ich halt versuchen mit dem Farbplan ein bisschen in Weg zu ebnen der dann aber immer wieder ganz viele kleine Abzweigungen ermöglicht an denen man immer wieder rausgehen kann oder je nach Situation oder eben auch eigenem Temperament des Kindes was auch immer entscheiden kann.

00:13:00: also es einfach nur so einen Richt.

00:13:02: Wer hat es sozusagen, den ich da geben möchte?

00:13:05: Und da kann ich ja kurz einmal einen Augenblick geben.

00:13:07: Da geht es für mich am Anfang immer erst mal darum, dass man überhaupt sich der Situation noch mal stellt, worum geht's eigentlich gerade?

00:13:13: Wenn das Kind nicht aus dem Haus möchte, irgendwie nicht mitkommen möchte oder aber auch sonst was... Also ganz egal, was ist, das Kind möchte sich nicht weckern lassen und das Kind will die Hausaufgaben nicht machen.

00:13:22: Also egal, dass du immer erst guckst, okay, was war überhaupt der Konflikt?

00:13:25: Worum gehts mir überhaupt?

00:13:26: Und auch immer noch mal schaut, ist es eine Gefahren-Situation?

00:13:29: Ja oder nein?

00:13:30: Weil ganz oft ist das Gefühl direkt da.

00:13:32: Es ist ne absolute Notsituation.

00:13:34: Gefahrensituation.

00:13:35: Und die ist es aber eigentlich gar nicht, das ist so der Anfang des Fahrplans.

00:13:39: und dann geht's darum dass man sich selbst reguliert weil natürlich da geht es ohne Selbstregulation nicht.

00:13:45: Es ist einfach super wichtig, wenn wir die Möglichkeit haben.

00:13:48: Natürlich, ne?

00:13:48: Wenn es gerade ein Geschwisterstreit ist wo jemand was auf den Kopf bekommt dann müssen wir natürlich direkt da sein.

00:13:54: aber ansonsten hat man ja oft wirklich diese Sekunden um tief durch zu atmen und sich abzuklopfen um sich irgendwie zu regulieren.

00:14:01: Und dann geht's auch darum zu schauen okay was braucht denn mein Kind überhaupt?

00:14:05: das will mein Kind Was ist da los?

00:14:07: geht es irgendwie darum dass es gerade eine Aufmerksamkeit Braucht von mir vielleicht dass er auch immer direkt so etwas Negatives womit wir was Negatives verbinden auf, das ja aber eigentlich so ein helfer Ruf ist.

00:14:18: So ein bisschen Hallo ist da jemand, siehst du mich, hörst du mich?

00:14:21: Geht es um Sicherheit?

00:14:22: Geh's um Zugehörigkeit?

00:14:23: Was braucht mein Kind von mir?

00:14:25: Was brauche ich auch von

00:14:26: mir?".

00:14:26: Das wäre dann der nächste Schritt.

00:14:28: Was will ich überhaupt?

00:14:29: Was ist mir wichtig?

00:14:30: und dann gehts eben darum wie wir es anders machen können.

00:14:32: Und da versuch' ich immer, je nach Situation natürlich konkrete Impulse zu geben, Ideen an die Hand zu geben... Aber wie gesagt am Ende sind immer die Eltern, das ist für mich auch in dem Berat.

00:14:43: genau wie bei dir ja auch extrem wichtig, Experten und Experten für ihr Kind.

00:14:47: Und dürfen immer schauen, passen diese Impulse zu uns?

00:14:50: Ist das mein Weg?

00:14:51: vielleicht komme ich da auf andere Ideen aber wichtig ist einfach aus dieser eigenen emotionalen Not rauszukommen und praktisch einfach ranzugehen an das Problem.

00:15:01: Ja!

00:15:02: Das durfte ich tatsächlich auch lernen in meinem Beratungskontext dass das eben total wichtig und hilfreich ist So, ja ein Fahrplan zu haben.

00:15:11: Also wenn man voll im Studel ist die Wellen übereingehen das es so ein Rettungsring ist und gleichzeitig ist dieser Rettungstring eben keine Landkarte die dir Schritt für Schritt jeden Schritt vorsagt sondern es ist ein Kompass der die Orientierung geben kann für dich und dein Kind wo du de Expertin bist.

00:15:33: Das finde ich super wertvoll, auf jeden Fall genau das so zu sehen.

00:15:36: Es ist eine Orientierung der Halt wenn einfach die Wellen überein herpreschen man erstmal Luft atmen kann.

00:15:44: Jetzt bekommen wir Eltern ja oft viele Tipps und Ratschläge wo du ja eben gerade mit dem Paarplan ein bisschen anders.

00:15:51: was sind so typische Tipps- und Radschlägen?

00:15:54: Die wir ignorieren sollten?

00:15:57: Also, ich glaub immer alles was aus Prinzip passieren soll darf man ignorieren.

00:16:01: Immer wenn es heißt okay na also wenn dein Kind sagt, es möchte nicht in die Kita.

00:16:08: Dann musst du es aber hintragen oder dann musst du aber sagen okay dann sage ich jetzt alle meine Termine ab oder so egal in welche Richtung.

00:16:15: also immer dieses aus Prinzip ist immer ein Problem weil das ist ja auch wieder das was ich eben auch so bisschen meinte was auch immer so viel mit Angst zu tun hat glaube ich dass wir denken ok wir müssen jetzt also erziehen im klassischen Sinne ich muss da jetzt aber so und so vorgehen weil sonst passiert etwas ganz Schlimmes und das finde ich so wichtig dass man das hinter sich lässt.

00:16:33: Für mich persönlich ist auch einfach Authentizität ein sehr großer Wert.

00:16:36: Ich finde das wahnsinnig wichtig, dass wir uns unseren Kindern zeigen dürfen und es bedeutet auch, dass Wir von Situation zu Situation entscheiden dürfen und auch sagen dürfen ja okay alles klar ne für mich passt es heute oder für mich passt es nicht.

