#154 - „Anders glücklich – Mein Kind ist anders: Warum der Mittelfinger im neurodivergenten Familienleben wichtig ist
Shownotes
Der Mittelfinger als Liebesbeweis – Anders glücklich sein mit Isa
Heute zu Gast: Isa, Podcasterin (Hey Baby) und Autorin von „Anders glücklich sein" – eine der ehrlichsten Stimmen für Eltern neurodivergenter Kinder.
Wir sprechen über das, was viele kennen, aber selten laut sagen: Wie es sich anfühlt, jahrelang für sein Kind zu kämpfen, wenn niemand einem glaubt. Wie eine Diagnose kein Urteil ist – sondern ein Ankommen. Und warum der Mittelfinger manchmal das Liebevollste ist, was du für dein Kind tun kannst. In dieser Episode sprechen wir über:
- Warum Prioritäten setzen bedeutet, nicht allen gefallen zu müssen
- Isas Weg zur Autismus-Diagnose ihres Sohnes – und was vier Jahre Kampf mit einem macht
- Diagnose ja oder nein? Was wirklich dahintersteckt
- Hilfe annehmen als Stärke, nicht als Versagen
- Das Sowohl-als-auch: erschöpft und dankbar, gleichzeitig
- Wellenreiten lernen – mit dem richtigen Wissen und den richtigen Menschen
Über Isa: Isa ist Podcasterin und Autorin. In ihrem Buch „Anders glücklich sein" schreibt sie über ihren Weg als Mutter eines Sohnes mit Autismus und ADHS – und ihre eigene ADHS-Diagnose. Ehrlich, direkt und mit ganz viel Herz.
- 🎙️ Isas Podcast: Hey Baby
- 📖 Isas Buch: Anders glücklich sein
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Transkript anzeigen
00:00:00: Heute geht es um den Mittelfinger.
00:00:02: Herzlich willkommen!
00:00:03: Ich freue mich total, dass du rein hörst und dieses Gespräch und dieses Buch über das wir sprechen anders glücklich sein.
00:00:10: Das tut so gut und ist so wichtig.
00:00:13: Und es beschreibt zu viel.
00:00:14: Isa ihr kennt sie wahrscheinlich von Hey Baby.
00:00:17: ein toller großer Podcast?
00:00:19: kam vor circa einem Jahr in mein Leben, sozusagen.
00:00:22: Eine Mail, die öfters mal vorkommt und man sich austauscht um so ein Podcast ob ich mal zu ihr kommen mag und sie zu mir Und ich war von einem Jahr gerade in dem Sturm ja noch in der Trennung und die Frage wie geht das weiter?
00:00:34: Und hab tatsächlich meinen Podcast grad infrage gestellt Kann nicht mehr das Weiter leisten.
00:00:38: Wie sieht mein Alltag aus?
00:00:40: Und dann kam diese Mail.
00:00:41: Ich habe dann ehrlich geantwortet und gesagt du ich komme sehr gerne zu dir Ich habe auch ein Buch im Herbst.
00:00:47: Das wäre total toll für mein Buch, ich kann dir aber nicht versprechen dass du zu mir kommst weil ich weiß nicht wie es weiter geht.
00:00:54: und da kam so ein offenes Herz, so ein warmes Herz, einen supportenden Herz.
00:00:58: Da kam Isa Ja!
00:01:00: Und es matchte plötzlich.
00:01:01: Es matchte?
00:01:02: Und das ist etwas was ich sehr oft erlebe Dass es matcht wenn Neurotivergenz im Spiel ist Denn auch bei mir ist Neurotevergenz ins Spiel Und auch sie ist Mutter eines neuerotivergenten Killis.
00:01:15: Und auch ich bin Mutter eines noch defektes Kindes und ermetschte einiges.
00:01:20: Und genau das erlebe ich auch bei Eltern, die ich jetzt gerade in der Vorschutzzeit begleite.
00:01:24: Oft hat man so das Gefühl, man ist alleine und kämpft und dann sind so Stürme und es fühlt sich schwer an.
00:01:30: Wenn man dann im Kontakt mit Menschen in einem Raum ist, wo man merkt, dass man nicht allein ist... Man kann sich supporten!
00:01:37: Dann läuft's viel besser wie
00:01:39: man denkt.
00:01:40: Ja,
00:01:40: klar habe ich den Podcast weiter.
00:01:42: Er hat ein neues Mac-Ober!
00:01:44: Klar ist Issa in meinem Podcast und Issa hat inzwischen einen Buch geschrieben.
00:01:48: das ist richtig
00:01:49: cool.
00:01:49: wir
00:01:50: brauchen Mut ganz doll und in diesem Mut möchte ich auch dir geben wenn du dein Kind dieses Jahr einschulst.
00:01:56: Ende Mai, der Viertiefungswerkstab fängt an.
00:02:00: Bindungsstarke Schulzeit Wenn Du Dein Kind dieses je einschülst.
00:02:04: Und ja auch wenn Neurode will Gänze bei euch noch alles spielt und du da gestärkt rein möchtest, nicht alleine.
00:02:10: Mit Wissen!
00:02:12: Wissen ist auch Macht aber auch die emotionalen Hausaufgaben machen.
00:02:17: Dann melde dich an.
00:02:18: es sind auch Plätze frei.
00:02:18: ich freue mich sehr auf Dich Und jetzt kannst Du Dich unglaublich freuen Auf ein geiles Gespräch auf ganz schön viel stinke Finger Auch auf ruhige Momente und auf Isar und auf ein neueste weg endes Gespräch.
00:02:32: Willkommen bei meinem Podcast Chaos Herz und Wachstum dem Familienpodcast rund um die Schulzeit.
00:02:40: Mein Name ist Kieren, ich bin Ergotherapeutin, Familienberaterin, ADHS-Trainerin, Embodiment Coaching und vor allem
00:02:48: Mensch –
00:02:49: und Mama von drei Kindern!
00:02:51: Mit meinem Podcast und meinen Beratungen bin ich Dein Anker für stürmische Zeiten und Leuchtturm um Dein Kind und auch Dich.
00:03:00: Bindungsstart
00:03:00: durch die Wackelzahnprobertät und die Schulzeiten zu begleiten Gerade auch wenn Eurydor Vergens bei euch in der Familie eine Rolle spielt.
00:03:08: Schön, dass du da bist!
00:03:13: Liebe Isar ich freue mich total, dass Du da bist und mit Dein Buch... Du hast mich ja sofort gehabt noch bevor das Buch richtig anfing.
00:03:22: Kira nicht freue mich auch, dass ich da sein darf.
00:03:24: Danke danke für die Einladung in Deinen tollen Fortkampf.
00:03:27: Die erste Satz Ich saß im Garten und habe ihn gelesen und hat Ja ja ja ja gedacht und gleich laut vorgelesen Der größte Schatz ist es, zu lernen seine Kinder genauso zu lieben und zu akzeptieren wie sie sind.
00:03:40: Also ein Kind!
00:03:41: Und eine Gesellschaft die sich durch Leistungen und Mangelgedanken definiert gelassen den Mittelfinger zu zeigen.
00:03:49: Genau einmal das Facult.
00:03:53: Ich
00:03:53: muss gleich am Anfang des Buches irgendwie zeigen wie der Tonus des Buchs sein wird.
00:03:57: so direkt einmal hundertprozent isa essence und ich freue mich gerade so dass dir gefallen hat weil ich war mir echt nicht sicher ob das vielleicht too much ist.
00:04:06: Ich finde es total richtig, weil ja es geht darum
00:04:10: ein
00:04:10: weg zu finden und anzupassen und Verständnis zu haben.
00:04:14: aber es ist so wichtig immer mal wieder diesen mittelfinger auch zu fühlen und sich zu vertrauen
00:04:20: ab und zu mal so ein bisschen abgrenzen und sagen hey Du bist ja auch nicht everybody's darling und es ist einfach so schwierig, wenn man immer allen gefallen will.
00:04:30: Gerade wenn man Kinder hat die total aus der Rolle fallen.
00:04:35: Da gehst du dann einfach... Also das war mein Learning.
00:04:38: Ich bin irgendwann dran kaputt gegangen als ich versucht habe immer alle zu bliesen, dieser typische People-Bleaser.
00:04:46: Und deswegen war wirklich eines meiner größten Learnings auf dieser Reise ab und zu auch mal zu für mich entspannt in meinem inneren Bild einfach Leuten auch so den Mittelfinger zu zeigen.
00:04:57: So ja, du regst dich jetzt gerade darüber auf wie sich mein Kind verhält oder wie einfühlsam ich mit meinem Kind umgehe anstatt dem mal so richtig nur den Marsch zu blasen dann kriegst Du einfach mal hier diesen mit den kleinen mittelfinger von mir.
00:05:11: Ja
00:05:12: absolut für mich ist es auch was sozusagen mit Prioritäten setzen und das hast Du ja auch in diesem Satz Du entscheidest Dich Für die Beziehung Zu deinem kind Und manchmal heißt es dann, den Mittelfinger zu zeigen.
