#168 – Genug erklärt! Mental Load Mütter und „Er macht doch schon viel“. - Gespräch mit Susanne Mierau
Shownotes
Du liest Bücher. Du hörst Podcasts. Du erklärst deinem Partner, was du lernst. Und trotzdem: Es ändert sich nichts.
In dieser Folge spreche ich mit Susanne Mierau, Pädagogin und Spiegel-Bestsellerautorin, über ihr Buch "Genug erklärt: Warum Mütter nicht für die Erziehung von Vätern verantwortlich sind".
Der Satz, der mich aus diesem Gespräch am längsten begleitet hat: Es geht nicht um die Argumente. Es geht um die Macht.
Wir sprechen darüber, warum Erklären zur Erschöpfung führt, nicht zur Veränderung. Über mentalen und emotionalen Load – und warum der unsichtbare Teil der Sorgearbeit immer noch kaum gezählt wird. Über Wertschätzung als echte Grundlage für Elternschaft auf Augenhöhe. Und darüber, was es bedeutet, wenn Väter sich erst Jahre später auf den Weg machen.
Dieses Gespräch hat mich selbst erwischt. Nicht nur als Beraterin, sondern als Mensch.
Susannes Buch "Genug erklärt" ist im Oktober 2026 bei Kösel erschienen.
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Transkript anzeigen
00:00:00: Kennst du das?
00:00:01: Du liest Bücher über Erziehung.
00:00:04: Du hörst Podcasts, du bist auf dem Weg... ...du reflektierst dich!
00:00:09: Ja, du machst deine emotionalen Hausaufgaben und ja, denn man, du erklärst es eben, du schickst ihm Link, manchmal hört er rein und doch irgendwie ist es anstrengend.
00:00:20: Und dann der Wutanfall vom Kind und irgendwie hast du da zwei Menschen, das Kind und dein Partner die dein Not sind und du bist hin- und hergerissen.
00:00:32: Wie machst Du das?
00:00:33: Wie kannst Du es Dein Partner vielleicht noch besser erklären?
00:00:37: Genau darum geht es in diesem Podcast!
00:00:40: Und ganz ehrlich, ich kenne dieses Gefühl auch.
00:00:44: Was kann ich tun um es noch besser zu
00:00:47: erklären?!
00:00:48: Ich liebe ja die Arbeit von Susanne Mirau und genau deshalb habe ich sie in meinen Podcast eingeladen – und dieses Buch genug erklärt.
00:00:56: Ja Absolut.
00:00:57: Ich kenne die Situation aus dem Beratung und sehe immer wieder die Dynamiken in den Familien, um wie viel Last und Verantwortung sich Frauen auf die Schulter nehmen.
00:01:06: Und dann habe ich das Buch gelesen der Vorbereitung auf dem Podcast – und ich habe gemerkt ja es geht hier auch um die Familien, die ich begleite doch nicht nur!
00:01:16: In dem Buch habe ich ganz viel gelesen was mein Prozess war.
00:01:22: Auch darüber spreche ich in dieser Podcastfolge Susanne Mirau – genug erklärt.
00:01:28: Ich glaube, es ist ihr neunzehntes Buch, so dass eine Mirau als Pädagogin, Spiegelbestseller, Autorin, Mensch, Partnerin, Mutter von drei Kindern.
00:01:38: Und ich liebe, liebe, liebe ihre Arbeit und ich freue mich unglaublich, dass sie bei mir da war.
00:01:43: Es war wirklich ein Gespräch das mich den ganzen Tag getragen hat und sehr beglückt hat.
00:01:50: Ich freue mich, dass sich dieses Gespräch mit dir teilen darf!
00:01:54: Und ich mag dich absolut ermutigen.
00:01:57: Mach Dich auf
00:01:58: den Weg
00:02:00: zu Dir!
00:02:02: Genug erklärt ist eine Befreiung, die harte Arbeit ist.
00:02:09: Das Buch von Susanne Miraou genug erklärt warum Mütter nicht für die Erziehungen von Vätern verantwortlich sind?
00:02:14: Ist jetzt gerade im Oktober erschienen?
00:02:18: Dieses Verschenkes schick es nicht deinem Mann.
00:02:21: Es wäre schön wenn die Männer es von sich aus lesen mag Ich sehr empfehlen.
00:02:25: Und ja, der Weg ist es auf dich zu schauen.
00:02:29: Auf dein Weg!
00:02:30: Selbstregulation – sich selbst
00:02:32: halten.
00:02:33: Das darf dein Prozess sein.
00:02:35: Auch dafür mag ich dir von Herzen mein Buch ans Herz legen.
00:02:39: Starke Gefühle, starke Hals-Selbstregulation für dein Kind und ich können natürlich super gerne auch die Pappers lesen.
00:02:47: und doch ist das nicht ein Job des Buchs dem Vater deines Kindes zu geben sondern macht du dich auf den Weg und feier dich vor allem.
00:02:56: Feier dich für diesen Weg, den du gehst.
00:03:00: Wertschätze jeden Schritt, den Du schon gegangen bist!
00:03:04: Ich freue mich unglaublich dieses Gespräch Dir schenken zu können mit der wundervollen Susanne.
00:03:12: Willkommen bei meinem Podcast Chaos, Herz & Wachstum dem Familienpodcast rund um die Schulzeit.
00:03:20: Mein
00:03:20: Name ist Kieren.
00:03:21: ich bin Ergotherapeutin,
00:03:22: Familienberaterin, ADHS-Trainerin Embodiment Coaching und vor allem Mensch, und Mama von drei Kindern.
00:03:30: Mit meinem Podcast
00:03:31: und meinen Beratungen bin ich dein Anker für stürmische Zeiten!
00:03:36: Und Leuchtturm um dein Kind
00:03:38: und auch dich!
00:03:39: Bindungsstaat durch die Wackelzahnpubattel und die Schulzeit zu begleiten – gerade auch wenn eure Däver Gänse bei euch in der Familie eine Rolle spielt.
00:03:48: Schön dass du da bist!
00:03:53: Ich freue mich total, dass du da bist und über dieses Buch und dieses Gespräch.
00:03:57: Und ich arbeite ja mit ganz vielen Familien – und ich höre immer wieder Gleichberechtigung ist Thema!
00:04:04: Wir wollen das zusammen machen.
00:04:05: Gibt es so Setzungen?
00:04:06: Und ich habe sie sicherlich auch mal gesagt... Mein Mann ist da wirklich mit gut dabei, der ist wirklich offen.
00:04:11: Wenn ich ihm Podcast schickt, dann hört er ihn auch.
00:04:14: Er hört mir zu und macht auch im Haushalt Hilfe damit.
00:04:18: Wir machen sogar Fifty-Fifty-Haushalt!
00:04:21: Und es ja okay, dass sich als Frau jetzt so die Erziehungsthemen einfach wichtiger finden und lieber die Bücher lesen.
00:04:27: Toll, dass er mir zuhört.
00:04:30: Manchmal höre ich auch sowas ... Ja also mein Mann unterstützt mich schon.
00:04:33: Es ist okay für ihn, das ich das jetzt mache.
00:04:38: Was sagst du dazu, was ist die Schwierigkeit vielleicht dabei?
00:04:42: Warum ist das vielleicht nicht genug?
00:04:45: Das ist jetzt schon ganz viel.
00:04:47: Da sind ja ganz, ganz viele verschiedenen Bereiche mit drin.
00:04:52: Also einmal natürlich dieses... Ich glaube, das kennen wir alle, die Fragen, die Du genannt hast, die uns überall immer wieder begegnen und die mir ganz besonders eben in der letzten Zeit auch auf Lesung und in Workshops begegnet sind.
00:05:07: so Und wir haben ja durchaus eine Entwicklung, dass wir sagen.
00:05:12: Wir stellen fest oder viele Familien stellen fest equal care oder fünfzig-fünfzig man nähert sich so ein bisschen daran an und Felter machen heute ganz viel auch schon anders.
00:05:25: Ja und sind ja zeitlich präsenter sind vielleicht auch emotional etwas präsenter usw.
00:05:30: Und dennoch bleibt eben ganz ganz viel zurück was eben noch nicht gleichwertig ist.
00:05:38: und da müssen wir eben tatsächlich sehen, was macht das eigentlich mit uns?
00:05:43: Und dass man das selbstverständlich annahmt.
00:05:46: Ich bin ja hier für Erziehung selbstverständlig – wie du es gerade gesagt hast – mehr zuständig.
00:05:52: Was macht das mit uns auch mit unserem Selbstbild?
00:05:56: Wenn ich jetzt sage ist es selbstverständliche bedeutet es, dass es selbstständig bleibt also gibt's gar kein Entwicklungsspielraum für die Zukunft, dass meine Aufgabe auf dich festgelegt wird Und natürlich ist es auch die Frage, wie viel Kraft erfordert das von mir.
00:06:11: Ist das eigentlich noch gleichwertig?