00:16:49: also wir hatten zum Beispiel auch die Situation im Sommer öfter gehabt.

00:16:54: Ich hab's grad beschrieben, das Eis.

00:16:55: Thema war für uns oft ein Thema, weil mein jüngster Sohn noch sehr klein war, wo ich gesagt habe, wir können leider kein Eis in der Waffe kaufen und es geht halt jetzt nicht.

00:17:04: Weil ich wusste, es wird eskalierend.

00:17:06: Das Kleinste will auch ein Eis in den Waffel, kann das noch nicht essen?

00:17:09: Es ist alles voll geschmiert!

00:17:10: Ich sitze da mit drei kleinen Kindern, das geht nicht.

00:17:12: Und das wär was, wo man auf Insta-Mann Nachricht bekommen hat oder es ist aber nicht so bedürftnisorientiert.

00:17:19: Ja doch, also ich finde diese Mut zu haben eigene Entscheidungen zu treffen, egal... ob die jetzt objektiv von außen gut oder schlecht aussehen.

00:17:26: Das finde ich wichtig und deswegen würde ich immer sagen, also alle Ratschläge wie sagen du musst aus Prinzip x, y machen kann man eigentlich vergessen.

00:17:35: Sehr schön!

00:17:36: Ich hatte das tatsächlich gerade auch in Beratungskontext.

00:17:39: da hatten die Eltern sich auch gefragt wie sie in einer Situation umgehen können.

00:17:43: genau es ging um starke Gefühle Wut bei einem Kind eben bei schonem Schulkind dass Sie ja dann immer gleich reagieren weil wir das erhören, dass das wichtig für die Kinder ist.

00:17:55: Und da ist eigentlich genau nach deinem Fahrplan oder was du auch gesagt hast, nein darum geht es ja gerade nicht!

00:18:01: Oder das, was wir Konsequenz machen sollten, ist eben nach unserem Nervensystem und nach der Situation zu handeln.

00:18:09: Das kann sein an einem Tag also dein Beispiel... Du bist mit deinem älteren Kind Eis essen?

00:18:15: Klar macht es Sinn wenn es Jüngere da ist nicht also mit dem Papächer, aber dann das Gesetz sozusagen machen immer nur mit Papächern.

00:18:23: Nein!

00:18:23: Wenn eine andere Situation ist, kann man es anders machen.

00:18:26: und wenn mein Kind den Ranzeln auf den Boden schmeißt weil ihm gerade langweilig ist und ich gerade total entspannt bin reagiere ich anders als wenn mein Kinder ein Schuhranzel auf den Bodenschmeiß total hinüber ist.

00:18:40: fünf Arbeiten heute geschrieben hat wir dringend schnell weiter müssen dann handeln wir da anders und wir handeln Konsequenz sozusagen an der Regulation und den Ressourcen orientiert von uns in unserem Kind.

00:18:57: Genau, und ich glaub das ist auch für mich so dieser Game-Changer gewesen.

00:19:00: Das zu verstehen auch.

00:19:02: Also es gibt ja auch der... von Jules dieses Kinder brauchen keine Grenzen sie brauchen Eltern die Grenzen haben also sich selber zu verstehen und zu wissen okay dass aha das ist das woran ich mich ausrichten kann weil es gibt Ja was woran Ich mich ausrichten kann.

00:19:16: nur das muss halt nicht von außen kommen.

00:19:18: Und das zu verstehen das war für mich auch glaube ich so der Kicker und ich glaube es ist immer noch für viele Eltern Und das ist ja auch bisschen, mit deiner Eingangsfrage die Idee haben anders machen bedeutet ich muss es jetzt so und so machen.

00:19:29: Ich muss immer nach meinem Kind gucken und ich muss immer die Wünsche erfüllen.

00:19:32: aber nein, das muss man gar nicht!

00:19:34: Bei uns ist es auch so wie du gerade sagtest wenn Nico nicht da ist mein Mann wenn der auf Dienstreise ist dann erwarte ich auch andere Dinge von den Kindern am Morgen weil es sich anders funktioniert um acht in der Schule sein müssen.

00:19:46: Und dann ist es so, und das ist aber nicht ... Weil ich sage, meine Kinder müssen lernen, X-Optionen zu machen, sondern weil die Situation so ist.

00:19:53: Ich tue was ich kann, natürlich versuche ja früher aufzustehen und möglichst viel zu übernehmen, weil ich natürlich die Verantwortung hab.

00:19:59: Gleichzeitig ist die Situation eine andere, somit ist es für meine Kinder auch anders als wenn er da

00:20:04: ist.".

00:20:05: Die Crux isst?

00:20:05: Das haben wir nicht gelernt!

00:20:07: Damit sind wir nicht alleine.

00:20:09: also es ist, wenn man jetzt zuhört oder wir ziehen, wir sind den Weg ja auch gegangen.

00:20:13: Ich kann mich an so viele Situationen erinnern, wo das noch nicht drin war.

00:20:17: Und für mich war ja dann im Bodyment da eine ganz wichtige Weg was ich genau auch in meinem Buch und eine Beratung da sehr viel mitnehmen.

00:20:24: und man kann es eben lernen!

00:20:26: Man kann es lernen, man kann diesen Schritt machen und gleichzeitig muss man es nicht alleine lernen.

00:20:33: Also Lernen ist ja in Beziehung.

00:20:35: Regulation, Co-Regulation ist ganz viel das in Gemeinschaft zu lernen und Orientierung auch zu bekommen.

00:20:42: Und das heißt nicht, ich finde tatsächlich von André Stern einen Satz sehr schön ein ganz anderer Kontext aber erst beschreibt sozusagen mein Vater war so sehr er selbst dass es mich motiviert hat sich selbst zu sein.

00:20:57: Ja, das ist schön.