00:05:22: Weil nicht jeder akzeptiert das, dass du die Beziehung zu deinem noch divergenten Kind in den Mittelpunkt stellst?
00:05:27: Ganz genau und das ist ja auch so ein Thema sich das bewusstzumachen.
00:05:32: So wer ist eigentlich meine Priorität?
00:05:35: Ist es die fremde Oma im Supermarkt?
00:05:37: Klischee!
00:05:37: Das ist immer der Supermarkt.
00:05:40: Aber es ist immer so eindricksam gleich.
00:05:43: Irgendwann habe ich mich wirklich mal gefragt... Warum ist es mir so wichtig, dass diese fremden Menschen mich als tolle Mama irgendwie abspeichern?
00:05:52: Die speichern mich eh nicht ab.
00:05:53: Warum ist's mir so so wichtig nicht negativ im Außen aufzufallen und warum is'n ich mein Kind immer die absolute Privo?
00:06:02: Weil das ist mein Kind!
00:06:04: Natürlich ist mein kind viel viel viel wichtiger.
00:06:07: Nur oft hat man da einfach so viele Prägungen aus der eigenen Kindheit, wie Erziehung aussehen soll.
00:06:13: Wie eine gute Mutter reagiert und so weiter, dass man das erst mal gar nicht so hinterfragt.
00:06:18: Nimm uns mal ganz praktisch mit letzte Woche!
00:06:21: Wann waren da so Mittelfingermomente bei dir?
00:06:24: Letzte Woche war tatsächlich ein sehr seltenes Highlight beziehungsweise es war das erste Mal, dass ich alleine zu Hause war und mein Mann mit den Kindern und seiner Mama, also mit meiner Schwiegermama im Urlaub war.
00:06:40: Wow!
00:06:41: Das ist ja auch was, was ich im Buch oft predige und sage liebe Mamas oder natürlich auch immer Papas aber primär ja schon die Mamas nehmt euch eure Auszeiten schaut dass ihr euch eure Batterien aufladen könnt und guckt einfach wie es machbar ist.
00:06:57: Und ich hab's jetzt geschafft das tatsächlich mal mein Mann mit seiner Mama und den Kindern eine Woche in den Osterferien im Urlaub war Und ich, für mich ganz entspannt daheim und auch im Tonstudio.
00:07:11: Ich habe mich mein Buch vertont arbeiten können!
00:07:13: Deswegen gab es tatsächlich letzte Woche fast keine Mittelfingermomente sondern ehrlich gesagt ganz viele Herzchenmomente.
00:07:22: denn ich hab dann nur so die Sahne-Stückchen von diesem Urlaub per Video und per Foto von meinem Mann mitbekommen und ich saß oft abends echt so da mit einem vollen Herzen weil ich diese Videos gesehen habe und diese Fotos von meinen Kindern.
00:07:39: Und mir dachte, die sind so toll!
00:07:42: Oh Gott, die ist so süß!
00:07:44: Das war eher lauter kleine Herzchenmomente statt diese Mittelfingermomente.
00:07:50: Gleichzeitig, wenn ich mir das so vorstelle auch auf mein Weg, der noch eine divergenten Mama zu sein und viele Familien, die ich begleite und v.a.
00:07:58: Mütter, um da hinzukommen, um das mit Herzchen-Momenten zu verbinden... Braut man, glaube ich ganz schön viele Mittelfinger innerlich vorher auf dem Weg um diesen ganzen Vorteile.
00:08:10: Kannst du das?
00:08:12: Der Vater alleine mit den Kindern!
00:08:14: Bist du überhaupt eine gute
00:08:15: Mutter?!
00:08:19: Da geht doch einfach an Ostern lieber arbeiten und schickt ihren Mann mit der Schwiegermamma in Urlaub anstatt selbst dabei zu sein.
00:08:28: Also mir tut es fast ein bisschen leid dass ich das gerade reingebracht habe weil du das so gar nicht drin hattest Weil ich das total wichtig und gut finde.
00:08:38: Das darf der Weg sein!
00:08:39: Die Kinder sind beim Papa, die sind bei der Oma – das ist wunderbar!
00:08:43: Wie oft war ich mit den Kindern unterwegs um hier jemandem rückenfrei zu halten?
00:08:48: Das ist selbstverständlich.
00:08:50: Genau.
00:08:51: Und es ist dann so besonders... Und das war tatsächlich auch auf unserem Weg als Familie, wobei vielleicht sogar eher auf meinem Weg als Frau, als Mama, als Mensch wirklich noch mal so ein richtiger Game Changer, als ich angefangen hab mir diese mentale Schranke im Kopf irgendwie so wegzusprängen.
00:09:11: Dass ich meinen Mann ja nicht zu sehr belasten darf mit der familiären Situation und den Kindern.
00:09:18: Und das war auch irgendwann ... Ich schreib's auch im Buch nur sehr viel Persönlichkeitsentwicklung gemacht.
00:09:25: Sehr viel an mir selbst gearbeitet umzugucken Ey, ich bin einfach am Limit.
00:09:29: Also für mich war ja irgendwann zu dieser Punkt... Ich bin so krass am LimIT!
00:09:32: Ich bin SO heftig erschöpft!
00:09:34: So kann es nicht weitergehen und dann habe ich eben angefangen mit der Arbeit hier mal an eine Schraube gedreht und da an einer Schrauben gedrehte und irgendwann war dann diese Beziehungsschraube dran.
00:09:45: Und als ich dann diesen Aha-Moment hatte dass ich bei meinem Mann viel mehr auch ansprechen und erwarten kann Das war wirklich nur in meinem Kopf, wo ich dachte, das kann nicht von ihm erwarten.
00:09:59: Der arbeitet ja auch schon so viel und macht ja schon soviel in der Richtung ... Und irgendwann so nee!
00:10:07: Ich bin krass erschöpft und er ist nicht so krass erscheppt, also ist irgendwo ein Ungleichgewicht.
00:10:12: Dann hab ich angefangen zu sagen hey kannst du mal das machen?
00:10:16: Kannst du mal dass machen?
00:10:17: Das ging mit Kleinigkeiten los wie als wir zum Ausflug gingen, Tagesausflug.
00:10:22: Ich meinte, kannst du die Sachen der Kinder
00:10:23: packen?".
00:10:24: Als ich das zum ersten Mal gesagt habe, da hat er mich angeschaut.
00:10:28: Ja ja okay klar!
00:10:31: Was muss ich ihm packen?
00:10:33: Und inzwischen macht er das einfach selbstverständlich weil ich angefangen hab von meinem Mindset her nicht mehr so zu tun als wäre ich die, die das alles wissen muss und die das auch können muss und dass auch alles tut.
00:10:48: Irgendwann hab' ich das so geschiftet und bin dann davon ausgegangen wie er kann das doch ganz genau gleich gut wie ich.
00:10:54: Und all das, was du nur besser kannst ist dein Vorsprung.
00:10:57: Weil du es öfters gemacht hast, weil du es Öfters geübt hast.
00:10:59: Genau!
00:11:00: Man braucht für ... dass alles keine Pruste und keine Wohl war, sondern man macht auch Übung.
00:11:08: Das Verständnis, dass es die eigene Aufgabe ist?
00:11:10: Absolut also... Du erzählst es so, dass das dein individueller Prozess ist?
00:11:15: Ja.
00:11:15: Und gleichzeitig ist es ja nicht dein individueller Prozess, sondern das ist unser gesellschaftliches patriarchaler
00:11:21: Kackscheiß Voll, ja.
00:11:24: So absolut!
00:11:25: Also du bist halt generell als Frau irgendwie so total selbstbewusst und denkst okay Gleichberechtigung läuft ganz gut aber wenn du dann von der Frau zur Mama wirst ist es nochmal ein ganz anderes Kaliber, finde ich.
00:11:38: Absolut!
00:11:39: Es ist ja auch ganz spannend.
00:11:40: Schulthemen... Ich bin gerade voll mittendrin.
00:11:42: Du sagst, dass man wird da Mutter und der Prozess und vielleicht braucht man zum Stillen noch Brüste und so?
00:11:50: Jetzt hier bei mir Einschulungsthemen.
00:11:52: Ich gebe gerade ordentlich viele Workshops.
00:11:54: Ich glaube wir einschulig organisieren die Kinder emotional darauf vorbereiten dafür braucht man keine Bruste mehr.
00:12:01: Aber das
00:12:01: ist... Und wie viel Prozent Männer sind da in deinen?
00:12:04: Es sind
00:12:04: viele Brüste bei mir.
00:12:08: Jetzt so schade, es ist so schadet!
00:12:10: Ja und
00:12:10: all darf genau ich glaube alle.
00:12:12: und dann möchte ich jetzt die Papas total gerne einfach mitnehmen und ermutigen und einfach wir dürfen gemeinsam diesen alten Bildern den Stinkefinger zeigen weil es ist ja auch ein Gewinn.
00:12:23: Ein absoluter Gewinn damit reinzugehen mit die Kinder dadurch zu begleiten.
00:12:29: Das stärkt ja, es stärkt macht Beziehungen reicher Männer wie Frauen.