00:06:14: Ja weil gerade dieser ganze sich emotional um Sachen kümmern.
00:06:18: wir haben einmal natürlich all die Hand Sachen, die gemacht werden müssen wegräumen aufräumen Kinder wegbringt abholen und so weiter.
00:06:26: aber dieses Thema von Emotion in der Familie ist nochmal riesig.
00:06:32: ja und da zu gucken okay wäre erst dafür zuständig.
00:06:35: Und natürlich dann auch zu fragen, warum ist das eigentlich so?
00:06:38: Also warum haben wir hier eine unterschiedliche Aufteilung.
00:06:41: Ist es tatsächlich richtig?
00:06:44: Ist das gerecht?
00:06:45: Ist es unveränderbar oder in nicht?
00:06:49: Wenn wir jetzt ein Beispiel aus dem Alltag nehmen – ich habe gerade ein Beispiel genauso im Coaching – hab' ich mit der Mutter eben besprochen die Hausaufgaben-Situation ist schwierig zu Hause und der Vater macht das oft!
00:07:03: Und dann haben wir Themen besprochen, um das Kind besser zu verstehen und Glaubenssätze zu hinterfragen.
00:07:08: Und dann meint die Mutter, oh ja!
00:07:11: Das muss ich dann mal meinem Mann
00:07:13: erklären.".
00:07:14: Da können wir sozusagen nach außen sehen genau... Der Vater macht oft die Hausaufgaben mit dem Kind.
00:07:20: Das ist gut, dass es ein Teil der Sache
00:07:23: ist.
00:07:23: Ja aber eigentlich könnte er den Mann an die Coaching sitzen?
00:07:26: Ja.
00:07:28: Und selbst was zur Frage mitbringen so.
00:07:31: Aber warum macht er das nicht?
00:07:33: Und warum ist es tatsächlich auch nicht, wo ich dann aufhörte.
00:07:37: Da ist es nicht das persönliche Versagen von diesem Mann, dass der nicht bei mir im Coaching sitzt und es ist vor allem auch nicht das persönliche Versagen der Mutter die dann sagt oh das muss sich ja mein Mann klar machen!
00:07:49: Es ist halt ein Problem und das ist oft nicht bewusst.
00:07:54: Das ist einfach nicht bewusst wie diese Rollenaufteilung ist um Sorgen ja einfach so sehr an uns verwurzelt ist.
00:08:02: Also es ist so selbstverständlich die Aufteilung, die wir übernommen haben dass da oft erstmal gar nicht reflektiert wird darüber her.
00:08:10: also was haben wir da eigentlich in uns drin und was macht das auch am Alltag schwerer?
00:08:16: Weil natürlich wäre es viel praktischer wenn dieser Vater bei dir im Coaching sitzt ihr genau die Fragen klären könntet, die ihn betreffen.
00:08:26: Weil wir haben ja dann eine Mutter, die bei dir Vermittlung macht aber ja trotzdem nicht die Person ist.
00:08:32: also sie kann nur ihre Annahmen Sie wird wahrscheinlich ganz viel reflektieren über ihren Partner.
00:08:38: vielleicht weiß ich auch nicht alles das heißt es geht ja auch wissen verloren dazwischen so was vielleicht wichtig wäre.
00:08:44: aber dann denkt sich vielleicht habe ich ihm nicht genug erklärt ja Kiran hat mir das ganz toll erklärt Und jetzt muss ich ihm das vermitteln, aber vielleicht hättest du es ja ihm ganz anders erklärt.
00:08:56: Ja und dann wird aber die Mutter das wieder auf sich beziehen und denken Ich hab's nicht gut genug gemacht.
00:09:00: Wahrscheinlich ja?
00:09:01: Dann muss ich noch mehr Informationen eingehen oder vielleicht von woanders oder vielleicht muss ich nochmal ein Buch lesen und stellt sich dann selber in Frage anstatt an den Punkt zu kommen zu sagen Natürlich ist das hier das Problem Du kannst diese Beratung in Anspruch Aber da sehen wir ja schon ein Muster.
00:09:19: Ich habe das ja im Buch auch benannt vom Erfelter Report dort nochmal nachzusehen, dass eben Felder weniger solche Beratungsdienstleistung, Kursangebote und so weiter in Anspruch nehmen.
00:09:34: Und da ist halt die Frage warum?
00:09:37: Dann wurde auch dort als Antwort gegeben wegen der weiblichen Kursleiterinnen.
00:09:42: aber das ist ja keine Erklärung.
00:09:44: Das ist etwas was man dann sagen kann.
00:09:47: Aber natürlich ist es eigentlich nicht sinnvoll zu sein weil jetzt irgendwie eine weibliche Beraterin ist, würde ich nicht zu ihr hingehen.
00:09:57: Ich gehe ja auch
00:09:58: zum Arzt obwohl es noch sehr viel mehr männliche Ärzte gibt.
00:10:01: also soll ich jetzt sagen ich geh nicht mehr zum Lungenfacharzt und lass meinen Asthma weiß was ich was machen oder jetzt ganz spezifisch mit meinem ADHS ich gehe nicht wer zum arzt weil meine Psychiater Männer sind.
00:10:15: genau das ergibt überhaupt gar keinen Sinn das zu machen.
00:10:19: Natürlich kann man hier auch sagen, dass das natürlich wünschenswert wäre wenn noch mehr weibliche Personen in diesen Berufen tätig sind.
00:10:27: Aber es ist dann etwas wo man sagt okay hier gibt es ein Hindernis und daran muss gearbeitet werden weil es geht ja da schon um verschiedene Problematiken.
00:10:38: Es geht einmal darum zu sagen dieses Kind braucht dass ihr macht die Hausaufgabenbegleitung und zum Wohle des Kindes ist es durchaus sinnvoll, was sich die Person beraten lässt wie die Herausforderung hat in der Situation.
00:10:54: Also das einmal aber es ist eben auch sinnvoll in Hinblick darauf auf die Mutter, die jetzt bei dir in der Beratung ist und die Verantwortung trägt, das richtig erklären zu müssen dann weitergeben zu müssen und auch das Gefühl hat ich bin ja letztendlich verantwortlich für das was beim Kind ankommt Und es geht um die Padynamik, ja auch noch.
00:11:18: Weil natürlich das auch schwierig ist wenn man Das Gefühl, dass ich muss immer hier zuständig sein für das Erklären und auf der anderen Seite vielleicht auch bei dem Partner herauch dann dieses Gefühl entstehen kann von Ich muss immer erklärt bekommen alles.
00:11:33: Ich kann es also da vielleicht auch gar nicht in diese Selbstwirksamkeit reinzukommen sondern halt drin zu bleiben stecken zu bleiben.
00:11:40: Und da sie sagen Nee!
00:11:41: Ich überwinde das ja?
00:11:43: Ich benutze selber Beratungsangebote aktiv der Daumne und damit können tatsächlich ein verschiedenen Punkt und Probleme berufen werden.
00:11:52: In diese Verantwortung auch reingehen, ich hätte das auch tatsächlich in einem anderen Coaching.
00:11:58: Das war ein Vater, der tatsächlich auch beruflich ziemlich erfolgreich war und er meinte dann ja aber die Kinder sind halt einfach mehr an den Mutter gebunden.
00:12:08: Die gehen halt mehr zu Mutter.
00:12:10: Das ist halt so.
00:12:11: Und dann haben wir aber gemeinsam auch den Bogen im Coaching, da war der Papa mit dabei.
00:12:15: Es war glaube ich sogar eine Stunde alleine beim Papa den Bogan geschlagen... Dass er beruflich an dem Punkt ist wo er ist?
00:12:22: Ist er nicht weil er in seinem Berufsleben wenn halt andere ein bisschen weiter vorne waren das so hingenommen hat sondern wenn er den Ziel hatte hat es sich dann eingesetzt und ist dafür losgegangen geht im Familienkontext eben auch.
00:12:37: Wenn ich möchte, dass ich die Hausaufgabensituation mit meinem Kind gut lösen kann dann ist es mein Job und dann warte ich nicht bis es mir in netten Häppchen serviert wird.
00:12:49: Und wenn die Häppche mir nicht nett genug sind was ja schnell passiert, was mich an der an einen anderen Punkt, den wir zusammen sozusagen auch erlebt haben.
00:12:57: Die erinnert mich einfach so bei uns beim Familienforum.
00:12:59: Man hat über Emotional Load gesprochen und die Dynamik auch etwas aufgezeigt wo tatsächlich dann auch der Kommentar kam.
00:13:09: Das stimmt aber man müsste hier auch die Männer mit denken und gucken dass das nicht zu aufgebracht kommt sondern man kann das ja auch nett formulieren.
00:13:20: Und das ist ein ganz, ganz wichtiger Punkt, den du da nennst.
00:13:24: Weil Elganschaft ist halt keine Easy-Aufgabe.
00:13:29: Also die ist schön!