00:20:58: Und sprich wenn wir eben sozusagen Menschen begleiten bedeutet es nicht dass die das so machen müssen wie wir das machen.

00:21:05: Wenn wir auch Beispiel erzählen also wenn du in deinem Buch zum Beispiel eine Situation aus eurem Alltag beschreibst.

00:21:11: Das heißt nicht die Leute müssen es so machen wie du es mit deinen Kindern machst aber es darf Inspiration sein sein einigen Weg damit zu finden und das kann man lernen

00:21:21: ja Total.

00:21:22: Und sich auch sichtbar zu machen, aber ich glaube das ist ein Problem von vielen Eltern.

00:21:26: Man stellt sich ja so weit zurück wenn die Kinder noch klein sind und man muss es ja auch und man verliert sich dann vielleicht doch einfach ein bisschen.

00:21:33: und auch das was einem wichtig ist, dass was einem ausmacht Das können ja dann auch oft so ganz kleine Schritte sein, dass man die eigene Musik mal wieder anmacht.

00:21:41: Vielleicht auch mit dem Kind vor dem Kind ... Dass man Dinge wieder entdeckt oder sich selber zugesteht, wenn es geht.

00:21:48: Sei das abends wegzugehen und was auch immer.

00:21:51: Sich selbst da wiederzufindet und sich zeigt.

00:21:53: Und mit dem, was und wie man sich ausdrückt.

00:21:56: Das find ich auch immer so wichtig.

00:21:58: Ich rede von meinen Kindern auch so, wie ich rede.

00:22:01: Meine Kinder nehmen das natürlich ein Stück weit an Und hinten dann aber natürlich wieder ihre eigene Ausdrücke, eigene Slangs.

00:22:08: Dann auch in der Schule fängt das ja dann an, dass er auch total spannend ist zu beobachten und es darf halt sein!

00:22:13: Man darf sich halt auch zeigen finde ich und muss da nicht so eine Familie spielen.

00:22:17: Ja absolut dieses im rosa Säuselton.

00:22:22: Wenn wir jetzt mal ne Hypothese machen können was würden sich den Kindern wünschen von ihren Eltern?

00:22:28: In dem Sinne

00:22:29: gerade...

00:22:29: Rund ums Grundtulalter, wenn es nicht mehr die Windeln sind und die Prust, die absolut notwendig ist.

00:22:35: Ja ich glaube tatsächlich geht das ganz viel darum ernst genommen zu werden und Verständnis zu bekommen weil die Themen sind ja immer noch da sind.

00:22:44: hier übt er immer noch Themen wo Kinder trotzdem noch unsicher sind.

00:22:48: für manche Kinder ist dann schwieriger auch mit bestimmten Erwartungen von außen oder von der Schule und auch zu gucken okay wo bin ich?

00:22:55: was ist mein Weg Mit Schülern?

00:22:59: Freundschaften werden die langsam wichtiger.

00:23:01: Da auch ernst genommen zu werden und ein Authentisches gegenüberzusehen im Sinne von, kannst du mir kommen?

00:23:08: Auch mit deinen Interessen, die ja nicht mehr immer so klar sind.

00:23:12: oder mein Sohn, der klingt an Mid-Minecraft und Pokémon und diese ganzen Themen, die jetzt vielleicht erst mal gar nicht so sehr meine sind aber zu sagen alles klar ich nehme dich ernst wir können darüber sprechen.

00:23:22: Ich interessiere mich für deinem Thema nach wie vor.

00:23:25: Ich glaube, das ist schon cool wenn man das hat.

00:23:28: Genau.

00:23:29: Für ein Kind.

00:23:29: Das ist diese eine Seite, diese Nähe und ich kann auch immer wieder... Ich erzähle es an manchen Stellen, ich bin Tochter einer Mutter die auch schon losgegangen ist, die sich mit diesem Team beschäftigt hat, ist dann auch in das Klassische ein bisschen gerutscht was wir auch kennen.

00:23:46: Ich kenne auch das Gefühl dass Ostern so alles her geputzt war und nicht mehr.

00:23:52: dann gefragt hat Mama, aber du bist so müde!

00:23:58: Also auch dieser Punkt, wenn es vielleicht was kurzfristiges ist.

00:24:03: Aber langfristig... also ich kann mich zum Beispiel als Kind erinnern das hofft, wenn ich aufgestanden bin meine Mutter meditiert hat.

00:24:10: Das fand ich ein bisschen blöd weil ich musste mich zurückhalten und konnte nicht gleich mit ihr quatschen so.

00:24:15: Das war eine kurzfristige Geschichte.

00:24:18: Langfristig habe ich aber total mitgenommen dass wie meine Mutter auf mich reagiert viel mehr damit zusammenhängt, ob sie meditiert hat oder nicht als wie ich mit verhalten.

00:24:31: Also dass es viel mehr

00:24:33: in der Hand hat

00:24:34: und das ist wichtig und gut ist, dass sie auf sich achtet auch wenn ich kurzfristig ein bisschen blöd fand.

00:24:40: Und das liefere Gefühl bei mir.

00:24:43: gut war, dass meine Mutter meditierte, dass die sich um sich gekümmert hat.

00:24:46: Ich weiß auch, meine Eltern haben sich auch getrennt, dass Sie dann Begleitung hatte und das war für mich total gut Weil ich wusste heute, ich war elf oder zwölf oder so.

00:24:57: Da kriegte man ein bisschen mit und ich hab's als so angenehm empfunden zu wissen meine Mama hat einen Ort die hat Menschen so.

00:25:04: Dann kann ich nämlich ganz volle Polik hin sein und kann wütend sein weil da irgendwie alles durcheinander ist.

00:25:10: aber Mama hat ihren Ort.

00:25:11: Und ich glaub das ist der zweite Punkt den ich wirklich auch aus der Kinderperspektive sagen kann

00:25:17: Es ist einfach ja super wichtig dass man auch also wie du das auch beschrieben hast auch keine Verantwortung übernehmen muss für Dinge, sondern sich zurücklehnen kann und man als Eltern einfach gut um sich kümmert.