00:12:35: Genau, ich habe auch die Erfahrung gemacht dass Männer das gern machen.
00:12:38: also ich war zuerst wirklich so oh kann ich das meinem Mann zumuten weiß du so in einem ängstlichen Mangel hier irgendwie weil es einfach auch gesellschaftlich so geprägt ist und Ich hab dann auch lernen dürfen, dass es mein Mann total empowert und dass der inzwischen auch total darin aufgeht.
00:12:58: Und wieder das liebt wenn die Kinder zu ihm kommen und sagen du Papa ich möchte's von dir gemacht bekommen oder oh ich möchte mit dem Papa das jetzt machen ne?
00:13:08: Da was da in ihm passiert wie da die Brust so voller Liebe und stolz anschwillt wo ich denk hey krass wenn ich das einfach immer an mich genommen hätte so ganz selbstverständlich dann hätte er das auch nicht so erleben können, wobei ich ja auch sagen möchte.
00:13:24: Ich möchte jetzt nicht sagen, dass unsere Aufgabe als Frau auch noch den Männern ihre Vaterschaft zu reichen... Ja
00:13:30: genau!
00:13:30: Das dürfen die Männer sehr gerne in ihrer Verantwortung und es ist nicht auch noch unser Job.
00:13:36: Wir dürfen lernen auf uns zu achten.
00:13:38: unseren Weg gehen also alle unabhängig vom Geschlecht genau in deinem Beziehung zu sein.
00:13:43: Wir sind jetzt laut gestartet wir sind mit dem Mittelfinger gestartet.
00:13:47: Das passt doch, oder?
00:13:48: Ich finde das so bei neugenten Familien.
00:13:51: Das ist ja... Du startest nicht mit einem kleinen Plänker und so ganz oft so ein Bärm.
00:13:55: Ganz genau!
00:13:55: Du gehst direkt mit dem Müttefinger an.
00:13:57: Und gleichzeitig gibt es sehr auf die andere Situation.
00:13:59: Dann weiter, denn Anfang beschreibst du wie du am See spazieren gehst.
00:14:05: Ein weicher Moment.
00:14:06: Ein warmer Moment.
00:14:07: Einen trauriger Moment.
00:14:11: Ja da war ganz viel.
00:14:12: Vielleicht magst
00:14:13: du mal uns ein bisschen mit an diesen See nehmen.
00:14:15: Ich glaube, fünfundzwanzig hat das so gesagt oder?
00:14:18: Nee vier.
00:14:19: Das war zwanzigzweiundzwzig.
00:14:21: Ja.
00:14:22: Das weiß ich noch genau denn da sind wir an den See gezogen und es war sozusagen ja das Ankommen nach vier Jahren Kampf von mir als Mama.
00:14:32: Ich habe relativ schnell gespürt dass bei meinem Sohn was besonders ist, dass der einfach anders.
00:14:39: Und als er sechs Monate alt war, da war es für mich dieser Moment wo ich dachte was ist da los?
00:14:43: Bei uns war's die Motorik.
00:14:45: Es ist ja immer super individuell an welchen Momenten Eltern merken oder dieses erste Mal diese Irritation spüren.
00:14:52: Da isst was anders und ich krieg auch jetzt gerade einfach totale Gänsehaut wenn ich da so reingehe weil dieser erste Moment wenn du diese erste kleine Erkenntnis in dir spürst und du kannst ja nichts dagegen tun die kommt ja einfach... ...es ist so krass!
00:15:08: Weil die macht so riesengroße Angst.
00:15:10: Also mir hat sie so eine Angst gemacht, weil ich überhaupt nicht wusste was ist es?
00:15:17: Also hat mein Sohn ne schlimme Krankheit, hat er ne ganz schreckliche Behinderung!
00:15:22: Was is
00:15:22: anders?!
00:15:23: Was ist hier
00:15:24: los?!
00:15:24: Was is denn das
00:15:25: Problem?!
00:15:26: Und dann hab' ich eben angefangen... zu forschen, zu beobachten, zu suchen.
00:15:32: Nächte mit Googeln verbracht.
00:15:35: anstatt dieses unbeschwerte Muttersein zu erleben und zu spüren war ich ab dem sechsten Lebensmonat meines Kindes eigentlich dauerhaft in Sorge und habe gleichzeitig versucht das zu verdrängen weil ich es nicht wahrhaben wollte.
00:15:49: Das kenne ich aus meiner Arbeit auch sehr gut.
00:15:51: Dieses das Eltern also oftens ja dann rund um die Einschulung bei mir Da ist ein Diagnostik
00:15:58: oft
00:15:59: schon gelaufen oder sie setzen sich damit auseinander, oder der Grundschule.
00:16:02: Und dann in diesem Prozess ... Dann geht man noch mal so auch diese Gedanken zurück und da war ganz früh was.
00:16:08: Da war ganz Frühwas?
00:16:10: Und es ist dann ganz unterschiedlich, wenn man's selber ernst nimmt wie das Umfeld ist ernst nimmt einem das abgedreht wird Man selbst vielleicht auch mit aller Kraft dagegen kämpft.
00:16:19: Ich muss es nur noch besser machen Wenn ich noch feinfühliger bin, dann!
00:16:26: Genau.
00:16:26: Und das war auch genau das, ne?
00:16:29: Also mein ganzes Umfeld hat mir versucht auszureden, ach jedes Kind ist doch individuell entspannend ich doch mal... Ich habe ganz oft den Satz gehört, Lisa wenn du mal ganz ehrlich bist Du warst doch schon immer in Hypochonda Da steigerst du dich jetzt mal wieder rein Ja und dann wurde mit es eben so.
00:16:48: also ich hab dann selbst gedacht ich will dir mir was ein und dachte immer Warum will ich denn unbedingt mein Kind krank reden?
00:16:54: Damals war noch dieses Gekranksein so im Vordergrund.
00:16:58: Und dann eben am See, in dem ich wirklich einiges mitgemacht habe und viel auch an schmerzhaften Erfahrungen erlebt hab, war dann endlich die Diagnose da Autismus-Spektrumstörung.
00:17:15: Und das war das, was ich als mein Sohn zwei Jahre alt war.
00:17:19: Habe ich zum ersten Mal für mich diese Erkenntnis gehabt, der ist Autist?
00:17:23: Da passt alles!
00:17:24: Ich habe viele Sachen ... so viele Diagnosen auch wirklich schlimme Krankheiten zum Teil gelesen und immer gedacht oh Gott, oh Gott ne könnte es da sein, wie schrecklich.
00:17:34: und so... Und irgendwann kam ich dann auf Autismus und da hat einfach alles Klick gemacht Und es war dann auch gar nicht so schlimm für mich, weil ich irgendwie dachte, das ist ja jetzt keine schlimme Krankheit.
00:17:47: Es ist eben eine Andersartigkeit und mir hat trotzdem niemand geglaubt.
00:17:52: Ich war bei vielen Stellen.
00:17:53: Dann war da endlich diese Diagnose nach diesem langen steinigen Weg.
00:17:58: Das war eben so dieses ... Ich war da spazieren mit meiner Tochter, die ... Ein Baby war neu geboren in der Trage und ich bin da an diesem See gelaufen.
00:18:06: Und es war einfach noch so neblich, dunklig, alles war still ... Da waren Enden auf dem See und ich hab diese Enden gesehen.
00:18:14: Und da war tatsächlich eine Ente abseits vom Rudel.
00:18:18: In diesem Moment sind mir so die Tränen gekommen!
00:18:22: Ich habe so geschluchtst und geweint bei diesem Spaziergang und hab auch mal für mich selber meinen Weg wertgeschätzt.
00:18:30: was ich da alles durchgemacht hab, ganz alleine so als Einzelkämpferin.
00:18:35: Weil die einzige war, die gesagt hat, da ist was!
00:18:39: Ja...
00:18:39: Und dann hatte ich recht, ne?
00:18:40: Das war so ... Fuck you,
00:18:42: ne?!
00:18:42: Da war wieder ein kleiner Fuck-you Moment und ich dachte ey, fuck you all, alle diese Menschen, die mir immer eingeredet haben, ich bilde mir das ein Ich hatte die ganze Zeit
00:18:55: Recht.
00:18:55: Von was war das denn ein Abschied?
00:18:58: für was war es vielleicht auch ein Anfang Dieser Spazierer mit den Enden und den Drehen.
00:19:03: Es
00:19:04: war definitiv ein Abschied von diesen ganzen Selbstzweifeln in mir, also da ist wirklich so eine ganz neue selbstbewusste Isar geboren.
00:19:15: Und das war auch wirklich was... Das habe ich danach auch radikal durchgezogen, dass ich mir und meiner Intuition endlich mehr vertraue Dagegen stehe und mich nicht gleich von jedem Luftzug umpusten lass, weil ich mir immer noch einreden las, dass ich vielleicht doch voll übertreibe.
00:19:35: Und es war auch ein Abschied dieser Unsicherheit.
00:19:39: Die war wirklich zermürdend über die Jahre hinweg immer wieder zu spüren wie das eigene Kind aneckt, wie das eigenes Kind völlig anders ist als alle anderen Kinder, die du um dich herum siehst.