00:13:31: Ich liebe es Mutter zu sein.
00:13:34: Aber es ist eine Aufgabe, die einen wirklich an Grenzen bringt immer wieder, an emotionale Grenzen bringt auch.
00:13:46: Ganz viele Reflektionen.
00:13:47: Es bricht ja Und du weißt es ja freundlich!
00:13:50: Du gehst in Elternschaft rein und du weisst nicht, was wird passieren.
00:13:55: Welches Kind kommt da zu mir?
00:13:58: Was werden meine persönlichen Herausforderungen sein?
00:14:02: Dann kommen die ganzen Themen wie gehe ich um mit Weinen oder Wut?
00:14:08: Wie ist das eigentlich bei mir?
00:14:09: Kann ich mich regulieren?
00:14:12: Da kommen auf einmal ganz viele Themen Und das ist ja auch, dass rüber lauter Mütter sprechen.
00:14:22: Es is krass was das mit einem macht so und du musst dich diese Aufgabe stellen und damit umgehen.
00:14:29: Natürlich ist es dann etwas einfacheres zu sagen ich kann mich aufgrund meiner Position, aufgrund der Vorstellung von meiner Rolle könnte ich mich heraus zurückziehen.
00:14:40: Ich muss nicht dem Schmerz oder der Reflexion und all diesem aussetzen.
00:14:44: Ich kann einfach sagen man kann's besser Die macht das, die kickt da eher in den Schmerz, den du gerade genannt hast rein.
00:14:51: Aber das ist ja dann nicht eine Verantwortung zu übernehmen für Elternschaft und Elternschaft ist das eben.
00:14:58: Man muss sich mit diesen Sachen auseinandersetzen, die da kommen was da auch... Und in allen Phasen wieder, ne?
00:15:04: Du hast dieses kleine Kind, dann hast du später die Eingewöhnung- und Autonomiefasen, was herausbauternd sein kannst.
00:15:10: Dann hast du Schüler, ja diese ganze riesige Schulleistungen!
00:15:13: Wie geht man damit
00:15:14: um?!
00:15:15: Und man muss sich damit auseinandersetzen und gucken, okay was braucht dieses individuelle Kind?
00:15:22: Was ein anderer Mensch ist als ich damals vielleicht war.
00:15:26: Das braucht dieses Kind!
00:15:27: Und was fällt mir leicht und was fällt mich aber auch schwer und dann daran arbeiten, damit dieses Kind individuell begleitet werden
00:15:36: kann?!
00:15:36: Und das ist eben für beide wichtig.
00:15:39: und genau jetzt dein Buchtitel genug erklärt.
00:15:42: Genau, werden dass es eben Ressourcen kostet wenn ich als Frau das erkläre?
00:15:47: Wir hatten es, dass wir sozusagen Sozialisationen sind.
00:15:51: Dass wir glauben, dass das unsere Aufgabe ist.
00:15:55: Ein Satz der mich in deinem Buch sehr berührt hat und nochmal was auf den Punkt gebracht hat auch für mich persönlich die Ja, tatsächlich vor eineinhalb Jahren aus einer Beziehung rausgegangen ist.
00:16:06: Wo ich mich an der einen oder anderen Stelle doch auch erkannt habe mit all meinem Wissen über gesunde Beziehungen Es geht nicht um die Argumente sondern es geht um Macht.
00:16:17: Ich habe viele Jahre viele gute Argumete gesucht und gefunden Und gut reguliert in Feinhäppchen auf den Tisch gelegt.
00:16:27: Mal reguliert mal auch unreguliert.
00:16:29: Es geht nie um die Akumente Sondern es geht Um Die Macht.
00:16:32: Und das ist etwas, wo ist die Verantwortung?
00:16:37: Wer übernimmt die Verantwortung und wer kann sich eben da raus zurückziehen.
00:16:43: Also wo ist ein Privileg mich zurückziehen zu können aufgrund dessen was mir einfach zugeschrieben wird.
00:16:53: Ich erlebe es halt immer wieder dass viele Mütter immer mehr Argumente lesen Lesen, Beratungen.
00:17:02: Und
00:17:02: sie haben viele Argumente und das führt ja auch zu einer Kognitiven Dissonanz.
00:17:12: Weil du kannst das alles gut erklären.
00:17:15: Du redest dir den Mund foselich und du denkst warum kommt das nicht an?
00:17:19: Das ist doch logisch was ich hier gerade erkläre!
00:17:21: Warum wird es nicht gesehen?
00:17:24: Ja, warum würde ich denn dazu kommen?
00:17:26: Aber warum werde ich auch nicht gesehen.
00:17:28: Und das finde ich jetzt auch noch mal so.
00:17:30: ein ganz wichtiger Punkt also wo ja Erziehung und Beziehung, also Partnerschaftsbeziehung auch nochmal so doll zusammenkommen.
00:17:41: Ich versuche die ganze Zeit zu erklären und habe das Gefühl, du siehst mich nicht in dem was ich sage, was hier gerade wichtig ist.
00:17:50: Ich habe mir so viele Informationen geholt und ich sage das warum siehst Du mich nicht?
00:17:55: Warum versuchst Du nicht das zu verstehen?
00:18:01: Weil man immer wieder die gleichen Argumente oder ähnliche Argumenten aber um das gleiche Thema hervorprägt muss und trotzdem nicht vorankommt.
00:18:09: Das ist natürlich, was von der Dynamik her nicht nur in Bezug auf das Kind ungünstig ist sondern eben auch die Beziehung ungrößtich.
00:18:18: Da
00:18:19: vermischen sich sozusagen beide Themen.
00:18:21: oder hattest du ja vorher ganz konkreter wenn der Vater die Hausaufgaben macht und sich das dann von der Mutter erklären lässt?
00:18:28: Auch dass nimmt eine Dynamik, die für ein paar Beziehungen auf Augenhöhe gut ist es dann schwierig.
00:18:39: Da kommt mir gerade ein anderes Paar in den Kopf sozusagen aus meinem Beratungskontext.
00:18:46: Da ist sie vor vielen Jahren losgegangen, hat diesen ganzen Weg gemacht und der Vater ist jetzt auch los gegangen.
00:18:53: Jetzt sind da aber sozusagen acht Jahre Unterschiede.
00:18:55: Der Vater ist dabei.
00:18:58: Wie kann das gelingen?
00:18:59: Diesen Unterschied, diesen Vorsprung sich damit beschäftigen und doch die Augenhöhe?
00:19:08: Also ich auch ganz persönlich finde es immer wieder eine Herausforderung für mich zwischen, wir haben hier ein strukturelles Problem und der Mensch, der vor mir ist in diesem struktuellen Thema groß geworden.
00:19:21: Und er bringt seine ganz persönliche Geschichte mit die, die auch ein Teil da ist.
00:19:27: Und diesen Menschen, der der Vor mir ist möchte ich mit Liebe, Mit Achtsamkeit begegnen und ihn als individuellen Menschen sehen und nicht in dieses Konstrukt packen Und gleichzeitig leben wir in diesem Konstrukt.
00:19:41: Was kann ich machen?
00:19:42: Oder wie macht ihr das?
00:19:44: Ja, da sind wir bei einem anderen ganz wichtigen Thema nämlich Wertschätzung.
00:19:48: Ich finde, Wertschätzungen ist eigentlich ein ganz wichtiges Grundthema generell also bei Beratung sowieso, dass erstmal die wertschätzende Haltung eingenommen wird.
00:20:00: Also ich beurteile nicht und verurteilte nicht sondern ich nehme einfach erst mal an so Das, was in dieser Beratungsposition da ist.
00:20:09: Es ist ja eigentlich auch etwas, was wir viel mehr... ...in unserem Alltag aufmachen sollten.
00:20:15: Also das ist ja auch etwas wobei ganz viele Menschen leben.
00:20:18: Ich werde immer verurteilt für das, obwohl die Menschen von außen vielleicht gar nicht sehen.
00:20:22: Und dann kann man halt sagen, pass auf ich nehme dich erstmal an mit all dem und dann schauen wir Woher kommt das eigentlich?
00:20:32: Und dann sind wir nämlich bei einem ganz wichtigen Thema, bei Wertschätzung von Fürsorgearbeit.
00:20:40: Wenn ich sage in deinem Beispiel jetzt die Mutter ist jetzt acht Jahre voraus, indem ... Ich habe mich informiert, ich bin da schon auf dem Weg und im Prozess muss natürlich auch sein, wenn ihr ja auf der einen Seite verstellt was dafür hervorwohnt, der ist ja jetzt auf den Weg, das ist super!
00:20:58: So, das ist wirklich toll sich auf den Weg zu nachten.
00:21:01: Die eine Seite und da auch natürlich Verständnis dann zu haben was es nicht von heute auf morgen alles verändern kann.
00:21:08: Aber der ist willen da ja und Verantwortung jetzt da das übernehmen.