00:25:29: Das ist ja die Basis vielleicht und da finde ich immer so wichtig noch mal zu gucken was ist denn das, was mir gut tut?

00:25:36: Ich habe es in einigen Beratungen gehabt dass Eltern sagen ich hab eigentlich, ich hab Me Time, wie man sich das vorstellt und ich mache Yoga und keine Ahnung aber irgendwie... bring dir das nix und dann so guck okay aber was ist es?

00:25:47: Was ist dein Bedürfnis?

00:25:48: Brauchst du vielleicht Austausch, brauchst du irgendwie vielleicht eine Kreativität oder vielleicht etwas ganz anderes?

00:25:55: Sport kann's natürlich auch sein.

00:25:56: also was tut mir gut.

00:25:58: Und da ist auch wieder zu finden und ich hab eben schon gesagt nach den langen Zeiten der sich ja viele gerade Mütter heute oft zurückstellen müssen da sein das eigene wieder zu finden, was einem Kraft gibt.

00:26:09: Das ist natürlich super wichtig und auch für das Kind.

00:26:12: Auch wenn es das vielleicht selber noch nicht formulieren kann, wahnsinnig schön die Sicherheit zu haben, dass sich die Eltern um sich kümmern können und sie davon frei sind.

00:26:20: Und es dadurch selber lernen.

00:26:21: In meiner Arbeit ist dann der Erfahrungswert, wenn wir uns mit unserem Nervensystem auseinandersetzen, ein wichtiger Punkt ist eben... dass zum Beispiel das Typische im Insta-Hum hängen.

00:26:32: Das kann eine Strategie sein, aber zwei Stunden Insta rumhängen würde ich bezweifeln, dass man da wirklich neue Energie langfristig an manchen Punkten austauscht und so also ganz weit weg von Schwarzwalds denken, aber genau, dass wir da Orientierungspunkte haben.

00:26:53: Du beschreibst in deinem Buch mal wann gibt es Waffeln bei euch?

00:26:57: Und wann nicht Immer Sonntags um zehn Uhr, damit es immer gleich ist als Ritual.

00:27:02: Oder wann machst du Waffeln oder wann geht ihr schwimmen?

00:27:06: Auch mal beitrags- und diogleiche Uhrzeit.

00:27:08: oder wie ist das bei euch?

00:27:11: Was fragst Du Dich wenn da die Kinder fragen gibt's Waffel oder gehen wir schwimmen?

00:27:15: Ja man merkt ja schon dass wer jetzt hier lachen kann weil es irgendwie dann schon so weit weg ist von dem.

00:27:19: glücklicherweise wie wir da jetzt mittlerweile vorgehen können Weil natürlich auch bei uns die Vergangenheit ganz oft gezeigt hat Wenn wir bestimmte Pläne haben, festharren wollen an bestimmten Dingen dann kann das oft auch nur schief gehen.

00:27:32: Weil die Voraussetzungen nicht stimmen und deswegen haben wir uns es wirklich so auch zu Leitfragen gemacht immer vorher noch mal zu gucken okay haben wir die Kapazitäten also ist es gerade möglich.

00:27:41: wie ist die Situation wenn die Kinder schon total Hunger haben und ich irgendwie gestresst bin, weil ich eigentlich jetzt aufräumen will oder so.

00:27:50: Und Nico möchte jetzt aber gerne noch keine Ahnung was auch machen also dann macht wir es natürlich nicht.

00:27:55: Also sich wirklich vorher zu fragen okay habe ich die Kapazitäten?

00:27:58: Ist das gerade möglich?

00:27:59: kann ich das begleiten?

00:28:00: diese Weitsicht zu haben ist für mich so wichtig und das ist auch bei allen anderen Sachen auch.

00:28:05: Nämlich jetzt das Fahrrad mit wenn ich weiß dass Kind wird diesen Rückweg aber nicht schaffen.

00:28:11: ja auch den Mut zu haben, ein Stück weit zu sagen nee das geht jetzt nicht und dass auch durchzusetzen was ja auch wieder Kraft kostet.

00:28:19: Und manchmal auch dann auch wieder ein Abwägen ist an welcher Stelle schaffe ich das?

00:28:24: Aber diese Kapazitäten immer wieder im Blick zu haben es finde ich schon ja auch eins der Riesendinge wenn man's anders machen will weil sonst wirds früher oder später schief gehen.

00:28:34: Ja absolut!

00:28:35: Ich glaube das ist tatsächlich hier bei mir sind im Podcast ja auch viele Familien wo Neurodivergänz eine Rolle spielt Und das auch immer wieder im Blick zu haben, was ja noch mehr einfach den Nervensystems zustand.

00:28:46: Ja, Rituale können total wichtig sein.

00:28:48: wir in unserem neurodivergenten Haushalt.

00:28:50: Wir haben Rituaale die gleichzeitig trotzdem immer noch wieder diese Frage haben habe ich die Kapazitäten?

00:28:58: oder was ist jetzt eben in der Situation wichtig?

00:29:01: Wie geht es der Reizregulation meines Kindes?

00:29:04: wie voll ist der Reitzrucksack?

00:29:06: Und dann auch manchmal ganz klar, die Frage mit Nein und Nähe habe ich die Kapazitäten für den Meltdown ja oder nein.

00:29:12: Was eine sehr berechtigte Frage sein darf?

00:29:16: Mit der wir eben verantwortungsbewusst umgehen und nicht sagen Ich muss jetzt immer so und zu handeln

00:29:21: Und da wirklich auch realistisch drauf zu schauen.

00:29:24: Ich find' absolut legitim, wenn man merkt, alles klar ... Wenn ich jetzt das und das durchsetze und mein Kind kann es nicht tragen, dann sag ich vielleicht auch ... Keine Ahnung, ne?