00:19:52: Du weißt nie was es ist!
00:19:54: Das ist diese Ungewissheit die es wirklich sehr, sehr kräftig sehrend gewesen.
00:20:00: Und dann endlich offiziell diese Diagnose zu haben war auch so ein Ankommen?
00:20:04: Das Ankommen genau von der Abschied in diesen Zweifeln und der Unsicherheit.
00:20:10: und das Ankommen für was?
00:20:12: Ja, wir sind tatsächlich anders!
00:20:15: Und dadurch ist ja dann zwar auch wirklich so eine Tür öffnen für ich darf mein Kind anders begleiten.
00:20:23: Ich darf meinem Kind andere Sachen zugestehen, sag ich mal.
00:20:29: Weil das ist ja dann auch oft wenn du dann mit deinem Kind anders umgehst kriegste er auch total Gegenwind.
00:20:35: Also das würde jetzt aber nicht durchgehen lassen und... Das
00:20:38: kennen wir älteren die Pult-Regenturen sehr gut!
00:20:42: Musst nur Grenzen setzen macht doch immer mal X, Y. Ich liebe es und ich liebe es besonders wenn's von Fachmenschen kommt.
00:20:50: Ja das ist dann auch besonders irritierend.
00:20:52: nochmal da ist man dann auch echt noch mal so Oh Mann, okay.
00:20:58: Ich versuche hier die ganze Zeit alles richtig zu machen und mach's wohl doch komplett falsch.
00:21:02: also das ist schon echt ja... Also ich finde Eltern von Eurodivergenten Kindern oder von Kindern die einfach besonders sind auch hochsensibler Kinder Das ist schon echt eine Hausnummer, weil die Gesellschaft nicht dafür ausgelegt.
00:21:15: Und du musstest dir alle selber zusammen glauben und suchen.
00:21:19: Allein das ist ein Vollzeitjob und du hast eigentlich nicht die Zeit dafür?
00:21:22: Absolut!
00:21:23: Du hast gesagt es waren Ankommen ins Anderssein.
00:21:26: Du hast jetzt auch ne ziemlich große Community um dein Podcast herum... ...und da hast du sicherlich auch, ich hab das in meinen Beratungen immer wieder, dass da ja auch so ne Angst davor.
00:21:36: vielleicht ist dieser Stolperstein von der Diagnose.
00:21:41: Möchte ich diesen Stempel meinem Kind wirklich antun?
00:21:45: Was sind da deine Erfahrungen so aus deiner Community und deinem Umfeld?
00:21:49: Großes Thema, auf jeden Fall!
00:21:51: Und ich kann das total nachvollziehen.
00:21:55: Es war auch bei uns im familiären Umfeld ein großes Thema.
00:21:59: Willst du wirklich deinem Kind dieses Label aufdrücken?
00:22:02: Willst Du ihn zum Sonderling machen?
00:22:05: Nein natürlich möchte ich das nicht.
00:22:07: Nur, es ist ja nun mal so.
00:22:10: Und ich hab für mich dann die Entscheidung getroffen, indem ich die Diagnose machen lasse, zeige ich zum einen ganz unterbewusst also nur mit allem ... Mit all deinem Verhalten zeigst du ja immer auch deinem Kind, is dein Kind so richtig wie es ist oder nicht?
00:22:29: Ja und ich habe jetzt in meiner Community oft die Erfahrung gemacht Das Eltern, die das lange Zeit nicht offiziell machen wollten aus Angst, dass dem Kind im späteren Leben Nachteile daraus entstehen.
00:22:44: Die haben leider wirklich Leider ... Ich hätte das sehen natürlich nicht so gewünscht aber oft wirklich von hinten noch mal einen drauf bekommen weil das Kind nun mal auch alle, also allein ohne diese Diagnose anders ist und aneckt Und die Menschen dann noch weniger verstehen warum, weil es keinen Namen dafür gibt und keine Begriffe dafür gibt.
00:23:05: Nichts was du nachschlagen kannst sondern das Kind eckt einfach so an.
00:23:10: Ich habe Erfahrungen gemacht wo das Kind kurz davor war von der Schule geschmissen zu werden.
00:23:15: Weil die Schulleiterein gesagt hat geht überhaupt nicht!
00:23:18: Der Junge auf unserer Schule geht nicht oder wurde das Kind massiv gemobbt Und am Ende hat die Diagnose total geholfen, da Toleranz zu schaffen bei den Eltern.
00:23:31: Da sind dann auch andere Eltern, die sich darüber aufregen wie das Kind, ihre ihr Kind wiederum behandelt hat oder was eigentlich mit dem Kind los ist und es geht ja im Grunde nichts an.
00:23:42: Trotzdem ist es so dass wir aktuell in der Gesellschaft, in der wenn du mal leben mit einer Diagnose oft mehr Toleranz und dadurch dann auch mehr Respekt und Verständnis erfahren.
00:23:54: Ja,
00:23:55: an der anderen Stelle schreibst du auch in dem Buch Wissen ist Macht.
00:23:58: Und manchmal erlebe ich eben wir haben ja... Ich kann das nachvollziehen Angst vor einem Schubladen denken.
00:24:04: Und gleichzeitig
00:24:06: hilft
00:24:06: es aber auch zu wissen Wir suchen nach Lösungen.
00:24:10: Dann lass uns doch einmal ins Schublade XY gucken um diese Lösung.
00:24:14: weil also wir sortieren uns hier auch Ich guck hier gerade mein Schreibtisch an, ich könnte ja auch mal wieder paar Sachen in die Schubladen tun.
00:24:22: Dann weiß ich nämlich, in welcher Schublade sind die Kugelschreiber und dann kann ich da gucken!
00:24:27: Und wenn ich sozusagen meinen Kind mit Autismus verstehen möchte, dann kann sich erst einmal dieses Wissen um Autismus
00:24:35: filtern.
00:24:36: So... Da finde ich es!
00:24:40: Ja wir brauchen noch mehr Wissen davon?
00:24:42: So und das, aber ich finde es auch sehr schön.
00:24:45: Wir stehen dazu und wir gehen mutig den Weg und was ja auch sozusagen aus der Community selber geworden ist.
00:24:51: Auch hey!
00:24:52: Es ist noch eine Devegenz?
00:24:53: Ist ein Neure Deveganz?
00:24:55: Ja also Neure devegänzen kommen später nochmal genau heute mehrere Farben irgendwie so Aber kann auch ein Ankommen sein.
00:25:04: Und
00:25:04: ja und Ich möchte hier auch unbedingt nochmal erwähnen dass Wissen.
00:25:09: Also, ich sag Wissen ist Macht und ich meine das auch dahingehend dass dir erstmal alle Menschen die nicht so viel wissen über Autismus oder auch ADHS also inzwischen weiß ich mein Sohn hat eine Doppeldiagnose Autismus und ADHS Ich hab ADHS.
00:25:26: Und wenn man darüber nicht viel weiß dann hat man erst mal so mit diesem Klischee zu kämpfen Oh
00:25:31: Gott
00:25:32: ihr Armen Das ist ja schrecklich.
00:25:35: Dann haben sie den Rainman im Kopf Dann haben die schwere soziale Beeinträchtigungen im Kopf, die denken dann Autisten sind nicht empathisch.
00:25:45: Und wenn man sich da mal wirklich rein nördet oder auch einfach mal generell so ein bisschen auch oberflächlich mal anliest und also ein bisschen rein dippt, dann merkt man plötzlich ey das stimmt ja gar nicht!
00:25:58: Es gibt ja krass viele super erfolgreiche Menschen Mit Autismus, mit ADHS.
00:26:04: Und das ist mir auch so ein Riesenbedürfnis gewesen in meinem Buch.
00:26:08: Optimismus!
00:26:09: Zu zeigen Leute, guck doch mal... Schaut mal ich habe da Riesenlisten von erfolgreichen weltberühmten Menschen die alle Neurodivergenz sind und das war nur eine kleine Auswahl.
00:26:21: also es gibt so viele Menschen die gerade mit ihrem Autismus und gerade mit ihrer ADHS so krass erfolgreich sind, wenn man sie denn unterstützt.
00:26:31: Wenn man sie dann pusht und sagt hey du darfst genauso sein wie du bist und du bist super!
00:26:37: Und du musst nicht.
00:26:37: diese allrounder klassisches Schulsystem muss in allem irgendwo ganz okay sein und dann bist du gut.
00:26:47: schwierig bei neurodivergenten Menschen würde ich jetzt mal.
00:26:51: so gibt es natürlich auch die, die in allem gut sind.
00:26:54: Aber wenn ich jetzt mal manche Leute anschaue, dann merkst du sie haben ein Spezialinteresse und wenn die Eltern das unterstützen – das haben eben auch meine Recherchen gezeigt – wenn die Eltern da das Kind pushen und im Team ihres Kindes sind, kann das Kind halt einfach echt fliegen!
00:27:13: Weil es hat diese, also Autisten oder Menschen mit ADHS auch Autistinnen natürlich.