00:21:15: und in welchen Schritten kann diese Verantwortung nach außen transportiert werden?
00:21:20: Und auf der anderen Seite ist aber eben dann auch ganz wichtig dass die Person in diesem Fall eben jetzt der Vater die Wertschätzung für die Erbrachte her Arbeit mitbringt.
00:21:32: Und das ist ja auch etwas, was ganz oft in einer Disbalance ist, weil wir das auch wieder verinnerlicht haben, dass wir so Rockerarbeit nicht wertschätzen und dass wir halt nicht sagen, boah krass du hast dich jetzt seit acht Jahren mit diesen ganzen Sachen beschäftigt!
00:21:51: Ja?
00:21:51: Und du regelst es hier eine ganz große Entwicklung für dich und unsere Familie.
00:21:59: Und ich wertschätze das, indem ich das anerkenne.
00:22:03: So und da ist von beiden Seiten Brauchers halt einfach diese Art von Wertschätzung.
00:22:08: Das gesagt wird Ich erkenne es eben an ja?
00:22:13: Und ich bin da bereit das entgegenzubringen und ich mache mich jetzt auf dem Weg das auch so zu können.
00:22:20: Dann kann man halt gucken Weil auf der einen Seite hat vielleicht acht Jahre, das hat vielleicht auch lange gedauert.
00:22:29: Weil die Partnerperson jetzt nicht unterstützt hat bisher.
00:22:32: Es kann ja sein dass deswegen der Vater jetzt auch nicht acht Jahre braucht sondern halt auch kürzer weil er ja schon in ein ganz anderes Umfeld damit beginnt mit viel Wohlwollen auf der anderen Seite und mit einem guten Blick darauf.
00:22:46: Da braucht man sich aber auch nicht ausrunden darf.
00:22:50: Das finde ich ist eigentlich etwas... Ganz, ganz wichtig ist und immer wieder dem zugrunde liegen die Wertschätzung von Sorgearbeit.
00:22:58: Die wir generell in der Gesellschaft aber eben auch ein paar Beziehungen einfach erhöhen müssen.
00:23:10: Sorgearbeit in dem Sinne eben auch dieser emotionale Teil also dass Sorge Arbeit eben nicht nur ist wer macht das Frühstück?
00:23:19: Und wer misst Fieber sondern Sorge arbeit eben auch der Part is.
00:23:25: Ich setz mich mit mir auseinander.
00:23:27: Auch ein Beispiel aus dem Coaching sehr oft, mein Kind wird wütend... Mein Mann kann das ganz schlecht aushalten!
00:23:33: Ich muss jetzt hier balancieren zwischen wütenden Kind und wütender Mann oder Mann der in Not gerät und ich fühle mich als Mama zuständig dass der Papa da nicht wütent wird.
00:23:51: also auch das ist eben Sorgearbeit und das ist Arbeit die geleistet wird und nicht mein Job als Mama ist.
00:23:59: Wir müssen einfach sehen, was macht das mit Menschen jampferstig?
00:24:07: Das hast du ja vorhin auch gesagt, dieses Kind will halt nur zu Mama!
00:24:12: Ja, natürlich möchte ich... ja also das kann das kann ich einzureins auch auf mich als Erwachsenenperson übertragen.
00:24:18: Natürlich möchte ich in einem emotionalen Ausnahmezustand.
00:24:21: wenn es mir gerade nicht gut geht gehe ich nicht zu einer anderen Erwachsene Person von der Ich weiß die kann damit überhaupt nicht umgehen.
00:24:28: Die wird mir vielleicht Vorwürfe machen und sie wird wütend werden oder dreht sich weg und will gar nichts damit zu tun.
00:24:35: Ich werde natürlich zu einer Person gehen, wo ich weiß hier bin ich mit meinen Emotionen gut
00:24:40: aufgehoben.".
00:24:42: Und das ist ja dann einfach die Folge, die daraus entstehen kann.
00:24:48: Deswegen ist die Anerkennung davon einfach sehr, sehr wichtig!
00:24:53: Wenn ich jetzt so in dieser Situation bin... Ich spüre es, ich merke es mein Kind wird wütend und es macht was mit meiner Partnerperson.
00:25:01: Ich kenne es im Beratungskontext tatsächlich auch andersrum, dass die Mutter ist, die mir in Not ist – und doch sprechen wir hier über ein systemisches.
00:25:09: Wenn wir gucken hundert Menschen, die in Not geraten und wer in die Co-Regulation geht sind das – – die Mütter, die da reingehen?
00:25:20: Und ich verstehe jetzt… Es ist nicht mein Job!
00:25:25: Ist mein Mann... oder der Partnerperson, die notgeraten ist das für sie aufzulösen.
00:25:32: Ich habe es dreimal erklärt und du sagst jetzt genau genug erklärt was tu ich in der Situation?
00:25:37: Lässt dich eigentlich auch wieder übertragen auf Eltern-Kindbeziehung natürlich in der konkreten Wutsituation.
00:25:44: er bringt das nichts ist auch meine Partnerperson ja einfach in einem Ausdauernzustand.
00:25:51: Da bringt das ja nichts an zu sagen, ich habe die doch schon dreimal erklärt du musst jetzt einfach kurz ein Glas Wasser trinken gehen oder so.
00:25:59: Also das hilft nicht!
00:26:01: Sondern dann halt
00:26:02: ... Sollte man bei mir auch nicht machen.
00:26:04: Also, wenn ich mir das vorstelle, dass ich grad mit dem Kind echt am Rad bin und da kommt jemand zu mir, ich hab's ja erklärt, weil was ... Es könnten meine eigenen Worte sein!
00:26:12: Man könnte mir meinen eigenen Podcast einspielen und ich könnte
00:26:17: mein
00:26:17: Podcast an niemanden klatschen.
00:26:20: Sondern es geht darum, dann natürlich ein Gesprächsraum zu haben.
00:26:25: Und das ist ja generell etwas, was ... Beziehungen brauchen, ein Gesprächsraum.
00:26:30: Wo man ehrlich miteinander reden kann und sagen kann du mir ist aufgefallen das funktioniert noch nicht gut.
00:26:35: Ja so und ich habe dann immer das Gefühl dass ich unser Kind beruhigen muss aber dass Ich auch dich beruhgen muss Und ich habe das gefühlt dass das kind darunter Auch Schwierigkeiten hat wenn du dich so verhältst So und dann ist ja natürlich klar eigentlich Eigentlich sind klar zu sagen Natürlich möchte ich als Elternteil nicht dass meine frau meine, die Mutter des Kindes ja wie auch immer das als Belastung empfindet.
00:27:04: Ja weil ich sie wertschätze und ich möchte auch nicht dass mein Kind davon ein Problem hat.
00:27:08: deswegen werde ich die Verantwortung übernehmen und mich darum kümmern.
00:27:12: so na also das ist eigentlich logisch kognitiver heran liensweise.
00:27:17: wenn wir davon ausgehen dass Eltern schafft verantwortung gleichmäßig verteilt Das ist eigentlich der Weg.
00:27:27: Und wenn dann aber sagen, nee ich kümmere mich darum nicht, dann ist halt die Frage wo kommt das eigentlich her?
00:27:32: Warum übernimmst du nicht Elternverantwortung?
00:27:35: Weil das ist ja die Elternverordnung.
00:27:38: und auch nochmal was du vorhin meintest zu gucken wie gehen wir damit um?
00:27:46: weil manchmal ist es hier auch nicht nur Wut in den Wut-Situationen die schwierig sind, sondern eben auch Vermeidungsverhalten.
00:27:55: Also es ist ja nicht nur problematisch wenn wir das Kind dann total anschreien, sondern auch wenn wir aus der Co-Regulation rausziehen und dann total still sind und nichts machen.
00:28:07: Es geht ja um einen bewussten Umgang mit meinen Emotionen in der Situation damit ich wo er eben da gut einwirken kann.
00:28:21: Das ist das, was ich mit Verantwortung meine.
00:28:25: Eigentlich ist es doch klar, dass dann die andere erwachsene Person diese Verantwortung mit übernehmen
00:28:32: muss.".
00:28:32: Du hast jetzt den Raum angesprochen, wo man so etwas reflektieren kann und tatsächlich genau diese Solution kenne ich als Person, die diesen Rahmen nutzt?
00:28:45: Und wir haben dann gehört... Ist doch okay, dass beide Eltern einen unterschiedlichen Umgang damit haben.
00:28:52: Der eine begleitet da und der andere ist dann halt unvoreingenommener etwas ruhiger!
00:28:58: Das sind ja individuelle Arten das kann ja hilfreich fürs Kind sein man kann ... vielleicht kann man sich auch in der Mitte treffen.
00:29:06: Ich hab da ein Störgefühl im Bauch.
00:29:08: Die Frage
00:29:08: ist doch Sind das denn unterschiedliche Umgangsformen?
00:29:13: Na weil das is ja Total in Ordnung.