00:29:35: Ich pass mal auf!

00:29:36: Ich geb jetzt noch weiß ich nicht die Schokolade oder was noch immer mache noch irgendwas und benenne das irgendwie auch und bin da ehrlich aber weil ich halt anders nicht aushalten kann und ich ansonsten dann irgendwie komplett explodiere und rumschreihe Das ist halt auch okay.

00:29:51: Also sich von diesem Druck zu befreien, bestimmte Dinge... Nur das ist eine gute Strategie auch!

00:29:56: Das finde ich immer so wichtig.

00:29:58: Weil natürlich gibt es auch, sag' ich mal, Dinge, die sind kurzfristig hilfreich und langfristig helfreich ... aber das ist ein bisschen anderes Beispiel.

00:30:04: Ich hatte auch in einem Buch beschrieben wie bei einem Kindergeburtstag oder nach dem Kindergeburtstag wo ich komplett bereizt war irgendwie so ne halbe Packung Duplog gegessen habe über uns in der Küche.

00:30:13: Und das waren natürlich keine super Strategie, die ich jetzt anderen empfehlen würde.

00:30:17: Aber mir hat das halt in dem Moment geholfen einfach nicht mein Kind anzuschreien.

00:30:21: Also da wirklich auch so ein bisschen den Mut zu haben, wirklich zu schauen wie du sagst was passt für unsere Familie?

00:30:26: Was ist das für mein Kind für mich gerade möglich und wichtig?

00:30:29: und drittend?

00:30:29: Das ist schon ja ein Riesending!

00:30:32: Ja und von da aus weitergehen.

00:30:34: also deine Doppelgeschichte erinnert mich an mich.

00:30:36: ich habe wenn ich abends müde bin, wenn ich mügel bin und keine Energie mehr hab dann ist der Süßigkeiten-Schrank bei uns in Gefahr.

00:30:45: Weg davon!

00:30:46: Klar, Süßigkeiten dürfen sein.

00:30:48: Das Ding ist ich kann da nicht so gut schlafen abends und dieses Gefühl und es nähert mich nicht wirklich.

00:30:53: Es gibt mir nicht wirklich... Da bin ich eben auch auf Forschung gegangen.

00:30:56: was ist das eigentlich was ich dann am Süßigkeitenschrank mache?

00:30:59: Und es geht mir um Energie.

00:31:01: Ich brauche Energie, gehe dahin wenn ich keine Energie mehr habe.

00:31:05: Fühlen ist dann auch immer was ganz Wichtiges.

00:31:07: Und wie dann über den Geschmack versuche ich dann zu fühlen und mich wahrzunehmen, wenn ich halt sehr überreizt bin.

00:31:13: Ich habe daraus dann – ich verdamme mich nicht, wenn die bei den Süßigkeiten sind – und denke, hey bist du blöd?

00:31:17: Bist du bescheuert oder so?

00:31:19: Sondern ich überlege dann weiter!

00:31:20: Ich habe festgestellt, dass ein warmer Tee und eine warme Wärmflasche mir viel besser das geben, was ich dann in diesem Moment brauche.

00:31:29: Und ja gestern?

00:31:30: Nee, gestern.

00:31:34: Gestern waren es noch mal die Schokoriegel.

00:31:35: Ja, also das ist nicht so, dass es da nichts, aber danach habe ich ein Schokoriegel während ich mir den Tee gemacht hab und die Wärmflasche gemacht habe irgendwie so.

00:31:44: Also dass wir genau da gucken und uns auch nochmal verstehen.

00:31:47: Und für mich war ja tatsächlich auch nochmal der Blick auf meine Nocturvigens ein wichtiger Punkt um noch besser zu verstehen und dann wirklich danach handeln zu können.

00:31:57: Ja, voll schön.

00:31:58: Auch diese Milde, die du ja auch mal beschreibst, die man sich selbst entgegenbringt.

00:32:02: Dass man sich nicht verurteilt, egal ob er einen Schlüssel vergessen hat oder sie ausgeschlossen hat oder jetzt ein Schocko-Regel ist, egal.

00:32:10: Das ist am Ende auch immer dieser Haltung ... Man kann seinen Kindern eigentlich nur gut entgegengenbringen wenn man das selber auch so entgegent bringt.

00:32:18: Genau, das ist einerseits eine Haltungsfrage und andererseits ist es einfach Biologie, Neurobiologie?

00:32:26: umso mehr wie uns verdammt für das und die Scham noch draufsetzen, um so schwieriger als Veränderung.

00:32:32: Also wenn ich zuverlässig immer wieder zum Schokoregal gehen möchte und mich jeden Abend neu ärgern möchte dann geht es viel besser, wenn ich jedes Mal mich beschämere weil ich dann vielmehr in diesem Muster bin.

00:32:42: Ich brauche die Entspannung im neue Wege zu gehen.

00:32:45: also ich kann einerseits dir liebevolle Haltung mir gegenüber haben ja muss sich aber nicht!

00:32:50: Ich kann auch rein sagen du bist ein Stück Aber damit ich es lernen brauche, muss ich das.

00:32:56: Es ist wie beide Wege und es ist schön dass sich das bedingt.

00:32:59: Und ja die Liebe vor der Haltung bin nicht ganz bei dir.

00:33:02: Die haben wir mindestens genauso verdient wie unsere Kinder und unsere Kinder Beobachten auch und hören und spüren sehr wie wir miteinander sprechen.

00:33:13: Ich würde total gerne mit ihr jetzt nochmal ganz praktisch.

00:33:17: Wir haben immer wieder Beispiel, aber es ist auch wunderschön in deinem Buch.

00:33:21: Du hast auch sehr ganz konkret Situation aufgeschrieben und eine Situation würde ich hier gerne mitnehmen die eben in der Wackelzahnzeit auch immer wieder vorkommt das Kind beschimpft ein du kack Mama du dover Papa nimm uns mal mit bitte wie gehts weiter?