00:27:19: Die haben eben auch Spezialinteressen und kriegen dann so ein richtiges super gutes Wissen über diese Themen und können darin absolute ExpertInnen werden!
00:27:29: Und das kann halt auch richtig cool sein.
00:27:31: Absolut!
00:27:31: Das finde ich eigentlich auch einen ganz schönen Impuls und es ist ja auch, wir haben oft viel mehr Angst vor Dingen die wir nicht so genau wissen.
00:27:37: Wenn wir jetzt hier dastehen, vielleicht die Einschulung bevorsteht oder in der Schule rumpelt und dumppelt und wir schon länger dieses Gefühl haben und vielleicht auch die Angst davor, seid mutig und lest.
00:27:50: Hört diese Podcast folgen, nördet euch mal ins Thema rein.
00:27:52: Vielleicht für eine Freundin?
00:27:55: Nicht unbedingt für euch... Was gibt es über Autismus zu wissen?
00:28:03: Was gibt's über ADHS zu wissen, mit der ganzen Bandbreite und dieser Begeisterung auch in diesem Jahr rein.
00:28:11: Und was ich auch eben total gerne mag an deinem Buch und tatsächlich so noch nicht so in Sachbüchern einfachen, also für Eltern gesehen habe das, was ja dann auch... Also klar ist diese emotionale Komponente bei der Gnostik ein Thema.
00:28:25: aber dann auch, was passiert eigentlich mit uns?
00:28:27: Was wie wo?
00:28:28: Das mag ich sehr gern in deinem Buch dass auch das Welche Tests sind das da eigentlich, die gemacht werden?
00:28:34: Wie sieht es aus?
00:28:35: Was ist das irgendwie so?
00:28:37: und auch da kann man sich ja wieder Sicherheit suchen.
00:28:39: Und auch meine Erfahrungen, die er seit vielen Jahren ist gerade rund ums Schulthema ... Man hat immer Angst dass das Kind dann irgendjemand hört.
00:28:47: Das Kind hat ADHS und dann gleich die Vorurteile runterbrechen.
00:28:50: Und dann muss ich sagen Ja!
00:28:53: Es gibt Lehrkräfte, die bräuchten eine Portion mehr Wissen und zwar eine Portione mehr Empathie.
00:28:58: Das macht aber mit der Diagnose keinen Unterschied.
00:29:01: Wir haben die Möglichkeit, einige Lehrkräfte mitzunehmen und sich dann öffnen.
00:29:07: Manche kriegt man auch bei der Ehre sie als Fachperson, dürfen doch so ... Und diese, die sich wirklich diese Vorteile an der Diagnose machen, die machen auch wegen dem Verhalten.
00:29:18: Also das macht kein Unterschied!
00:29:20: Die würden ohne Diagnos dann halt dieses unerzwungene Kind und Sie müssen doch einfach nur mal so.
00:29:26: Die Lehrer, die wir da nicht kriegen, die kriegen wir tatsächlich anders auch nicht.
00:29:29: Ich denke ja auch das ist einfach eine Angst, die dahinter steckt und eine komplett nachvollziehbare Angst zu sagen ich möchte die Diagnostik nicht machen lassen, ich möchte diese Diagnose nicht für mein Kind haben weil man dann immer noch hofft wenn es nicht schwarz auf weiß steht dann stimmt's vielleicht nicht ne?
00:29:44: Dann ist es vielleicht nicht da.
00:29:45: Und da hab' ich eben in meiner Community und auch hier... ...ich bin auch inzwischen super gut vernetzt in meinem echten Alltag, sag ich mal mit neurodivergenten Familien.
00:29:56: Und da mussten die meisten leider echt schmerzhafte Erfahrungen machen weil das Kind ist halt trotzdem so wie es ist ob es nun dazu die Diagnose gibt oder nicht.
00:30:07: und ja natürlich ist es auch was muss man einfach für sich selbst entscheiden und nochmal gut drüber nachdenken.
00:30:17: andere Stimmen wie vielleicht auch die unserer Eltern, also der Großeltern dieser Kinder, die vielleicht mal ganz liebevoll ausklammern.
00:30:24: Oder ein bisschen lieber vor den stinkigen Fingern sein.
00:30:30: Ich glaube wirklich... Die haben dann noch ganz andere Prägungen, ganz andere Ängste und da dürfen dann auch wirklich wir Eltern entscheiden für uns.
00:30:39: Also ich kenne das Thema mit ADHS-Medikamenten Super, super großes Thema.
00:30:43: Ich hab da auch meine Podcast-Folge zugemacht und in meiner Community mal so eine Fragerunde gestartet.
00:30:48: Und wie viele Antworten habe ich bekommen von Eltern?
00:30:51: Die meinten also meine eigenen Eltern die Großeltern sind vehement dagegen dass ich mein Kind hier ... Fügbar mache, dass ich meinem Kind sein Charakter nehme.
00:31:03: Dass ich mein Kind schieße.
00:31:05: Ich saß neulich mit meinem Kind im Zug und da haben sich zwei Herren der Generation darüber unterhalten wie die Kinder heutzutage mit den ADHS-Medikamenten stillgestellt werden.
00:31:15: Mein Kind kommt mich an und wundert sich doch gar sehr!
00:31:19: Und daran musste man schon Klopftechniken anwenden, um nicht...
00:31:23: Ich glaube, der hat uns geschmuntet.
00:31:25: Und gleichzeitig kann ich das auch sagen ja also meine Mutter lebt nicht mehr und ich glaube sie hätte große Schwierigkeiten wenn Sie wüsste dass sich in meinem Podcast darüber erzähle dass ich selber die Medikamente nehme und es ihm gut tut.
00:31:38: Und es kann ich ganz liebevoll, das ist ein Weg.
00:31:40: Ich habe den auch gemacht irgendwie so und da dürfen wir wachsen.
00:31:44: Da dürfen wir in die Verantwortung gehen... ...und
00:31:47: auch liebevoll den Eltern dann sozusagen.
00:31:49: hey!
00:31:49: Ich verstehe dass ihr euch Sorgen macht.
00:31:51: Ich glaube das ist ganz wichtig.
00:31:52: Ich hab ja in meinem Buch auch einen Leitfaden für persönliche Gespräche mal so reingepackt, weil ich echt viele Gespräche in meinem familiären Umfeld führen musste um Verständnis für unseren ganz eigenen Weg zu bekommen.
00:32:06: Und es war mir einfach so wichtig ... Weil ich habe ja viele Sachen mit meiner Therapeutin erarbeitet die im Buch kommen und auf die man vielleicht jetzt nicht so kommt und dann wirklich die Gegenseite zu hören.
00:32:16: Weil das ist meistens eine Sorge, die aus Liebe herauskommt und nicht gleich zu sagen Ey, das ist doch keine Ahnung.
00:32:24: Und du wieder ... Dann ist man so verhärtet und dann prallen die Fronten so aufeinander.
00:32:28: Sonst sagen sie lieben uns, wollen das Beste für uns, haben Angst.
00:32:32: Die dürfen auch jetzt mal
00:32:33: dazulernen.".
00:32:34: Genau!
00:32:35: Da kann man gucken wie viel Verantwortung man für die Angst der Eltern übernehmen muss oder an welcher Stelle man liebevoll für sich und sein Kind ... Man muss den Stinkefinger ja nicht Karacho dagegen
00:32:47: machen?
00:32:49: Ja... Ganz oft, nur für dich.
00:32:50: Ja oder
00:32:51: manchmal darf es das dann auch sein?
00:32:53: Du hast gerade vorher schon eine Stelle gesagt du hast dich auf den Weg gemacht, du hast jetzt grad von deiner Therapeutin gesprochen.
00:32:59: Du schreibst uns auch in deinem Buch Hilfe annehmen.
00:33:02: Das ist ja auch so ein Thema wo manche Angst
00:33:04: hat.
00:33:04: Oh Gott!
00:33:06: Also das ist ja wirklich ein eigenes Trauma dass ich hab mit dem Hilfen annehmen unser erstes Jahr oder mein erstes jahr als Mama war wirklich hart.
00:33:15: also wir hatten echt einen Schrei Baby und unser Sohn sehr, sehr wenig geschlafen.
00:33:21: Der musste in der Nacht oft in der Trage wirklich... Also er hat dann nur geschlaft wenn er in der Trage war und ich auch aufrecht stand und wippte.
00:33:29: Er hat es gemerkt sobald wir uns hingesetzt haben zum Beispiel.
00:33:32: also das sind Sachen.
00:33:34: Ich wusste damals nicht dass das was total außergewöhnlich ist.
00:33:37: Ich war zum ersten mal Mama geworden und nach neun Monaten war ich durch da ging nichts mehr.
00:33:45: Ich war tiefen erschöpft.
00:33:48: Mein Mann hatte krassen Schlafmangel, wir waren völlig fertig und ich hab nur noch um Hilfe gerufen eigentlich, um irgendwie klarzukommen.
00:33:57: Dann habe ich wieder angefangen zu arbeiten und wir sind umgezogen.