00:29:17: Das schreibst du ja auch, dass wir unterschiedlich umgehen können.
00:29:22: mit was brauchen wir zur Regulation und wie gehen wir mit Menschen eben um?
00:29:29: Und natürlich können der Eltern unterschiedlich sein an dem, was sie machen.
00:29:34: Das Problem ist aber wenn wir sagen Ist das denn überhaupt ein Umgang?
00:29:39: Also ist das denn, ja und das finde ich manchmal schwierig.
00:29:42: Weil es ist okay unterschiedlich mit Situationen umzugehen wenn dahinter halt das Bewusstevorgehen steht
00:29:51: Wenn es ein bewusster Prozess ist
00:29:53: ganz genau
00:29:54: eine bewusste Entscheidung auf einer emotionalen inneren Arbeit.
00:30:00: Wenn wir einfach Situationen nehmen, bei Papa gibt es das und das zu essen.
00:30:06: Und Mama sagt nee ich kaufe das nicht.
00:30:09: Ja?
00:30:09: So können unterschiedlich sein ist okay die Kinder lernen das auch.
00:30:13: Ja so sind unterschiedliche Sachen und natürlich sprechen die Eltern Personen dann da drüber ja so und machen das aus.
00:30:20: aber in diesen gefühlt situation ist halt wirklich die frage Ist es ein umgang?
00:30:26: also ist etwas oder ist es halt Ich mache nichts oder ich lasse halt einfach raus, was hier mit mir ist.
00:30:34: Und das ist ja kein Umgang damit.
00:30:36: Es ist ja keinen Erziehungsverhalten in dem Sinne.
00:30:39: dann und da ist es halt das Problem.
00:30:43: Da sind wir wieder bei dem die Verantwortung von der Elternschaft ist, ich gehe damit irgendwie um.
00:30:48: Wir können nicht einfach alles irgendwie rauslassen weil wir sein ja so bin ich ja halt.
00:30:54: Das ist ja das, was ganz viele Mütter machen und zu überlegen.
00:30:58: Was hilft hier in der Situation?
00:31:00: Was braucht eigentlich mein Kind?
00:31:02: Und das ist natürlich etwas, was auf der anderen Seite eben auch von Väter erforderlich ist.
00:31:09: Ich habe es zum Beispiel auch in New Mouths for Rebel Girls geschrieben, naja, es ist total okay wenn Eltern unterschiedlich sind.
00:31:16: Aber ich glaube, ich habe dann nicht genug diese feinde Forazierung gemacht zu sagen, ihr dürft unterschiedlich sein.
00:31:23: Aber das Wichtige ist ja sich auseinanderzusetzen mit Erziehung und dann auch vielleicht gemeinsam in einem gemeinsamen Denkraum oder Gesprächsraum als Eltern darüber zu sprechen.
00:31:36: Aha!
00:31:36: Du machst es so?
00:31:37: Ich mache das so?
00:31:38: Gut.
00:31:39: Aus den und den Gründen.
00:31:41: So, das sind ja einfach... Also wenn wir es übertragen auf ganz einfache Sachen, wir reden doch eigentlich so viel darüber über alltägliche Sachen wo wir als Entscheidungen treffen was essen wir wie welche Energie nutzen wir in unserem Haushalt der wir besprechen.
00:31:56: diese Sachen und Elternschaften und Erziehung sind eben auch eine von diesen Sachen die halt gesprochen werden müssen.
00:32:04: So, genauso wie am Wochenende gibt es das und das Essen.
00:32:07: Das ist eigentlich wichtig zu drüber zu sprechen.
00:32:10: Wie machen wir das denn hier eigentlich mit dem Kent?
00:32:11: Ja!
00:32:12: Und gleichzeitig finde ich's tatsächlich... Also für mich ist es okay wenn wir so Sachen wie welchen Stromanbieter wir nehmen und welches Greifen wir haben, das aufteilen auch
00:32:22: Ja, aber wenn das halt ein Thema ist dann sprechen wir da drüber und sagen ah ja.
00:32:27: Also jetzt nicht davon dass alle Aufgaben gleich behandelt werden.
00:32:32: Aber wenn es halt ein Diskussions-Thema ist, dann sprechen die darüber.
00:32:36: Absolut!
00:32:37: Bei Erziehung das irgendwie so ist?
00:32:38: Nein,
00:32:40: läuft schon.
00:32:41: Genau und mit der Gleichzeitigkeit, dass ich finde Erziehungen und Beziehungen Also für mich auf jeden Fall einen anderen Stellenwert hat als den richtigen Stromanbieter und was ja manchmal auch sozusagen eine Argumentationskette ist, ich kümmere mich dafür ums Strom.
00:32:57: Toll!
00:32:58: Danke!
00:32:59: Beziehung... Und dafür stehe ich ein und das sind meine Werte haben für mich einen anderen stellen Wert und die Wertschätzung, dass es Strom und das ist auch wichtig.
00:33:11: Das ist aber nicht Der Punkt hier aus der Verantwortung rauszugehen, weil hier geht es um deine und meine Kinder.
00:33:19: Oder selbst wenn wir in einer Pitchwork-Situation sind, dann sind das nicht deine Kinder.
00:33:23: aber wir gestalten hier gemeinsam einen Raum, der Familie für uns bedeuten soll und... Das ist dein Job!
00:33:30: Und das ist mein Job hier Beziehung zu gestalten.
00:33:36: Da hast du einfach gerade ein ganz wichtiges Wort gesagt finde ich Wärter.
00:33:41: In diesen Diskussionen, wo es um Werte geht für eine Familie die muss man halt führen.
00:33:47: Also da welche Werte sind uns wichtig und was vermitteln wir?
00:33:52: Und das muss halt diskutiert werden und dann müssen wir in gleichfertige Entwicklung irgendwie hinkriegen.
00:34:01: Das ist ja das Krasse daran dass wir Menschen unsere ganze Zeit entwickeln und Erwachsenen entwickeln sich aber auch die Kinder entwickeln.
00:34:10: Die Rahmenbedingungen um uns herum entwickeln sich und deswegen müssen wir immer wieder neu das Aushandeln.
00:34:16: Wir müssen immer wieder Neu diskutieren, was ist uns eigentlich wichtig?
00:34:21: Wie gehen wir damit um?
00:34:23: Was wirkt hier gerade auch auf uns ein?
00:34:27: Ja, wir reden einfach sehr viel!
00:34:30: Wir verbringen sowieso einfache sehr, sehr viel Zeit miteinander, einfach weil wir ja beide sehr viel Sorgearbeit leisten müssen.
00:34:40: Auch aufgrund unserer familiären Situation und Pflege kommen wieder gar nicht umhin das ständig alles auszudiskutieren.
00:34:48: Wir haben einfach unsere gemeinsame Zeit seit.
00:34:52: ich habe keine Ahnung wie sind jetzt vergisst es immer?
00:34:55: Ich glaube die sind jetzt zwanzig Jahre zusammen Und wir haben halt einfach, seit wir Kinder haben immer abends unsere Zeit zusammen auf dem Sofa.
00:35:05: Wo wir eine Serie gucken aber eben auch ganz viel reden über alles Mögliche und das finde ich ist total wichtig!
00:35:15: Auch eben mit älter werdenden Kindern immer wieder diese Werte, was ist uns wichtig.
00:35:22: Welche Probleme stellen sich jetzt gerade?
00:35:24: Was nehme ich wahr?
00:35:25: Was nimmst du wahr und wo sind unsere individuellen Ressourcen damit umzugehen?
00:35:32: Und da halt auch die Wertschätzung sich gegenseitig entgegenzubringen zu sehen, was kannst du besonders gut und was kann ich besonders gut?
00:35:41: Und daraus dann, also überhaupt ist das Thema Ressourcen ja unglaublich wichtig.
00:35:47: Aus welchen Ressursen können wir Kraft ziehen?
00:35:50: Und Partnerschaft ist halt eine davon aber eben auch andere Ressoursen die wir haben.
00:35:55: und aus dem zu sagen okay manche Sachen kann mein Mann wesentlich besser als ich bei aller Pädagogik hier oder so weiß damit kann der Souveräner umgehen als ich.
00:36:11: Und da bin ich nicht neidisch und das thematisieren wir auch einfach, ja?
00:36:15: Und sagen dann einfach okay und dann das und verteilen halt auch bestimmte Aufgaben dann aber immer auf dieser Basis von Wertschätzung.
00:36:24: Um diese Gespräche glaube ich gut führen zu können genau braucht es auf jeden Fall diese Offenheit.
00:36:31: Ich für mich merke auch den Prozess... wie die meisten Frauen, glaube ich, damit groß geworden.
00:36:40: Auch gerade in meinem sozialen beruflichen Kontext sozusagen für mich einzustehen.
00:36:44: Meine Mutter war eher so eine altensächsigerin und hat mich da schon empowert.
00:36:49: Und gleichzeitig hat sie auch mal den Satz zu mir gesagt, weißt du?