00:33:37: Ja, auch da.

00:33:39: Ich hab ja versucht wieder diesen Fahrplan heranzuführen, den ich kurz beschrieben habe eben schon und da geht es für mich ganz zentral darum immer erst mal zu gucken was ist der Konflikt?

00:33:50: Und was geht's überhaupt?

00:33:52: Ist das eine Gefahrensituation?

00:33:53: In der Regel irgendwie nicht!

00:33:55: Auch wenn sich da so anfühlt und dann zu schauen, okay also was ist da überhaupt los?

00:34:00: Was ich beschrieben habe im Buch ist auch dass mein Bruder lange Zeit immer mal wieder irgendwie Uhren so gesagt hat.

00:34:11: Und da hat meine Mutter das natürlich falsch verstanden.

00:34:13: Wie man es auch falsch verständen kann, dachte er erst mal oh Gott was ist denn jetzt los?

00:34:16: und hat dann aber gemerkt also er sagt urem Sohn ja also wie die Uhr und das finde ich bringt nochmal ganz gut zum Ausdruck dass auch erstmal eine Beleidigung bestimmt von gar nicht immer so das ausdrücken muss was wir vielleicht doch erst einmal wahrnehmen.

00:34:27: Ja also auch bei Kackmama Das hat ja ganz oft mehr mit uns zu tun, was wir damit verbinden.

00:34:33: Was ist das mit uns auslöst?

00:34:35: Woher kenne ich den Begriff?

00:34:37: Da will ich erst mal hinzugucken, um was geht es da überhaupt?

00:34:39: Was ist der Konflikt?

00:34:40: sich selbst zu regulieren?

00:34:41: Natürlich irgendwie erstmal durchzuatmen und zu schauen, okay... Das ist ein kleines Kind!

00:34:46: Und das ist halt wirklich auch in der Wackelzahnpuppatee noch.

00:34:48: Ist das ein kleives Kind?

00:34:50: Da wirklich erstmal zu gucken, wie kann ich diesen Schiff schon bekommen?

00:34:53: Also Konflikte erkennen, mich selbst regulieren auf dein Kind zu schauen.

00:34:56: Was möchte mein Kind mir damit sagen?

00:34:58: Was braucht mein Kind gerade, was ist los?

00:35:01: und dann eben nicht loszulegen mit oh mein Gott so redest du auch nicht mit mir ab in dein Zimmer sondern wirklich eher zu gucken okay wow Wo kommt das her?

00:35:09: Was ist los, was brauchst du gerade von

00:35:11: mir?".

00:35:11: Also man muss jetzt auch gar nicht so viel reden.

00:35:12: Aber von dieser Haltung her eher eine offene Haltung zu haben.

00:35:15: Okay krass!

00:35:16: Da muss ja grade etwas los sein wenn mein Kind das jetzt zu mir sagt und ich möchte gerne verstehen, was mein Kind mir sagen möchte.

00:35:23: Und das ist glaube ich nur eine Haltung die einfach super hilfreich ist und auch ganz viel öffnet weil das finde ich immer so wichtig beim Andersmachen generell.

00:35:31: Die Frage also schließe ich die Tür sag ich okay geh weg gehe in ein Zimmer Ich will damit nichts zu tun haben.

00:35:36: oder sage ich ok Du darfst mir zeigen, was du damit eigentlich meinst.

00:35:41: Weil ich ja weiß dass du ein tolles Kind bist und du musst dir damit etwas meinen wenn du sowas zu mir sagst Und dann kommt es natürlich auch wieder total aufs Kind an.

00:35:50: Ob das Kind jetzt in den Gespräch gehen möchte, ob er sich öffnen möchte?

00:35:53: Ob es vielleicht anfängt zu weinen weil es gerade so viel belastet was natürlich toll wäre wenn man da in die Emotion rankommt oder ob das Kind erst mal dabei bleibt und hart bleibt auch vielleicht um sich nicht öffnenden kann aber da wirklich halt trotzdem diese Haltung zu haben muss da irgendwas sein?

00:36:09: Das hat jetzt erstmal gar nichts mit mir zu tun in meinen Befindlichkeiten.

00:36:12: das finde ich schon erstmal super wichtig und hilfreich weil man dann eben in Verbindung bleibt mit dem Kind

00:36:19: auch.

00:36:20: Also dieser Fahrplan, wenn wir jetzt dieses Beispiel nehmen das Kind beschimpft ein sozusagen was wäre sozusagen dass alles bleibt wie es bleibt?

00:36:29: Wie würden wir da in der alten Haltung sozusagen handeln?

00:36:32: Ja, ich glaub das wär wirklich schon.

00:36:34: Jetzt gehst du in dein Zimmer oder auch ... Manche haben dann ja auch irgendwie, ne?

00:36:38: Fünfzehn Cent ins Strafschwein oder so's gibt dann ja bestimmte Methoden die auch angewendet werden mit Bestrafungen am Ende, mit Konsequenzen.

00:36:47: also sowas könnte da natürlich was sein, was da irgendwie gemacht wird und wo wie gesagt eigentlich im Endeffekt die Beziehung ein bisschen abbringt.

00:36:55: Und man eben nicht drunter guckt um was geht es eigentlich wirklich?

00:37:01: Dann hast du jetzt immer genau noch den Punkt sozusagen auf links gedreht.

00:37:04: Was könnte eine Reaktion sein, wenn wir es einfach nur anders machen wollen?

00:37:08: Ohne Orientierung und Halt?

00:37:11: Naja das wäre vielleicht auch einfach so ein... dass man das überhaupt nicht wahrnimmt, dass man gar nicht darauf eingeht.

00:37:18: Dass man das Kind vielleicht auch alleine lässt mit seinem Gefühl dann im Endeffekt weil man es vielleicht einfach ignoriert.