00:34:00: Und dann hat auch mein Körper gesagt Stop!
00:34:03: Da habe ich zwei Hexenschüsse in kürzester Zeit bekommen dass heulend am Küchenboden saß und mich nicht mehr bewegen konnte.
00:34:11: Ich konnte nicht mehr richtig atmen, so stark war dieser Hexenschuss.
00:34:14: Und ich hab heulent meine Mama angerufen und die hat dann echt zu mir gesagt ... Also Isa, so oft wie du um Unterstützung wittest, habe ich das noch nie erlebt!
00:34:25: Also ich musste damals auch mit dir als Kind alleine klarkommen.
00:34:29: Und deine Cousins und Cousinen kriegen das irgendwie auch hin?
00:34:34: Und das war wirklich für mich echt so ein supertraumatisches Erlebnis, so das Gefühl zu haben.
00:34:39: Ich bin zu schwach um eine gute Mama zu sein.
00:34:42: Ja
00:34:42: und dieses Gefühl ist so schmerzhaft!
00:34:45: Und meine Erfahrung mit vielen, vielen jahren Nordevagenten Familien und selbst Mama von Nordevägenten Kindern, ich glaube wir haben alle an Augen zu einer Stelle so einen richtigen, richtigen Kieb ins Herz.
00:34:59: Weil das macht es mit dir, das gibt dir halt so das Gefühl alle anderen kriegen's irgendwie hin.
00:35:04: Die sind energetisch ne?
00:35:06: Die sind gut drauf!
00:35:08: Die rufen dich morgens um neuen an und fragen ob du mitgehen willst spazieren... Und du denkst nur so hey ich bin froh wenn ich's schaff um sechzehn Uhr aus meinem Schlafanzug rauszukommen und mal Zähne zu putzen dann tatsächlich auch nach vier Jahren zu erfahren, hey!
00:35:25: Und das hat mir aber auch niemand gesagt.
00:35:27: Also dass mein Sohn eine Regulationsstörung hatte und aufgrund seines Autismus wirklich ne ganz andere Körperwahrnehmung hatte und deswegen zum Beispiel nicht richtig sterben, nicht richtig stillen konnte... Das hab ich irgendwann durch Gespräche mit Ergotherapeuten in so nem Nebensatz erfahren und die für mich absolut existenziell waren und ich hätte mir das so sehr gewünscht, dieses Wissen zu Beginn zu haben.
00:35:52: Also deswegen habe ich auch so ein ausführlich in den ersten beiden Kapiteln erklärt was ist mit Autismus?
00:35:57: Was ist mit ADHS um den Eltern gleich diese Infos zu geben für die Ich zum Teil sechs sieben Jahre gebraucht hab Um die dann mal so nebenbei zu erfahren und zu denken Ach krass!
00:36:10: Seit Jahren frage ich mich was das war.
00:36:14: Und es kommt daher Und dann auch zu checken, ich bin eine richtig krasse
00:36:20: Mama.
00:36:21: Ich mach so viel mehr wie die meisten!
00:36:23: Ich muss soviel mehr wuppen als die meisten und die Leute haben nicht mal annähernd ne Ahnung, wie der Alltag ist mit neurodivergenten Kindern.
00:36:33: Die gehen von ihrem Alltag aus und denken dann, oh, die is ja krass, da hat sie mal ne schlechte Nacht... ...und dann ruft sich gleich ihre Mutter an.
00:36:42: Die könntest gar nicht verstehen.
00:36:43: Ja,
00:36:44: was du ja eben gemacht hast Und auch in diesem Buch beschreibst, dann mutig zu sein.
00:36:49: Du sagst dann auch an der Ergoterragie gab's noch mal da Impulse und so ... Ich find es immer oft ist so in den Köpfen.
00:36:56: Und grad wenn man einen Satz gekriegt hat wie du von deiner Mutter, ich bin ne Versagerin!
00:37:01: Ich kann das nicht gut genug.
00:37:03: Jetzt brauche ich ja noch Hilfe.
00:37:05: Meine Erfahrung und meine Klarheit ist da ganz doll.
00:37:08: Und auch meine Erfahrungen selber als Mutter selbst als Fachfrau.
00:37:12: Es ist eine absolute Kompetenz wenn wir Hilfe ins Boot holen.
00:37:16: Ja, leider müssen wir an manchen Stellen suchen um die richtigen Menschen da zu haben.
00:37:21: und ja Kinder von mir gingen in Ergotherapie.
00:37:24: Ich bin Ergotherapeutin aber ich bin hier Zuhause Mama Und das kann hilfreich sein.
00:37:28: Das ist eine Kompetenz.
00:37:30: Und ja!
00:37:30: Ich bin hier absolut vom Fach Therapie immer mal wieder.
00:37:37: Und ich gehe auch zur Erziehungsberatung oder gehe zu Kolleginnen, um diesen Blick von außen mal zu haben.
00:37:43: und das ist keinerlei von sagen sondern absolute Kompetenz.
00:37:50: Ich arbeite mit so vielen Eltern und das sehr kompetente Eltern und es sind oft Eltern in Führungskräften oder die es beruflich kennen Verantwortung zu tragen weil da wissen sie man hat es dann auf dem beruflichen Kontext dass man sich da gut Unterstützung holt.
00:38:05: Wir tragen ja, ehrlich sagen, nirgendwo so viel Verantwortung wie für unsere Kinder.
00:38:10: Wenn man dann noch Kinder hat die einfach besondere Bedürfnisse haben und davon vielleicht auch eine Bandbreite, irgendwann ist man an dem Punkt.
00:38:18: Und ich fand das heilsam damals von meiner Therapeuten den Satz zu hören.
00:38:23: deswegen wenn es jetzt hier Zuhörerinnen gibt oder Zuhörer, die das auch schon mal gesagt bekommen haben oder vielleicht denken.
00:38:32: Die anderen haben's alle ohne Hilfe geschafft Meine Therapeutin hat dann nur zu mir gesagt, aber ihre Mutter hätte es bestimmt auch gut getan, Unterstützung zu haben.
00:38:42: Und nur weil sie das nicht hatte heißt es ja nicht dass es ihnen genauso schlecht gehen muss.
00:38:48: und ich finde auch da haben wir die Möglichkeit ein bisschen die Geschichte umzuschreiben Weil wenn wir als gutes Beispiel davor rangehen Dann wachsen unsere Kinder in einem Umfeld auf wo Sie das für ganz selbstverständlich halten.
00:39:04: Und wenn ich jetzt daran denke, dass meine Tochter eines Tages auch einen autistischen Sohn bekommen sollte oder ein neurodivergentes Kind.
00:39:11: Dann möchte ich nicht das meine Toch dabei null anfängt und sich dafür schämt nach Hilfe zu fragen sondern ich möchte, dass sie gar nicht auf die Idee kommt, dass es komisch sein könnte weil sie ist so aufgewachsen in einer Familie in der Mama einfach auch nach sich selbst geguckt hat.
00:39:29: Und die Vorstellung, dass meine Tochter später dann an meinem Vorbild ob nun bewusst oder unterbewusst auch mehr auf sich achtet und für sich sorgt.
00:39:38: Die gibt mir oft noch mal so diese Extramotivation jetzt gut für mich zu sorgen weil ich habe auch diese Vorbildfunktionen
00:39:46: Ich fühle das total!
00:39:48: Und ich freue mich sehr, dass du das gerade auch erzählst Weil ich viele von euch die Zuhören kenne ich ja aus meiner Arbeit und den Gruppen
00:39:58: Ja,
00:39:59: wir dürfen das tun und es ist eine Kompetenz.
00:40:01: Und wir tun's für unsere Kinder!
00:40:03: Ich kann ja immer sagen ich hatte das Glück... ...ich hatte eine Mama.
00:40:05: die ist zur Therapie gegangen.
00:40:12: Aber sie hat angefangen, ihren Rucksack zu zitieren.
00:40:14: Ihre emotionalen Hausaufgaben zu machen und ich weiß dass der Rucksacks viel leichter ist den sie mir übergeben hatte erst nicht auf null.
00:40:21: Ich glaube das ist auch so.
00:40:21: was wo wir dieses Ideal... ich habe neulich jemandem gesagt es ist total schwierig die Vorstellung dass die eigenen Kinder mal zur Therapie gehen Dass man das so unperfekt macht Und ich kann das auch noch nachvollziehen.
00:40:36: und ehrlich gesagt ich denke aber anders Und es ist auch meine Erfahrung anders, denn ich habe erlebt.
00:40:41: Meine Mutter geht zu Therapie und für mich war der Weg viel leichter.
00:40:44: Ich ging
00:40:45: immer wieder zur Therapie.
00:40:48: Manchmal ging ich auch zur Therapies, weil ich zu engen Kontakt mit Menschen hatte die nicht zur Therapien gegangen sind.
00:40:54: Die Hürde ist halt niedriger oder?
00:40:57: Oh Gott, ich bin völlig kaputt.
00:40:59: Ja und
00:40:59: vor allem aber... Ich gehe in die Therapie weil ich bin voll der Freak oder so ne?