00:36:52: Dass mit den Männern ... Ich krieg das nicht so gut hin!
00:36:55: Also deine indische Verwandtschaft, die machen das auch ganz geschickt.
00:36:58: Die sagen immer ja-ja zu ihren Männern und machen dann den Weg den sie für richtig halten.
00:37:06: Oder bevor ich Ergotherapeutin vor den Examen wurde uns gesagt, nicht irgendwie hey ihr seid fit geht selbstbewusst in den Arbeitsmarkt sondern uns wurde gesagt sei dankbar wenn ihr einen Job bekommt macht auf jeden Fall nicht so hohe Gehaltsverhandlungen und so.
00:37:23: also ich habe ganz viel auf meinem Weg mitgekriegt.
00:37:27: Ich bin tendenziell von meiner Art schon eher auf, dass ich für was einstehe.
00:37:31: Aber ich habe häufig dann auch die Rückmeldung gekriegt.
00:37:34: Du bist zu laut, du bist zu viel, mach es mal ein bisschen achtsamer und diesen Prozess zu lernen... ...ich darf für die Dinge einstehen!
00:37:43: Wie ist das dir damit gegangen?
00:37:45: Bist du damit groß geworden, dass du dafür einstehn darfst oder...?
00:37:49: diesem Gefühl oder was du in diesem Buch so klar auch formulierst.
00:37:54: Also für mich war dieses Buch so, oh danke!
00:37:57: Danke ganz viel davon fühle ich.
00:37:59: weiß ich habe sich selbst erlebt lebe ich im meinem Freundeskreis erlebe ich in meinen beruflichen Kontext und das mit dieser Klarheit aufzuschreiben.
00:38:09: oder eben die Frage woher dass mir diese Klarheit zu formulieren und zu fühlen wie ist da dein Weg?
00:38:16: gewesen oder ist er immer noch?
00:38:18: Na, ich bin ja auch nicht damit aufgewachsen.
00:38:21: Und das ist ein schwieriger und langer und nicht endender Prozess sich von der eigenen Kindheit zu emanzipieren und Abstand zu gewinnen von den teilweise auch Werten die man mitbekommen hat anders aber eben auch von Rollenbildern angefangen, glaube ich zu merken dieses diffuse gefühl von es geht mir nicht gut damit.
00:38:55: Aber ich konnte das Gefühl von Es geht mich nicht gut Damit noch nicht richtig greifen und natürlich auch nicht strukturell verorten.
00:39:03: warum wo kommt das eigentlich her?
00:39:05: Und habe ja angefangen eigentlich also meine ganze Ausrichtung bei der Bugig liegt dir auch daran an meiner Kindheit dass ich gesagt habe, ich muss das verstehen.
00:39:20: Was ist hier und wie können Kinder anders aufwachsen als ich?
00:39:24: Was braucht es dafür so?
00:39:25: Und dann erstmal die ganze Pädagogik durchzugehen und zu verstehen und Bindung aber auch irgendwann testzustellen.
00:39:34: Das ist aber auch teilweise schwierig wenn wir halt auf alte Theorien gucken und dann halt da auch wieder eine Reflexion.
00:39:43: Und darüber aber eben auch noch weiter zu gehen, das sehr strukturell eingebettet.
00:39:49: Erziehung ist strukturell eingebrettet in Politik, Gesellschaft, Rollenbilder, patriarchale Struktur Das ist einfach wie so eine Treppe, glaube ich irgendwie bei mir gewesen.
00:40:02: Von dem Kleinen erst mal und wo ich ja auch früher über Bindung geschrieben habe und dann aber gesehen, das reicht gar nicht nur über die Bindung sondern eigentlich ist ganz viel... Wie geht es eigentlich den Müttern?
00:40:14: Und dann habe ich gesehen okay, aber den Möttern sind ja auch in Strukturen drin und eben auch in Partnerschafts- und von Partnerschaft ist eben auch nochmal... Kommt es heben auch noch einmal diese Patriarchanstrecke Und den Rahmen dann einfach immer weiter zu weiten und zu sehen, weil ich finde das ist ein ganz großes Thema.
00:40:35: Ob es nun ein Elternteam ist oder eben in Partnerschaftsthemen dieses dass wir ständig denken wir hätten ja alles in der Hand Es liegt dir nur an mir Ich habe versagt!
00:40:53: Das ist ja etwas, was ganz viele Mütter meiner Erfahrung nach und mir geht es genauso mitbringen.
00:41:00: Wenn irgendwelche Probleme da sind zu sagen Es liegt an mir Ich habe versagt Und dann zu sehen Du hast vielleicht das Beste gegeben Was möglich war für dich.
00:41:11: Aber drumherum Du bist hier nicht alleine Mit diesen Entscheidungen.
00:41:15: Es wirkt so viel ein Da zu sehen Diese Last unterzunehmen von einem und auch diese last von Natürlich können wir an unserer Kindheit arbeiten aber sie wird halt immer da sein.
00:41:31: Ja, ich werde das was ich erfahren habe werde ich niemals los werden.
00:41:35: Ich kann es aufarbeiten.
00:41:36: Ich hab das auch schon therapeutisch mit aufgearbeitet und bin immer das ist ja ein fortwährender Prozess das zu tun.
00:41:42: Aber Es wird nie anders sein.
00:41:44: Ich werde nie eine andere Kindheit haben als die, die ich gehabt habe und ich werde immer in dem mit geprägt sein was ich erfahren habe an Rollenstrukturen und an Diskriminierungserfahrungen oder auch Diskriminierungsdenken anderen gegenüber.
00:42:00: von dem was ich mitbekommen habe und das ist mein fortlaufender Prozess kann mich auseinanderzusetzen.
00:42:07: Also genau ich muss sagen auch der Kopf eben dieses Verstehen Was bei mir vor ein paar Jahren dazu gekommen ist, den Körper tatsächlich auch noch mal mitzunehmen.
00:42:16: Und zum Beispiel ... Den Punkt tatsächlich in die Trennung zu gehen, da war Kopf wichtig und am Ende hab ich's im Körper gespürt.
00:42:24: Am Ende habe ich es im Körper diese Entscheidung
00:42:28: ja ...
00:42:29: gespürt und wahrgenommen und dem Impuls dann sozusagen vertraut.
00:42:40: Einen Punkt würde ich gerne noch was sich ... in meinem eigenen Prozess immer wieder merkt, was du auch in deinem Buch geschrieben hast und was mich auch noch mal im Moment mit dir auch nochmal in Verbindung bringt.
00:42:51: Und ein bisschen was du ja auch nochmal gesagt hast also genau welche Erfahrungen bringen wir mit?
00:42:55: Wir bringen eben ganz viel.
00:42:57: ich bin jetzt nach der Trennung normal intensivst in dem Prozess.
00:43:01: Was hat das auch mit mir so sehr viel zu tun?
00:43:04: und wie sind meine Mann-Frau-Beziehungen, Beziehung mit männlichen Leuten und Menschen in meinem Leben.
00:43:13: Und da ist das Muster nicht neu gewesen – Überraschung!
00:43:17: Aber auf dem Weg auch dieses Körpergefühl zu entwickeln habe ich eben inzwischen ganz viele Beziehungen erlebt die richtig wo Grenzen okay waren, wo ich wertgeschätzt worden bin.
00:43:33: überwiegend räundschaftliche Beziehungen mit Frauen.
00:43:37: Und was auch so finde ich manchmal ein Input oder ein Orientierungsgeber von einer Freundin, ist das normal?
00:43:45: Wie ist es in meiner Partnerschaft?
00:43:46: und da habe ich eben auch einen ganz warmen Moment!
00:43:49: Das war sehr ungeplant.
00:43:50: genau als ich völlig im Sturm war, war ich zufälligerweise in der gleichen Stadt wie du und hatte dir irgendwie kurz geschrieben und da war total netter, warmer Raum.
00:44:00: Du hattest irgendwie... Muffins oder Cupcakes glaube ich mitgebracht.
00:44:06: Ich habe ein Geschenk, das habe ich immer noch bei uns im Wohnzimmer mitgegeben.
00:44:10: also es war so einen warmer Raum.
00:44:13: einfach so überraschend weiß ich nicht wie viele Frauen das von ihren Partnerpersonen männlichen kennen und wir haben uns vorhin übers Internet gekannt.
00:44:25: mal über Podcast kriegst du tausend Nachrichten, also so was ich sagen will und in Freundschaften erlebe ich auch Dinge die lange in Beziehung ist halt so.
00:44:39: Also selbst wenn wir schwierige Kindheitserfahrungen mitbringen können wir das wieder anders machen.
00:44:49: Wir können neue Beziehungen lernen wie es anders geht Übertragen ja erst mal diese ganzen Muster.
00:44:58: Aber schreibe ich hier auch nach, dass wir halt das, was wir gelernt haben, halt einfach übertragen.