00:37:23: Das könnte auch was sein.

00:37:24: also dass man sich nicht traut damit auch umzugehen und sich damit nicht auseinandersetzen will Das ist natürlich auch dann nicht cool.

00:37:34: Natürlich dürfen uns ja auch Worte verletzen, das finde ich auch noch mal wichtig zu sagen.

00:37:38: Ich meine damit gar nicht wir müssen alles von uns abprallen lassen.

00:37:41: Von der Haltung ist es schon so dass sich das sich sagen muss.

00:37:43: also mich persönlich... verletzt das jetzt nicht, weil mein Kind mich beschimpft.

00:37:46: Ich weiß, dass es mit mir nichts zu tun hat und gleichzeitig finde ich, wenn es bestimmte Wörter sind wie wir sagen, das geht gar nicht dürfen wir das auch ansprechen.

00:37:53: aber vielleicht halt in einer anderen Minute, an der wir ein guter Verbindung sind.

00:37:57: und in diesem Moment würde ich weder darauf beharren also daran hängen bleiben noch irgendwie das ignorieren und abtun sondern ich würde halt versuchen zu verstehen was mein Kind mir gerade eigentlich sagen

00:38:07: möchte.

00:38:08: Was ich kann auch total spannend finde an diesen Punkten.

00:38:10: Wenn wir sozusagen alt reagieren oder auf links gedreht reagieren, kommt beim Kind so was Ähnliches an.

00:38:17: Dass wir uns nicht miteinander setzen.

00:38:19: Entweder schicken wir es weg, geweckt oder du musst dir deine Fünfzig Cent reintun und das macht man nicht.

00:38:25: Lassen wir das Kind aus der Beziehung eigentlich raus?

00:38:29: Gehen wir aber sogar nichts drauf ein!

00:38:31: Und hier guck mal hast du ein Eis, oh guck mal schönes Wetter oder Entschuldigung weiß ich was... Dann zeigen wir uns ja auch nicht und gucken mich genau beim Kind hin.

00:38:41: also Es ist gerade spannend, dass das alte und dieses auf links gedreht manchmal ähnlichen Effekt auf Beziehungsebene haben kann.

00:38:52: Und sozusagen wenn man dann mit einem Fahrplan sich auch Forschungsreise macht als Kompass benutzt, man dann die Möglichkeit hat Regulationenbeziehungen im Mittelpunkt zu nehmen für den Entscheidungsweg.

00:39:06: Ja, total schön!

00:39:08: Das kann man lernen, das ist cool.

00:39:11: Es lohnt sich und man kann es lernen.

00:39:15: Und was ja gleichzeitig auch ist, muss ich das immer machen in jeder Situation?

00:39:21: Immer mein Fahrplan aus der Hosenklasse zieht?

00:39:25: Nee!

00:39:26: Also das ist auch was genau, was mir auch wichtig ist nochmal zu schreiben.

00:39:29: Weil natürlich ich versuche ganz viele Beispiele und Impulse auf zu diesen konkreten Situationen auch zu geben und zeigen und zu tun Und gleichzeitig ist es mir am Ende einfach wahnsinnig wichtig noch mal darauf hinzuweisen dass wir diesen Fahrplan auch nochmal vergessen dürfen Dass wir am Ende – und das ist ja auch finde ich so das, was sich durch unser Gespräch jetzt gespannt hat diese Authentizität und die sich zeigen, dass das halt das ist worum es geht Wirklich überspitzt gesagt mit einem Zettel und einer Stift neben unserem Kind stehen.

00:40:00: Und immer sagen, okay Moment mal ich muss jetzt erst mal gucken wie war der Spruch?

00:40:04: Und den dann einmal irgendwie aufsagen Dann sind wir halt nicht nahe und dann sind wir nicht verbunden.

00:40:09: und deswegen sage ich am Ende auch also vergesst das nimm dir gerne Ideen mit nimmt die Impulse mitnimmt ihr diesen Fahrplan mit wenn er dir hilft.

00:40:16: aber im ende dürfen wir immer wieder auch in der Situation authentisch entscheiden Und da auf uns und unser Kind vertrauen, ohne das Gefühl zu haben wir müssen aus Prinzip wieder irgendein Dogma durchsetzen.

00:40:28: Ich finde es auch immer bei der Gewaltfreien-Kommunikation spannend.

00:40:31: natürlich ist ein super hilfreiches Tool aber wenn wir wirklich nur Schritt für Schritt das machen um jemandem zu was zu bringen oder so dann ist es halt nicht schön.

00:40:40: Es ist eine Methode die auch gewaltvoll sein kann am Ende des

00:40:43: Tages.

00:40:44: Absolut!

00:40:44: Du kannst ja sehr gewaltfrei sein Ja, absolut.

00:40:50: Und was auch noch mal... Also mich hat einen Satz von Jesper Jules.

00:40:53: Jesper-Jules ist hier mal wieder mit dabei!

00:40:55: Mit dem Boot, der geklärt hat und das erlebe ich tatsächlich auch sehr in den Beratungen.

00:41:01: Es gibt nichts Schlimmeres als die perfekten Eltern.

00:41:04: Denn ich habe in meinen Beratung Eltern, die in ihrer Kindheit immer das Gefühl bekommen haben ihre Eltern werden perfekt und sie wären das einzigste Problem.

00:41:13: Erstens sind wir stabil genug dass wir Fehler aushalten können mehr Konflikte nutzen, statt vermeiden.

00:41:20: Ich habe ein ganzes Buch darüber geschrieben, dass es Beziehungswachstum sein kann und gleichzeitig ist dieser Effekt Mama-Papa machen auch Fehler und setzen sich konstruktiv damit auseinander.

00:41:31: Also das ist ein Unterschied.

00:41:32: wenn ich mein Kind anbrille und sage du misst Stück und es jedes Mal wieder mache und ich will halt authentisch sein dann brülle ich halt mal ordentlich?