00:41:03: Aber was eben auch passiert wenn wir nicht zur Therapie... Also wenn wir unsere emotionalen Hausaufgaben ja nicht machen dann ist der Scheiß im Rucksack!
00:41:09: Und er verschwindet ja nicht nur indem man ihn ignoriert.
00:41:11: Wenn ich meinen emotionalen Hause Aufgaben mache passieren sie oft eben nicht anderen irgendwie so und da können wir ein Vorbild sein und wir können einfach unsere Hausaufnahmen machen.
00:41:19: Der Rucksacks wird leichter für unsere Kinder.
00:41:21: Und wenn unsere Kinder auch diese Erfahrungen machen dürfen eine gute Ergotherapeutin an der Seite zu haben, mit dem man sich austauscht.
00:41:28: Und es tut unserer Beziehung ja auch gut!
00:41:31: Wir dürfen noch mal zur Hause sein so und natürlich darf man nochmal gucken.
00:41:35: das beschreibst du hier auch in deinem Buch.
00:41:37: manchmal ist dann so der Punkt dass muss man machen das muss wir machen und hier optimal hier optimal Hier da darf man schon gucken was tut uns gut?
00:41:46: Was stärkt?
00:41:46: Wir müssen nicht ziehen einem Neurotypischen
00:41:54: Und da eben dann auch, das ist ja dann auch wieder so ein bisschen dieser Stinkefinger.
00:41:58: Dieser Mittelfinger weil man kriegt ja dann oft von außen suggeriert macht das noch und am besten zweimal die Woche Ergo, zweimal der Logo und dann übst du mit deinem Kind zu Hause.
00:42:11: Auch da ist ja dieses ich guck was tut uns gut?
00:42:16: Ich bleib bei mir nicht zentriere mich immer wieder!
00:42:19: Ich finde es super schwierig, man ist so schnell beeinflussbar.
00:42:23: Also zumindest geht es mir so.
00:42:25: Ich komme so schnell in diesen Sog rein, vielleicht kennt man's auch von Instagram.
00:42:30: Du willst mal kurz eigentlich abschalten und plötzlich bist du auf Instagram denkst dir, krass!
00:42:35: Wie gut geht's dir denn?
00:42:36: Was machen die denn tolles, ne?
00:42:38: Und dann vergleist du.
00:42:39: Ist ja auch nochmal ein großes Thema in meinem Buch mit diesem Vergleichen.
00:42:42: Das
00:42:42: hatte ich tatsächlich auch mir hier rausgenommen.
00:42:44: aber wir sind so im Zweifel und jetzt noch über das Vergleichen angefangen also... Kann
00:42:48: man nicht auch noch...
00:42:50: Also ich bin gerade auch im Kopf.
00:42:52: zwei Themen schmeiß' ich grad immer näher raus.
00:42:56: Du schreibst total toll über eine Stresslandkarte und eben das Vergleiche unser Selbstmitgefühl.
00:43:04: Wir schaffen es jetzt nicht drüber zu sprechen.
00:43:06: Leider müsst ihr euch dann das Buch umso mehr kaufen.
00:43:09: Schade, Marmelade!
00:43:10: Anders glücklich sein.
00:43:13: Aber ein Thema möchte ich noch was für mich auch ausschlaggebend ist.
00:43:18: Glücklich sein mit Neure Divergents und beschreibst das mit einem Tanz.
00:43:23: Mit Licht und Schatten?
00:43:24: Mit einer Kleinzeitigkeit.
00:43:26: Und auch ganz oft gibt es das Wort dass ich nicht aussprechen kann Ambi wie Mulande ins
00:43:31: Toleranz.
00:43:32: Kannst du das aussprechen?
00:43:35: Äh, am... Was?
00:43:36: Ambi...?
00:43:37: Nee.
00:43:38: Nein!
00:43:38: Ambi habe ich... Das hab' ich in meinem Klick geschrieben.
00:43:40: Nee, das hast Du nicht geschrieben aber es ist... Tanzen mit Licht und Schatten tanzen wir der Gleichzeltigkeit weil ja Noro de Vegeta's Kind zu begleiten ist scheiße anstrengend Es ist unfair in unserer Gesellschaft In einer neurotypischen Welt Und es ist scheisse kacke Mist und Bäh.
00:43:57: Stinkelfinger ohne Ende Genau Ja Und es is wunderbar toll Diese Menschen daran
00:44:02: wachsen
00:44:02: zu sehen.
00:44:03: Diese Stärke, diese Besonderheit und auch unsere Stärke!
00:44:08: Ja dieses einerseits bin ich mega erschöpft und echt traurig Und gleichzeitig bin ich so erfüllt und so glücklich und ich dachte dann oft Ich darf nur eins von beidem spüren oder fühlen Und da dann auch mal irgendwann auf dem Weg meiner Reise immer was dazu gelesen, das dann mal verstanden.
00:44:29: Ich habe auch so ganz tolle kluge Freundinnen inzwischen – die hab ich mir wirklich gesucht – Freundinnen, die zu meinem Leben passen und zu meinen Themen passen.
00:44:38: Mit denen hab' ich auch so tolle Gespräche und eine hat dann auch wirklich gesagt ja aber natürlich... Das ist ein Sowohl-als-Auch und nicht ein Entwederoder.
00:44:49: Ich hatte da einen Thema, hab mit ihr drüber gesprochen, ich meinte entweder das oder das ... Dann guckte sie mich an und meinte, Isa wie wär's denn?
00:44:57: Wenn wir dieses Entweder-Oder wegschmeißen und dafür einen Sowohl als auch machen!
00:45:05: Und das hat plötzlich so eine Türe geöffnet.
00:45:07: Ich dachte mir halt du hast ja so recht also es ist natürlich anstrengend Und gleichzeitig ist es einfach auch so cool.
00:45:15: Also wir haben so coole Kinder!
00:45:18: Ja, und wenn wir uns darauf einlassen... Diese Besonderheit was habe ich durch meine Neurete-Vergänz-Kind gelernt?
00:45:24: Ich hätte ehrlich gesagt keine Bücher geschrieben.
00:45:26: Ich auch nicht.
00:45:28: Sicherlich.
00:45:29: Und mich nicht selber auf meine eigene Neurette-Wergänze eingelassen.
00:45:34: Meine beste Freundin hatte mir vor zwei Jahren mal gesagt dass sie so froh ist dass ich diesen Sohn bekommen hab.
00:45:42: Weil ich mich durch ihn so einem, so ... Ich zitiere, so einem krass geilen Menschen entwickelt
00:45:48: habe.".
00:45:49: Und sie meinte, ich war früher oft sehr eingeschränkt in meiner Seeweise.
00:45:55: Hat's jetzt gemacht?
00:45:55: Ich hab oft über andere hergezogen und Apfee gelästert.
00:45:59: In meiner pubertären Schulzeit möchte ich dazu sagen, ist schon eine sehr alte Freundin von mir.
00:46:05: Und inzwischen, sagt sie ... bin ich immer so tolerant und so offen.
00:46:10: Und so tiefenentspannt!
00:46:12: Und alles ist okay.
00:46:13: Und alle Gefühle sind okay.
00:46:15: Alle Charaktereigenschaften sind
00:46:16: okay.".
00:46:17: Sie meinte so, ich hab ganz viel Tiefe und Weisheit für mein Alter inzwischen.
00:46:23: Und sie ist sich ganz sicher das kommt durch diese ganzen Learnings, die ich durch meinen Sohn hatte?
00:46:28: Ja.
00:46:29: Ambiguität.
00:46:30: Das
00:46:30: war nicht schön.
00:46:32: Amiguität?
00:46:33: Diese
00:46:35: Gleichzeit, diese
00:46:36: Ambivalenz.
00:46:38: Oder ist das nicht auch Ambivalent?
00:46:39: Das ist noch dieses Schwanken und die Ambigurität.
00:46:42: Toleranz ist es dann, das halten zu können, dies sowohl als auch.
00:46:48: Und das ist glaube ich ja was viel ausmacht und wir nutzen auch ein Bild gemeinsam in unserer Arbeit total gerne, was hier auch sehr gut reinpasst, dass Leben mit einer Divergenz des Wellen reiten.
00:47:02: Es wird nie die Akzeptanz ruhig sein.
00:47:04: Und es geht auch nicht darum, irgendwie eine ruhige See zu bekommen sondern... Wir sind Wellenreiter!
00:47:12: Genau.
00:47:12: aber du musst das halt lernen und deswegen mag ich diesen Vergleich auch so.
00:47:16: denn wenn man sagt Wellen reiten wenn du jetzt irgendwo an die Nordküste Spaniens gehst und da hier wo kann man so krasse Wellen halten?
00:47:24: Portugal glaube ich oder?
00:47:26: Ja ich kenne so Monsterwellen Jetzt fehlt mir der ... Egal, ist ja auch Wurscht.
00:47:32: Aber wenn du da so Wellenreiter zuguckst, dann ist dir völlig klar, dass die jahrelang trainiert haben, dass sie erst mal bei Null angefangen und Technik lernen mussten.