00:45:02: Weil es ist ja das,was wir gelernt habe!
00:45:04: Was ist Liebe?
00:45:06: Und dieses Konzept haben wir gelernt in unserer Familie.
00:45:10: Natürlich übertragen wird es erst mal dann auf anderer Person, weil das ist ja in unserem Kopf.
00:45:15: Das ist die Blaupause, die wir haben.
00:45:17: Die bringen wir einfach mit und man kann ja nicht erstmal so outside the box denken, sondern das ist normal.
00:45:26: Macht- und Hierarchie lernen wir oft in der Familie Gewalt in verschiedenen Formen.
00:45:34: Lernen wir uns übernehmen das als Gehörte dazu zu Beziehung.
00:45:40: Und dann können wir aber andere Beziehungsmesser, vielleicht haben wir Glück und lernen jemanden kennen der das anders lebt.
00:45:46: Aber vielleicht ist es auch erst mal so hell.
00:45:49: wie komisch ist das denn hier?
00:45:50: Warum bist du denn so?
00:45:51: Das kann ja auch erstmal schwierig sein die Diskrepanz!
00:45:54: Warum isst denn diese Person so nett zu
00:45:56: mir?!
00:45:56: Man kann das gar nicht fassen!
00:45:57: Wie kann ich denn irgendwie hinkommen?
00:45:59: und die Person ist einfach freundlich anstatt erstmal davon Sicherheit auszugehen?
00:46:04: Nein natürlich!
00:46:05: werde ich mit offenen Armen irgendwo empfangen.
00:46:08: Und das können wir aber lernen in unterschiedlichen Beziehungen.
00:46:11: und dann eben lernen, da finde ich sind halt Freundschaften, wenn es gute Freundschaftens sind.
00:46:17: natürlich haben wir manchmal eben auch Menschen die aus diesen Strukturen kommen und das halt mitbringen in Beziehung ja ein paar Beziehungs-, aber eben auch in Freundschaftsbeziehung unbünstige Dynamiken.
00:46:28: Aber wir können mit neuen Menschen neu lernen und Sicherheit finden Konzept von Liebe, was eben nicht geprägt ist vom Gewalt und Hierarchie überwinden durch neue Beziehungsmuster.
00:46:44: Und das arbeitet vielleicht erst mal in uns ja.
00:46:46: Das fühlt sich vielleicht erstmal wirklich komisch an, das zu überarbeiten und zu denken.
00:46:51: Weil so viel in uns drin ist von diesen Sticheln ist doch irgendwie lustig.
00:46:56: Man netzt sich halt wenn man sich liebt diese ganzen schrägen Formulierungen die man auch irgendwie im Kopf hat.
00:47:04: Und dann, aber da sind wir bei deinem Thema mit Nervensystem zu spüren.
00:47:10: Krass!
00:47:11: Wie fühlt sich eigentlich Sicherheit an in meinem Körper?
00:47:14: Wie fühlte es sich denn an wenn ich nicht erwarten muss oder die Erwartung mitbringe?
00:47:22: Da würde jemand schon ein bisschen mich ärgern.
00:47:24: Also dann aus dieser... Ich mach das gleich körperlich mit.
00:47:27: Aus dieser Schutzstarre, die man ja dann einfach hat, weil man denkt, das ist ja einfach so in eine körperliche Offenheit und Weichheit kommen zu können.
00:47:39: So!
00:47:40: Absolut, du hast das Nervensystem mit reingebracht und du hast eben ja auch schon benannt dieses Störgefühl wenn sie es manchmal verändert.
00:47:46: Und jetzt können wir über das Nervensystem auch erklären dass unser Nervensystem sozusagen fürs Überleben gemacht ist und nicht fürs Glücklichsein.
00:47:55: Und wenn wir... und Überleben ist halt immer das gleiche.
00:47:58: und wenn wir sozusagen im Beziehungsmuster groß geworden sind wo diese Unsicherheit ist Man kann sich schwach zeigen und dann kriegt man dort noch mal einen kleinen Kick.
00:48:08: Dann wartet das Nervensystem auf den kleinen Kick, weil es gewohnt ist.
00:48:12: Und dann kann das komisch sein!
00:48:15: Du hast gesagt, dass man eine gesunde Beziehung neu lernen kann – da ist eben sozusagen auch eine professionelle Beziehungen ein hilfreicher Punkt um diese Muster.
00:48:27: und professionelle Beziehung, Therapie, Coaching diese Muster warm-und wohlwollend zu sehen neu erfahren zu können Freundschaften.
00:48:38: Und eben genau was ihr ja auch hervormacht oder was heißt vormacht?
00:48:43: Aber ihr lebt als Paar sicherlich das dann eben auch im Paar in dieser Veränderungen und eben auch was benannt hast.
00:48:50: Teilweise erst mal ein Stör-Gefühl ist, dass mein Bauchgefühl mir vielleicht sogar sagt.
00:48:56: Ist ja okay, dass er den Kommentar jetzt gemacht hat hier über meinen Körper oder ... Mein Bauch gefühlt ist wenn ich eine Grenze setze und angenehm für ihn.
00:49:05: Und das es ein neues Gefühl ist sozusagen... Hier ist ne Grenze und ich nehme sie ernst!
00:49:14: Sie isst so wie sie isst.
00:49:16: Und die darf sein?
00:49:18: Es darf einfach sein.
00:49:21: Man darf dieses neue Gefühl von Sicherheit lernen und ausbilden.
00:49:30: Was du gerade gesagt hast, Therapie- und Coaching können auf diesem Weg ganz wichtige Punkte sein, weil da professionell jemand kommt und dich endlich annimmt.
00:49:43: Du darfst dir wieder die Wertschätzung.
00:49:46: bringt, ich nehme dich einfach erst mal an als Mensch.
00:49:49: Ich mache da keine komischen Kommentare dazu sondern ich sehe jetzt erstmal das bringst du alles mit und jetzt gucken wir das gemeinsam an.
00:49:57: Wichtig dabei schreibe ich ja auch im Buch dass es halt gut ist und gute Therapie ist weil auch da haben wir natürlich weiterhin patriarchale Einfels.
00:50:08: auch das haben mir immer wieder Frauen geschrieben oder berichtet dass sie in eine Parttherapie gegangen sind und dann ihnen irgendwie gesagt wurde, ja da müssen sie halt auch Verständnis dafür haben.
00:50:20: Und Sie sollen sich mehr anpassen damit es ihm besser geht.
00:50:24: Das ist natürlich fatal wenn du dich in einen sicheren Raum reinbegibst und dort weitere Unsicherheit und Gewalt erfährst.
00:50:35: Deine Gefühle sind nicht wichtig hier!
00:50:37: Ist mir passiert?
00:50:38: Habe ich beschrieben?
00:50:38: Und gleichzeitig darf ich ganz ehrlich sein wie ich vor fünf Jahren so Situationen beraten habe, ist es auch meine Verantwortung nicht da weiter zu bilden.
00:50:48: Also ich hab jetzt auch ... oder selbst, ich hab eine Situation vor zwei Jahren wo ich das erst mal in diese Muster reingefallen bin und erst tiefer verstehen musste.
00:51:01: also ich bin dann noch im Prozess.
00:51:03: aber so die ersten paar Stunden habe ich auch gedacht die Frau soll einfach mehr loslassen.
00:51:10: So ein bisschen.
00:51:11: Das finde ich ist aber auch wichtig.
00:51:15: Das schlägt ja eigentlich wieder den Bogen zu unserem Anfang, wo du das meintest?
00:51:19: sie ist acht Jahre voraus mit der Entwicklung von diesem Beispiel.
00:51:24: Wir bewegen uns oder was ich auch gesagt habe vom Thema Bindung bin ich immer weitergekommen in Strukturen und das ist ja etwas...das ist ja Menschsein!
00:51:37: Ja, wir leben ja einfach über viele Jahre und natürlich wirkt das Leben und die Erfahrung, die wir machen immer weiter auf uns ein.
00:51:46: Und wir können diese Entwicklung immer weitermachen und verfeinern so.
00:51:51: Das ist eine sehr grundlegende Gedanke eigentlich, dass wir halt die ganze Zeit uns damit beschäftigen und uns verändern und es normal ist Und dass wir dann auch wieder gleichzeitig uns umarmen dürfen und sagen, ja ich wusste das vielleicht vorher einfach nicht.
00:52:12: Und deswegen wieder ein strukturelles Thema was dabei aufgeht eigentlich auf dieses wie gehen Generationen miteinander um Wertschätzung wieder.
00:52:24: Ich bringe Wertschättung mit – ich bin jetzt forty-six Jahre alt – anderen, die vielleicht jetzt Sachen anders machen und können sagen okay ich verstehe das.
00:52:37: Das ist ein anderer Lebensabschnitt ja gerade erst in die Elternschaft rein zu starten.
00:52:42: Das macht halt einfach was anderes mit einem als jetzt einfach schon achtzehn Jahre lang da drinzustecken.