00:41:40: Das meinen wir nicht!

00:41:41: Aber ja, auch ich werde nach vielen Jahren und an all diesen Büchern immer mal wieder laut.

00:41:47: Es passiert mir!

00:41:48: Und dann gucke ich hin – ich entschuldige mich natürlich – und ich gucke dann vor allem hin.

00:41:51: was war der Punkt?

00:41:52: Wo darf ich in die Veränderung, wo darf ich besser für mich sorgen?

00:41:55: und wo geht es aber nochmal drum mit dem Kind ins Gespräch zu gehen im konstruktiven Moment aus dem Vorwurf rauszugehen, aber konstruktiv zu sagen hey wir haben hier ein Thema Was ist bei dir los, was ist bei mir los?

00:42:08: Beziehungsarbeit darf sein Und die hat Fehler und Wachstumsmöglichkeiten.

00:42:13: Auf jeden Fall, wie du jetzt auch noch mal gesagt hast ... Dadurch hat man ja nicht das Gefühl, dass das Kind oder das Kind nicht alleine zu sein, damit Fehler zu machen.

00:42:21: Das ist einfach dazugehörtend da sein darf.

00:42:24: Das finde ich so wichtig mitzugeben.

00:42:26: Ich finde oft sind es gerade auf diese Momente in denen man sich entschuldigt, indem man sich unheimlich nahe sein kann nochmal.

00:42:34: In denen dann ganz viel abfällt beim Kind und wo man so ... und so eine Verbindung kommt, die auch oft ... weiß ich nicht.

00:42:41: Vielleicht noch mal im Übsten, dass man deeper ist als ich bin auf dem Spielplatz um Schauke mein Kind an die Sonne scheint?

00:42:47: Also das finde ich auch, da darf man keine Angst vorhaben.

00:42:52: Muss man nicht perfekt sein, um es anders machen

00:42:54: zu werden.

00:42:54: Da freut mich gleich das so ab schon mit Pär ein was auch ganz spannende Sachen ja auf den Gehirn und sowas machen.

00:43:00: Absolut!

00:43:00: Bin ich ganz bei dir.

00:43:02: Lieber

00:43:03: Camila

00:43:03: Ich danke dir.

00:43:04: Das hat viel Spaß gemacht und dann

00:43:07: wirklich

00:43:08: ein Geschenk, ich freue mich dass das jetzt hier mit in die Welt kann und mag das wirklich sehr empfehlen weil es genau dieses ja dieser Kompass sein kann in dem Sturm der Eltern schafft und gerade manchmal wenn man eben auch in diesem Sturm ein bisschen untergeht.

00:43:23: ich möchte es anders machen Dankeschön!

00:43:26: Danke dass ich da sein durfte, wir sprechen durften jetzt auch sehr viel Spass gemacht

00:43:32: Anders machen Und dabei manchmal Straucheln.

00:43:36: Du bist nicht alleine, wir sind nicht allein.

00:43:40: Vielleicht magst du dich einmal auch ja fragen wann bist du das letzte Mal explodiert?

00:43:45: Genau in diesem Strudel des Andersmachen-Wollens wo Orientierung gefehlt hat.

00:43:50: was hätte dir in dem Moment Orientierungen geben können?

00:43:54: Was hättest du vielleicht gebraucht welchen halt?

00:43:57: und ja wo in eurem Leben gibt es genau diesen moment oder diese Situation wo du es eben genau anders machen möchtest wie du es erlebt hast.

00:44:07: Und weißt du, was es für dieses Andersmachen braucht?

00:44:12: Fertig geht's dir ja auch rund ums Thema Schule so ganz unabhängig.

00:44:15: genau viele von uns haben diesen Rucksack und wollen es anders machen.

00:44:19: ich selber tatsächlich hatte eine wundervolle Schulzeit also im Großen und Ganzen bin sehr gerne in die Schule gegangen und vielleicht gerade deswegen auch hatte ich einen riesen dicken Klotz Bauch, als ich daran gedacht habe, dass mein Kind, mein erstes Kind jetzt in dieses Schulsystem rein soll.

00:44:39: Von dem ich große Bilder hatte und ja in Familien wie bei uns von Nora, der wer ganz eine Rolle spielt ist dieses Bauchgefühl oft noch viel schwieriger weil vielleicht wir diese schweren Erfahrungen auch gemacht haben oder einfach wie auch mit unserem Kind schon die Erfahrung gemacht haben das es einfach nicht nur acht fünfzehn in irgendwelche Systeme passt Wenn du dir Halt und Sicherheit für dein Kind wünscht, und ganz konkret wie du es umsetzen kannst mit eurer Geschichte.

00:45:04: Im Mai startet mein Vertiefungsworkshop!

00:45:07: Da sind wir in kleinerer Runde wo ich wirklich nah an dir dran sein kann Und wir gehen genau darauf ein Schulstadt Bindungsstark.

00:45:14: Wir vertiefen das Thema.

00:45:15: Alle Infos findest Du in meinem Link Und natürlich gibt's bei mir auch immer wieder eins zu eins Beratungen Es kommen auch noch Themenabende und so weiter und sofort Und es wird auch noch spannende Themenabenden zum Thema Schule Schulübergang und aber auch Regulationen im Familienalltag geben.

00:45:32: Dir an diesem Punkt möchte ich erst mal Danke sagen, danke für dein offenes Ohr, danke fürs Hineinspühlen und fürs Andersmachen!

00:45:42: Und für Halt-und Orientierung im Andersmachen.

00:45:46: Ich

00:45:46: wünsche mir dass diese Podcastfolge ja dir ein Kompass sein kann in den Wellen des Familienalltags, Und ihr Orientierung geben darf in diesem Spannungsfeld zwischen Nein und Nähe.

00:46:03: Gerne auch mit Röminas Buch, das ist wirklich toll geworden!

00:46:06: Bis bald.

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