00:47:41: Dann geht es darum, dein Material zu pflegen immer wieder zu schleifen
00:47:45: usw.,
00:47:46: ist doch klar!
00:47:47: Und bei uns Eltern ist das genau so?
00:47:50: Absolut.
00:47:51: Wenn wir diese Monsterwellen reiten wollen, Meldowns mit unseren Kindern oder auch krasse Themen wie Ist eine Regelschule für mein Kind in Ordnung?
00:48:00: oder braucht es vielleicht wirklich eine besondere Form der Schulart?
00:48:06: Auch das macht er erst mal total Angst.
00:48:07: Und da brauchst du einfach Wissen und Know-how, und Equipment um zu sagen ja ich entscheide mich jetzt so oder so.
00:48:14: Die emotionale Fähigkeit diese Welle erstmal zu reiten weil so manche Erkenntnisse die pressen uns erstmal echt ins Gesicht und das dürfen wir lernen.
00:48:24: Oder da können wir vielleicht auch Mut machen die diese Wellen schon öfters im Gesicht hatten und aber auch schon ein paar Wellen geritten sind.
00:48:33: Und wir ja beide auch Communities um uns herum haben, die da mitgehen dieses Tanzen auf diesen Wellen mit Licht und Schatten das könnten gelingen!
00:48:42: Das kann dann Freude sein.
00:48:43: oder braucht es ordentlich Stinkefinger für?
00:48:47: Es braucht diese ganz zerbrechlichen... Dann gibt's auch so Schätze.
00:48:50: also Wir sind ja auch irgendwie aneinander gemetscht Wo auch irgendwie plötzlich eine E-Mail bei mir tatsächlich gerade in der Sturmzeit und du so mit Herz da warst.
00:49:02: Und wir jetzt immer am Austausch sind, als ich den Podcast zusammengeschrieben habe Deine Szene am See hatte, ist mir auch noch mal eine Szene eingefallen.
00:49:12: Da warst du grad ein bisschen im Sturm gewangelt des Buchschreibens und hast mir eine Nachricht drauf gesprochen.
00:49:18: Und ich war da tatsächlich an dem See gerade spazieren und bin dazu durch kurz in den See gesprungen.
00:49:23: Ich glaube, ich habe dir das auch erzählt.
00:49:26: Ja ja natürlich!
00:49:28: Auf dieser schönen Holzhütte?
00:49:31: Ja genau weil bei der lieben Carti war ich da zu Besuch.
00:49:34: Da hatte ich tatsächlich diesen Moment wo eigentlich fast erste Mal meine ohne die Kinder weg war, auch so in Sturm und wie so.
00:49:40: Also ja, reinspringen das Wasser immer mal wieder mutig zu sein im Kontakt zu sein.
00:49:45: du hast auch ein wahnsinnig wertvolles Teil wo wir jetzt auch nicht darauf eingehen konnten über Beziehungen und genau die paar Beziehung aber auch Freundschaften.
00:49:53: und auch da ist es so einen Aspekt der wichtig ist um in diesem Feld anzukommen und gleichzeitig so gut ist auch ein Schwerpunkt draufzulegen und da auch unsere ... oder wäre ganz normal cool zu finden Und diesem Gefühl auch zu vertrauen, es matcht an vielen Stellen.
00:50:08: Es braucht
00:50:09: einfach auch verdammt viel Mut und ich kann das total nachvollziehen dass man am liebsten auch immer wieder, das ist ja sogar auch gesund immer wieder mal sagt Das gehe jetzt noch nicht an!
00:50:20: Das ist mir gerade zu viel, das is' mir grad so anstrengend Ich habe diese Kapazität nicht.
00:50:24: und gleichzeitig wissen wir glaube ich alle Dass Mut belohnt wird.
00:50:29: und wenn man mutig hingeht und mutig sagt okay ich geh da's jetzt an Ich gehe jetzt mein Dorf an.
00:50:35: Ich möchte mir einen Dorf aufbauen, von dem immer alles sprechen für meinen Kind und mich als Familie.
00:50:42: Dann wird man mit solchen neuen Kontakten belohnt!
00:50:46: Mein familiäres Umfeld hat sich wirklich fast komplett gewandelt.
00:50:51: Ich bin ein völlig anderer Mensch wie es noch vor der Geburt meines Sohnes war.
00:50:55: Und plötzlich sind da Menschen wie du, die einfach matchen, passen ... ich kann dir eine Sprachnachricht machen zu allem.
00:51:03: Du verstehst das, weil wir beide ADHS haben.
00:51:05: Und es ist einfach was... Es ist eine besondere Art zu matchen wenn man irgendwo auch so eine ähnliche Biografie hat.
00:51:13: Ja!
00:51:13: Das erlebe ich tatsächlich in den Gruppen die ich leite.
00:51:17: und gerade vor der Einschulung ist das ganz oft so dass bei allen anderen läuft's easy peasy und dann kommt man doch im Rahmen zusammen wo das offen sein darf.
00:51:29: Dann merkt man erstmal man is nicht alleine viele Themen, das ist
00:51:33: so wertvoll.
00:51:33: Und dann merkt man aber auch hey it's matched!
00:51:36: Es tut gut in dieser Gruppe zu sein.
00:51:38: es ist eine Energie.
00:51:40: da also etwas Empowerendes und aus diesem Falschsein in dieses Hey wir reiten diese Wellen dieses gemeinsamen Tanzen im Licht und Schatten.
00:51:50: Ja, du brauchst Menschen in deinem Umfeld die dabei sind.
00:51:54: Also die einfach mit dabei sind und die kann man sich...die kann man aktiv suchen und finden.
00:51:59: Da gibt es Lösungen und da gibt es Wege.
00:52:02: Fällt dir noch ein Stinkgefinger-Satz so zum Ende?
00:52:04: Also deinen Mut ist finde ich schon mal richtig gut!
00:52:07: Mut braucht nur...
00:52:08: Noch einen Stinkenfinger-Set.
00:52:09: Aber noch einen Stinkenfinger am Ende hätte ich gerne.
00:52:12: Ich find's einfach total wichtig sich immer wieder auch zu sagen ...ich spiele im Team meines Kindes Das finde ich total wichtig.
00:52:20: Noch mal, wo sind meine Prioritäten?
00:52:22: Und zu allen anderen wirklich ... Nein sorry!
00:52:25: Ja, stehen gefingert.
00:52:27: Ich bin im Team meines Kindes.
00:52:29: Was will ich und was ist mir wichtig?
00:52:30: Wo sind meine prioritäten?
00:52:33: Danke für das Buch, danke fürs Gespräch.
00:52:37: Es war gerade so kurzweilig und es hat so viel Spaß gemacht.
00:52:41: Vielen Dank, dass ich in deinem Podcast sein
00:52:50: durfte.
00:52:51: Tanzen mit Licht und Schatten, unbequeteet.
00:52:56: So viele Schätze!
00:52:57: Und gleichzeitig ist es verdammt krack anstrengend.
00:53:03: Es ist unfair dass es so anstrendend ist.
00:53:06: Weil
00:53:07: du falsch
00:53:08: bist als Mama oder Papa oder weil dein Kind falsch ist.
00:53:10: Sondern weil das verdammte
00:53:11: Anstrengende
00:53:12: ist ein neurodivergentes Kind durch eine neurotypische Schulzeit zu manövieren.
00:53:18: Doch du musst das nicht alleine machen.
00:53:20: Du darfst es in einer Gruppe von Gleichgesinnten machen.
00:53:23: Du darf das gehalten und navigiert von mir machen, ich kann diese Wellen rein!
00:53:28: Und ich zeige dir wie du auch diese Welle reiten kannst was du dafür brauchst ganz praktisch in die Umsetzung.
00:53:34: Wie muss ein Morgens sein?
00:53:35: Wie kann so konstruktiv in den Austausch mit den Lehrkräften gehen?
00:53:40: Wie macht ihr Hausaufgaben und immer wieder verbunden mit deiner Haltung?
00:53:44: Bindungsstarke Schulzeit.
00:53:47: Der Vertiefungsworkshop fängt Ende Mai an, melde dich jetzt noch an.
00:53:50: Es lohnt sich wirklich für dich und dein Kind!
00:53:54: Und ich wünsche dir einen guten Tag und nehme einmal für dich mit.
00:53:59: An welcher Stelle diese Woche?
00:54:01: An zwei Stellen?
00:54:02: möchtest du wem auch immer den Stinkefinger zeigen.
00:54:06: Für dich und deinen Kind – und du darfst das!
00:54:08: Und an welchen Stellen darfst du nochmal den Mut
00:54:11: spüren?!
00:54:12: Und auch diese Wertschätzung, das habe ich an Isar.
00:54:14: Das liebe ich an Isa in diesem Gespräch und in diesem Buch ganz weich und wertschätzend auf sich zu schauen!
00:54:20: Und von ganzem Herzen absolute Empfehlung für das Buch Anders Glücklich Sein Von Isa – das ist ein wirklich schönes Buch.
00:54:29: Schenkt es dir und einem Kind Viel Freude dabei.
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