00:52:48: Ja es ist einfach einen Unterschied so und ich kann das aber reflektieren und darauf zurückblicken Und genau aber eben auch andersrum, dass vielleicht Menschen sagen ich erkenne das auch an wo du stehst.
00:53:01: Deswegen bedeutet es nicht, dass meins alles richtig sein muss oder deins ist alles richtig sondern wir stehen einfach an unterschiedlichen Punkten in unserem Leben und begegnen uns aber mit Wohlwollen daran.
00:53:12: Genau und du sprichst von diesem Prozess und von Unterschiedlichkeiten sozusagen und glaube wir bringen ihm sozusagen zwei unterschiedliche.
00:53:21: Wir sind beide in diesen Prozess reingegangen.
00:53:24: Du führst deine Beziehung weiter, ihr
00:53:26: wachst bei mir auch.
00:53:28: Genau ich habe mich getrennt vor anderthalb Jahren und hab lange gehadert.
00:53:33: warum erst jetzt?
00:53:35: Warum hatte ich so lange Hoffnung?
00:53:38: Und gleichzeitig verstehe ich das heute oder habt es auch in dem Prozess dass ich mich getrannt
00:53:44: habe
00:53:46: ist und der sich das konnte ein riesiges Privileg Weil dieses ganz schnell was ja kommt, wenn man ungünstigen muss dann oder so.
00:53:55: Oder auch ... Ja, dann Trennlichheit!
00:53:57: Warum ist Trennung halt
00:54:01: leichter
00:54:02: gesagt als getan und wieder auch Verantwortungsverschiebung?
00:54:07: Es regt mich wirklich immer wieder auf weil das auch sowas eine sehr empathiluse Antwort eigentlich ist.
00:54:15: natürlich können wir von außen auf Situationen raufblicken Aber es geht ja immer darum, was die Person in dieser Situation fühlt.
00:54:24: Welche Hoffnung hat sie vielleicht und bekommt diese Hoffnung her?
00:54:28: Und welche?
00:54:29: sind wir wieder bei den Liebesmustern?
00:54:30: Was bringt sie mit und hat das als normal noch im Blick?
00:54:36: Dann ist natürlich durchaus auch die Frage warum im Umfeld keine sicheren Beziehungsmuster sind.
00:54:43: Wenn ich jetzt die Person kenne, nehme ich mich dann natürlich mit rein in die Verantwortung wo die Person dann erfahren kann, nie das geht ja eigentlich auch anders.
00:54:54: So weil wenn ich von oben herab komme und sage sehr was schuld, dann mache ich ja genau diese Gewalt weiter!
00:55:01: Ich bediene genau dieses Muster eigentlich weiter von Herabwürdigung.
00:55:06: Das ist keine sichere Beziehung, die ich dann anbiete um aus solchen Dynamiken rauszukommen sondern es geht ja dann eigentlich darum... ich erkenne das erst mal an So, und ich biete dir aber in unserem Miteinander was ganz anderes an.
00:55:18: Ja?
00:55:18: Und dann sehen...in der Empathie zu sehen okay da ist vielleicht ein anderes Muster von Beziehung erstmal vorhanden Da sind wahrscheinlich auch Abhängigkeiten.
00:55:28: ja also das müssen wir immer wieder sehen.
00:55:30: Was für Abhängigkeiten sind eigentlich da und jetzt gerade die sich ja wieder verschlimmern In der politischen Lage ja in der finanziellen Lage von Frauen in Gewaltsituation in den Ängsten die Kinder, wenn gemeinsam mit Kindern vorhanden sind.
00:55:46: Und das können körperliche Ängste sein, es können aber auch psychische Ängster sein.
00:55:49: Angst davor was wird passieren?
00:55:51: Ja vielleicht auch die Angst dvor würde mein Ex-Partner oder noch Partner irgendetwas machen um unsere Beziehung zu stören mit den Kindern.
00:56:00: Das ist ja auch nicht zeitlos schreibe ich ja auch ein Buch darüber.
00:56:03: Da sind alles Faktoren, die damit rein Abhängigkeiten Machtverhältnisse ökonomisch und Natürlich auch, selbst wenn ich es schaffe den Gedanken vorzuführen.
00:56:17: Aber es ist doch auch total schwierig immer noch alleinerziehend zu sein oder sich zu trennen weil es mit Dignatisierung einhergeht, immer noch.
00:56:27: Du bist auf einmal schon... Obwohl es sinnvoll ist, sich aus schädlichen Beziehungen zu distanzieren, wird trotzdem... Da bist du gegangen!
00:56:36: Was für eine schlechte Frau hält das alles aus?
00:56:39: Ja, liebe, er trägt doch alles.
00:56:41: Also das sind ganz viele Faktoren die da reinführen zu sagen oder anerkennen zu müssen Das ist nicht einfach zu gehen.
00:56:53: Es sind auf ganz vielen Ebenen, es sind das Faktor, die da sind.
00:56:56: und unsere Aufgabe ist, dass wenn wir das sehen... ...das ist eine unwutte Beziehung halt eine sichere Beziehungen als Blaupause mit anzubieten und natürlich aus dieser Sicherheit heraus.
00:57:08: Und einfühlsam co-reguliert zu unterstützen, damit eine Trennung dann passieren kann.
00:57:15: Aber nicht vom Umarab.
00:57:17: Da hab ich schon gesagt, dass ihr ihn kennengelernt hast, das ist der Scheißer.
00:57:20: Nee so funktioniert es halt nicht!
00:57:21: Danke
00:57:22: für dieses wunderschöne Gespräch und danke fürs Buch.
00:57:27: Ich wünsche mir sehr, dass Bestärkung die Haltung also für alle Beziehungen... Also ich sage du hast das Buch natürlich für uns Frauen geschrieben, gleichzeitig auch für Männer.
00:57:40: Ich bin davon überzeugt dass die Beziehungen wie alle drin wachsen und für mich ist immer noch so ein Punkt.
00:57:48: ich für mich tut mich manchmal schwer das für mich einzufordern aber mir hilft die Brücke sehr.
00:57:51: was wünsche ich mir für meine Kinder?
00:57:53: Welche Blaupause wünsch ich ihnen?
00:57:57: Wünsche ich ja dass meine Tochter denkt Sie müsste sich einfach noch ein bisschen mehr anstrengen, bis sie gehört wird.
00:58:04: Ich selber denke bei mir manchmal ganz gerne ja ich kann mich anstrellen habe ich gelernt, ich kann leisten hab' ich gelernt in der Vergangenheit also genau.
00:58:12: aber das Buch ist für dich und unsere Partner, für unsere Kinder.
00:58:18: Beziehungserfahrung neue Beziehungserfahrungen gute Beziehunserfahrung gesunde Beziehunserfahrungen.
00:58:28: Das wünsche ich uns Und es lohnt sich dafür, loszugehen.
00:58:34: So so sehr und das sage ich nach anderthalb Jahren nach der Trennung noch viel mehr.
00:58:41: EZPC ist das nicht immer.
00:58:43: Emotionale Hausaufgaben machen ist nicht immer EZ PC.
00:58:46: Und doch lohnt es sich so sehr!
00:58:49: Ich mag euch wirklich wirklich sehr sehr.
00:58:52: dass Buch von Susanne Miro ans Herz legen genug erklärt warum Mütter nicht für die Erziehung von Vätern verantwortlich sind.
00:58:59: eine Befreiung bei Kösel, bei meinem tollen Verlag erschienen.
00:59:04: Und Selbstregulation ist da so ein wichtiger Schritt dahin und da mag ich dir mein Buch empfehlen.
00:59:12: Starke Gefühle, starke Halt selbst Regulation für dein Kind und dich!
00:59:18: Ich mag Dich ermutigen, Dich auf den Weg zu machen – für gesunde, nährende Beziehungen.
00:59:26: Das lohnt sich auch im professionellen Kontext.
00:59:29: Ich begleite auch sehr gerne Paare, da genauer hinzuschauen.
00:59:32: Was ich mir ganz stark aus diesem Gespräch
00:59:35: mitnehme ist
00:59:37: die Wertschätzung.
00:59:39: Die Wertschättung für mich und meinen Prozess – und auch die Wertschätzung der Partnerperson
00:59:46: gegenüber,
00:59:47: mit der ich in einem Prozess bin!
00:59:49: Mit der Gleichzeitigkeit Dinge zu benennen, mir zu vertrauen dafür einzustehen.
00:59:56: Genau das wünsche
00:59:57: ich dir auch.
00:59:58: Wertschätzung
01:00:00: und Klarheit.
01:00:01: Danke, dass wir zusammen auf dem Weg sind, bindungsorientiert unsere Kinder ins Leben
01:00:06: zu begleiten –
01:00:08: in gesunden Beziehungen!
01:00:11: Für gesunde Beziehung für dich, für mich und für unsere Kinder.
01:00:19: Danke.
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